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Original-Titel: Bon Voyage

Deutscher Titel: -

Genre: Spionage-Film, sw

Studio/Produktionsland: GB

Filmjahr: 1944

Filmlänge: 26 Min.

Drehbuch: J.O.C. Orton

Musik:

Kamera: Günther Krampf

Regie: Alfred Hitchcock

Produzent: Ministry of Information (UK)

Darsteller: John Blythe (RAF-Pilot), The Molière Players.

Inhaltsangabe: Es geht um einen RAF-Mann, der mit Hilfe eines polnischen Offiziers Frankreich durchquert, indem er von verschiedenen Resistance-Gruppen durchgeschleust wird. Als er in London ankommt, wird er von einem Mitglied der Freien Französischen Streitkräfte befragt, und er erklärt ihm, dass sein polnischer Gefährte in Wirklichkeit ein Gestapo-Agent war. Darauf sieht man ihren Weg durch Frankreich zum zweitenmal, wobei alle möglichen Details gezeigt werden, die der junge Mann von der RAF nicht hat sehen können, zum Beispiel die Zeichen des Einverständnisses zwischen dem falschen Wiederständler und den Gestapo-Leuten. In einer Schlusswendung sieht man dann noch, wie der falsche polnische Offizier entlarvt wird, und gleichzeitig erfährt der junge Mann von der RAF, dass ein französisches Mädchen, das in der Resistance geholfen hatte, von dem Verräter umgebracht worden war.

Gespräch Alfred Hitchcock/Francois Truffaut 1955/56 (gekürzte Version):
T.: Ich hoffe, es waren nicht die harten Kritiken gegen Lifeboat, die Sie veranlaßt haben, das Jahr 1944 ganz der Herstellung von zwei kurzen Propagandafilmen für das britische Informationsministerium zu widmen.
H.: Nein, ich fühlte das Bedürfnis, meinen kleinen Beitrag zu den allgemeinen Kriegsanstrengungen zu leisten, und für den aktiven Militärdienst war ich zu alt und zu dick. Wenn ich gar nichts getan hätte, hätte ich mir das später bestimmt zum Vorwurf gemacht. Ich spürte das Bedürfnis wegzugehen, das war wichtig für mich, und ich wollte wirklich die Atmosphäre des Krieges spüren. Wir kamen also mit Selznick überein, unseren nächsten Film nach einem englischen Roman, The House of Dr. Edrwardes, zu drehen, und ich bin nach England abgereist. Das war damals gar nicht so einfach. Ich bin in einem Bombenflugzeug gestartet, auf dem Boden sitzend. Mitten über dem Atlantik mußte das Flugzeug umkehren, und zwei Tage später bin ich noch einmal gestartet, In London habe ich meinen Freund Bernstein getroffen, den Leiter der Filmabteilung im britischen Informationsministerium, und so habe ich zwei kleine Filme gedreht, die den Leuten der französischen Widerstandsbewegung Tribut zollten.
T.: Ich glaube, einen der beiden Filme habe ich Ende 1944 in Paris gesehen, als Beiprogramm zu einem Why We Fight-Film.
H.: Das ist sehr gut möglich, denn sie sollten überall in Frankreich gezeigt werden, wo die Deutschen vertrieben worden waren, damit die Bevölkerung die Probleme der Résistance begreifen lernte. Der erste Film hieß Bon Voyage. Es geht um einen RAF-Mann, der mit Hilfe eines polnischen Offiziers Frankreich durchquert, indem er von verschiedenen Résistance-Gruppen durchgeschleust wird. Als er in London ankommt, wird er von einem Mitglied der Freien Französischen Streitkräfte befragt, und der erklärt ihm, daß sein polnischer Gefährte in Wirklichkeit ein Gestapo-Agent war. Darauf sieht man ihren Weg durch Frankreich zum zweitenmal, wobei alle möglichen Details gezeigt werden, die der junge Mann von der RAF nicht hat sehen können, zum Beispiel die Zeichen des Einverständnisses zwischen dem falschen Widerständler und den Gestapo-Leuten. In einer Schlußwendung sieht man dann noch, wie der falsche polnische Offizier entlarvt wird, und gleichzeitig erfährt der junge Mann von der RAF, daß ein französisches Mädchen, das ihm in der Résistance geholfen hatte, von dem Verräter umgebracht worden war.
T.: Ja, genau den Film habe ich gesehen.
H.: Der Film bestand aus vier Rollen, und selbstverständlich hatte ich als Berater Leute von den Freien Französischen Streitkräften, zum Beispiel den Schauspieler Claude Dauphin, der uns bei den Dialogen half. Wir schrieben die Szenen in meinem Zimmer im Hotel Claridge es waren immer eine Menge französischer Offiziere da, vor allem einer, ein Major oder Oberst Forestier, der immer etwas einzuwenden hatte. Wir merkten, daß die Leute von den Freien Franzosen unter sich sehr uneinig waren, .....
Quelle: Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht? von Francois Truffaut.

Info: Der Film bestand aus vier Rollen, und Hitchcock hatte als Berater Leute von den Freien Französischen Streitkräften, zum Beispiel den Schauspieler Claude Dauphin, der bei den Dialogen half.

Bon Voyage, war als Hommage an die französische Resistance gedacht, wurde aber für einen Propagandafilm als zu zynisch und düster empfunden.

Preise/Auszeichnungen: -

Literatur: -

Videos

Neuverfilmungen: -

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