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Regimentsgeschichte

History

Die Geschichte des glorreichen 4th Texas Infanterie Regiment, The "Hell Roaring" 4th

Das 4th Texas Infanterie Regiment war eines der drei Texas Regimenter der Texas Brigade von Gen. Robert E. Lees Army of Northern Virginia.

Auf Grund des sich 1861 abzeichnenden Sezessionskrieges, gründete der texanische Gouverneur Edward Clark, ein nach ihm benanntes Ausbildungs-Camp am San Marcos River im Hays County.
Im Camp Clark am San Marcos River wurden im April 1861 auch die ersten Freiwilligen rekrutiert, aus denen sich später das 4th Texas Regiment zusammensetzen sollte.

Die ursprünglich vom Staat Texas geplante Rekrutierungszeit betrug ein Jahr.Doch nach der Beschießung von Fort Sumter am 12. April 1861 und dem damit verbundenen Ausbruch des Krieges wurde die Rekrutierungszeit nun auf die gesamte Dauer des Krieges ausgedehnt.
Dieser Umstand tat der Anzahl sowie Motivation der zu den Waffen eilenden Texaner allerdings keinen Abbruch
Bereits im Juli marschierten 20 Kompanien vom San Marcos River nach Harrisburg dem zentralen Sammelpunkt der texanischen Freiwilligen ab.Im August des Jahres begann dann der lange und entbehrungsreiche Marsch der Texaner nach Richmond.Diese Leistung der Männer aus Texas, bereits zu Beginn des Krieges, sollte nur ein erster Meilenstein sein, für die außerordentlichen militärischen Leistungen die diese Männer noch erbringen sollten und sogar Gen. Robert E. Lee den Satz “Texans always move them!“ ausrufen ließen.
So erreichten bereits im Oktober 1861, mit Ausnahme einer Kompanie, die letzten texanischen Einheiten Richmond.

Nachdem im September das Gros der texanischen Einheiten in Richmond eingetroffen war, wurden die Einheiten neu strukturiert und bekamen ihre endgültige Regimentsnummer und Kompanie-Bezeichnung.
Die Einheiten die zum 4. Texanischen Infanterie Regiment zusammengefasst wurden waren:

Company A, Hardeman Rifles, recruited in Gonzales County
Company B, Tom Green Rifles, Travis County
Company C, Robertson Five Shooters, Robertson County
Company D, Guadalupe Rangers, Guadalupe County
Company E, Lone Star Guards, McLennan County
Company F, Mustang Grays, Bexar County
Company G, Grimes County Grays
Company H, Porter Guards, Walker County
Company I, Navarro Rifles, Navarro County
Company K, Henderson Guards / Sandy Point Mounted Rifles, Henderson County.

Im Gegensatz zu der damals üblichen Praxis verweigerte man den Texanern ihren Feldoffizier (Regimentskommandeur) selbst zu wählen und setzte ihnen von Seiten des Konföderierten Oberkommandos statt dessen ausgerechnet den Maryländer Robert T. P. Allen vor, der die Truppen schon als Oberkommandierender von Camp Clark geschliffen hatte.„Schleifer Allen“ war aber dermaßen unbeliebt und als Schreibtischoffizier verschrienen, dass er weder bei den Mannschaften noch bei den Offizieren irgend einen Rückhalt hatte und so trat er bereits im Oktober von seinem Posten zurück.Er wurde durch einen Mann ersetzt, der zu einem der legendärsten Feldherren des Krieges werden sollte, John Bell Hood.Der in Kentucky geborene Hood war ein Hüne von Mann, der mit seinem blonden Barth und den leuchtend blauen Augen wie eine Heldengestalt der nordischen Mythologie wirkte.Allein schon sein Auftreten und seine immense physische Stärke - es hieß von Hood, es gebe keinen Mann in seinem Battalion, den er nicht im Faustkampf besiegen konnte - verschafften ihm von Anfang den Respekt der Truppe.

