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Ein Gespräch mit Franz Mettauer über mehr als fünf Jahre Dudelsack&Saugeign&Geign: „Mein Interesse an alter Musik wurde von Prof. Balduin Sulzer in der
Arbeitermittelschule geweckt. Mit ansteckender Begeisterung hat er während
des Unterrichtes seine musikgeschichtlichen Theorien durch Hörbeispiele
belegt und die gesamte Klasse - Heranwachsende und gestandene Arbeiter - in
seinen Bann geschlagen. Eines Tages rief mich der Geschichtsarbeiter Franz Steinmaßl, Gründer des Verlages Edition Geschichte der Heimat, an, er wolle sein jüngst erschienenes Buch „Arsen im Mohnknödel. Kriminalgeschichte des Mühlviertels" im Schwurgerichtssaal des Linzer Landesgerichtes präsentieren, er kenne mich von Rudis Auftritten und meine Dudelsackmusik samt Texten paßten exakt zu seinem Werk. Das war der Beginn meines öffentlichen Auftretens. Alsbald begleitete mich Christine mit ihrer Geige. 1995 rief die Gewerkschaft zur Phantasie auf und lud uns ein, Beiträge zur Arbeiterbewegung für die CD „Gegen das Herzversagen" zu liefern. Wir brauchten dafür noch einen Musiker, der uns abrundet und uns Tiefgang verleiht und fanden ihn in Ernst. In der Folge engagierten uns verschiedene Dichter für ihre Lesungen. Franz Stelzhamers wilder Enkel Hans Kumpfmüller, der Preisträger des Linzer Landestheaters Walter Kohl für seine Performances und Videokunst, Helmut Wittmann für seine Märchenroas ... Und immer wieder haben uns die Zuhörer gefragt, ja gibts denn von euch keine Tonträger? So haben wir uns entschlossen, ins Tonstudio zu gehen und unsere „Erste" zu produzieren...“ |