MAROKKO
Mittwoch, 01. April 2009
Am Morgen 15°C, leichter Nieselregen, der bald aufhört. 5/8 Bewölkung.

Wir fahren mit Erichs Navy noch bis zur Grenze Ceuta
àMarokko. Dort herrscht ein enormes Durcheinander. Ein Fremdenführer, in eine Dschellabah gekleidet, bietet seine Dienste an, er hat gleich die richtigen Formulare bei der Hand und sagt Erich, was er hineinschreiben muss. Dann geht er mit Erich zur richtigen Grenzkabine - wir stehen in der falschen Kolonne. Zuerst kommen die Pässe dran - da brauche ich gar nicht mitgehen, nur mein Pass ist wichtig. Dann kommt das Auto dran. Es ist auf mich zugelassen, und da will der Grenzbeamte nun doch die „Anna" sehen (im Pass steht Elfriede Anna). Also gehe ich hin, er nimmt mich in Augenschein, ist zufrieden und händigt mir meinen Pass mit allen Autopapieren und dem Grenzformular fürs WoMo wieder aus. Dann kommt der Zoll - wir haben nichts zu deklarieren und Waffen führen wir auch keine mit. Somit sind alle Formalitäten erledigt, wir müssen nur noch in die Autokolonne hinein, damit wir aus dem Grenz­bereich hinausfahren können. Alles in allem dauert der Grenzübertritt ca. 1 ½ Stunden.

Beim ersten Kreisverkehr fahren wir Richtung Tanger. Es geht über das Gebirge und hier sind die Straßen wirklich „arabisch" - tiefe Schlaglöcher und große Steine mitten auf der Fahrbahn, teilweise Längsrisse im Asphalt, es geht bergauf und bergab, dann ist plötzlich die Straße gesperrt für eine Polizeikontrolle. Tanger ist riesengroß, die Durchzugsstraße ist halbwegs beschildert, die Innenstadt bekommen wir gar nicht zu sehen.

Nach einer kurzen Mittagsrast, bei der wir die Uhren um zwei Stunden zurückstellen, fahren wir durchs Hügelland - hier sehe ich die rote Erde, die für mich typisch für Afrika ist - nach Asilah, wo jedoch drei Campingplätze, die im Reiseführer angegeben sind, gesperrt sind. Also fahren wir zur nächsten Stadt Larache, wo wir auf einem öffentlichen Platz einen Gratis-Campingplatz mit allen Annehmlichkeiten und voll mit Franzosen finden. Ich wandere noch 1 km bis zur nächsten Bank und bekomme 3.280,80 Dirham für € 300,00. Jetzt sind wir gerüstet für Marokko und planen die Reiseroute für den nächsten Tag.

An Larache bei 114.427 km um 13:15 h GMTTagesdistanz: 168 km
N 35° 09' 41" W 006° 08' 31"

Motto des Tages in meinem Kalender:
Genieße die Reise und lass deine Seele nicht zu Hause.

Donnerstag, 02. April 2009
Am Morgen 15°C und wolkenlos. Durch die Zeitumstellung sind wir um 7:30 h schon reisefertig. Unser heutiges Tagesziel ist Rabat, die administrative Hauptstadt und Sitz des Königs. Gemäß unserem Motto, ohne Autobahnen das Land kennen zu lernen, geht es auch heute wieder manchmal holterdipolter über die Straßen: zuerst durch die Ebene des Loukos bis Ksar-el-Kebir, dann durch sanftes Hügelland bis Souk-el-Arba.

Tanken: bei km 114.494:Gesamtdistanz 531 km
54,07 l à dH 7,22 =
dH 390,39 Ø 11,15 l/100 km

Anschließend weiter durch die Tiefebene des Tebou Flusses. Die ganze Gegend ist absolut landwirtschaftlich dominiert, Felder, Wiesen und Olivenhaine wechseln mit Wiesen voller Schaf- und Rinderherden; Pferdefuhrwerke und Esel beherrschen die Nebenstraßen entlang der N1.

Irgendwo in dieser Tiefebene vor Kenitra sehen wir einen riesigen Menschenauflauf und ein Lautsprecher dröhnt durch die Gegend. Da ich von Natur aus neugierig bin, bleiben wir stehen und entdecken einen riesigen Markt in einem Gelände hinter einer Tankstelle. Es gibt alles, was des Marokkaners Herz begehrt: Plastikpantoffel, Gürtel und Taschen, gegrillte Fleischspieße mit einem halben Brot (wie Kebab, nur ohne Salat), giftig rote Würstchen, die ganz gut schmecken, lange Kaftans und Schals für Damen, Jeans und Unterwäsche für Herren, Uhren, einen Hufschmied, lebende Hühner und deren Eier, eine Reparaturwerkstätte für Fahrräder und ein Ersatzteillager für Mopeds, Gemüse, Gewürze, Mehl und Getreide, natürlich auch elegante Schuhe für Herren und Damen
à nur schade, dass Schuhgröße 49 bei den Herren grad ausverkauft ist …..

