Brevet 1000 km - 2014 - Bericht in Arbeit


 

Länge: 1.010 km

Höhenmeter: ca 12.200 Hm

Berge/Hügeln: Postalm, Großglockner, St.Margarethen/Abtei, Soboth, Wechsel und ein paar kleine Schmierer

Startort: Tennishalle Haid, Salzburgerstraße

Startzeit: 11.07.2012, 05:00

Wetter: großteils sonnig, teilweise Regen 


Bericht über den dritten 1.000 km Superbrevet Haid - Postalm - Glockner - Haid vom Organisator Ferdinand Jung

 

A) Vorwort:

Hier soll nun ein Bericht über ein außergewöhnliches Ereignis Platz finden. Es ist schwierig, immer wieder die richtigen und direkten Worte zu finden. Viele, die mich kennen wissen ja, dass meine spontanen Worte für Mimosen ungeeignet sind. Ich meine aber doch, dass wir hier einen Sport betreiben, der sich weit über die normalen physischen und psychischen Grenzen hinweg setzt und ich bin überzeugt davon, dass dies nur von richtig harten Männern und Frauen geleistet werden kann.

Doch diese Meinung scheint mir nicht immer richtig. Es gab und gibt so manche, die einem harte Worte beispielsweise über ein schlechtes Fahrverhalten in der Gruppe oder sonstige gut gemeinte Kritik sehr wohl krumm nehmen.

1997 begann ich mit dem Radsport. 1999 fuhr ich meine ersten  Qualifikationsbrevets 200/300/400/600 km mit Start und Zielort in Wien und nahm das erste mal am  Klassiker Paris-Brest-Paris teil. Ich habe nun 4mal (1999/2003/2007/2011) teilgenommen und werde 2015 und die folgenden PBP-Veranstaltungen, solange es mein Gesundheitszustand erlaubt, wieder tun. Erwähnen möchte ich auch andere schöne Langstreckenbrevets, wie SVS, LEL oder den Russlandfeldzug (VOL) und eine schöne Runde um Sizilien. Ich will nicht meine Aktivitäten hinsichtlich der Brevet Langdistanzen in Vordergrund stellen und mich dadurch Wichtig machen. Mit Sicherheit habe ich dadurch sehr viele Erfahrungen gemacht und Einiges erlebt. Was mir besonders auffiel war, dass ich viele Freunde gewonnen, wieder verloren und teilweise wieder zurück gewonnen habe. So manchen raubte eine lange Distanz die Fähigkeit eine Freundschaft richtig einzuschätzen und machten sie einfach von einer momentanen Situation, die ihnen nicht passend erschien, abhängig.   

Was war 2014 so bedeutend:

Wenn mich meine Enkelin Sophia und meine vielleicht künftigen Enkerl in 10 Jahren fragen würden, welche 3 Dinge im Jahr 2014 am Wichtigsten für mich waren, so würde ich folgende Events als Nennenswert erwähnen und davon mit Sicherheit einige Geschichten erzählen können.

  1. 40 Jahre mit Brevetmutter Edith

  2. Der dritte 1.000 km Brevet (Haid – Postalm – Großglockner – Soboth – Haid)

  3. Die Fußball WM mit dem verdienten Weltmeister Deutschland

 

Zu Pkt. 3 darf ich anmerken. Auch wenn es immer wieder zu Irritation mit den deutschen Randonneurskollegen kam, weil so manche unseren österreichischen Schmäh nicht verstehen wollen oder können, so stehe ich  dazu, ein großer Fan des deutschen Klubfußball zu sein.

 

B) Vorbereitung 1.000 km Brevet:

Es war nicht einfach diesen Bewerb so anzubieten, wie er letztendlich vom 10.7. – 13.7.2014 durchgeführt worden ist. Immerhin waren ja zuvor 3 x 200 km, 1 x 300/400/600 km abzuhalten. Nebenbei gab es auch beruflich einiges zu tun.

Oberstes Gebot war, für alle Teilnehmer einen gut organisierten Brevet zu veranstalten, der mit einer Teilnehmerbesprechung am Vorabend in der Fussl-Tennishalle beginnen sollte.