Kurz nachdem Hood das Kommando über das 4th Texas Regiment übernommen hatte, wurde es in die Texas Brigade von Brig. Gen. Louis T. Wigfall eingegliedert und im November 1861 in Dumfries, Virginia, stationiert.
Während der Zeit in Dumfries und der dortigen Gefechtsausbildung kam es, durch Krankheit und Erschöpfung, zu einer nicht unerheblichen Zahl an Ausfällen.So notierte der Chaplain des Regiments, Nicholas A. Davis, dass mehr als 400 Mann des ehemals 1.178 Mann starken Regiments wegen Krankheit ausgefallen seien.Ein Umstand, den fast jede Einheit in diesem Krieg noch ereilen sollte, denn die meisten Ausfälle dieses Krieges waren nicht durch Feindeinwirkung bedingt, sondern waren Ausfälle durch Krankheiten.Im März 1862 wurde Hood zum Kommandeur der Texas Brigade ernannt, sein Nachfolger als Regimentskommandeur wurde Lt.Col. Bradfute Warwick.Den ersten Kampfeinsatz hatte das 4th am 7. Mai 1862, als es bei Eltham's Landing, Virginia, zu einem kleineren Gefecht mit einer Horde Yankees kam

.Die erste große Schlacht des Krieges, an der das 4th Texas Regiment beteiligt war, war die Schlacht von Gaine´s Mill am 27. Juni 1862 .Hier erkämpfte sich das 4th bereits zum ersten Mal den Ruf als eine der härtesten Kampfeinheiten der Conföderation, als das zu dieser Zeit aus 500 Mann bestehende Regiment im ersten Anlauf eine feindliche Linie auf dem Turkey Hill durchbrach, eine Aufgabe, an der mehrere andere Einheiten bereits gescheitert waren.Das 4th verlor dabei 85 Mann, 21 waren gefallen, 63 verletzt und ein Mann geriet in Gefangenschaft.Unter den Gefallenen befand sich auch der Kommandeur, Lt.Col. Bradfute Warwick .


Den nächsten Einsatz hatte das 4th bei der zweiten Schlacht am Bull Run, unter Lt. Col. B.F. Carter,
wo es an der konföderierten Attacke am zweiten Tag der Schlacht teilnahm und eine Artilleriestellung der Unionstruppen stürmte.In dieser Schlacht erlitt das 4th insgesamt 31 Ausfälle, 11 Gefallene und 20 Verletzte.Am 14. September geriet das Regiment im Vorfeld der Schlacht von Sharpsburg in ein Gefecht am South Mountain wo es 8 Mann verlor, 6 Gefallene und 2 Verletzte.

Die am 17. September folgende Schlacht von Sharpsburg sollte für das 4th die verlustreichste des gesamten Krieges werden.Das 4th war auf der hart umkämpften linken Seite der konföderierten Linie eingesetzt und verlor 210 Mann, 57 gefallen, 130 verwundet und 23 gerieten in Gefangenschaft.An der schlacht von Fredricksburg im Dezember des Jahres nahm das geschwächte 4th nur am Rande teil und kam nicht zum Einsatz.Auch an der Schlacht von Chancellorsville im Mai 1863 nahm das immer noch geschwächte Regiment nicht teil.Dies sollte die letzt große Schlacht der Army of Northern Virginia sein, an der das 4th nicht beteiligt war.