Nachdem ich mich gestärkt habe, fahren wir weiter durch die Tiefebene nach Rabat. Wir steuern zielsicher die Koordinaten des einzigen im Reiseführer angegebenen Campingplatzes an und stehen vor einer Cafe-Bar am Sandstrand von Salé, der NorDHälfte von Rabat. Achmed, ein Security-Mann, erklärt uns, das Areal wurde aufgekauft und alle Sanitäranlagen niedergerissen, damit in Kürze ein Hotel darauf gebaut wird.

Nach einigem Hin und Her beschließen wir folgendes (von Achmed empfohlen): Stadtrundfahrt mit Taxi, um die wichtigsten Monumente zu fotografieren, dann zurück zum WoMo, gegen Abend Standortwechsel: Achmed empfiehlt einen Parkplatz gegenüber der Polizeistation, und da stehen wir nun.

Am Abend machen wir noch einen Rundgang durch die Medina und die Souks darin, um zu schauen und Brot und Kleinigkeiten einzukaufen. Hinterher gibt es noch als Geburtstags-Überraschungsessen „Boeuf á la Catalane" aus einer französischen Konservendose, dazu ein Glas Rotwein aus Spanien.

Besonders gefreut haben mich die vielen Geburtstagswünsche, die mich erreicht haben, auch wenn ich nicht jedem einzelnen darauf geantwortet habe.

Standort Rabat gegenüber Polizei bei 114.610 km um 17:45 h GMTTagesdistanz: 133 km
N 35° 02.294' W 006° 49.028'


Freitag, 03. April 2009
Der Verkehrslärm weckt uns auf, drum sind wir um 7:45 h schon reisefertig. Wir fahren durch Rabat, ich mache noch einen kurzen Spaziergang durch die Medina, wo gerade vom vorherigen Abend-Souk die Straßen und Ecken der Verkaufsstandplätze gereinigt werden und manche Geschäfte schon wieder offen haben. Der Sonnenschein und die weiß-blau getünchten Fassaden machen die Gässchen richtig freundlich und einladend.

Weiter geht es dann an der Küstenstraße nach Casablanca. Diese Stadt ist mit 2,5 Mio. Ew. das Handels- und Geschäftszentrum Marokkos. Dem entsprechend ist auch der Mittagsverkehr - überall ein buntes Gemisch von Autos, Mopeds, Eselkarren, Fußgängern, und alle fahren und laufen irgendwie durcheinander herum. Manche Ampeln sind rot, aber in der Mitte der Kreuzung steht ein Polizist und regelt den Verkehr anders, eben „orientalisch". Es gibt auf der Durchzugsstraße 2-3 Fahrspuren, die von allen Verkehrsteilnehmern willkürlich gewechselt werden, ohne zu blinken. Das wichtigste Teil am Auto ist die Hupe, die wird von allen kräftig betätigt. Erich verweigert, in dieser Stadt zu bleiben und einen Rundgang zu machen. Nur an der Moschee Hassan II, die draußen am Meer gebaut und erst 1993 fertiggestellt wurde, finden wir einen Parkplatz und machen eine kurze Rast. Leider ist freitags das Innere der Moschee für Ausländer nicht zu besichtigen, also gibt es nur Fotos von außen. Laut Reiseführer ist es die größte Moschee der arabischen Welt, und vom 180 m hohen Turm weist nachts ein Laserstrahl nach Mekka.

Es ist heiß (28°C'), Erich ist müde
à wir suchen den nächsten Campingplatz auf:
La Desserte de Plage 19 km SW Casablanca ist voller Müll auf der Wiese, die Stromkästen schauen nicht sehr vertrauenswürdig aus, die Sanitäranlagen sind unter jeder Kritik. Wir verlassen den Platz wieder und der freundlich lächelnde Receptionist fragt nicht einmal, weshalb.