Der Andrang war ziemlich hoch. Bereits Ende März hatten sich 65 Fahrer angemeldet. Das Teilnehmerlimit wurde immer wieder nach oben korrigiert.. Dass schlussendlich „nur“ 50 Teilnehmer am Start waren lag wohl daran, dass doch im letzten Moment einige krank wurden oder doch vom Arbeitgeber/Ehefrau/Familie nicht abkömmlich waren. Danke an alle, die ihre Nichtteilnahme entsprechend per Mail mitteilten. Einzig ein Teilnehmer fand es nicht der Mühe wert, sein Nichterscheinen mitzuteilen. Bedauerlich war, dass Gerd Wollfromm, der nach der Teilnehmerbesprechung noch eine kurze Ausfahrt machte ein Rehbock direkt ins Rad sprang. Er kam zu Sturz und brach sie die Hand (4 Wochen Gips).  Das Mistvieh von Rehbock, der sich keinesfalls an die Straßenverkehrsordnung hielt, ist somit zum Abschuss freigegeben.  

Der 1.000er war so angelegt, dass es alle vor 20:00 Uhr über den Großglockner schaffen sollten. Ebenfalls waren 2 Schlafstellen, eine bei km 358 in Spittal an der Drau und eine bei km 677 in Kaindorf geplant. Zwei Drittel der Teilnehmer nahmen von diesen Schlafstellen Gebrauch und viele davon hatten dadurch entsprechende Schlafpausen konsumiert. Allerdings für die "Langsameren" minimierte sich natürlich die Regenerationszeit, weil sie später zu den Schlafstellen kamen als die Schnelleren.

Die Rekrutierung der Schlafstellen war anfänglich gar nicht so einfach und eigentlich einen Monat vor dem Bewerb noch gar nicht richtig fix. Auch einige der Kontrollstellen mussten neu überlegt werden. Edith und ich fuhren daher im Vorfeld einen Großteil der Strecke nochmals ab und konnten dann schlussendlich auch die Kontrollstellen und auch die beiden Schlafstellen fixieren.

Wie es sich dann später beim Bewerb herausstellte, waren die Schlafstellen super organisiert. Auch wenn es keine Luxusherbergen mit Himmelbetten waren, so hatte doch jeder Teilnehmer, die Möglichkeit sich umzuziehen, zu Duschen und auf Matten bzw Liegen, im Trockenem eine längere oder je nach minderer Fahrgeschwindigkeit kürzere Schlafpause zu machen.

 

C) Teilnehmerbesprechung:

Bereits am Vorabend fand  um 18.00 Uhr die Teilnehmerbesprechung statt. Von 68 gemeldeten Teilnehmern reduzierte sich die Anzahl letztlich auf 50 Starter aus 4 verschiedenen Ländern. Es war trotz einiger Absagen sehr erfreulich, so eine Menge verwegener Radfahrer begrüßen zu dürfen. Als einzige weibliche Teilnehmerin war Manja NIEMÖLLER mit ihrem Ehemann Lorenz anwesend. Sie meisterten ja auch schon den 600er Brevet in Österreich und war mir ziemlich sicher, dass sie auch den Tausender schaffen würden. 

Während meines Vortrages über die Strecke und den Kontroll- bzw. Schlafstellen, servierte Edith mit Mithilfe von Christine allen Teilnehmern Spaghetti. Gegen 21:30 Uhr verließen Edith und ich die Halle. Ein paar Teilnehmer schliefen in der Halle. Es waren ja auch die Fahrräder zu bewachen. :-)

 

       

 

Ab 03:45 wurde im Tennisbuffett das Frühstück serviert. Herzlichen Dank an Thomas vom Altenheim Haid. Er unterstützte uns bei der Zubereitung des Frühstücks sehr. 

 

             

 

 

D) Begleitfahrzeuge - Gepäckstransport:

Es war von Anfang an geplant einen Gepäckstransport für die beiden Schlafstellen anzubieten. Aufgrund der hohen Teilnehmeranzahl und unterschiedlicher Fahrgeschwindigkeit der Teilnehmer waren zwei Fahrzeuge notwenig.

Herzlichen Dank an Walter Tausch, von der Firma Best-Seating, der seit geraumer Zeit auch einen Fahrradhandel (best - Cycling) betreibt. Er hat uns seinen Transporter zur Verfügung gestellt. Damit konnten wir sämtliches Gepäck transportieren. Mit diesem Fahrzeug waren Hermann LEITNER und ich unterwegs. 

