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Es gibt mehrere Möglichkeiten
die Rute aufzuladen und die Fliege auf Distanz zu bringen
Beim Rollwurf liegt die Fliegenschnur
gestreckt vor uns. Der Arm und die Rute zeigen in horizontaler Stellung
zum Ende der Schnur bzw. zur Fliege. Er
wird auch nicht zu den dynamischen Würfen gezählt.
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Die Rute wird langsam neben
den Körper gezogen und aufgestellt, bis sie dort in einer Stellung
von 92-107° Grad zu unserer horizontalen Ausgangsposition stehen
bleibt. Dadurch wird ein großer Teil der Schnur aus dem Wasser
genommen und es bildet sich ein leichter Schnurbogen hinter der
Rute. Um diesen Effekt zu erreichen, sollte der Arbeitswinkel unserer
Rute relativ steil sein.
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Das
unterscheidet den Rollwurf ganz klar von den meisten anderen Wurfarten.
Beim ÜKW warten wir in der ersten passiven Phase, bis die Schnur
gestreckt ist und unsere Rute auflädt, um sie dann in die Gegenrichtung
zu bewegen. Das heißt, dass auch die zweite Phase zeitlich beschränkt
ist und eine gewisse Dynamik erfordert, da die Schnur bzw. die Rute
immer in Bewegung ist. Da die Schnur beim RW aber mit dem vorderen
Teil ruhig auf dem Wasser liegt, haben wir nur eine geringe zeitliche
Beschränkung.
Die Vorwärtsbewegung
erfolgt also im Gegensatz zum ÜKW aus einer verharrenden Stellung!
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Aus dieser
verharrenden Position wird die Rute nun vom Körper weg geschoben,
wobei zu beachten ist, dass wir wiederum wie beim ÜKW die vertikale
sowie die horizontale Ebene unserer Wurfbewegung nicht verlassen.
Durch die Oberflächenspannung des Wassers wird die vor uns liegende
Schnur stark gebremst und durch diesen Widerstand die Rute aufgeladen.
Der Auf- und Entladungsweg ist natürlich wesentlich kürzer
als bei dynamischen Würfen, was sich auch in der Wurfdistanz
zeigt. Durch einen Gegenzug mit der Schnurhand kann man die Schnur
wie beim Doppelzug natürlich zusätzlich beschleunigen und
noch einige Meter Distanz dazu gewinnen. Auch beim RW beenden wir
die dritte Phase mit einem aktiven Stopp
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Durch
diesen Stopp rollt sich die Schnur nach vorne ab. Je nach Höhe
der Rutenspitze beim Stopp und Impulsrichtung tut sie dieses in der
Luft oder am Wasser. Der Rollwurf ist auch sehr einfach auf der Schnurhandseite,
also backhand, auszuführen. Die Rute bleibt am Ende
der ersten Phase durch den anatomisch beschränkten Aktionsradius
des Wurfarmes in der optimalen Position stehen. Leider verursacht
das aber auch oft ein Verlassen der Wurfebene in der Vorwärtsbewegung,
dass aber durch Beobachten der Rutenspitze und deren Bahn schnell
behoben werden kann.
Bitte beachten sie auch
beim Rollwurf die verschiedenen Aktionen der Ruten. Schnellere,
steifere Ruten eignen sich durch ihren kurzen Aufladungsweg für
diesen Wurf natürlich besser, vor allem für ungeübte
Werfer und Anfänger.
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