Oasis Dar Bouazza, N 33° 30.370' W007° 50.520', 24 km SW Casablanca, gefällt uns auf Anhieb: sauberer Platz, einige Wohnmobile, ebene Standplätze, parzelliert, Stromanschlüsse OK, die Sanitäranlagen perfekt sauber, junge Bäume etwa 2,5 m hoch, Bananenstauden, die gerade blühen, Blumen in kleinen Rabatten. Wir beschließen zu bleiben. Gebühr 125 DH inkl. Warmwasserdusche.

An CP um 15:00 h bei 114.744 kmTagesdistanz: 134 km

Ich bin extrem müde und verschlafe den Rest des Nachmittags. Erst gegen 18:00 h bin ich wieder wach. Bei Cordon Bleu aus dem TK-Fach und einer Flasche Sekt holen wir mein Geburtstagsessen nach. Hier haben wir zum letzten Mal TV-Empfang.

Samstag, 04. April 2009
Ausgiebiges Frühstück, Entsorgung und Wasser tanken, damit wieder alles perfekt ist. Abfahrt um 9:30 bei 24°C, wolkenloser Himmel.

Wir fahren die Küstenstraße entlang bis El Jadida, dort besichtigen wir „La cité Portuguese", eine ehemalige portugiesische Festung, die nun von den Einheimischen bewohnt wird. Von der Festungs­mauer aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Atlantik, in den Gassen findet man Souvenir­händler, in den Hinterhöfen spielen die Kinder der Einheimischen.

Hinterher machen wir noch einen Abstecher in die Souks, kaufen Brot und Rindleisch und Erich bekommt eine Dschellabah, bei der ihm die Ärmel lang genug sind.

Weiter geht es an der Küste entlang. Die Gegend ist sehr fruchtbar, die Felder reichen bis zum Meer hinunter, die Abgrenzung bilden Staketenzäune. Bei Qualidia checken wir am Campingplatz „Sable d'Or" an der Lagune ein - Gebühr 55 DH inkl. Strom. Hier gibt es Austernzuchtbecken, außerdem regen Fang von Meeresfischen und Krabben.

An Qualidia bei 114.900 km um 17:00 hTagesdistanz: 156 km
N 32° 43.970" W 009° 02.560"
Temperatur 32°C, Nachbarn aus Linz am Rhein (bei Köln).

Sonntag, 05. April 2009
Um 7:30 h frische 15°C, wir haben gut geschlafen. Ein Händler kommt mit frischen Krabben und Fischen - ich kaufe 2 Stk Schollen.
Ab Campingplatz um 8:30, zum Meer. Hier kommen gerade die Fischerboote herein und die Moped-Händler holen ihre Waren direkt von den Booten. Der Strand ist sauber, ich ziehe die Schuhe aus, gehe barfuß durch den Sand hinunter zum Meer und lasse mir die Atlantikwellen bis über die Knie spülen. Am liebsten ginge ich schwimmen, aber in einem arabischen Land schickt sich das nicht …..
Weiter der Küstenstraße entlang nach Safi, dem Zentrum der Keramikerzeugung. Es gibt sogar ein Keramik-Museum im Norden der Stadt, das wir aber nicht besuchen. An der südlichen Küstenstraße fahren wir zwischen Fischkonserven-Fabrikshallen hindurch, anschlie­ßend folgen die Industrieanlagen einer chemischen Industrie. Irgendwo steht ein Schild mit „Maroccain Phosphoric Production" und ein Wachtposten bewacht die Zufahrt zum Werksgelände. Die Abwässer fließen offensichtlich direkt in den Atlantik …..

Weiter geht es nach Essaouira; dort wollen wir die Medina besuchen, die auf phönizische Ursprünge zurückgeht. Mangels Parkplatz suchen wir eine Tankstelle:

Tanken: bei km 115.191:Gesamtdistanz 609 km
55,11 l à DH 7,35 =
DH 405 Ø 9,09 l/100 km

Anschließen wäre noch ein Bankomat gefragt: einer ist überhaupt außer Betrieb, der nächste funktioniert zwar, aber er hat zu wenig Geld in seinem Kasten, also zählen wir unser Bargeld zusammen und stellen fest, wir können davon in Marokko noch drei Mal tanken und auch die Campinggebühren bezahlen, also fahren wir beruhigt weiter.

Nun geht es von der Küste weg auf der N1 in die Berge. In der fruchtbaren Ebene nach Essaouira wachsen noch Bananen neben der Straße, doch je höher es hinauf geht, umso steiniger wird das Gelände. Hier gibt es als Spezialität Arganienbäume - teils stachelig, kleine Blätter und Früchte wie kleine Mirabellen. Aus den Kernen dieser Früchte wird Arganienöl hergestellt, zum Essen (nussiger Geschmack), als Allheilmittel (Rheuma, Gicht, …) und für Kosmetik (soll Falten vermindern). Bei einem Straßenhändler kaufe ich etwas.