 

 

Mit meinem VW_Bus waren Robert JUNG und Harald SCHOGER am Weg. Sie hatten die Aufgabe, die erste Labestelle zu betreuen und anschließend am Großglockner beim Wallackhaus das Eintreffen des letzten Teilnehmers abzuwarten.

                                                                                           Mein Dank an die drei Helfer Hermann LEITNER, Harald SCHOGER und Robert JUNG.

                         

                        Harald                                                                                                Robert                                                                                                      Hermann

E) Pünktlicher Start

Da bereits am Vorabend alles besprochen und erklärt wurde erfolgte nach dem Fotoshooting und guten Wünschen für die Absolvierung des Brevets, der Start.Sofort zündete STINDL Tom den Turbo. Ich fuhr mit dem Bus gemeinsam mit Harald auf der Strecke bis Pucking (5km), um von den vorbeiradelnden Teilnehmern Fotos zu machen.  Übrigens, alle Fotos sind auf Picasa zu sehen.

Wir fuhren wieder zurück und holten von Altenheim die Esswaren für die beiden Labestellen  ab und verluden sie in den Fahrzeuge.

 

1. Kontrollstelle / Labestelle bei der Feuerwehr Winkl (Scharflinghöhe) km 96:

Der Feuerwehrkommandant genehmigte uns hier die Labestelle zu errichten. Herzlichen Dank dafür.

Bereits um 08:25 hatten die ersten Fahrer den ca. 2 km langen Anstieg zur Scharflinghöhe bewältigt und konnten sich mit Broten, Suppe und Getränken stärken. Sie wurden von Robert und Harald herzlich empfangen.

 

   

Entlang ging es den Wolfgangsee bis zur Abzweigung bei Strobl. Dort fuhren die Teilnehmer rechts Richtung Postalm. Eine landschaftlich wunderschöne Gegend, die der eine oder andere, je nach Kondition gut oder gar nicht genossen hat. Die Abfahrt hinunter Richtung Abtenau und folglich der Lammer entlang (so ferne jeder den richtigen Weg gefunden hat) war für die aufgewendete Mühe eine große Entschädigung.

 

Die Spitzengruppe bei der Auffahrt zu Postalm.                                                                                                                                       Der erste gröbere Defekt

 

2. Kontrollstelle / Labestelle bei der Feuerwehr Annaberg km 157:  

Hier war es der Feuerwehrkommandant von der FF Annaberg, der uns die Garage und Biertischgarnituren zur Verfügung stellte. Die Labestelle wurde von Hermann Leitner und mir betreut.

Die ersten Fahrer trafen um 10:23 Uhr ein. Um 12:50 Uhr stempelte der letzte Radfahrer. Man sieht bereits nach 157 eine Differenz von mehr als zwei Stunden.

Nach der Stärkung mussten die Teilnehmer einige Höhenmeter in Kauf nehmen, um sich wieder bei der Abfahrt nach Niedernfritz ausrasten zu können. Auch das Teilstück nach Bischofshofen bereitete, abgesehen von einer Baustelle keine größeren Schwierigkeiten. Vor und nach Schwarzach war halt dann etwas mehr Autoverkehr. Ich hoffe doch, dass keiner der Teilnehmer versehentlich das Tunnel befahren hat, so wie vor zwei Jahren. 

       

 3. Kontrollstelle Hotel Lukasmayr in Bruck an der Glocknerstraße km 225:  

Hier trafen die ersten Teilnehmer um 12:45 Uhr ein und hatten es eilig den Glockner zu erglimmen. Rasch wurde abgestempelt und die Fahrt fort gesetzt. Einige Fahrer nahmen meine Empfehlung bei dieser Kontrollstelle einen Kaiserschmarren zu konsumieren, ernst. Um 16:14 Uhr traf der letzte Radfahrer ein. Zwei Teilnehmer beendeten in Bruck den 1.000 km Brevet.

