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Original-Titel: Downhill
Deutscher Titel: -
Genre: Drama, sw
Studio/Produktionsland: Gainsborough. England
Filmjahr: 1927
Uraufführung: 1927
Filmlänge: (105) 80 Min.
Drehbuch: Eliot Stannard
(nach einem Bühnenstück von "David L'Estrange", d. i. Ivor Novello und Constance Collier)
Musik: keine (Stummfilm)
Kamera: Claude McDonnell
Regie: Alfred Hitchcock
Produzent: Michael Balcon
Darsteller: Ivor Novello (Roddy Berwick), Ben
Webster (Doktor Dawson),
Robin Irvine (Tim Wakely), Sybil Rhoda (Sybil Wakeley), Lilian Braithwaite (Lady
Berwick), Ian Hunter (Archie), Isabel Jeans (Julia), Annette Benson (Mabel), Violet
Farebrother (Dichterin), Alfred Goddard (Schwede), Barbara Gott (Mrs. Mitchet), Hannah
Jones (Schneiderin), Norman MacKinnel (Sir Thomas Berwick),
Jerrold Robertshaw (Rev. Henry Wakeley).
Inhaltsangabe: Der Film erzählt von einem Jungen, den man eines
Diebstahls beschuldigt, den er in der Schule begangen haben soll. Er muß das
College verlassen, und sein Vater verstößt ihn. Dann hat er eine Affäre mit
einer Schauspielerin und wird Eintänzer in Paris. In Marseille will er sich in
die Kolonien einschiffen, stattdessen kehrt er aber nach London zurück, wo
seine Eltern ihn mit offenen Armen empfangen, weil sie inzwischen erfahren
haben, dass er unschuldig war.
Gespräch Hitchcock/Truffaut 1955/56:
T.: Ihr nächster Film, "Downhill" erzählt von einem Jungen, den man
eines Diebstahl beschuldigt, den er in der Schule begangen haben soll. Er muß
das College verlassen, und sein Vater verstößt ihn. Dann hat er eine Affäre mit
einer Schauspielerin und wird Eintänzer in Paris. In Marseille will er sich in
die Kolonien einschiffen, stattdessen kehrt er aber nach London zurück, wo seine
Eltern ihn mit offenen Armen empfangen, weil sie inzwischen erfahren haben, daß er unschuldig war.
Das ist so ein Drehbuch, das einen an alle möglichen Orte bringt. Es beginnt in
einem englischen College, geht weiter in Paris, schließlich ist man in Marseille.
H.: Das war so in der Vorlage.
T.: Das wundert mich. Bei einem Bühnenstück sollte man annehmen,
die Handlung spielt an einem Ort, in dem College.
H.: Nein, es war eine Folge von Episoden. Ein ziemlich
mittelmäßiges Stück, es stammte von eben jenem Ivor Novello.
T.: Wenn ich mich recht erinnere, war die Atmosphäre im College
sehr gelungen, ganz genau.
H.: Das stimmt, aber der Dialog war oft zu schlecht. Und vom
Kaliber wie die Idee mit dem durchsichtigen Fußboden gab es eine ziemlich naive
Sache, die ich heute auch nicht mehr machen würde. Als der Junge von seinem
Vater vor die Tür gesetzt wird und seine Reise durch die verschiedenen
Erniedrigungen antritt, habe ich ihn auf eine Rolltreppe gestellt, die nach unten ging.
T.: Es gab eine gute Szene in einem Pariser Nachtlokal.
H.: Da haben wir etwas herumexperimentiert. Ich habe eine Frau
gezeigt, die gerade einen jungen Mann verführt. Sie ist nicht mehr ganz jung,
aber noch recht schön, und er findet sie attraktiv, bis zum Morgen. Er geht und
öffnet das Fenster, die Sonne scheint herein und trifft das Gedicht der Frau. Da
sieht er, wie scheußlich sie aussieht, Und durch das Fenster sieht man, wie die
Leute unten einen Sarg vorbeitragen.
T.: Es gab auch ein paar Traumszenen.
H.: Bei diesen Traumszenen konnte ich ein paar Erfahrungen
sammeln. An einer Stelle wollte ich zeigen, daß der Junge an Halluzinationen
leidet. Er geht an Bord eines winzigen Schiffes und steigen hinunter in den
Raum, in dem die Mannschaft schläft. Zu Beginn der Halluzinationen war er in
einem Tanzlokal. Alles ohne Überblendung, einfach nur geschnitten. Er ging zur
Wand hin und kletterte in eine Koje. Damals waren Träume in Filmen immer voll
von Überblendungen, und das Bild war immer unscharf. Obwohl es nicht einfach
war, habe ich alles darangesetzt, um dem Traum auf ganz handfeste Weise in die
Wirklichkeit einzubauen.
T.: Ich glaube, der Film kam nicht besonders gut an.
Quelle: Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht? von Francois Truffaut.
Info: Der Film lief in den USA unter dem Titel "When Boys Leave
Home". Hitchcock filmte die Traumsequenzen unter Einsatz von
Vergrößerungen und verwischten Bildern. Die Szenen, in denen Novello
gesundheitlich angeschlagen ist und diriliert, ließ er von den Labortechnikern
blaßgrün einfärben.
Preise/Auszeichnungen: -
Literatur: -
Neuverfilmungen: -
Links:
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