ATMASU

ATMASU ist ein Findelkind des Welser Alten Schl8hofs. Gezeugt  irgendwo, weggelegt genau hier. Aufgewachsen in den Proberäumen, groß geworden im Biotop aufgeklärter Soziokultur, erstmals zur Schau gestellt im hauseigenen Rampenlicht. ATMASU macht Weltmusik, noch richtiger klingt´s im Dialekt: „a wöd musi“. Ein groovender, hybrider Mischling aus zartbitterem Balkan, vergeistigtem Indien, swingenden Latin und polyrhythmischen Afrika. Ein horizontaler Mix aus Jazz und Rock und Improvisation und noch einigem mehr. ATMASU das sind im Kern der Percussionist Harry Sumah und der Bassist Fritz Mayr und als Special Guest Eva Novak – Vocals/Gitarre. Eva geboren in Wien, aufgewachsen zwischen Tamburiza singenden Kroaten im Burgenland und der melodiösen Sprache Italiens in Triest, fühlte Eva Novak schon sehr früh ihre Liebe zum stimmlichen Ausdruck und Gesang. Viel später erst ist sie bereit diesem Ruf in sich zu folgen. Sie war Fotomodell, Fotografin, Schauspielerin in Kindertheaterproduktion, ist Synchronsprecherin für Film-, Rundfunk und TV. Drei wunderbare Lehrer begleiteten sie auf ihrem stimmlichen Weg: Dr. James Moore, Hannibal Means und Vittorio Giamarusco, mit deren Hilfe sie ihren freien unverwechselbaren Gesangstil entwickelte. Unterstützt von Reinhard Zach-Drums, Kaan Kus-Oud und Helmut Budaker-Keyboards. Was sie zuwege bringen, kann sich hören lassen. Für das gesunde Volksempfinden eine Zumutung, für (uns) Kosmopoliten eine Selbstverständlichkeit: Nennen wir´s ausnahmsweise Zigeunermusik! Nennen wir´s die Erotik der Exotik! Sagen wir: ATMASU gehört gehört.


Atmasu Line up 2009
Fritz Mayr - Bass, Flöte, Komposition
Harry Sumah - Percussion
Eva Novak - Vocals
Helmut Budaker - Keyboards
Kaan Kus - Oud, Guitar
Reinhard Zach - Drums
 

FRITZ MAYR
 Bass, Flöte, Percussion, Samples, Komposition.

HARRY SUMAH
Percussions

(c) Gwp 2005


Eva Novak
Vocals, Guitar

 

Helmut Budaker
Keyboards, Guitar

Kaan Kus
Guitar, Oud



Reinhard Zach
Drums

CDs von ATMASU gibt es unter Discographie.


Presseberichte

"Gut schmeckt?", fragte die istrische Wirtin vor jedem Abservieren. Die Frage hatte genügend Charme, dass man sich ein "Schlecht schmeckt" selbst im Fall des Zutreffens verkniffen hätte. Aber darum geht's hier nicht. Hier geht's um Hombres, die erste CD des Welser Trommlers und Samplers Harry Sumah, der sich mit weiteren zwei Musikern Atmasu nennt. Es geht also um Haberer. Nicht um Drei Haberer (Tres Hombres) des gleichnamigen ZZ Top-Albums, sondern um Haberer wie Atmasu, die in den vielen Musiken dieser Welt und ihren Stilen, wie er sagt, "herumzigeunern". Im zartbitteren Melos des Balkans, in der entrückten Vergeistigung Indiens, im Swing der Latinos, im Dub Jamaicas - und im alles verschmelzenden Tiegel New Yorks. Mit anderen Worten: im Reiz der Exotik. Es geht also um Sounds, die sinn- und beziehungsentleert aufeinander zugehen, aneinander vorbei oder nebeneinander her, je nachdem. Um geografisch entlegene Klänge, die uns glücklicherweise von der Globalisierung nähergebracht wurden, bis hinein ins österreichische Eigenheim. Und es geht bei Atmasu darum, wie man aus globalisierten Sounds ein postmodernes Gulasch anrichtet, wie es beispielsweise einem Kapazunder wie Bill Laswell von Zeit zu Zeit gelingt. Allein die Würze macht dann oft den großen Unterschied. Dazu vielleicht ein bisschen der Charakter, obwohl richtige Hombres eigentlich anderes im Sinn haben. Die trinken nämlich Pitralon. Soviel, bis es ihnen schmeckt. Gut schmeckt.
Andreas Fellinger
Welser Zeitung