     

 4. Kontrollstelle Wallackhaus am Glockner km 263:

Leider war die Auffahrt zum Fuschertörl und Hochtor zwar Atem raubend, aber nicht atemberaubend. Dichte Wolken verwerten uns die ansonsten wunderschöne Aussicht. Auch die Temperaturen sanken auf 3 - 4 Grad Celsius. Im Wallackhaus wurden die Teilnehmer wieder von Robert und Harald erwartet. Mit dem Wirten wurde vereinbart einen Suppentopf  zuzubereiten. Hoffentlich hat die Suppe entsprechend aufgewärmt. So mancher war mit kurzer Radhose unterwegs und wagte folglich die Abfahrt nach Heiligenblut und dann Richtung Winklern in das Mölltal. Hier machte sich der Wind zum Gefährten, den er kam von hinten. Auch die Sonne zeigte sich wieder

   

 5. Kontrollstelle und Schlafstelle in Spittal an der Drau bei km 358:

Hermann Leitner und ich waren bereits um 1600 Uhr mit dem Gepäcktransport in Spital. Wir wurden von Franz Joseph Bürger uns seinem Team herzlich empfangen. Franz Joseph machte es möglich, dass wir in der Turnhalle der Volksschule West ein Fahrerlager errichten durften und sich die Teilnehmer, welche nicht weiterfuhren, duschen konnten. Außerdem hatte er für ein warmes Nudelgericht und Getränke gesorgt. Für einen minimalen Unkostenbeitrag konnten ankommenden Randonneure ihre Speicher auffüllen. Danke auch Marco, dem Haubenkoch vom Bundesheer.

 

Übrigens, die ersten Teilnehmer waren um 18:25 Uhr in Spital. Sie benötigten für 358 km 13,5 Stunden. Diese Spitzengruppe fuhr auch nach einer Labung wieder weiter. In der Folge kamen laufend in kleineren Gruppen oder vereinzelt die Teilnehmer zu der Kontroll- bzw Schlafstelle an. Wir haben sie laufend versorgt und zur Schlafstelle in der Schule geführt. Der letzte Ankömmling war der Holländer um 05:19 Uhr. Er hat mir zwar seine Ankunft am Glockner (Wallackhaus) telefonisch gemeldet, jedoch sein Vorhaben, dort ein paar Stunden zu schlafen, nicht. Ich wartete daher vergeblich auf sein Eintreffen und schlief erst um 03:30 Uhr im Auto ein. Mein Schlaf war nur von kurzer Dauer. Bereits um 06:00 Uhr waren alle wieder auf der Strecke. Nun wurde aufgeräumt und wieder alles im Transporter verstaut.

 

  

Der Eigentümer dieses Gepäckstückes wird wegen  der Größe mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

Hätten alle Teilnehmer so gepackt, wäre ein Tieflader notwendig geworden. 

 

Inzwischen hatten auch Wieland KAHL und Kurt KRENHUBER den Brevet beendet. Wieland wegen Magenproblemen und Kurt hatte Materialprobleme. Ja,ja Kurt, wie du mit einem so desolaten Fahrrad den Glockner rauf gekommen bist, ist mir bis heute noch ein Rätsel. Es ist schon sehr verwegen bei einem 1000 km Brevet an den Start zu gehen, ohne das du das Fahrrad genauer unter die Lupe genommen wurde. 

 

 

 

 

Die Kette war an 4 Stellen mit halbgebrochenem Kettenglied.

  

War da nicht auch beim 600 km Brevet ein technisches Problem beim anderen Fahrrad.? Hast du mir da auch ein paar Stunden Schlaf geraubt?

Jedenfalls gingen wir in Spital noch frühstücken und machten uns wieder auf den Weg Richtung Lavamünd.

6. Kontrollstelle BP Tankstelle Villach km 394:

Hier war eine schon im Vorfeld bekannte Umleitung richtig zu fahren. Ich hoffe jeder hat den Weg zur BP-Tankstelle gefunden und ein anständiges Frühstück in der 24-Stunden Tankstelle ergattern können. Der Tag war noch jung und die meisten vermutlich ausgeschlafen und voller Tatendrang. Einige waren  schon am Vorabend dort vorbeigekommen.

Auf der Strecke Richtung Lavamünd haben wir dann einige der Teilnehmer fotografieren dürfen. Einen haben wir schlafend vorgefunden. Ich erhielt dann leider die Nachricht, dass Helmut Mittendrein, aufgegeben hat. 

 

7. Kontrollstelle Hüttenwirt Lavamünd km 506:

Für alle jene, die hier gegen Mitternacht ankamen, war der Stempel im überdachten und abgeschlossenen Anbau vorzufinden. Ebenso Wasser. Die meisten kamen allerdings ohnehin am Samstag Vormittag, bzw. mittags und am frühen Nachmittag dort an. Es war ein schöner Tag und die Sonne lachte vom Himmel. Eigentlich trafen wir sehr viele Teilnehmer um die Mittagszeit dort an. Auch wir genehmigten uns eine Rindsuppe.

