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Original-Titel: The Farmer's Wife

Deutscher Titel: -

Genre: Komödie, sw

Studio/Produktionsland: British International Pictures. England

Filmjahr: 1928

Uraufführung: 1928

Filmlänge: 67 Min.

Drehbuch: Leslie Arliss, Alfred Hitchcock, J. E. Hunter, Norman Lee, nach einem Bühenenstückvon Eden Philpotts.

Musik: keine (Stummfilm)

Kamera: John J.Cox

Regie: Alfred Hitchcock

Produzent: John Maxwell

Darsteller: Lilian Hall-Davis (Araminta Dench, the hauskeeper), Jameson Thomas (Farmer Samuel Sweetland), Maud Gill (Thirza Tapper), Gordon Harker (Churdles Ash, the Handyman), Louise Pounds (Witwe Louise Windeatt), Olga Slade (Mary Hearn, Postmistress), Antonia Brough (Susan), Gibb McLaughlin (Henry Coaker), Ruth Maitland (Merca Bassett), Haward Watts (Dick Coaker), Mollie Ellis (Sibley Sweetland).

Inhaltsangabe: Ein Bauer ist Witwer geworden. Zusammen mit seiner Magd geht er alle Partien durch, die in frage kommen und zieht drei in die engere Wahl. Die drei Frauen, alle unerträglich und potthässlich, lehnen es ab, ihn zu heiraten. Und schließlich gehen dem Bauern die Augen auf und er sieht, dass die hübsche Magd, die ihn immer schon heimlich liebte, die beste Frau für ihn abgibt.

Gespräch Hitchcock/Truffaut 1955/56:
H.: Ich habe einen Stummfilm gemacht, "The Farmers Wife", der nur aus Dialogen bestand, dabei aber versucht, möglichst wenige Titel zu verwenden und mich ausschließlich visuell auszudrücken. Ich glaube, der einzige Film, der überhaupt keine Zwischentitel hatte, war "Der letzte Mann" mit Jannings.
T.: Ihr nächster Film, "The Farmer's Wife", ist die Verfilmung eines Bühnenstückes. Ein Bauer ist Witwer geworden. Zusammen mit seiner Magd geht er alle Partien durch, die infrage kommen und ziehen drei in die engere Wahl. Die drei Frauen, alle unerträglich und potthäßlich, lehnen es ab, ihn zu heiraten. Und schließlich gehen dem Bauern die Augen auf und er sieht, daß die hübsche Magd, die ihn immer schon heimlich liebte, die beste Frau für ihn abgibt. Das ist nun wirklich ein reines Lustspiel.
H.: Ja, das war ein Lustspiel, das eintausenvierhundertmal in London aufgeführt worden war. Die Schwierigkeit bestand darin, nicht zu viele Zwischentitel zu verwenden.
T.: Ja, die besten Szenen sind auch die, bei denen man den Eindruck hat, daß sie zum Stück dazugekommen sind. Die Bediensteten, die sich beim Empfang in der Küche den Bauch vollhauen, das komische Benehmen des Verwalters, der von Gordon Harker gespielt wird. Das sind wirklich sehr gute Momente. Im übrigen spürt man im Stil der Fotografie den deutschen Einfluß, der Dekor erinnert manchmal an Murnaus Filme.
H.: Das ist gut möglich. Der Kameramann wurde krank, und ich mußte mich deshalb selbst um die Fotografie kümmern. Ich kümmere mich um die Beleuchtung, und ich mir nicht so sicher war, machte ich vor jeder Einstellung eine Probe, die ich ins Labor bringen ließ. Während wir auf das Ergebnis warteten, ließ ich die Szene proben. Bei "The Farmer's Wife" habe ich getan, was ich konnte, aber ein sehr guter Film war es nicht.
T.: Ich habe aber doch ganz genau gefühlt, wie wild entschlossen Sie waren, wirkliches Kino zu machen, auch wenn der Film auf einem Bühnenstück basierte. Nehmen wir an, die Inszenierung wäre auf einer Bühne gemacht worden, nicht ein einziges Mal befände sich die Kamera dann da, wo die Zuschauer säßen, sondern immer in den Kulissen. Die Personen bewegen sich nie seitlich, sondern immer direkt auf die Kamera zu, viel systematischer als sonst in ihren Filmen. Dieses Lustspiel ist gefilmt wie ein Thriller.
H.: Ich verstehe was sie sagen wollen. Die Kamera ist in der Handlung drin. Die Neigung, Handlungen, Geschichten zu filmen, ging zusammen mit der Entwicklung kinoeigener Techniken. Der erste große Schritt in dieser Entwicklung war, wie sie wissen, als D. W. Griffith der Kamera vom Proszeniumsbogen wegnahm, wo seine Vorgänger sie hinzustellen pflegten, um möglichst nah an die Schauspieler heranzurücken. Der zweite große Schritt war, als Griffith die Versuche des Engländers G. A. Smith und des Amerikaners Edwin S. Porter wiederaufnahm und entwickelte und die einzelnen Filmstücke, die Einstellungen, zusammenbrach, um Sequenzen daraus zu machen. Das bedeutete die Entdeckung des filmischen Rhythmus durch die Verwendung der Montage.
Ich kann mich nicht mehr sehr gut an "The Farmer's Wife"erinnern, aber es stimmt sicherlich, daß mein Wunsch, mich durch kinoeigene Mittel auszudrücken, stimuliert wurde durch den Umstand, daß ich ein Bühnenstück verfilmte.
Quelle: Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht? von Francois Truffaut.

Info: Der Film entstand nach einem Lustspiel, das eintausendvierhundert mal in London aufgeführt wurde. Eden Phillpotts' Schwank war natürlich stark dialoglastig, aber Hitchcock reizte die Aufgabe, den Stoff auf den Film zu übertragen. Er arbeitete am Drehbuch mit und führte zum Teil auch die Kamera, doch für das fertige Produkt hat er keine lobenden Worte übrig.

Preise/Auszeichnungen: -

Literatur: -

Komletter Film

Neuverfilmungen: -

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