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Original-Titel: Champagne

Deutscher Titel: -

Genre: Komödie, sw

Studio/Produktionsland: British International, GB

Filmjahr: 1928

Uraufführung: 1928

Filmlänge: 86 Min.

Drehbuch: Elliot Stannard

Musik: keine (Stummfilm)

Kamera: John J. Cox

Regie: Alfred Hitchcock

Produzent: John Maxwell

Darsteller: Betty Balfour (Betty), Gordon Harker (Vater), Ferdinand von Alten, Jean Bradin (Junge), Jack Trevor (Offizier), Marcel Vibert (Maitre d'Hotel), Vivian Gibson, Clifford Harker, Theo von Alten (Mann), Clifford Heatherly (Manager), Claude Hulbert (Gast), Phyllis Konstarm.

Inhaltsangabe: Betty überwirft sich wegen einer Liebesgeschichte mit ihrem Millionärspapa. Sie schifft sich nach Frankreich ein. Ihr Vater lässt sie glauben, er sei ruiniert, damit sie sich ihren Lebensunterhalt selbst verdient. Sie wird in einem Lokal angestellt, wo sie die Kunden animieren muss, just den Champagner trinken, mit dem ihr Vater sein Vermögen gemacht hat. Schließlich erkennt Bettys Vater, der seine Tochter nie aus den Augen verloren hat und sie von einem Detektiv beobachten lässt, dass er zu weit gegangen ist, und er ist schließlich einverstanden, dass sie den Mann heiratet, den sie liebt.

Gespräch Hitchcock/Truffaut 1955/56:
T.: Dann kam "Champagne".
H.: Das ist wahrscheinlich der absolute Tiefpunkt meiner Karriere.
T.: Ich finde, Sie sind ungerecht, ich habe mich sehr amüsiert, als ich ihn gesehen habe. Man muß oft an Komödienszenen bei Griffith denken, es ist sehr lebendig. Ich habe hier die Inhaltsangabe. Betty überwirft sich wegen einer Liebesgeschichte mit ihrem Millionärspapa. Sie schifft sich nach Frankreich ein. Ihr Vater läßt sie glauben, er sei ruibiert, damit sie sich ihren Lebensunterhalt selbst verdient. Sie wird in einem Lokal angestellt, wo sie die Kunden animieren muß, just den Champagner zu trinken, mit dem ihr Vater sein Vermögen gemacht hat. Schließlich erkennt Bettys Vater, der seine Tochter nie aus den Augen verloren hat und sie von einem Detektiv beobachten läßt, daß er zu weit gegangen ist, und er ist schließlich einverstanden, daß sie den Mann heiratet, den sie liebt. Das ist die Geschichte.
H.: Aber das ist doch keine Geschichte.
T.: Ich habe den Eindruck, Sie haben keine große Lust, über den Film zu reden. Ich möchte nur noch wissen, ob es ein Auftrag war, oder ob der Plan von Ihnen selbst kam.
H.: Ich glaube, irgendjemand sagte: Warum machen wir nicht einen Film mit dem Titel "Champagner". Ich hatte mir einen ziemlich altmodischen Anfang ausgedacht, der ein wenig diesem alten amerikanischen Film von Griffith ähnelte - gerade haben Sie von Griffith gesprochen -, "Way Down East". Die Geschichte eines jungen Mädchens, das in die Großstadt geht. Ich hatte mir ausgedacht, das Mädchen zu zeigen, wie es in Reims arbeitet und Champagnerkisten zunagelt. All der Champagner wird auf die Züge verladen, und sie trinkt nie welchen, sie sieht ihn nur. Dann soll sie in die Stadt gehen. Immer auf dem Weg des Champagners - Nachtlokale, Empfänge. Selbstverständlich würde sie dann auch welchen trinken. Schließlich sollte sie nach Reims und in ihren alten Beruf zurückkehren, und die Lust, Champagner zu trinken, sollte ihr vergangen sein. Ich habe die Idee fallenlassen, wahrscheinlich wegen der moralisierenden Seite.
T.: So wie er jetzt ist, ist der Film voller Gags.
H.: Der Gag in Champagne, der mir am besten gefiel, war der mit dem Betrunkenen, der fürchterlich torkelte, wenn das Schiff ruhig war, aber wenn es schlingerte und alle durcheinander fielen, ging er ganz gerade und aufrecht.
T.: Ich erinnere mich an das Essen, an dem in der Küche alle mit dreckigen Fingern herumfummeln, und als das Gericht die Küche verläßt, wird es mit großen Gesten weitergereicht, immer feierlicher, bis zu dem Augenblick, wo es dem Gast hingestellt wird. Zu Beginn ist es richtig ekelhaft und dann wird es immer raffinierter. Der Film ist voller Erfindungen.
Quelle: Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht? von Francois Truffaut.

Info: Ursprünglich plante Hitchcock ein anderes Drehbuch: „Ich hatte mir ausgedacht, das Mädchen zu zeigen, wie es in Reims arbeitet und Champagnerkisten zunagelt. Sie trinkt nie welchen, sie sieht ihn nur. Dann zieht sie eines Tages in die Stadt und wird so eine Art Hure und wird durch die Mühle des Lebens gedreht. Selbstverständlich würde sie dann auch welchen trinken. Schließlich kehrt sie zu ihrer alten Arbeit zurück. Und die Lust, Champagner zu trinken, sollte ihr vergangen sein“. Diese Idee ließ Hitchcock fallen, „wahrscheinlich wegen der moralisierenden Seite“, sagte der Regisseur im Gespräch mit Francois Truffaut.
Hitchcock hielt "Champagne" für seinen schlechtesten Film, was er hauptsächlich auf das banale Drehbuch zurückführte.
Gag im Film: ein Betrunkener torkelt fürchterlich, wenn das Schiff ruhig ist, aber wenn es schlingert und alle durcheinander fallen, geht er ganz aufrecht.

Preise/Auszeichnungen: -

Literatur: -

Kompletter Film

Neuverfilmungen: -

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