Brevet 1000 km

Kurzbericht 

Um den üblichen Stress für ein Startfoto in der Früh zu vermeiden, wurde am Vortag ein Foto von den Startern "geschossen"!! Hier sind sie die Teilnehmer, darunter 4 Damen. 

 

60 Starter waren am 15. Juni 2018 am Start. Während einige bereits eine bis eineinhalb Stunden früher losfuhren, so waren die meisten Teilnehmer bei der offiziellen Startzeit um 0500 Uhr beim Randonneursbanner versammelt und starteten zeitgerecht. Wer hier geglaubt hätte, es würde ein Bummelzug losfahren, der irrte gewaltig. In gewohnter Manier, also Renntempo, fuhren viele los, als würde es sich lediglich um einen Sprint rund um Haid handeln. Waren sie sich wirklich darüber im Klaren?, dass nicht nur 1000 km zu bewältigen sind, sondern auch mehr als 12000 Höhenmeter mit den speziellen Bodenerhebungen, wie die Postalm bei km 115, der Großglockner bei km 235 und die Soboth bei km 506 auf sie lauerten. War das schnelle Anfangtempo schuld daran, dass 10 Teilnehmer nicht finishten? Nein, denke die Ursachen für die Nichtfinisher lagen zum einem an technischen Defekten und zum Anderen an körperlichen Wehwechen, wie Knieschmerzen etc., die auch beim Langsamfahren über eine längere Distanz, auftreten. Nun habe ich es ja schon erwähnt, 10 die aufgegeben haben, ergibt rechnerisch 

   51 Finisher      

Herzliche Gratulation all den Heldinnen und Helden, die den "Leidensweg" einer 1000er Distanz auf sich genommen haben und dabei so allerhand erleben durften.

 

Besprechung und Spaghettiessen am Donnerstag, 14.06.2018 um 1800 Uhr im Tennisbuffet: 

Vorweg in erster Linie herzlichen Dank an Edith und ihr Team für das Zubereiten der Spaghetti. Immerhin waren alle Starter, bis auf zwei Ausnahmen versammelt und freuten sich schon auf die Ausführungen des Präsidenten. Einige der Teilnehmer schliefen in der Halle, die meisten hatten sich in verschiedenen Pensionen in Haid bzw Ansfelden für eine kurze Nacht eingemietet, oder waren nach Hause gefahren, sofern sie in der Nähe wohnten.

 

 

Ab 0400 Uhr gab es noch für ca 30 Teilnehmer ein Frühstück, von Edith zubereitet.

 

Auf los gehts los. Kurz vor dem Start um 0500 Uhr.

 

 

1. Kontrollstell + Labestelle nach dem 1,5 km Anstieg Scharflinghöhe, Km 97. Ahrer Kurt hatte hier beim Feuerwehrdeopot Winkl/Krottensee alles im Griff.

 Leider schon der erste Ausfall. Gerald Minichberger aufgrund von Knieproblemen. Nunmehr noch 59 in der Wertung.  

 

2. Kontrollstelle + Labestelle in Annaberg beim Feuerwehrhaus. Betreut vom Präsidenten höchstpersönlich. Zuvor ging es entlang dem Attersee, Mondsee und Wolfgangsee. 

Danach war die erste gröber Bergwertung auf die Postalm hinauf zu meistern. 

 

 

Bei der 2. Kontroll- und Labestelle gab es heisse Suppe, Brote, Saft und Cola. Die Teilnehmer waren super motiviert, dass Wetter war klasse im Gegensatz zu 2016, wo es bis Annaberg durchregnete. Leider waren ab hier nur mehr 58 Teilnehmer im Bewerb, nachdem Hannes Heigl aus gesundheitlichen Problemen aufgeben musste.     

 

  

3. Kontrollstelle Gasthaus/Hotel Lukasmayr in Bruck an der Glocknerstraße bei km 225. Stärkung im Gastgarten vor der Bergwertung zum Glockner hinauf. Leider ein weiterer Ausfall. Jacob Zurl musste wegen Schaltungsproblemen (elektronische Schaltung) aufgeben. Nunmehr 57 im Klassement.

