Sliven - Varna - Sliven (SVS) 2010

1.200 km Superbrevet in Bulgarias am 30.06.2010 - nonstop


 

A) Vorgeschichte

Es war ein spontaner Entschluss den 1.200 km Superbrevet in Bulgarien ein zweites Mal zu absolvieren.

Meine  Erinnerungen an die erste Teilnahme im Jahre 2005 waren offensichtlich nicht mehr im derzeitigem Bewusstsein vorhanden, oder absichtlich von mir in einer nicht mehr zugriffsfähigen Schublade meines Gehirns gelagert.

Heute bin ich froh, dass  ich den Zugriff zu den damaligen Geschehnissen sperrte, denn ich hätte mit dem damals erlebten, aus Vernunftsgründen  nicht mehr teilnehmen dürfen. Wär so um die neuerlichen Erfahrungen und Eindrücke, die ich im Zusammenhang mit meiner Teilnahme bei SVS 2010 machte, gestorben.  Einen großen Anteil am positiven Gelingen hatte mein langjähriger Brevetfreund Karl Meixensberger aus Deuerling bei Regensburg. Mit ihm gemeinsam meisterte ich die gesamte Strecke von über 1.200 km und mehr als 12000 Höhenmetern. Hier stand Freundschaft und Zusammengehörigkeitsgefühl vom Start bis zum Ziel auf dem Programm.

Rückblende auf die Teilnahme 2005  - oder warum ich vorhatte nie mehr in Bulgarien zu starten.

1.      Geringe Teilnehmeranzahl

2.      Für uns ungewohnt katastrophale Straßen (wurde 2010 größtenteils verbessert bzw habe ich in Russland schlechtere Straßen festgestellt)

3.      Schwerer Sturz durch ein Schlagloch

            Meine Aussage im Ziel – „So an Schass fahr i nie wieder“  was übersetzt heisst:“Ich starte nie wieder bei einem 1.200 km Brevet

Das positive 2005 war die Freundlichkeit der Veranstalter und ihre Bemühungen um uns Starter.

Wir waren im Jahr 2005 lediglich 15 Starter, davon 3 Österreicher, 1 Engländer und 11 Bulgarien.  Christian Hermanutz aus Attersee und Fritz Hartner aus Weißenkirchen/Attergau waren meine damaligen Wegbegleiter. Wir kamen nach 64 Stunden als erster an. Ich hatte bei diesem Bewerb sogar einen „Filmer“ angeheuert.  In meinem Interview bei der Ankunft war meine erste Aussage, nie wieder einen 1.200 km Brevet zu fahren und bezeichnete es als bisher härtestes Rennen meines Lebens. Mitunter  jammerte ich über die die manches Mal sehr schlechten Strassen. Ich wurde auch Opfer eines Schlagloches, konnte aber nach ärztlicher Versorgung „das Rennen“ fortsetzen. Siehe Bericht auf der Homepage.

Unsere Erfahrungen hinsichtlich eines 1200 km Rennens beruhten 2005 lediglich auf die erfolgreichen Teilnahmen bei  Paris – Brest – Paris und der vielfachen Brevets in Österreich und Deutschland. Wir waren es einfach nicht gewohnt auf gelöcherten Straßen zu fahren  und entschlossen uns auch damals in der 2.Nacht das Wohnmobil unserer Angehörigen aus Sicherheitsgründen hinterherfahren zu lassen. Damit hatten von gutes Licht nach vorne und konnten jederzeit auf Straßenhindernisse wie zB. Schlaglöcher reagieren.

Dies war allerdings ein Verstoss  gegen die Brevetregelung. Es verhalf uns aber zur persönlichen Sicherheit hinsichtlich des schlechten Asphaltes, aber auch vor Gefährdung durch andere Verkehrsteilnehmer.

Ich muss allerdings anmerken, dass wir 2005 noch keine optimale Fahrradbeleuchtung  hatten. Mit eine Lupine Lampe mit Flaschenakku, oder einem SON 20 Nabendynamo und einer SUPERNOVA E161 Lampe ist es heute kein Problem mehr die Strasse nach vorne super auszuleuchten.