Das Regiment nahm sogar an einigen Gefechten der Army of Tennessee teil, denn ab September 1863 war das Regiment als Teil von Lt.Gen. Longstreet's First Corps kurzzeitig der AoT unterstellt.
In der Schlacht von Gettysburg am 2. Juli 1863 kämpfte das 4th zunächst gegen die linke Flanke der Yankees und war dann an den Kämpfen um die Little Round Top Stellung beteiligt.In Gettysburg verlor das Regiment 140 Männer, 25 waren gefallen, 57 verwundet und 58 gerieten in Gefangenschaft.Unter den Gefallenen war auch Lt.Col. Carter, der tödlich verwundet wurde.Während der Schlacht von Chickamauga war das Regiment, nunmehr unter seinem fünften Kommandeur Lt.Col. John P. Bane, Teil der Angriffswelle, die am zweiten Tag der Schlacht in die Linie der Union einbrach und war auch am, für die Union fatalen, Sieg über die Army of Cumberland beteiligt.Das 4th Texas verlor bei Chickamaunga insgesamt 77 Männer, 34 waren gefallen, 40 verletzt und 3 wurden gefangen genommen.Während der Schlacht bei Wauhatchie, im Zuge der Belagerung von Chattanooga, am 28. Oktober 1863, gelang es Unionstruppen zum ersten und einzigsten mal, während des gesamten Krieges, das 4th aufzureiben.Nachdem das Regiment im April 1864, zusammen mit dem Rest von Longstreet's Corps nach Virginia zurückgekehrt war, zog es in die Schlacht, die es für immer zu einem der legendärsten Regimenter des Krieges machen sollte, am 7. Mai 1864 in der „Battle of the Wilderness“.Von 207 Männern des Regiments, die in die Schlacht gezogen waren, kamen nur 83 Mann wieder zurück.26 waren gefallen, 95 verwundet und drei mussten sich ergeben.An der folgenden Schlacht von Spotsylvania musste sich das stark geschwächte Regiment im Hintergrund halten, war aber auch in Kampfhandlungen am Rande verwickelt, die jedoch ohne Ausfälle blieben.In Cold Harbor am 3. Juli 1864 stand das 4th wieder in der Linie und war Teil der Truppen, die den Abgriff der Yankeebrut wiedereinmal zum Scheitern brachte.Im Winter 1864/65 lag das 4th Texas in den Stellungen vor Peterburg und war an den Kämpfen um Richmond beteiligt.Genauso wie an den letzten Rückzugsgefechten Lee´s, die in Appomattox Court House am 9. April 1865, mit der Kapitulation der "Confederate States of America", eine der schwärzesten Stunden in der Geschichte des Südens, endete.In seiner ruhmreichen Geschichte versahen insgesamt 1.343 ihren Dienst im 4th Texas Volunteer Infantry Regiment.Davon fielen 256 (19%) Männer im Kampf oder wurden tödlich verwundet.468 (35,9%) Männer wurden verwundet, viele von ihnen mehrmals, sodass die gesamt Zahl der Verwundungen 606 beträgt.162 (12 %) Männer gerieten in Kriegsgefangenschaft.Die Gesamtverluste durch Kampfhandlungen betrugen 909 Mann (67,7%)161 (11,9 %) Männer des Regiments starben an Krankheiten,251 (18 %) Männer wurden auf Grund von Verletzung, Krankheit oder Verwundung entlassen.Weiter kam es zu 51 (3%) Desertionen.Zum Zeitpunkt seiner Außerdienststellung , bestand das Regiment noch aus 143 Mann und 15 Offizieren.

Wir verneigen uns voll Erfurcht vor dem heldenhaften Kampf der Männer des 4th Texas Volunteer Infantry Regiment, die bereit waren, ihr Leben für ihre Heimat und deren Freiheit zu opfern.

BIBLIOGRAPHIE:Nicholas A. Davis, Chaplain Davis and Hood's Texas Brigade, ed. Donald E. Everett (San Antonio: Principia Press of Trinity University, 1962).Mary Lasswell, comp. and ed., Rags and Hope: The Memoirs of Val C. Giles(New York: Coward-McCann, 1961).Joseph Benjamin Polley, Hood's Texas Brigade(New York: Neale, 1910; rpt., Dayton, Ohio: Morningside Bookshop, 1976).Harold B. Simpson, Hood's Texas Brigade(Waco: Texian Press, 1970).Harold B. Simpson, Hood's Texas Brigade: A Compendium(Hillsboro, Texas: Hill Junior College Press, 1977).Nach Jeffrey William Hunt

aus dem Englischen übertragen von Matthias Adrian überarbeitet von Karl Gangel und Phil Lades




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