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Original-Titel: The Mountain Eagle

Deutscher Titel: Der Bergadler

Genre: Drama, sw

Studio/Produktionsland: Gainsborough/Münchner Lichtspielkunst. England

Filmjahr: 1926

Filmlänge: 72 Min.

Drehbuch: Eliot Stannard

Musik: keine (Stummfilm)

Kamera: Baron (Giovanni) Vertimiglia

Regie: Alfred Hitchcock

Produzent: Michael Balcon

Darsteller: Bernhard Goetzke (Pettigew), John F. Hamilton (Edward Pettigew), Malcolm Keen (Rear o'God), Nita Naldi (Beatrice).

Inhaltsangabe: Mr. Pettigrew, ein Kaufhausdirektor, ist hinter der Dorfschullehrerin Beatrice her. Sie flüchtet ins Gebirge und lebt dort unter der Obhut eines Eremiten, der ihr das Leben rettet und sie später auch heiratet.

Gespräch Hitchcock/Truffaut 1955/56:
T.: Im folgenden Jahr haben Sie Ihren zweiten Film gedreht. The Mountain Eagle, im Atelier und mit Außenaufnahmen in Tirol.
H.: Ein schlechter Film. Die Produzenten wollten immer noch auf dem amerikanischen Markt landen. So suchten sie einen neuen Star und schickten mir für die Rolle der Dorfschullehrerin Nita Naldi, die Nachfolgerin von Theda Bara, mit solchen Fingernägeln. Absolut lächerlich.
T.: Ich habe da eine Inhaltsangabe. Ein Kaufhausdirektor ist hinter der Dorfschullehrerin her, sie flüchtet ins Gebirge und lebt dort unter der Obhut eines Eremiten, der sie später auch heiratet. Stimmt das?
H.: Ja, leider.
Quelle: Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht? von Francois Truffaut.

Info: Nur wenige werden wissen, dass Alfred Hitchcock auch in Österreich kurbelte, für seinen - damals lebte er noch in England - Film "Bergadler", in Obergurgl im Ötztal. "Zum Drehort", erinnerte er sich, "brauchten wir immer sieben Stunden, weil Auto fahren auf dieser Straße nicht erlaubt war. Wir nahmen also einen Pferdewagen. Meine Frau, damals als Cutterin engagiert, saß auf der Kamera". Für den "Bergadler" brauchte man schönes Wetter, es war aber schon zur fortgeschrittenen Jahreszeit. Hitch fragte die Einheimischen daher, wann denn wohl der erste Schnee zu erwarten sei. Die Antwort: "In zehn Tagen." Gut, dachte er, bis dahin wollte man ohnehin fertig sein. Als er am nächsten Morgen ins Freie trat, erschrak er: Draußen lag, knöcheltief, Schnee. Die Einheimischen rieten, in einen tiefer gelegenen Ort zu übersiedeln, dort sei es garantiert trocken. Man nahm die Strapazen der Übersiedlung auf sich, doch auch unten waren die Wetterverhältnisse nicht anders. Schließlich griff das Team zu einer drastischen Methode: "Mit einem Aggregat schmolzen wir von einem Haus und dem Umkreis davor den Schnee weg. Leider hatte die Hausbesitzerin plötzlich viel Wasser in den Wohnräumen, sie jammerte furchtbar. Ich gab ihr drei Schilling, dann hatten wir Ruhe".

Der Film lief in den USA auch unter dem Titel "Fear o'God". Er ist bis auf ein halbes Duzend Standfotos verschollen.

Preise/Auszeichnungen: -

Literatur: -

Neuverfilmungen: -

Links:
BritMovie