Die Gefahr von einem Autofahrer in der Nacht übersehen zu werden, besteht allerdings nach wie vor. Es bedeutet immer wieder ein Risiko bei Dunkelheit mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.  Mein steirischer Randonneursfreund Tom Stindl wurde ja beim  nächtlichen Training von einem betrunkenen Autofahrer niedergemäht. Seither zieht er es vor bei diesen langen Brevets die Nacht in Hotels zu verbringen. Da er ja zu den schnellsten Rennradfahrer in der Randonneursszene gehört, holt er tagsüber ausgerastet immer wieder viele Teilnehmer ein, die nächtens durchfahren bzw wenig schlafen.

Ich selbst ziehe es auch immer wieder vor, so schnell als möglich einen 1.200 km Brevet zu absolvieren. Diese Distanzen betrachte ich immer als Rennen, wogegen ich die Brevetserie eher als gesellschaftliches Fahren bevorzuge und mich hier keinem Konkurrenzkampf hingebe.  Für viele bedeutet auch ein Brevet ein Rennen.

Jedenfalls habe ich meine Karriere der Langstreckenbrevets nach Bulgaria 2005 nicht beendet.

2007 finischte ich zum 3. Male bei PBP. 2008 in Russland – VOL (hier lernte ich noch ärgere Strassen kennen – war aber bereits darauf eingestellt), 2009 – 1.400 km LEL (London - Edingburgh - London). Aber auch einer Tausender folgte noch nach Bulgarien, hier muss ich schon wieder einen Bericht basteln.

Nicht zu vergessen, den von mir 2009 organisierten 1.000 km Super-Brevet in Österreich mit Startort Haid/Ansfelden mit dem Highligght Postalm + Großglockner + Soboth + Alpl.

Es reizte mich einfach, die Zeit von 2005 zu verbessern.  Auch waren die Erfahrungen von 2005, sowie der bisher bestrittenen Bewerbe, dazu sicher sehr hilfreich.

B) Vorbereitungen zu SVS 1200 km:

Mein Plan war es mit meinem VW-Bus nach Bulgarien anzureisen. Bereits im Frühjahr, beim Trainingslager in Mallorca signalisierte Karl Meixensberger sein Interesse mit mir bei SVS teilzunehmen. Auch Christian Baumgarter aus Niederösterreich war ziemlich nahe dran mitzumachen. Leider musste  er aus beruflichen und familiären Gründen absagen.  Meine Werbung für Bulgarien unter den österreichischen Brevetteilnehmern war  vorerst fruchtlos. Das Unternehmen war auch gefährdet, nachdem mir der eingeplante, routinierte Betreuer kurzfristig absagte.  Es sollte ja auch jemand mit meinem VW-Bus von Kontrollstelle zu Kontrollstelle fahren, aber auch bei der Fahrt nach Bulgarien und  retour mitwirken.

Meine Frau Edith konnte ich bis zum Schluss nicht überreden mit mir 1 Woche in Bulgarien Urlaub zu machen.

Vermeintlicher Betreuer wurde Teilnehmer:        

Ein Anruf bei Kurt KRENHUBER aus Baden, der heuer erstmals mit seinen 3 Ruderkollegen bei den Brevets in Haid teilnahm, ob er jemand wisse, der mitfahre, wurde von ihm so aufgefasst, dass er meinte, ich sei auf Teilnehmersuche.  Eine Woche vor dem Start entschloss er sich, ebenfalls selbst am Rennen teilzunehmen.  Er meinte:“ nimmst mein Rad mit nach Bulgarien!“ 

Kurts Rad hatte ich ja seit dem 600 km Brevet in Pflege genommen bzw stand es bereits wieder frisch gestriegelt und gebürstet in meiner Gartenhütte. Ich konnte bei den Brevets   nicht mit ansehen, wie er sein „Ross“ vernachlässigte. Mein Nachbar bzw auch Servicemann Gerhard Pangratz,  brachte es wieder auf Vordermann.    

Ich telefonierte mit vielen Bekannten, ob sie selbst Zeit hätten oder jemand wissen würden.

Ein Woche  vor unserer Abfahrt gelang es mir einen pensionierten Kollegen zu animieren, als Betreuer mitzufahren. Ignaz MÄRZINGER aus Kollerschlag war dazu bereit.

