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Original-Titel: Topaz

Deutscher Titel: Topas

Genre: Agenten-Thriller, Farbe

Studio: Universal Pictures. USA

Filmjahr: 1969

Filmlänge: 125 Min*.

Drehbuch: Samuel Taylor nach dem Roman "Topas" des Bestsellerautors Leon Uris

Musik: Maurice Jarre

Kamera: Jack Hildyard

Regie: Alfred Hitchcock

Produzent: Alfred Hitchcock, Herbert Coleman

Darsteller: Frederick Stafford (André Deveraux), Dany Robin (Nicole Devereaux, Karin Dor (Juanita de Cordoba) , John Vernon (Rico Parra), Claude Jade (Michèle Picard), Michel Subor (Francois Picard), John Forsythe (Michael Nordstrom), Michel Piccoli (Jaques Granville), Phillippe Noiret (Henri Jarré), Roscoe Lee Brown (Phillippe Dubois),  Per Axel Arosenius (Boris Kusenov),  Tina Hedstrom (Tamara Kuzenov), Sonia Kolthoff (Mrs. Kuzenov), Don Randolph (Luis Uribe), Edmund Ryan (McKittrick), George Skaff (D'Arcy), John van Dreelen (Martin), Roger Til (Chabrier), Sandor Szabo (Redon), Carlos Rivas (Hernandez), Anna Navarro (Carlotta Mendoza), Lewis Charles (Pablo Mendoza), John Rooper (Thomas), Rita Conde (Dolores), Roberto Contreras (Munoz), Lew Brown (US-Offizier), Al Lewis (Page im St. Regis), u.v.a.

Inhaltsangabe: 1962 installieren die Russen heimlich Raketenbasen auf Kuba. Ein russischer Überläufer informiert die Amerikaner über das Projekt. Daraufhin schickt die CIA den französischen Spion Devereaux (Frederick Stafford) nach Havanna. Dessen Freundin (Karin Dor) soll ihn unterstützen. Anschließend will er mit Tochter (Claude Jade) und Schwiegersohn (Michel Subor) den Spionagering "Topas" entlarven.

Info: Spezialeffekte: Alfred Whitlock. Ausstattung: Henry Bumstead, John Austin. Schnitt: William Ziegler. Kostüme: Edith Head. Ton: Waldon O. Watson, Robert R. Bertrand.

Daß die Realität (Leon Uris Roman basiert auf den Heldentaten des französischen Spions Philippe de Vosjoli) allemal viel langweiliger ist als eine erdachte Geschichte, beweist in diesem Drama aus dem Kalten Krieg, in dem die Guten wie üblich sauber und die Kommunisten sinistere Halunken sind, die sogar die Frau umbringen, die sie lieben, sobald sie mit dem Klassenfeind paktiert.

Für Hitchcocks legendäre Studiobauten in den Universal-Studios war einmal mehr nichts zu teuer. Allein die Studio-Rekonstruktion des kurz zuvor abgerissenen New Yorker Hotels Theresa verschlang die damals ungeheure Summe von 100.000 Dollar.

Für den Film wurden Drehorte in Kopenhagen, Paris, Wiesbaden, New York, Washington D.C, Salinas (Kalifornien) und die Tonbühnen bei Universal verwendet. Hier wurden eine kubanische Straße, ein Hotel in Harlem samt komplettem Straßenzug und Teile des Flughafens La Guardia nachgebaut.

Es wurden insgesamt drei verschiedene Schlusssequenzen verfilmt: In der ersten will sich der französische Agent André Devereaux (Frederick Stafford) mit seinem alten Freund und jetzt bekannt gewordenem Verräter Jacques Granville (Michel Piccoli) in einem Fußballstadion duellieren. Granville wird dabei jedoch von einem sowjetischen Attentäter aus dem Hinterhalt erschossen. Diese von Hitchcock bevorzugte Szene fiel jedoch nach den Previews, in der das Ende des Filmes am meisten bemängelt wurde, der Schere zum Opfer, genauso, wie die zweite Alternative. Hier steigen beide jeweils in ein anderes Flugzeug ein, das eine startet Richtung Paris (mit André Devereaux an Bord), das andere Richtung Moskau (mit Granville an Bord). Eine Filmfassung mit diesem Ende strahlte der Sender Das Vierte am 10. November 2005 und am 26. April 2006 aus.
Die offizielle End-Version schließlich beinhaltet den Selbstmord Jacques Grandvilles. Diese Szene ist aber nicht extra gedreht worden, sodass Hitchcock hier etwas schummeln musste. Er verwendete eine frühere Szene, in der der gehbehinderte Henry Jarre (Philippe Noiret) in das Haus von Jacques Granville geht. Man sieht gerade noch im Ansatz dessen Gestalt im Haus verschwinden (und hält diese deshalb für Granville), dann wird auf Standbild geschaltet und der Schuss ertönt.

Der Film wurde kein großer Erfolg bei Publikum und Kritik, nicht nur weil Hitchcock kurz vor Drehbeginn das Drehbuch fast komplett umschrieb, sondern weil die Vertriebsfirma Universal gegen Hitchcocks Willen ein ungeduldiges und unpassendes Ende durchsetzte.

Hitch-Zitat: "Claude Jade ist eine ruhige junge Dame, doch für ihr Benehmen auf dem Rücksitz eines Taxis würde ich keine Garantie übernehmen."

*Seit 1999 ist auch in Deutschland der Director's Cut von Alfred Hitchcocks "Topas" erhältlich (lief in deutschen Kinos und ist auch auf Video erhältlich - 141 Min.). Die um fast zwanzig Minuten längere Version enthält u. a. eine längere Szene nach der Ankunft von Devereaux' Tochter Michèle in New York, in der sie von den "wilden Kubanern" schwärmt. Außerdem eine Szene, in der die Amerikaner die Russen zum Verrat erpressen, Momente mit einer lachenden Karin Dor und eine Fahrt von Claude Jade und Frederick Stafford, bei der sie ihn mit ihrer Mutter versöhnen will. Weiteren ist die Version um eine große Szene ergänzt, in der Claude Jade ihren Agenten-Vater zu einer Party bei Michel Piccoli bringt und dort die Ehe der Eltern retten will. Zu guter Letzt hat diese Version ein bis dahin unveröffentlichtes und sehr ironisches Ende.

Preise/Auszeichnungen: -

Literatur: Leon Uris: Topas. Roman (OT: Topaz). Heyne, München 1996, ISBN 3-453-00225-3
Robert A. Harris, Michael S. Lasky, Hrsg. Joe Hembus: Alfred Hitchcock und seine Filme (OT: The Films of Alfred Hitchcock). Citadel-Filmbuch bei Goldmann, München 1976, ISBN 3-442-10201-4

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