Eine der größten Unverfrorenheiten des Menschen
ist, dies oder jenes Tier mit Emphase falsch zu nennen, als ob es ein noch
falscheres Wesen gäbe in seinem Verhältnis zu den anderen Wesen als den
Menschen.
v. Christian Morgenstern

Die nachstehenden ersten drei Katzen BANI, BELINDA,
JAKOB und NIKKI sind leider
bereits von uns gegangen. Wir setzen ihnen aber hier ein virtuelles Grab
mit Bild und Nachruf. Sie haben es verdient, haben sie uns doch
mit ihrer Schönheit
und Wesensart täglich erfreut.
BANI, geb. Mai 1980, ein Blauperser, unsere erste
Katze lebte fast 16
Jahre mit uns in der Wohnung und sie begleitete unsere Kinder fast durch
ihre ganze Kindheit. Bani (der Name ist von Bani Sadre, einem damaligen
persischen Politiker abgeleitet) war ruhig, ausgeglichen, zutraulich zu allen
Besuchern, einfach ein wunderbarer Freund. Wir liebten ihn alle.

BELINDA, geb. 30.4.1993, Choclate-Perserkätzchen, aus der CSSR, war
leider - wie sich kurz nach dem Kauf herausstellte - sehr krank. Mit viel Pflege
und Medikamenten wurde sie wieder gesund. Doch dann ereilte sie eine grausames
Schicksal. Meine Frau übersah beim Waschen der Kochwäsche am 1.1. 94, dass
sich Belinda zwischendurch in die Trommel verkrochen hatte. Nach langem Suchen
fanden wir sie - tot in der Wäsche....

Nachdem BANI im Jahre 1995 einen Hirnschlag erlitt, wollten wir
zunächst einmal keine Katzen mehr. Doch schon im Frühjahr 1996 wollten
Martin und meine Frau schon wieder Kätzchen haben und hatten auch bald welche
ausfindig gemacht. Zunächst nur zwei, nämlich Harry (schwarzer Perser) und
Sally (Coulorpoint/Bluepointmädchen - s. unten!). Als ich mir die lieben Kleinen auch einmal
bei der Züchterin ansah, gefiel mir ein kleiner Bruder von Harry, den ich JAKOB
(Coulorpoint/Sealpoint) nannte. Jakob war eine Persönlichkeit von Katze. Er war
der Anführer und Sprecher der Gruppe. Er reklamierte allein und für alle sehr laut das Futter. Morgens
leider meistens schon vor dem Weckerläuten.
Leider litt
Jakob an einer für Coulorpoint-Kater typischen Krankheit: den Harn-/Blasensteinen. Mehrere
Operationen halfen nur wenige Monate. Um sein Leiden zu beenden mussten
wir ihn leider früh einschläfern lassen.

NIKKI, geb. 22. 4. 98, ist eine getigerte Perserin und ein Kind von Molly,
der Schwester von
Sally. Molly gehört meiner Mutter. Sie ließ Molly dreimal
werfen. Eines ihrer Babys, nämlich Nikky, erhielt ich zu meinem Geburtstag
1998.
Nikki erscheint uns, im Gegensatz zu den anderen Rassekatzen noch sehr
viel von ihrem ursprünglichen Katzennaturell zu haben. Sie sieht, hört und
riecht besser als die anderen und ist leidenschaftliche Jägerin (alles was sich
bewegt). Allerdings hat sie auch Hundemanieren, sie läuft immer einen Schritt
vor mir her, mit steil aufgestelltem Schwanz, um mir zu sagen: folge mir! Mit 6
J. mussten wir sie wegen eines schweren Nierenleidens einschläfern lassen.

"KATZEN sind die rücksichtsvollsten und
aufmerksamsten Gesellschafter, die man sich wünschen kann."
v. Pablo Picasso

Die nachstehenden zwei Katzen leben noch bei uns und erfreuen sich bester Gesundheit! Es
sind dies die beiden Geschwister von Jakob (Jakob und Harry hatten dieselbe
Mutter, eine Schwarzperserin, alle drei denselben Vater einen Sealpoint-Kater)
HARRY und SALLY.
HARRY, geb. 3. 5. 96, gehört meiner Frau, d.h. sie bekam ihn von mir
zum Geburtstag (ich von ihr Jakob, und Martin, mein
Sohn, der als einziger noch
bei uns in der Wohnung lebte, bekam von mir Sally zum Geburtstag, so hatte jeder
seine Katze). Harry ist ein lieber, ruhiger Schmusekater. Seine Stimme ist aber
nicht katzenähnlich, sondern eher mäuseähnlich! Darum nennen wir ihn meistens
Pipsi. Harry ist ein sehr ruhiger und ausgeglichener Kater. Am meisten genießt
er es, wenn er ausgiebig gebürstet wird, da verdreht er richtig die Augen vor
Genuss.

SALLY, geb. 22. 4. 96, ist die ältere Halbschwester von Jakob und Harry und
ist die Lady unter
unseren Katzen. Sie hatte Nikki (s.
oben) als ihre Tochter
adoptiert, putzte und umhegte sie liebevoll, auch wenn diese nichts von dieser
Schleckerei hielt. So hat sie den Auszug ihres Herrls Mitte 99 leichter
verkraftet und inzwischen auch schon verschmerzt. Wenn Martin zu Besuch kommt
behandelt sie ihn wie jeden anderen auch - sie gewährt ihm sie zu streicheln.
Typisch Katze, primär sind sie aufs Territorium geprägt, erst sekundär auf
den Menschen, als Futtergeber und Gesellschafter. Sie ist die Grande Dame und
die Wortführerin und kommt so in ihrer Art gleich nach ihrem Bruder Jakob. Das
Bürsten mag sie weniger, lieber putzt sie sich selber ausführlichst.

"Meine Katze ist die beste Therapie gegen Stress. Wenn ich sie streichele, werde ich ruhig. Ich habe das Gefühl, ich
streichle meine eigene Seele.
v. Victoria Principal