 

Der Anstieg zur Soboth wartete auf die Teilnehmer. Hier ging es ja 10 km bergauf, auf den Steirischen Nationalberg. Für uns war es mit Motorkraft kein Problem diesen zu befahren. Zu diesem Zeitpunkt war ich froh die Organisation inne zu haben und wollte auch mit keinem der Teilnehmer tauschen.

     

        

Die Route führte uns auch ein Stückchen in die steirische Weinstraße. Auf dem Weg Richtung Halbenrain machten wir Rast in einem Gasthaus und vergönnt uns ein Mittagessen. Hier winkten wir auch dem vorbeifahrenden Rudi HOFSTÄDTER, der sich dann ebenfalls zu uns gesellte, in der Meinung ,es wäre schon die nächste Kontrollstelle. Für diesen Irrtum lud ich ihn dann als Entschädigung zum Essen ein.

8. Kontrollstelle Radhotel Schischek Unterpurklau km 607:

http://www.radhotel-schischek.at/

Wir selbst machten bei dieser Kontrollstelle keine Rast, da wir dringend zur nächsten Kontroll- und Schlafstelle nach Kaindorf mussten. Dort war ja auch noch die Schlafstelle in der Schule vorzubereiten.

Das Radhotel Schischek ist ja auch sehr bekannt für seine gute Küche.

 

9. Kontrollstelle Hotel Steirerrast und Schlafstelle Volksschule Kaindorf km 677:

Mein Dank gleich vorweg meinem Freund Karl, dem Wirten vom Hotel Steirerrast. Er hat es ermöglicht, dass wir wieder eine Schlafstelle zur Verfügung gestellt bekamen.

Auf Gran Canaria haben wir uns kennengelernt. Ein exzellenter Rennradfahrer, der gerne den Ötztalmarathon fährt. Zu einem Brevet nach OÖ hat er sich allerdings noch nicht getraut.

Hermann und ich kamen am frühen Nachmittag mit dem Gepäck beim Hotel Steirerrast an. Es dauerte nicht lange, da trafen bereits einige Fahrer ein. Nachdem sie gegessen hatten bestiegen sie wieder ihr Rad, denn sie hatten geplant in Schwarzau im Gebirge eine Schlafpause einzulegen.

Auch Robert und Harald kamen mit dem zweiten Transporter. Gemeinsam mit Karl dem Wirt fuhren wir dann zu Schule, um die Räumlichkeiten für Schlafmöglichkeiten zu checken. Wir luden dann  Liegen, die Karl besorgte hatte, aus seinem Bus und trugen sie in den Turnsaal. Es standen dann auch noch 4 Garderoben mit Duschmöglichkeiten zur Verfügung. Hier sollten dann zwei Garderoben für die Spätankömmlinge reserviert werden. Allerdings wurden diese bereits vorher von anderen Teilnehmern in Beschlag genommen. 

Wir beschrifteten die Räumlichkeiten und stellten zusätzlich Tafeln vom Gasthaus wegführend in Richtung Schule auf, um den Teilnehmern den Weg zu weisen. Da die meisten Teilnehmer von vor Einbruch der Dunkelheit ankamen, war die Wegfindung kein Problem. Bereits bei der Teilnehmerbesprechung wurde  bekannt gegeben, dass das Gasthaus nur bis 2300 Uhr geöffnet sei , bzw dass es nur bis zu diesem Zeitpunkt warme Mahlzeiten geben würde. Da aber bis 24.00 Uhr ein Fußballspiel der WM-Endrunde lief, hatten noch 4 Teilnehmer Glück, nach 23.00 Uhr zumindest belegte Brote zu bekommen.

Harald und Hermann leisteten sich den Luxus in Hotel Steirerrast ein Zimmer zu nehmen. Robert und ich fuhren nach Mitternacht zur Schule. Während sich Robert im VW-Bus sein Bett auf der Sitzbank ausstattete, schleppte ich eine Liege in einen Nebengang der Schule, um die Spätankömmlinge in Empfang nehmen. Da manche Ankömmlinge nicht  "leise" waren und stand ich einige Male auf und bat in charmanter Art, sie sollten gefälligst leise sein.

Der letzte Teilnehmer kam zur Schule, da bereiteten sich einige schon wieder Weiterreise vor. 