 Da er für die geplante Abfahrt am Montag, um 02.00 Uhr noch keine Zeit hatte, buchte ich ihm einen Flug von Wien nach Sofia. Es ergab sich auch, dass er dann gemeinsam mit Kurt KRENHUBER flog und mit ihm von Sofia mit dem Zug nach Sliven fuhr. Dort holten wir die beiden ab.

C) Abfahrt nach Bulgarien:

Es war ein wundervolles Wochenende. Unser Sohn Manuel heiratete am Samstag seine Marianne.Er ist ja selbst ein ausgezeichneter Radrennfahrer, der auch schon mehrere 200er und 300 km Brevets fuhr.

Wir verblieben mit Rücksicht auf mein Bulgarienvorhaben nur bis 0400 Uhr bei der Hochzeitsfeier.

Sonntag am Abend kam Karl Meixensberger mit Felix HERTLEIN, ein Liegradfahrer ebenfalls aus Deutschland, der sich unserer Reise nach Bulgarien anschloss. Die beiden schliefen bei uns im Haus und am Montag nach dem Frühstück fuhren wir um 0200 Uhr weg. Der Bus war gut beladen. 4 Rennräder und ein Liegerad fanden samt aller Gepäcksstücke und Kochutensilien Platz. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir drei wechselten uns beim Fahren ab und kamen zügig voran.  Unsere Fahrt dauerte ca 16 Stunden. Sie wurde manches Mal durch Polizeianhaltungen gestoppt. Was wohl der Grund dafür gewesen sein mag?????

Geschicktes Verhandeln ersparte uns immer wieder ein Bussgeld. 

Noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichten wir das Hotel in Sliven .  

 

                                                                 Unser Hotel (ehemals Parteibonzenquartier)

Am Dienstag holten wird Kurt und Ignaz vom Bahnhof in Sliven ab. Sie waren ja von Wien weg mit dem Flugzeug nach Sofia geflogen und folglich mit dem Zug weiter nach Sliven gereist.

Die meisten Teilnehmer, es waren 36 angemeldet, waren in diesem Hotel einquartiert.  Es war restlos ausgebucht. Wir lernten an diesem Abend den sympahtischen deutschen Teilnehmer Heiko BURANDT mit seiner Frau Nina kennen. Sie ist eine gebürtige Bulgarin und sie wollte die Zeit während des Rennens bei ihren Eltern in Burgas verbringen. Es ergab sich aber, dass sie mit Ignaz im VW-Bus mitfuhr und uns auf der 1.200 km Reise begleitete, bzw an den Kontrollstellen verpflegte.  

 

Nina + Heiko BURANDT                              Anmeldeformalitäten

 

Am Mittwoch am Tag des Startes wurden von den Teilnehmern die letzten Vorbereitungen getroffen. Lazar machte noch einige Ausführungen zu dem Bewerb und erklärte die Strecke mit den Kontrollpunkten. Es gab dann noch eine sogenannte Henkersmahlzeit.  

An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass das gesamte Rennen von Lazar und seinem Team hervorragend organisiert wurde. In Vorbereitung dazu wurde via Beamer die Strecke an der Leinwand erklärt und auch die 10 Kontrollstellen vorgestellt.

D) Start Sliven – Varna – Sofia - Sliven:

01. Sliven – Nessebar  128 km –3 Std. 54 Min. – „32,91 Schnitt“ -  

Lazar hatte keine Kosten und Mühen gescheut. Sogar eine Band spielte vom Balkon eines Hotelzimmers. Mädels in Bulgarischer Tracht machten eine Vorführung. Er selbst hielt eine Startansprache und der stellvertretende Stadthauptmann von Sliven gab das Zeichen zum Vorstart.

 

 

 

 

Wir fuhren im Konvoi vom Hotel bergab in das Startzentrum von Sliven, wo dann um 20:15 Uhr offiziell gestartet wurde.

 

Karl und ich befanden sich in vorderster Front.  Vorerst fuhren wir mit normaler Geschwindigkeit von etwa 30 km/h. Nach dem Stadtzentrum auf der Bundesstraße in Richtung Burgas ging es dann zur Sache. Vorerst wurden wir noch von einem offiziellem Begleitfahrzeug abgesichert.

