2. Kleinbrauerstaatsmeisterschaft Hallein

Am 9.10.2004 reise ich mit Badewannenbraumeister Ernst Eibensteiner samt 4 Fässern Eibenbräu zur 2. Staatsmeisterschaft der Kleinbrauer nach Hallein, die heuer im Rahmen des Bierfestivals stattfindet. An dem Kleinbrauerwettstreit nehmen 54 Brauer mit insgesamt 97 Bieren teil. Das Eibenbräu erreicht diesmal keinen Stockerlplatz, jedoch gewinnt in der Kategorie Pils das Trieb Bräu aus St. Marein, was mich besonders freut, da mich mit Irmi und Reini Trieb eine enge Bierfreundschaft verbindet und ich Reini überredet habe, endlich auch ein Pils zu brauen. Für das Staatsmeister-Pils hat sich Reini extra einen Saazer Hopfen besorgt. Die Freude über den Staatsmeistertitel ist auch bei unseren fränkischen Bierfreunden aus Bamberg groß, da diese mit dem Trieb Bräu und mir im Sommer etliche Brauereien rund um Bamberg abgeradelt haben. Unser fränkischen Bierfreunde kleiden mich auch mit einem Franken-Leiberl ein und breiten am Tisch die fränkische Fahne aus. Der Bamberger Robert vom Brauhaus Robesbierre durfte über meine Vermittlung an der österreichischen Staatsmeisterschaft teilnehmen, wofür ich Veranstalter Martin Seidl sehr danken möchte. Robert hat mit seinem Stephansberger Urtyp, einem süffigen Bier mit 5% Rauchmalz, den 11. Platz erreicht. Der 2. Platz beim Pils geht in die Steiermark zum Gratzerbräu, wofür ich Alois recht herzlich gratulieren möchte. Gefreut hat mich auch, dass ich Sepp Schmidthaler aus Garsten zur Bierreise nach Hallein überreden konnte und er dann mit seinem Erlenbrunner den 2. Platz beim Märzen erreicht hat. Er hat sich erst samstags früh zur Bierreise entschlossen und auf Verdacht Bier mitgenommen und dieses noch anmelden können. Kurz vor der Siegerehrung hat mir Christian Schindlauer seine 50 Liter Brauereianlage vorgestellt, die er selbst fertigt und verkauft. Er hat auf seiner Anlage bisher erst ca. 13 Sude gebraut und war die Überraschung groß, als er auf die Bühne gerufen wurde und sein Gegnd`ner Keltenbräu als Gesamtsieger mit den meisten Punkten ausgezeichnet wurde. Erwähnen möchte ich auch noch Rudi Friehs von der Birkfelder Hausbrauerei, der mit seinem Rudl Bier teilgenommen hat und Dr. Mosbacher gebührend vertreten hat, da dieser im Spital Dienst machen musste. Hier musste ich allerdings feststellen, dass steirische Brauer auch Rotwein trinken, da Rudi und sein Freund um 3.00 Uhr früh im Aufenthaltsraum beim Quartier Bockwirt noch eine Flasche Rotwein in ihren Festival-Biergläsern getrunken haben. Das Bierfestival war wieder eine ausgezeichnete Veranstaltung und habe ich etliche Adressen von Heimbrauern erfahren, da die gesamte „Bier-Community“ anwesend war. Interessant ist auch, dass ich nun etliche Heimbrauer kenne, die als Maische- oder Würzepfanne Keg-Fässer verwenden. Den beim Bierfestival obligaten Leiberltausch, diesmal sogar zwischen zwei Frauen, und zwar Staatsmeisterin Irmi Trieb und Ursl aus Bamberg habe ich heuer wieder übersehen und konnte ihn nicht bildlich festhalten.

Die Braumeister des Trieb und Matosch Bräu bei der strengen Beurteilung.

DI Axel Kiesbye und Jos Brouwer aus den Niederlanden als kompetente Juroren.

Die Heimbrauer präsentieren stolz ihre Trophäen.

Irmi Trieb und Alois Gratzer freuen sich über den 1. und 2. Platz beim Pils.

Eibensteiner nimmt seine Zapfanlage für seine 4 Fassbiere mit.

Meine Bamberger Bierfreunde kleiden mich gleich mit einem Franken-Leiberl ein.

Sehr viele Fotos vom Bierfestival gibt es auch auf der Heimseite des Leha-Bräu  unter "Berichte" zu sehen.

www.lehabraeu.at