Villach, 25. November 2006

 

 

Liebe Members, liebe Fans, ein kurzer persönlicher Bericht
zum Bryan Adams Konzert in Villach!

Hallo, I'm Bryan!

Dieses Konzert sollte mal etwas anders sein als alle,
die ich zuvor gesehen habe.
Mit der Villach-Show feierte ich auch meine
30. Bryan Adams-Konzert - wow wie die Zeit vergeht!

Zum ersten Mal wollte ich mich nicht mit vielen anderen Fans
vor der Bühne um einen Platz drängeln, nein, 
ich wollte meinen Sitzplatz um den ich mich nicht streiten musste.
So ersparte ich mir auch die Warterei vor der Halle.
Mein Mann und ich waren also im Besitz von gemütlichen
Sitzplatzkarten (Danke an Birgit und Sonja für
Ihre Bemühungen!) - dort angekommen und Platz genommen,
bot sich eine so ganz neue, andere Sicht auf Bryan und Band!

Bryan sing mit Italienerin When You're Gone!

Alle auf einmal sehen zu können ohne ständig Körperteile von anderen im Sichtfeld zu haben - das hatte schon etwas für sich!
Vielmehr konnte ich es auch genießen, wie fast jeder Song in ein anderes Licht gerückt wurde. Lichtspiele, Motive und Symbole im Bühnenhintergrund ergaben eine ganz besondere Stimmung. Genauer hinsehen und Details erhaschen konnte ich mit Hilfe der Leinwand, die perfekte Einstellungen lieferte.


Die "Leinwand" - da kam Bryan so richtig nah!

Es waren Songs für jeden dabei!
Neues wie "Open Road" und "Room Service", allen bekanntes zum mitsingen darunter "Summer Of '69", "(Everything I Do) I Do It For You". Und weil wir schon beim mitsingen sind, suchte sich Bryan für seinen Song "When You're Gone" wie schon die letzten Shows eine Sängerin aus dem Publikum. Die Italienerin war mehr nervös und glücklich auf der Bühne zu stehen, als ein Gesangstalent.

Zum Kuscheln kommt natürlich auch jedes Paar bei einem
Bryan Adams Konzert. Es kuschelt sich nun einmal
gut zu "Heaven",  "Let's Make A Night To Remember"
und "Have You Ever Really Loved A Woman" - Lovesongs
die gekonnt eingebaut sind und meiner Meinung
nach nicht im Überschuss sind (...wie so mache meinen)!

Mit "18 Til I Die", "Run To You" und "The Only Thing That
Looks Good On Me Is You" ist der Schwung ja auch
wieder sofort in der Halle und alle die toben wollen können
es auch tun.



Mir gefiel  so sehr der letzte Part der Show, wo die pure
Stimme Bryans zu lauschen war. Nicht, dass
ich die treue Band Keith Scott, Mickey Curry und
den etwas jüngerer Band-Teil Gary Breit und
Norman Fisher nicht gerne höre, aber welcher Fan mag
es nicht "Only Bryan" zu hören. Der pure Klang
von Gitarre und Bryan's Stimmer - mmmh so schön.

Um noch ein Schauferl mehr freute ich mich über den
Song "When You Love Someone", den ich heuer
im Jänner zu meiner Hochzeit spielte und dieser
natürlich wunderschöne Erinnerungen weckte.

Es war einfach schön, Bryan & Co wieder LIVE gehört zu haben. Keines der vielen Konzerte möchte ich je missen, wenn doch ich zugeben muss, dass ich nicht jedes mehr im Detail beschreiben kann. Aber von Tag zu Tag werden Erinnerung wach, die mich mit Stolz ein Bryan Adams - Fan sein lassen.

By
Petra K.

Kleine Zeitung

Gitarre, Mundharmonika und seine Stimme. Mehr braucht Bryan Adams
neuerdings nicht für ein Konzert. Gesehen am Samstag in Villach.

THOMAS CIK

Die älteste Erinnerung an Bryan Adams: Ein schmächtiger Typ im
ausgewaschenen T-Shirt, der sich an einer etwas zu großen Gitarre
festklammert. Wahrgenommen um 1992 in einem Video im ORF-Wurlitzer.

14 Jahre später, vergangenen Samstag in der Villacher Stadthalle: Déjà vu!
Die raue Stimme, der Krampf beim Festhalten der Gitarre, ja sogar der
Haarschnitt kostet noch immer keine fünf (kanadischen) Dollar! Die Lieder
dazu wie einst.

Von der ersten bis zur vierzigsten Minute rockt es gewaltig. Der verhunzte
Einstieg bei „18 till I die“ ist spätestens vergessen, als die 5000 Fans
das erste Mal die Lead-Stimme übernehmen dürfen. Proleten-Rock, der nie
simpel wird, Ö3-Mainstream der trotzdem niemandem peinlich sein muss und
dann bei „Summer of 69“ seinen Höhepunkt findet. Coitus, ohne interruptus.

Nach den beiden nachgelegten Schmalzliedern „Have you ever really loved a
Woman“ und „Everything I do“ fragt man sich dann aber schon: Hat der Mann,
der seine größten Erfolge mit Filmmusiken feierte, keine Ahnung von
Dramaturgie?

Aber der 47-Jährige überrascht und überbrückt mit dem Duett „When you’re
gone“ – traditionell mit einer Dame aus dem Publikum (Martina, eine
Studentin aus Udine) als Gesangspartnerin.

Dann verziehen sich Gitarrist Keith Scott, der bis dahin an der Gitarre die
ganze und beim Gesang zumindest halbe Arbeit geleistet hat, und die
weiteren Musiker von der Bühne und ein neues Konzert beginnt.

Liebesnacht

Bryan Adams als Singer-Songwriter: Ganz alleine mit der Gitarre und der
umgeschnallten Mundharmonika auf unterbelichteter Bühne. Intim, fast
zerbrechlich die Stimme, die Gitarre sanft gestreichelt, große Emotionen
bei kleinsten Gesten.

Beim Hinausgehen schwärmen zwei Mittvierzigerinnen: „So wünscht sich eine
Frau eine Liebesnacht, die erste Runde wild, dann noch einmal romantisch.“
   

 

Fotos by Thomas Cik

 

 
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