Die Felder sind hier mit niedrigen Steinmauern begrenzt und man sieht Leute, die mit einer Sichel das Korn schneiden und mit den Händen zusammentragen. Es ist heiß: 32°C Außentemperatur, 38° im WoMo.

Nach endlosen Serpentinen, immer wieder auf und ab, gelangen wir wieder an die Küste und fahren den Paradiesstrand entlang, bis wir kurz danach den Campingplatz erreichen.

Atlantic Parc in Imi Quaddar, ca. 25 km vor Agadir. N 30° 35.228' W009° 45.039', gefällt uns auf Anhieb: großer, etwas staubiger Platz, viele Wohnmobile, ebene Standplätze, parzelliert, Stromanschlüsse OK, die Sanitäranlagen perfekt sauber, viele verschiedene Bäume, rot blühende Hibiskushecken, Schwimmbad, Restaurant, Internetanschluss im Cybercafe.

An CP um 16:45 h bei 115.250 kmTagesdistanz: 350 km

Ein lästiger Teppichhändler will mir unbedingt einreden, die von ihm offerierten Teppiche bzw. Überwürfe sind von seiner Oma in Handarbeit hergestellt: Handarbeit vielleicht ja, aber auf einem Webstuhl. Ich fange einfach zu kochen an, dann geht er endlich.

Temperatur um 20:00 h noch 30°C, wir öffnen beim Schlafen alle Fenster, damit der Wind durchziehen kann.

Montag, 06. April 2009
Ich bin ab 7:30 wach, 20°C, ich genieße die Ruhe und lese meinen englischen Roman weiter, bis Erich gegen 9:00 h aufwacht.

Beim Frühstück kommt der Teppichhändler vom Vortag noch einmal, will mit mir noch einmal handeln, hat aber keine Chance.

Anschließend kommt ein „Künstler" vorbei mit einer Mustermappe, er bemalt Wohnmobile mit marokkanischen Motiven. Einige unserer Nachbarn haben Bilder von ihm drauf. Erich gefällt so etwas, also handeln wir ein wenig und das Ergebnis lässt sich sehen.

Der heutige Ruhetag vergeht mit Reisebericht schreiben, bei 30°C unter der Markise im Schatten sitzen und anschließend gehe ich noch schwimmen.

Dienstag, 07. April 2009
Abfahrt Atlantic Park Camping um 08:00 h früh bei 18°C.
Etwa 10 km entfernt, auf der Strecke nach Agadir, liegt ein Geocache „Fluffy's Place", den will ich unbedingt finden. Von der Straße zweigt eine Sandpiste ab - 500 m bis zum Strand. Ich trage mich ein, dann fahren wir weiter nach Agadir.
Dort suchen wir zuerst einen Bankomaten, dann das Einkaufszentrum Marjand, wo wir Lebensmittel, Ansichtskarten und Briefmarken einkaufen. Ein älterer Franzose bewacht inzwischen sein und unser Wohnmobil, es sei hier zu gefährlich wegen der Einbrecher.

Anschließend geht es auf der N1 nach Süden. Am Weg durch das Hügelland fällt uns auf, dass die Bauern das Korn mit der Sichel schneiden und die Frauen mithelfen, die Garben zusammenzutragen.

Gegen 15:00 h kommen wir nach Tiznit. Diese Stadt ist rundherum von einer Mauer mit einigen Toren umgeben - irgendwie erinnert es an das Mittelalter in Europa. Nach ein paar Fotos von außen fahren wir in die Medina hinein. Tiznit ist das Zentrum der marokkanischen Silber­schmiede­kunst und ich finde in einem Geschäft silberne Ohrringe, die mir gefallen. Der Händler fragt, ob wir nicht was zu tauschen haben: ich biete zwei Sweater und 5 Paar weiße Socken. Damit erhalte ich die Ohrringe gratis!
Die letzte Etappe geht nach Aglou-Plage am Meer, dann südwärts der Steilküste entlang. Am Weg dorthin bieten sich immer wieder tolle Ausblicke in einsame Sandbuchten, und einige Mähdrescher kommen uns entgegen, gefolgt von Traktoren mit angehängten Ballenpressen. Die Erntesaison dürfte voll im Gange sein - Anfang April!

Um 17:00 h sind wir in Sidi Ifni, unserem heutigen Ziel. Campingplatz „El Bareo" direkt am Strand bei N 29° 23.037' W 10° 10.461'. Internet - Signal zu schwach. Kosten für Übernachtung inkl. Strom 75 DH.

