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Original-Titel: Easy Virtue

Deutscher Titel: -

Genre: Drama, sw

Studio/Produktionsland: Gainsborough. England

Filmjahr: 1927

Filmlänge: 79 Min.

Drehbuch: Eliot Stannard nach einem Roman von Noel Coward

Musik: keine (Stummfilm)

Kamera: Claude McDonnell

Regie: Alfred Hitchcock

Produzent: Michael Balcon

Darsteller: Isabel Jeans (Larita Filton), Franklin Dyall (ihr Gatte, Mr. Filton), Eric Bransby Williams (Claude Robson, The Correspondent), Ian Hunter (The Plaintiff's Counsel), Robin Irvine (John Whittaker), Violet Farebrother (Johns Mutter), Frank Elliott (Laritas Vater), Darcia Deane (Laritas ältere Schwester), Dorothy Boyd (Laritas jüngere Schwester), Enid Stam-Taylor (Sahrah, the switchboard operator).

Inhaltsangabe: Die Geschichte einer Frau, Laurita, die eine gewisse Berühmtheit erlangt, einmal wegen ihrer Scheidung von einem Säufer und dann wegen des Selbstmordes, den ein junger Künstler aus Liebe zu ihr begeht. Später trifft sie den Sproß einer ehrbaren Familie, John, der von ihrer Vergangenheit nichts weis und sie heiratet. Aber Johns Mutter erfährt, was war, und bringt ihren Sohn dazu, sich scheiden zu lassen. Lauritas Leben ist zerstört.

Gespräch Hitchcock/Truffaut 1955/56:
T.: Dann haben Sie "Easy Virtue" gedreht, den ich nie gesehen habe. Meinen Notizen zufolge ist es die Geschichte einer Frau, Larita, die eine gewisse Berühmtheit erlangt, einmal wegen ihrer Scheidung von einem Säufer und dann wegen des Selbstmordes, den ein junger Künstler aus Liebe zu ihr begeht. Später trifft sie den Sproß einer ehrbaren Familie, John, der von ihrer Vergangenheit nicht weiß und sie heiratet. Aber Johns Mutter erfährt, was war, und bringt ihren Sohn dazu, sich scheiden zu lassen. Lauritas Leben ist zerstört.
H.: Das war nach einem Stück von Noel Coward. In dem Film gab es den schlechtesten Zwischentitel, den ich je verfaßt habe. Ich schäme mich, Ihnen das zu erzählen, so schlimm war es, aber ich muß es tun. Zu Beginn zeigt der Film Laurita während des Scheidungsprozesses. Sie erzählt dem Gericht, wie sie ihren Mann geheiratet hat und so weiter. Kurzum, man gewährt ihr die Scheidung ohne Einwände, und dann sitzt sie ganz allein in der Bank im Gerichtssaal. Das Gerücht verbreitet sich, die berühmte Laurita sei da, und alle Journalisten und Fotografen rotten sich zusammen und warten unten an der Treppe auf sie. Schließlich erscheint sie oben am Kopf der Treppe und schreit: "Shoot, there's nothing left to kill!" (Schießt doch, es gibt nichts mehr zu töten!)
Noch eine kleine interessante Sache aus diesem Film. John bittet Laurita, ihn zu heiraten, und sie antwortet: "Ich werde Sie gegen Mitternacht anrufen." Die nächste Einstellung ist eine Armbanduhr, auf der man sieht, daß es Mitternacht ist. Es ist die Uhr eines Telefonfräuleins, das in einem Buch liest. Ein kleines Licht leuchtet auf dem Schaltbrett, sie stellt die Verbindung her und will wieder weiterlesen, dabei hält sie automatisch den Kopfhörer ans Ohr. Da läßt sie das Buch liegen und hört hingerissen der Unterhaltung zu. Das heißt, den Mann und die Frau habe ich überhaupt nicht gezeigt, aber man verstand alles, was passierte, aus den Reaktionen des Telefonfräuleins.
Quelle: Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht? von Francois Truffaut.

Info: Der Film war nicht viel wert. Hitchcock erinnerte sich nur an eins mit Vergnügen: den entscheidenden Dialog zwischen den Verliebten, den eine Telefonistin übermittelt, die der alte Stummfilmstar Bessie Love spielte.

Preise/Auszeichnungen: -

Literatur: -

Neuverfilmungen: -

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