  

Auf gehts zum Glocker, dem Highlight des 1000 km Brevet.

War es uns 2016 wegen Unwettergefahr nicht möglich über den Großglockner zu fahren, so waren dieses Mal die Voraussetzungen bestens, sofern noch entsprechende Reservern für diese extreme Bergwertung vorhanden. Man stelle sich vor, die Teilnehmer und 4 Teilnehmerinnen, hatten bereits ca 230 km in die Knochen, bevor sie nach Fusch auf kleiner Kettenblätter schalten mussten.

 

Für viele Tagestouristen ist hier das Ziel, aber für uns lange nicht. Es stehen ab dem Fuschertörl noch 747 km vor uns

Leider durften wir das Walackhaus wegen Einstellung des Tagesbetriebes nicht mehr als Kontrollstelle nutzen. Somit wurde den Teilnehmern eine weitere Labestelle nach dem Hochtor geboten. Kurt Ahrer richtete eine mobile Kontrollstelle nach dem Hochtortunnel, beim Kiosk ein.

 

   

 

Bei km 358, in Spittal an der Drau, am Gelände der Volksschule fand die Verpflegung der Randonneure/innen mit einem Nudelgericht und Getränke statt. Es war zugleich die 5. Kontrollstelle. Hier beendeten die meisten Teilnehmer vorerst ihre 1000 km Reise und legten sich nach dem Essen und Duschen auf die bereitsgestellten Turnmatten im Turnsaal der Volksschule schlafen. Einige hatten im Ort ein Zimmer gebucht und kamen vor 0500 Uhr wieder auf das Volksschulgelände, wo wir Frühstück vorbereitet hatten. Ein paar wenige fuhren die Nacht durch bzw hatten selbst organisierte Unterkünfte zwischen Spittal an der Drau und Lavamünd genutzt. 

Auch für Kurt und mich ging es nach den Aufräumarbeiten und Verladung des Gepäcks weiter. Ich fuhr direkt mit dem Gepäckstransport zur 2. Schlafstelle nach Kaindort um dort das Nötige zu organisieren, während Kurt mit dem Kombi der Firma PILZ auf der Strecke blieb und folglich auch auf der Soboth Getränke verabreichte. 

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Danke auch Robert für seine Unterstützung bei der Kontrollstelle in Spittal an der Drau, sowie Franz Joseph Bürger, der uns die Nutzung des Geländes ermöglichte und das Essen organisierte, sowie einige seiner Freunde zur Mithilfe zur Verfügung stellte.   

 

    

 

  

   

Leider sah ich die zwei Hausi-Brüder hier in Spittal an der Drau zum letzen Mal. Sie beendeten ihre Fahrt nach mehr als 400 km. Ebenfalls konnten die beiden tschechischen Freunde, Tomas und Jan aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weiterfahren. Somit waren es nur mehr 53 Randonneure. Zum Glück starteten mehr als 10 Teilnehmer, ansonsten hätten wir die allseits bekannte Geschichte mit den 10 kleinen N........, denn genauso viele sollten das Ziel in Haid nicht sehen. Leider musste Gerald Windpassinger auf der Fahrt nach Villach w.o. geben.   

Die Claudia aus Tirol, immer "ein Lächeln im Gesicht" als wäre sie bei einer 50 km Radtouristikveranstaltung unterwegs. Ich hoffe ihr treuer Weggefährte Werner Schmidt hatte auch zu lachen.  Sie meldete sich ja erst 2 Wochen vorher zum 1000er an. Es war ihr erster Brevet und angeblich fährt sie erst seit Mai 2018 Rennrad! 

 

Am zweiten Tag war die 6. Kontrollstelle in Villach, km 402, bei der BP Tankstelle in der Maria Gailstraße 29 aufzusuchen. Diese hatte auch in der Nacht geöffnet. Vorbei am Faakersee, die Bodenerhebungen St. Margarethen und Abtei, Feistritz, Ferlach, Bad Bleiburg kam das Ende des schönen Kärntens in Lavamünd. 

Beim Hüttenwirt www.gasthof-huettenwirt.at war die 7. Kontrollstelle vor der so gefürchteten Soboth, die man überwinden mußte um zu den Steirer Madln und Buam zu gelangen. 