An CP um 17:00 h bei 115.459 kmTagesdistanz: 209 km
Mittwoch, 08. April 2009
Ab Sidi Ifni um 08:00 h, wieder strahlender Sonnenschein, etwas dunstig.

Wir fahren durch die Ausläufer des Anti-Atlas landeinwärts. Neben der Straße viele Opuntien-Kakteen mit roten Früchten dran - diese kann man nicht essen, nur jene, die im August reif werden und leicht eher orange sind. In den Flussniederungen ist Gemüse angepflanzt: Kraut, Karfiol, Karotten, Gurken, Tomaten und Paprika. Die Asphaltstraße ist schmal und hat viele Kurven.

Vor der Ortschaft Guelmim zweigen wir nach Westen ab: 30 km Asphaltstraße und dann noch 9 km Sand- und Schotterpiste zum Fort Bou Jerif, N 29° 04.930' W 10° 19.870'. Es ist ein ehemaliges Wüstenfort der französischen Armee, das heute zu einem Hotel und Treffpunkt der Wüstenfahrer ausgebaut ist. Man kann auch in einem Berberzelt übernachten. Wir machen Fotos, trinken einen Kaffee und fahren durch die Steinwüste wieder retour. Hier wachsen nur mehr Kakteen aller Art und niedrige Dornensträucher.
Bei der Stadtrundfahrt durch Guelmim entdecken wir ein nettes Restaurant, wo wir großartig essen: ein Goldbarsch, 10 Sardinen in dünnem Backteig, dazu Gemüse und verschiedene Salate, eine Tomaten-Paprikasoße, eine scharfe Soße, gekochte weiße Bohnen, grüne und schwarze Oliven, eine 1,5 l Flasche Wasser - lecker! Und das zu zweit um 50 DH.

Unser WoMo ist vor unseren Augen geparkt, gleich hinter einem Eselkarren. Als wir wieder einsteigen, steht plötzlich ein uniformierter Parkwächter da, der von uns 2 DH fürs Parken will, dafür stellt er sogar ein Ticket mit Stempel aus! Ob der Besitzer des Eselkarrens auch Parkgebühr zahlen muss?

Tanken: bei km 115.600Gesamtdistanz 499 km
54,15 l à DH 7,39 =
DH 400 Ø 10,85 l/100 km

Auf der Suche nach der richtigen Ausfahrtsstraße erreichen wir den südlichsten Punkt unserer Reise: N 28° 58.479' W 10° 03.455'.
Die Weiterreise führt zuerst über die N1 und einen Pass mit 1057 m zurück nach Tiznit, von dort die Straße 106 nach Osten über Assaka, dann einen Pass mit 1100 m bis nach Tafraout. Kurz vor der Ortschaft ist ein Geocache versteckt, das Navy zeigt 250 m. Es ist ein schneller Fund.

Um 18:30 h sind wir am heutigen Ziel. Campingplatz „Tazka" direkt am Ortsanfang bei N 29° 42.919' W 08° 59.176'. Der Platz ist nicht sehr groß aber sehr sauber, rundherum eine Mauer, das Wasser aus dem Wasserhahn ist Trinkwasser, Internet über W-Lan mit vollem Anschlag da. Kosten für Übernachtung inkl. Strom und warme Dusche 75 DH.

An CP um 18:30 h bei 115.818 kmTagesdistanz: 359 km

Donnerstag, 09. April 2009
Wir bleiben in Tafraout, machen am Vormittag eine Allrad-Rundfahrt zu den „blauen Steinen" des belgischen Künstlers Jean Verame . Dort ist auch ein Geocache versteckt, den ich mit meinem GPS finde.

Anschließend besuchen wir das Teppichgeschäft Maison Nomade Tuareg, wo uns so viele wunderschöne Teppiche vorgelegt werden, dass ich mich letzten Endes entschließe, vier Teppiche zu kaufen. Auch hier werden wir wieder nach Tauschartikeln gefragt, und so tauschen wir drei Jeans, zwei Pullover, einige Paar weiße Socken und meine uralten Laufschuhe als Gegenwert von zwei Berberteppichen. Zwei weitere kaufen wir dann noch gegen bare Münze, aber wirklich wunderschöne Muster.

Am Nachmittag (32°C um 15:00 h) schreibe ich den Reisebericht und Erich erledigt kleinere Reparaturen am WoMo, abends gehen wir nochmals in die Stadt und durch die Souks.