Brevetkombination 200+300 km

30.4.2011 / 1.5.2011

 

Das waren die Vorinformationen:

in geeigneter Test für Paris - Brest - Paris - wer beide Strecken schafft, darf dafür empfohlen werden.

Brevetkombi 30.4.2011, 07:00 Uhr, 200 km Start Hollenstein  a.d. Ybbs, NÖ - Ziel Kaindorf, Stmk 

Ausgabe der Startunterlagen ab 06:30 Uhr

01.05.2011, 06:00 bzw. 07:00 Uhr 300 km Start Kaindorf, Stmk - Ziel Hollenstein a.d. Ybbs, NÖ

Hollenstein befindet sich zwischen Weyer und Göstling. Startplatz ist der Fussballplatz.

Strecke Kombi 200/300 - geänderter Startort (alle übrigen Brevets werden Fussl-Tennishalle gestartet)

30.04.2011 08:00 Uhr Start in Hollenstein (Sportplatz), über Göstling, Lassing, Wildalpen, Gusswerk, Wegscheid, Niederalp, Mürzsteg, Kapellen, Mürzzuschlag, Alp, St. Kathrein/Hauenstein, Birkfeld, Gscheidpasshöhe, Pöllau, Kaindorf (Hotel Steirerrast). Halbpension - Hallenbad/Sauna - gemeinsames Abendessen und Frühstück.

01.05.2011, 06:00 - 07.00 Uhr Start in Kaindorf (ev. für die Langsameren um 06:00 Uhr, die Schnelleren um 07:00 Uhr) - damit die was zum Jagen haben. 

Zuerst die B 54 bis Hartberg, dann rechts abbiegen auf die B 50 bis zur Abbiegung nach Kobersdorf und Kontrollstelle in Schwarzenbuch i.d. Bucklingen Welt. Wir haben deshalb auf Bundesstraße umgeplant, da dadurch die ohnedies nicht leichte Strecke sich um ein paar Hm verringert, aber auch für die Roadbooknichtleser die Wegfindung einfacher wird. Der Verkehr auf der Bundesstraße an einem Sonntag ist sehr mäßig.

Es geht dann weiter in Richtung Gloggnitz, Reichenau a.d.Rax, und zur 2. Kontrollstelle in Schwarzau im Gebirge. Danach über Kalte Kuchel, Ochssattel, St. Agyd am Neuwalde, Gschaidhöhe nach Mariazelle zur 3. Kontrollstelle im Gasthaus Himmelreich. Danach  Richtung Gusswerk, rechts ins Salzatal über Wilalpen, Lassing, Göstling und zum Ziel Sportplatz Hollenstein a.d.Ybbs.

Hier gibt es für jeden Teilnehmer ein warmes Essen von der Organisation.

 



Erster Brevetkombi - Start/Ziel in Hollenstein 

Nächtigung

im Hotel www.steirerrast.at

Distanz: 203 km bzw 310 km

Höhenmeter: 2.159 Hm bzw 3600 Hm 

Wetter: zuerst sonnig, dann Regen - bis starker Regen 

 

 

Grossartige Leistung aller Finisher, war doch beim 200er als auch beim 300er die Hälfte der wunderschönen Strecke von starkem Regen und zunehmender Kälte geprägt.

Hut ab vor 28 Finishern beim 200 km und 25 beim 300 km Brevet.

 

Generalprobe 23.4. und 24.4.2011: 

 

Bereits eine Woche vor dem offiziellen Brevetwochende starte ich mit Kurt Krenhuber, Johannes Pilz und Rudi Hofstädter den 200 km Brevet mit Startort Sportplatz Hollenstein an der Ybss und Zielort Kaindorf bei Hartberg. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter (Temperaturen bis 25 Grad) und konnten die gewonnen Erkenntnisse mit einer geringfügigen Änderung des Streckenplanes vom 300 km Brevet für den offiziellen Bewerb heranziehen.

Begleitet wurden wir beim 200 km Brevet bis nach Mürzzschlag von Agnes KAINZ und Daniel DOBRIL.

Unsere "Brevetmutter" brachte uns mit dem Randonneursbus unsere Koffer zum Hotel Steirerrast.

Bemerkenswert war, dass Kurt K. und Rudi H. von der Strecke so begeistert waren, sodass sie  beim offiziellen Bewerb nochmals an den Start gingen.

Auffällig war aber auch, dass wir bei der sogenannten Generalprobe weit, weit länger unterwegs waren als beim offiziellen Bewerb.   

Start zum Brevetwochenende 30.4.2011, 200 km Hollenstein - Kaindorf:

28 Teilnehmer trafen sich am Sportplatz in Hollenstein an der Ybbs. Um 07.00 Uhr durfte ein Großteil der Teilnehmer nach meiner Ansprache und die besten Glückwünsche starten. Zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich noch ein wunderschöner Tag ab. 

 

 

 

 

 

Vereinbarungsgemäß starteten die "Schnelleren" 40 Minuten später.

 

 

 

 

 

Die Strecke führte durch das ,,,,,,,,Tal, welches von den Wildwasserpaddlern sehr begeehrt ist.

In Gusswerk verabreichte ich nach 105 km allen Teilnehmern Brötchen mit Wurst und Käse, Kuchen sowie Getränke. Danach ging es in Richtung Mürzzuschlag einen Anstieg auf das Niederalpl (Seehöhe über 1200 m), wo sich auch im Gasthaus die 2. Kontrollstelle befand und manche dies auch als willkommene Rastpause nutzten.

