DIE FLIEGENSCHNUR

 

Die Schnur ist ein sehr wichtiger Bestandteil zum Fliegenfischen. sie muss genau zu der Stange passen.

Die Länge der Fliegenschnur beträgt 30 Yards, also ungefähr 27 Metert. Man für den Fall der Fälle das sogenannte Backing. Zum einen dient es als Reserve für Fluchten starker Fische und zum anderen als Unterfütterung. Der Rollenkern ist bei den meisten Rollen sehr dünn, so daß eine Unterfütterung mit Backing für eine geringere Neigung der Fliegenschnur zum kringeln sorgt. Backing besteht aus geflochtenen Kunstfasern. Früher benutzte man oft Dacron, das eigentlich für Big Game Fischerei vorgesehen ist. Heutzutage gibt es spezielle Backings.

 

Schnurprofiele

1
DT: Double Taper
2
WF: Weight Forward
3
LB: Long Belly
4
WF: mit langem Rücktaper
5
BBT: Bass Bug Taper
6
TT: Triangle Taper
7
ST: Shooting Head

In der heutigen Fliegenfischerei werden hauptsächlich doppelseitig verjüngte Schnüre (DT) und keulenförmige Schnüre (WF) verwendet. Der Vollständigkeit halber muß man aber sagen, das es noch die sogenannten parallelen Schnüre (L-level) und die einseitig verjüngten Schnüre (ST-single taper) gibt, diese beiden Typen spielen aber in der praktischen Fischerei heute kaum noch eine Rolle. Bei der doppelseitig verjüngten Fliegenschnur (DT - double taper) läuft die Schnur an beiden enden Spitz aus. Dies ermöglicht unter anderem eine längere Lebensdauer der Fliegenschnur, den wenn das eine Ende abgenutzt ist, dreht man die ganze Fliegenschnur einfach um. Bei der keulenförmigen Schnur (WF-weight forward) befindet sich nach der kurzen Spitzenverjüngung ein ca. 4-9 m langer, dicker Teil, die sogenannte Keule. Diese Keule geht in die dünne Laufschnur, die sogenannte Runingline, über.

 

Für Anfänger ist ratsam eine schwimmende WF oder DT Schnur zu wählen. Die DT Schnur bietet darüber hinaus noch den Vorteil, daß man sie umdrehen kann wenn ein Ende abgenutzt ist; das bedeutet doppelte Lebensdauer. Wenn Sie viel auf der Wiese werfen, was die Schnur sehr stark abnutzt, ein Vorteil.

Die WF-Schnur hat auch seine Vorteile, da sich durch das vorgerückte Gewicht dieses Schnurtyps die Rute beim Werfen schneller auflädt.

 

Zur Klassifizierung des Schnurgewichtes dient das AFTMA - System. Danach werden die ersten 9,14 Meter (ohne Spitze) einer Fliegenschnur festgelegten Gewichtsklassen zugeordnet:

Klasse
Gramm
Klasse
Gramm
Klasse
Gramm
Klasse
Gramm
0
2,6
4
7,8
8
13,6
12
24,7
1
3,9
5
9,1
9
15,6
13
28
2
5,2
6
10,4
10
18,2
14
31,2
3
6,5
7
12
11
21,4
15
34,5

 

 

Nach dem Schnurprofil und der Schnurklasse wird in

F für schwimmende
I für langsam einsinkende
S für sinkende
FS für Sinktip

Schnüre unterschieden, wobei die sinkenden Schnüre noch nach Sinkrate, d.h. wie schnell sie sinken, unterschieden werden. Auffälligstes Merkmal, neben der Dicke der Schnur ist ihre Farbe. Schwimmschnüre gibt es in fast allen Farben, wobei sinkende Schnüre eher in gedeckten Braun-, Grau- oder Grüntönen eingefärbt sind.