Für ihre Anstrengungen würden die Radfahrer/innen mit Getränken ob angekommen, von Kurti versorgt. 

 

 

 

Die Soboth "das Luder" war bezwungen. Wenn man sich alle Fotos anschaut, so scheint es, dass alle Teilnehmer sehr begeistert von ihr waren. Bergab ging es dann in Richtung des bekannten Weingegend rund um Gamlitz, für eine Einkehr zu einem Genußachterl war jedoch keine Zeit. 

Bei km 607 kam die 8. Kontrollstelle beim Radhotel Schischek in Oberpurklau. Also nur mehr 77 km bis zur nächsten möglichen Schlafstelle der 2. Tages. 

www.radhotel-schischek.at

 

8. Kontrollstelle und Schlafstelle in Kaindorf km 684 www.steirerrast.at

Der Gepäcksttransport war schon vor Ort. 2 Teilnehmer, die durchfuhren, kamen hier schon vor meinem Eintreffen vorbei um abzustempeln. Der 400 Meter von Gasthaus Steirerrast entfernte Turnsaal der Volksschule wurde zum Schlafsaal umfunktioniert. Etwa die Hälfte der Starter nahmen diese Schlafmöglichkeit wahr, bzw einige buchten sogar ein Zimmer im Hotel. Einige fuhren noch 100 km weiter nach Schwarzau im Gebirge wo sie bei Andrea der Rauraklwirtin Quartier nahmen. 

   

 

 

Das Frühstück in der Volksschule ist angerichtet.

Während der erste bereits in Haid im Ziel war, fuhr die Hälfte der Teilnehmer, insgesamt waren noch 50 im Brevetbewerb, 10 hatten aufgegeben, spätestens um 0500 Uhr los. Eine endlos erscheinende Bundestraße mit der Nummer 54 führte die Teilnehmer über ein paar "Schupfn" ca 54 km, wo dann endlich nach sehr viel Gegenwind, die Abzweigung in Richtung Feistritz am Wechsel zu nehmen war. Vorbei an Gloggnitz, Reichenau an der Rax führte der Weg durch das Höllental nach Schwarzau im Gebirge. Hier war die Kontrollstelle und für manche eine Schlafstelle bei der Rauraklwirtin. Andrea, mit der wir schon viele Jahre in Kontakt sind, hat extra für den 1000er ihre Gaststätte nur für uns geöffnet. Auch sie hatte eine anstrengende Nacht hinter sich, nachdem die Radler während der späten Nachtstunden vereinzelt eintrudelten. Doch für jeden kochte sie extra auf. Herzlichen Dank liebe Andrea.

Am Sonntag wurde dann noch eine Straßensperre wegen Asphaltierungsarbeiten vor Großraming bekannt.

        

 

Weiter ging es in Richtung Mariazell, wo wir bei der "Kalten Kuchl" auf die 600 km Brevetstrecke stießen. Zwei Pässe waren zu bezwingen, bevor nach 43 km Mariazell auftauchte. Ein sehr beliebter Wahlfahrtsort. Die 11. Kontrollstelle bei km 841 befindet sich beim Hotel Himmelreich, wo wir schon seit dem ersten Tausender und auch bei den 600 km Brevets einkehren.

  

 

 

Nun waren es nur mehr 160 km bis zum Ziel. Die letzte Kontrollstelle in Reichraming, Pizzeria Napoli bei km 950, wurde unterschiedlich für kurze und längere Aufenthalte genutzt. Hier begann es erstmals in den 3 Tagen, am Sonntag Abend zu regnen. Doch die 50 km bis nach Haid waren schnell absolviert und der 1.000 km Brevet war geschafft.

 

Hier die 50 Finisher

 

                                                              

 

 

 

 

 

Jeff Heusserer hat ebenfalls seine Erlebnisse schriftlich verfasst 

http://randonneure.at/2018/06/24/5-haid-glockner-haid-1000-km-brevet/

Fotos Klaus Gruber 

https://www.facebook.com/groups/345045628911646/permalink/1784467208302807/

Fotos Pia Grasich

https://www.facebook.com/pia470/posts/10212237675434101

 

 

 


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