Nach Mürzuschlag beim Anstieg auf das Alpl begann es leider stark zu regnen und ich denke einige der Teilnehmer erinnerten sich an PBP 2007 oder so manch andere Brevets wo ähnliche Bedingungen herrschten. Hier kommt halt immer wieder die an sich selbst gestellte Frage über den Sinn der harten Prüfungen. Die Regenschauer und mit sich bringende Kälte ließen dann die meisten der Teilnehmer bei der 3. Kontrollstelle im Roseggerhof nicht länger als notwendig verweilen und sie strampelten hurtig weiter in Richtung Birkfeld und über die nächsten Passhöhe (Gscheid 809 Hm) nach Pöllau und die letzten 10 km nach Kaindorf. 

Dort wurden die Erstankömmlinge von mir mit einer Gratisrunde Bier erwartet.  Es war für mich sehr überraschend, dass sie wiederum eine Spitzenzeit von lediglich 6:30 Stunden für die schwierige Strecke benötigten. Kurz darauf kam schon die nächste Gruppe und im Verlaufe des Nachmittags kamen alle Starter bis auf eine Ausnahme in das Ziel.

Der Nachmittag wurde dann verschiedentlich verbracht (Biergarten, Schwimmbad, Sauna). Ab 19:00 Uhr trafen wir uns in einem der Speisesäle des Gasthofes. Hier gab es dann Spaghettis oder Gegrilltes zur Auswahl. Von mir gab es während des Essens einen Rückblick auf den 200 km Brevet und ein dickes Lob an alle Teilnehmer. Weiters eine Vorschau für den nächsten Tag, aber auch auf das gemeinsame Ziel PBP, welches viele der Teilnehmer vorhatten. Auch war eine Dressenprobe angesagt. 

Bereits um 21:00 Uhr waren außer dem Kapitän, der verlässt ja bekanntlich als letzter das Schiff,  alle am Zimmer und bereiteten sich für den 300 km Brevet, der ja am nächsten Morgen um 06:00 Uhr gestartet werden sollte. 

1.5.2011 - Start zum 300 km Brevet Kaindorf - Hollenstein a.d.Ybbs:

Leider ereilte mich am frühen Morgen die Nachricht, dass mein Bruder Josef im Alter von 58 Jahren an Lungenkrebs verstarb und der Tag war halt einfach nicht so erfreulich. Man denkt halt in diesem Zusammenhang über so vieles im Leben nach und hinterfragt auch den Sinn über so manche Aktionen.

Ich habe mir auch Gedanken gemacht über unsere "Randonneursgeschehen" in Österreich gemacht. Mein Ziel war es von Anfang an eine Gemeinschaft zu bilden, auch wenn die meisten von uns auch anderen Vereinen zugehören, sollte sich doch ein Stamm bilden bzw Freundschaften untereinander entwickeln. Denn wir haben ja alle das gleiche Ziel - einen 200er, 300er, 400er, 600er, 1000er und so manch andere Superbrevets wie zB unsere Olympiade Paris - Brest - Paris - zu absoliveren.  Jeder halt auf seine eigene Art, aber auch gemeinsam mit anderen gleichzeitig.

Ich möchte dies fördern solange ich dazu fit bin. Allerdings müssen hier alle ihren Teil beitragen und selbst auch willens sein keinen Egoismus aufkommen zu lassen und sich auch mal anderen anzupassen um gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Einige können dies sehr gut, manche wollen sich halt nicht anpassen. Auch jene bitte ich sehr um Gehör, die 2 Portionen Spagethi und 10 Kuchen essen. Wir schämen uns nicht, wenn ihr dafür mal 5,-- Euro in die Brevetkassa werft.

Aber keine Angst ich sage es eh vorzeitig, wenn es sich nicht mehr finanzieren lässt und die Anzahlung für den bestellten Porsche angezapft werden muss.          

Bei dieser Gelegenheit möchte ich darauf hinweisen, dass wir von Enervit für die nächsten 300 km Starter jeder ein Gel gesponsert bekommen haben. Es bietet sich ab jetzt auch die Möglichkeit Envervitprodukte direkt per Internet zu Sonderkonditionen zu bestellen. Ihr braucht also nur "Randonneurs-Austria" angeben um in Genuss dieser Konditionen zu kommen. Näheres dazu in einem sepraten Mail an alle.

So nun zurück zum eigentlichen Geschehen. Ein bischen zach verlief der Start zum 300er um 06:00 Uhr. Einige waren nicht so recht pünktlich mit dem wegkommen. Aber um 06.15 Uhr war es geschafft und die Starter waren alle unterwegs. Die Strecke war am Roadbook gut beschrieben und nur jene die der deutschen Sprache, beeinflusst durch äußsere Wetterbedingungen, falsche Einflüsstere usw,  nicht mächtig waren, schafften es einmal kurz von der richtigen Strecke abzukommen.   

Ich wartete gemeinsam mit Gerhard W. aus Berlin, er gab vorzeitig auf, mit dem Bus in Gloggnitz und machte dort bei der BP-Tankstelle quasi eine Labestelle.

Leider fing es dann aber der Hälfte der Strecke teilweise stark zu regnen an. Die meisten kamen halb gefroren bei der letzten Kontrollstelle im Wahlfahrtsort Mariazell an.

Ich lasse ab jetzt die Bilder sprechen und bin sehr sehr stolz auf euch die es geschafft haben bei diese schwierige Strecke bei schlechten Wetter souverän zu meistern.

 

 

  

 

 


Ergebnisliste

Fotos Picasa Webalbum

Fotos (Streckenbesichtigung)

 

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