Nach 15 km zählte ich mal die Gruppe durch. Wir waren ca 17 Teilnehmer, darunter auch mein Landsmann Kurt, der sich erfreulicherweise bei dem schnellen Tempo mithalten konnte. Vorne im Wind vertreten waren in erster Linie der Engländer John BARKMANN und der RAAM Teilnehmer 2010 Klaus RÖTHING und ein junger Bulgare. Auch wir beteiligten uns anfänglich an der Führungsarbeit. Die vielen Italiener die dabei waren hielten sich dezent zurück.  Das Tempo war für ein 1.200 km Rennen meinen Empfindungen nach etwas zu hoch. Es dauerte einmal 4 km die ich nach einer Pinkelpause benötigte um wieder an die Gruppe ranzufahren, die zu diesem Zeitpunkt nur mehr aus 8 Fahrern bestand .  Als ich mich wieder in den Windschatten der Spitzengruppe zurückkämpfte, musste plötzlich Karl stehen bleiben.  Ich fühlte mich nicht in der Lage auch wieder stehen zu bleiben um mich neuerlich wieder an die Gruppe ranzukämpfen. Ich blieb also bei der Gruppe und hoffte, dass es auch Karl alleine schafft ran zufahren bzw ja auch von hinten noch welchen kommen sollten.  Zum Glück schaffte er es wieder und wir waren folglich eine Gruppe mit 7  Teilnehmern, deren Tempo letztendlich ausschließlich der Engländer und der Deutsche übernahmen. Es passierte mir 20 km vor der Kontrollstelle kurz abzureissen zu müssen. In einem kleinerem Ort konnte ich das Tempo nicht halten auch wurde ich von einem Hund wild angebellte. Er verhalf mir allerdings aus Angst gebissen zu werden, wieder Höchstgeschwindigkeit aufzunehmen. Es war nicht die erste Begegnung mit wilden Hunden im Verlauf des 1200 km Bewerbes.  Ich war irgendwann nicht nur vom singen, sondern auch vom lauten Anschreien der Hunde heiser.

Aber nicht nur der Hund, sondern eine rote Ampel an der die Vorderen kurz warten mussten, verhalf mir wieder an die Gruppe aufzuschließen. Ich konnte bis zur Kontrollstelle in Nasebar, Sunny Beach, am Meer,  ohne Probleme mitfahren. Den Stempel im mitgeführten Kontrollheft erhielten wir vor dem Hotel Nobel. Wir waren viel schneller als geplant da. Wir wurden von Ignaz erwartet.  Er traf sich hier auch mit Nina BURANDT, die ab diesem Zeitpunkt mit ihm mitfuhr. Zu seinem Glück war sie mit dabei. Er hätte ansonsten aufgrund der für uns nicht verständlichen Sprache und Schrift vermutlich nicht alle Kontrollstellen gefunden.

         Leider dauerte die geplante 2 Minutenpause 11 Minuten. Ignaz war einfach nicht so routiniert, wie meine gewohnte Assistentin, alias Brevetmutter Edith, die ja darauf bestand zu Hause zu bleiben, um unser Haus vor eventuellen Eindringlingen zu beschützen. Ich verstehe es bis heute nicht, warum sie einen von mir vergönnten Urlaub in Bulgarien ablehnte. Trotzdem war es eine Erleichterung, dass Auto dabei zu haben.

Im Vorfeld schon herzlichen Dank an Ignaz und Nina für die Mühe die sie sich angetan haben. 

Der Schnitt auf die 128 km – es war eine Nachtfahrt – betrug knapp 33 km/h.

 

01.a Nasebar – Vrana (Gemeinkontrolle) 93 km – 4 Std. 15 Min.:

Obwohl die vorgeplante kurze Pause 10 Minuten länger dauerte, waren Karl und ich um 00:05 Uhr die Ersten die von Kontrollstelle weiterfuhren.

War der erste Streckenabschnitt grossteils flach, so hatten wir für den nächsten Streckenabschnitt ein sehr, sehr welliges Profil. Gleich wenige Kilometer nach der Kontrolle war ein Hügel mit 400 Hm zu meistern. Aber irgendwann mussten ja längere Hügeln kommen, um die mehr als 12000 Hm zu erreichen.

