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Die Musiker der CD |
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Inhalt |
Um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen, sei erwähnt,
dass der eigenwillige Name der 1995 in dieser Zusammenstellung gegründeten
Formation keineswegs darauf abzielt, den geneigten Hörer gleich wieder zu
verscheuchen. Die hauptsächlich verwendeten Instrumente Dudelsack, Saugeige und
Geige gaben dem Trio seinen Namen, das mit seinem 1999 erschienen Erstlingswerk
einen durch und durch traditionellen Streifzug durch die Zeiten unternimmt.
Typisch österreichisch – der böhmische Bock
Der Gründer des oberösterreichischen Ensembles, Franz Mettauer, beschäftigt
sich seit mehr als 20 Jahren mit alter Musik und dem Spiel des für Österreich
und Böhmen typischen Dudelsacks, des böhmischen Bocks, welcher bis ins 19.
Jahrhundert als fixer Bestandteil unserer Volksmusik gesehen werden darf.
Aufgrund dieser Tatsache hebt sich die vorliegende Produktion auch klar von
anderen Interpretationen alter Musik ab, da sie bisweilen recht authentischen
Zugang über den hauptsächlichen Einsatz von tatsächlich traditionellen Instrumenten
findet. Wenn aufgrund aktueller Strömungen in „historischer“ Musik auch
gewöhnungsbedürftig, so dürfte der Klang des Bocks aufgrund seiner Konstruktion
dem des mittelalterlichen Dudelsacks sehr nahe kommen.
Durch die Zeiten und Regionen
Im Zusammenklang mit Geige, Saugeige und diversen Perkussionsinstrumenten
entsteht ein recht buntes Gemisch aus Bildern, die vom Mittelalter über Barock
bis hin zu alpiner und bretonischer Volksmusik reichen und für den Hörer kaum
Bekanntes bereithalten. Der raue Charme von gekonnt und abwechslungsreich
gespielter Bockspfeife und Geige wird dabei vom Gesang des Trios unterstrichen
und lässt zwangsläufig Wirtshausstimmung aufkommen. Etwas gewöhnungsbedürftig
ist dabei der Einsatz der afrikanischen Djembe, die sich aufgrund ihrer
dominanten Klangeigenschaften zeitweilig nicht ganz harmonisch in das sonst so
traditionell gehaltene Klangbild einfügt. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei
„Durch die Zeiten“ um eine sehr gelungene Produktion, die all jenen ans Herz
gelegt sei, die ihren musikalischen Horizont in Richtung authentischer
Volksmusik erweitern und einen Eindruck davon gewinnen wollen, wie es über
Jahrhunderte in Wirtshäusern und Bauernstuben zugegangen sein mag, bevor
gewisse Mainstream-Fernsehsendungen die Volksmusik zu volksdümmlicher Musik
verkommen ließen.