   

Im Gastgarten des Gasthauses Steirerrast, so gegen 20.00 Uhr, bei herrlichem Gastgartenwetter und stimmiger Laune. Die 5 Herren am 3. Foto rechts, hatten geplant das Tageslicht zu nützen und Kilometer zu machen. Sie wollten auf der Strecke zur nächsten Kontrollstelle eine Schlafmöglichkeit buchen. Leider hatten sie mindestens 1,5 Stunden in Kaindorf vertrödelt und kamen nach ihrer Weiterfahrt bereits nach 25 Kilometer in eine starkes Gewitter. Sie stellten sich bei einem Pfarrhof unter und wurden folglich vom Pfarrer eingeladen, die Nacht am Boden des Pfarrhauses schlafend zu verbringen. Dieses Angebot nahmen sie dankend an.  

Am frühen Morgen räumten die beiden Teams der Begleitfahrzeuge in der Schule auf. Die aufgestellten Liegen wurden wieder in Karls Bus verstaut,......... Auch hatte Karl für die Teilnehmer  mehrere Kannen Kaffee zum Frühstück zur Verfügung gestellt. Ebenso waren noch Brote, Wurst, Aufstrich und Kuchen von den Labestellen vorhanden.

Nun wurde auch der Bus mit Gepäck befüllt und für die Weiterfahrt hergerichtet. Anschließend nahmen wir ein ausgiebiges Frühstück im Hotel Steirerrast zu uns. Hermann und Harald fuhren auf direkten Weg über Graz nach Haid, um das Gepäck der Teilnehmer rechtzeitig in der Tennishalle abzuliefern. Danke den beiden für das Ausladen.

Robert und ich begaben sich auf die Strecke. 

10. Kontrollstelle Schwarzau im Gebirge Rauraklwirtin km 786:

Einige der Teilnehmer kamen dort am späten Abend an und nahmen sich ein Zimmer. Die meisten der Teilnehmer kamen jedoch am frühen Vormittag dort an.   

    

 

Auf der Fahrt nach Mariazell überholten wir auch zahlreiche Teilnehmer.

 

 

11. Kontrollstelle Hotel Himmelreich Mariazell km 838:

Hier haben wir auch die Kontrollstelle beim 600 km Brevet. Eigentlich ist dieses Mal während der Nachtzeit keiner vorbeigekommen.

himmelreich@mariazell.at

        

    

 

 

 

 

Es war ja ein wunderschöner Sonntag Morgen, der noch bis zum frühen Nachmittag schön blieb. Leider setzte dann Regen ein und für so manche Teilnehmer wurde es von Mariazell nach Wildalpen zu einer Regenfahrt. Gott sei Dank besserte sich das Wetter allmählich wieder.

 

12. Arzbergstüberl Reichraming km 947:

Auch hier nutzen wir dieses Gasthaus als Kontrollstelle beim 600 km Brevet und war somit einem Großteil der Teilnehmer bekannt.

Leider mussten die freundlichen und zuvorkommenden Wirtleute zu einem anderen Fest und somit musste das Gasthaus ab Sonntag Mittags geschlossen werden.

Freundlicherweise haben sie aber einen Nebenraum zur Verfügung gestellt, wo wir Wasser fassen konnten. Robert und ich kamen an dieser Kontrollstelle vorbei und stellten noch Cola, Almdudler und Kuchen dazu.

Es war ja nicht mehr weit bis zum Ziel und der Bedarf nicht unbedingt gegeben. Die letzten 55 km waren angesagt, ein Kinderspiel in Vergleich zur bereits absolvierten Distanz.

 

13. Zielankunft Haid/Ansfelden - FUSSL-Tennishalle km 1.006:

Als erster kam der Tscheche Thomas VITVAR ins Ziel. Er wurde, so wie jeder andere Finischer mit der Finischertrohpy und einer Urkunde ausgezeichnet. Dies übernahm in diesem Falle Edith, der ich von Herzen für ihre tolle Mithilfe bei der Organisation des Brevets danke.

 

Thomas VITVAR aus Tschechien mit Edith Jung.

 

 

  

 

 

 

 

 

 

Organisator Fedinand Jung 

mit Jürgen PAMMINGER/Gmuden , Uwe SCHIWON/Deutschland, Christian BURTSCHER und

Stefan KRONAWETTER aus Vorarlberg, Robert HOFER/Salzburg.

 mit dem Steirer Thomas STINDL "Turbo Tom", der mit großen Knieschmerzen Zähne "zambeissend" dem 1000er meisterte.