Nach etwa 70 km wurden wir von 4 Teilnehmern eingeholt. Erwartungsgemäss  waren es der Englänger John BARKMANN und der Deutsche Holger RÖTHING mit einem Italiener und einem jungen Bulgaren.

Wir ließen sie vorbeiziehen, um nicht Opfer eines zu hohen Tempos zu werden. Nach einigen Kilometern sahen wir einen Teilnehmer bei einer Tankstelle. Es dürfte der Italiener gewesen sein. Den jungen Bulgaren holten wir auch ein. Er war schon ziemlich erschöpft und konnte auch unser Tempo nicht mithalten. 1 km vor der Geheimkontrolle bei Varna hatte ich eine Reifenpanne. Karl war mir behilflich den Schaden zu beheben. Um die Panne zu beheben benötigten wir 12 Minuten. Bei  der Geheimkontrolle hatten wir 8 Minuten Aufenthalt.

Die gesamte Strecke hatten wir auf einem sogenannten Treck und in einzelnen Routen von Kontrollstelle zu Kontrollstelle gesplittet.  Auch Karl hatte ein Garmin Navi 60 CSX. Dieses Navi war abgesehen von unseren „Tretmuskeln“  und „Kopfstärke“ das wichtigste Instrument auf unserem Weg. Es wäre einfach mühsam gewesen, das Roadbook während der Fahrt für den richtigen Weg studieren zu müssen.

 

1b. Varna (Geheimkontrolle) - Isperih  139 km - 6 Std. 8 Min.:

Wir erfuhren bei der Kontrollstelle, dass nur mehr 2 Fahrer vor uns seien. Da wir ja aufgrund der Panne einige Zeit verloren haben, wussten wir, dass wir sie auch nicht so schnell einholen werden. Um 04:40 Uhr fuhren wir weiter.

Wir fuhren also unser eigenes Rennen und dachten vorerst gar nicht an die zwei vor uns. Vor Varna bogen wir scharf links weg und ließen die Stadt am Goldstrand rechts liegen. Ich erklärte dabei Karl, dass wir (Christian, Fritz und ich) 2005 die Route entgegengesetzt fuhren und dabei von Varna hinaus ein längeres Stück auf der Autobahn befanden. Dies wäre ja in Österreich oder Deutschland undenkbar.

Mich hätte man sogar vor einigen Jahren bei einem 600 km Brevet in Kempten festgenommen, als wir nächtens auf der B 12 unterwegs waren und ich mit den einschreitenden Polizisten in Streit geriet. Wir wurden sogar im Radio Verkehrsfunk bekannt.

Aber zurück zu unserem Bulgarienritt. Es begann schön langsam aufzuhellen. Wir fuhren auf einer verkehrsarmen, hügeligen Straße dahin.  Leider hatte ich einen kleinen Einbruch und konnte das Tempo von Karl nicht entsprechend mithalten. Er animierte mich immer wieder schneller zu fahren, indem er immer 20 – 30 m vor mir voraus fuhr. Mein Schwächeanfall legte sich nach ca 1,5 Stunden und ich war dann wieder voll fit. Kurz vor der Kontrolle in Isperih hatte Karl eine Reifenpanne. Wir behoben diese gemeinsam und verloren wieder mal 11 Minuten.

 

 

Wir kamen um 11:18 Uhr in Isperih an. Telefonisch orderten wir unser Essen. Wir wurden aber offensichtlich falsch dabei verstanden, bzw gab es dort sowieso ein Einheitsessen.  Die Kontrollstelle war angeblich eine Jugendherberge.  Ich wollte ein Bier drinken. Leider gabs dort keines. Auch gab es ausser Wasser nix anderes zu trinken. Ich duschte und zog mich um und behandelte eine offene Stelle am Gesäss (die hatte ich schon am Start).  Die geplante Pause von 20 Minuten dauerte insgesamt 46 Minuten.  Aber es war uns egal wer hinter uns und vor uns war. Wir beiden fuhren unser Rennen und wussten von vielen unserer Teilnahmen an Langstreckenbrevets, dass unsere Stärke  bei den kurz gehaltenen Schlafpausen und Schlussetappen lag.

