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Original-Titel: Juno and the Paycock

Deutscher Titel: -

Genre: Drama, sw

Studio/Produktionsland: British International Pictures. England

Filmjahr: 1930

Filmlänge: 85 Min.

Drehbuch: Alfred Hitchcock und  Alma Reville nach einem Bühnenstück von Sean O'Casey

Musik:

Kamera: Jack J. Cox

Regie: Alfred Hitchcock

Produzent: John Maxwell

Darsteller: Sara Allgood (Juno Boyle), Edward Chapman (Captain John Boyle), Sidney Morgan (Joxer), Marie O'Neill (Mrs. Madigan), John Longden (Chris Bentham), John Laurie (John Boyle), Dennis Wyndham (Mobilizer), Kathleen O'Regan (Mary Boyle), Dave Morris (Jerry Devine), Fred Schwartz (Kelly), Donald Calthrop (Needle Nugemt), Berry Fitzgerald (Redner).

Inhaltsangabe: Der Film spielt während der Revolution in Dublin und erzählt von dem exzentrischen Verhalten einer armen Familie, der eine Erbschaft winkt. Die Aussicht auf das Geld wirft das Familienoberhaupt, den unechten "Kapitän" Boyle ("the paycock", der Pfau) aus dem Gleichgewicht, während seine Frau, die dicke Juno, kühles Blut bewahrt. Am Ende wird seine Erbschaft nichts, und die ganze Familie versinkt in Verzweiflung. Die Tochter erwartet ein Kind von einem Rechtsanwalt, der Sohn wird als Spitzel hingerichtet.

Gespräch Hitchcock/Truffaut 1955/56:
T.: Dann kommen wir zu Juno and the Paycock nach einem Stück von Sean O’Casey.
H.: Juno and the Paycock haben wir mit den Irish Players gemacht. Ich hatte wirklich keine Lust, den Film zu drehen. Sooft ich das Stück auch las, ich fand einfach keine Möglichkeit, es in einer filmischen Form zu erzählen. Dabei ist das Stück ausgezeichnet. Ich mag seine Gschichte sehr und den Ton und die Figuren und die Mischung aus Humor und Tragödie. In The Birds habe ich mich übrigens an O’Casey erinnert, wenn in dem Lokal der Betrunkene den nahenden Weltuntergang verkündet. Ich habe das Stück so einfallsreich wie nur möglich fotografiert, aber vom schöpferischen Standpunkt war das keine angenehme Erfahrung. Der Film hat dann sehr gute Kritiken bekommen, aber ich kann Ihnen versichern, ich habe mich wirklich geschämt, denn mit Kino hatte das alles nichts zu tun. Die Kritiker lobten den Film, und ich kam mir unehrlich vor, als hätte ich etwas gestohlen.
T.: Ich habe hier eine Kritik von damals, von Agata, im Tatler vom März 1930 „Juno and the Paycock scheint mir einem Meisterwerk sehr nahe zu kommen. Bravo Mr. Hitchcock! Bravo The Irish Players und Bravo Edward Chapman! Das ist ein großartiger britischer Film.“ Ich verstehe Ihre Reaktion sehr gut. Die Kritikerhaben im allgemeinen die Tendenz, eher die literarische Qualität eines Films zu würdigen als die filmische. Ihre Skrupel gegenüber O’Casey erklären sich aus Ihrer Abneigung, literarische Meisterwerke zu verfilmen. Es gibt eine sehr große Zahl von Verfilmungen in Ihrem Werk, aber dabei handelt es sich meistens um reine Unterhaltungsliteratur, um populäre Romane, die Sie solange nach Ihrem Geschmack verändern, bis daraus Hitchcockfilme werden...
Quelle: Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht? von Francois Truffaut.

Info: Der Film lief auch unter dem Titel "The Shame of Mary Boyle".

Preise/Auszeichnungen: -

Literatur: -

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Kompletter Film

Neuverfilmungen: -

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