 

Peter SIX aus der Steiermark.

Michael Probst aus Freising, Bayern

Christian HANDLER aus Günselsdorf, NÖ

 

Hier wieder eine größere Gruppe, die großteils den Tausender gemeinsam fuhren. Die reinrassige Oberösterreicher Truppe.

Klaus Pichler/Steyregg, Josef Pürstinger/Waldneukirchen, Stephan Wöckinger/Steyr, Manfred Friesenecker/Gallneukirchen,

Andreas  Plach/Stadl Paura, Andreas Atzlesberger/St.Johann a Wimberg und Huemer-Fistelberger/Kircham,

 

Ronald Kager aus Wien. Der junge Papa.

 

      

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wieder eine 5-Mann Gruppe die am Sonntag um 18:40 Uhr eintrafen:

Andreas Schröder und Michael Krejca/Wien, Günther Wiplinger/Altmünster, 

Michael Leithinger/Gmunden, Thomas Treml/Neukirchen mit Ferdinand Jung

Armin Huber aus Tübingen und sein Freund Jürgen Hengst aus Rottenburg

Eine weitere Gruppe mit erreichte kurz nach 20.00 Uhr das Ziel in Haid und nahme ihre Auszeichnung in Empfang.

Paul Vogtenhuber/Gallneukirchen, Alexander Vonbank/Bürs, Heinirch Enz/Weiden am See

Martin Witwer/Gisingen/Vlb. und Wolfgang Riepl/Landeck

Und hier kam Rudi Hofstätter aus Schwarzenbach (bucklige Welt).

Es soll angeblich sei letzter größere Randonneursbewerb gewesen sein. Fuhr er doch 2011 mit dem Rennrad von der buckligen Welt nach Paris, nahm am Klassiker Paris-Brest-Paris teil und fuhr anschließend wieder mit dem Radl nach Hause.   

Hans Hermann Wulff aus Geeshachen/DE

Der Uniprofessor aus Linz, Helmut Gfrerer

Ein alter Bekannter, Michael PILDER aus Dettenheim/DE

Christian Wimmer/Bad Reichenhall und Martin Tichy aus Griesheim

Manfred Kiesel aus Grünstadt, DE - es war seine dritte Teilnahme am Tausender

Andreas Weiss aus Karlsruhe, auch er nahm schon mal am Tausender teil. 

Thomas Langmaier/Gerasdorf, Andreas Felber/Wien, Horst Koschuta/Graz.

Angeblich wären sie ja eh früher ins Ziel gekommen. Böse Zungen behaupten, dass einer von den drei Finischern laufend einkehren musste und bei keinem Gasthaus vorbeifuhr. 

Jose Verstegen aus Venlo/NL

Und hier der fliegende Holländer, der mir viel Schlaf kostete. Trotzdem freut es mich für ihn, dass er es als Flachländer innerhalb der 75 Stunden geschafft hat. Er kam um am Montag um 02:00 Uhr in das Ziel.

Randonneurspräsident Ferdinand Jung mit den letzten Finischern Johannes Mikocki/Wien mit dem Ehepaar Manja und Lorenz Niemöller aus München.

Sie waren die Helden/Heldin den 3. 1.000 km Superbrevet von Haid - Postalm - Großglockner - Soboth - Haid. Sie fuhren gemeinsam weg und kamen gemeinsam in das Ziel.

Ihr Finischerzeit betrug 74 Stunden und 30 Minuten. Herzliche Gratulation dem glücklichen Trio.

 

Ein tolles Ergebnis. 45 Finischer bei der 3. Auflage des österreichischen 1.000 km Brevets. Ich gratulieren allen recht herzlich und wünsche eine gute Regenerationsphase. Auch wenn es organisatorisch ein hoher Aufwand war, wurde dieser durch lobende Worte und Dankesschreiben der Teilnehmer entsprechend honoriert. Wir freuen uns schon wieder auf den 4. Haid - Glockner - Haid Brevet im Juli 2016.

  

 

Ergebnisse 2014


Impressionen


Fotos Picasa Webalbum 13.7.2014

Fotos Picasa Niemoeller

https://picasaweb.google.com/109879803406790432484/GroGlocknerBrevet2014

Fotos Picasa Jitka Mimrankova

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