 

02. Isperih - Popovo  69 km - 2 Std. 54 Min.:

Um 12:04 Uhr verließen wir Isperih. Es war ein kürzerer Streckenabschnitt wie davor. Dieser Abschnitt war wieder wellig. Wir waren gut gelaunt und es ging flott dahin. In Popovo um 15:23 Uhr angekommen duschte Karl während ich aß. Ich blieb in meiner verschwitzen Dress und vergönnte mir eine Rastpause. Wir hatten hier 25 Minuten Aufenthalt. Als wir ankamen fuhren die beiden vor uns liegenden gerade weg.

 

03. Popovo - Dryanavo 101km 4 Std. 21 Min.:         Karl verfuhr sich und fand die Kontrollstelle nicht

Um 15:23 Uhr verließen wir Popovo. Es war nur teilweise hügelig, ansonsten wenn man berücksichtigt, dass wir uns schon eine Nacht um die Ohren schlugen und bereits mehr als 450 km unterwegs waren, ging es flott dahin. Ein Brunnen am Wegesrand gönnte mir ein Vollbad. Auch die Wasserflaschen konnten wir füllen. Leider ging es dann nach diesem schönen Streckenabschnitt auf eine Bundesstraße, die sehr verkehrsreich war. Einzig allein erfreulich war ein am Straßenrand befindlicher Parkplatz mit einer Quelle, die auch im Roadbook verzeichnet war. Wir waren überrascht, dort unsere Betreuer mit dem Fahrzeug anzutreffen, die ebenfalls die Quelle zum auftanken nutzen und dort eine Rastpause machten.

Das Wasser aus dieser Quelle schmeckte vorzüglich.  Ich machte fast ein Vollbad und musste hier an Kurt denken, der sich weit hinter uns befand. Ich dachte dass er hier sicher auch baden wird. Karl und ich hielten uns an dieser Quelle 21 Minuten auf.

 

 

Nach der Quelle frisch getankt konnten wir wieder richtig Gas geben. An den Straßenverkehr hatten wir uns auch schon gewohnt.  Ein etwa 4 km langer Anstieg auf dieser gerade verlaufenden Bundesstraße brachte uns auch nicht aus dem Konzept.  Wir erreichten noch vor Sonnenuntergang die Nähe der nächsten Kontrollstelle. Einige Kilometer davor schien der Treck links wegzugehen und Karl fuhr nach links bergab. Er verschwand in der nächsten Rechtskurve. Ich bremste nach dem Linksabbiegen ab und kontrollierte den Treck. Dabei stellte ich fest, dass Karl falsch abgebogen war.

Mein Schreien half nix mehr. Er hörte mich nicht. Wir hatten den Punkt der Kontrollstelle in Dryanovo nicht richtig eingezeichnet. Ich rief Ignaz an, der mir den Weg erklärte. Auch wurde ich von einem Fahrzeug angehupt, der mir deutete in gerade Richtung weiterzufahren.  Mir gelang es folglich doch den richtigen Weg zu finden und telefonierte mit Karl. Danach begab ich mich in das Haus der Kontrollstelle. Es dauerte einige Zeit bis ich meinen Stempel erhielt. Man war dort sehr, sehr freundlich aber leider sehr umständlich. Man bot mir essen an. Ich lehnte es aber folglich ab, als ich merkte sie müssten es erst aufwärmen bzw fertigmachen. Ich verabschiedete mich freundlich und begab mich zum unserem Bus, wo ich mich bei unseren Essensvorräten bediente bzw auch eine warme Suppe erhielt. Nachdem ich schon fast fertig war kam Karl, der noch mehrmals mit Ignaz wegen des Weges telefonierte, fuchsteufelswild daher. Ich war selbst gereizt und mahnte ihn schroff Ruhe zu bewahren. Da wir alle nix dafür können. Diese Kontrollstelle war einfach für uns schlecht bezeichnet.  Wir verloren jedenfalls viel Zeit. Nachdem auch Karl auf umständliche Art und Weise seinen Stempel erhielt und sich beim Bus verpflegt fuhren wir mit vollem Licht in die Dunkelheit hinein. Es begann stark zu regnen.

Bei dieser Kontrollstelle verloren wir insgesamt   39 Minuten.  Wir fuhren um 20.30 Uhr von dort weg.

 

04. Dryanavo – Troyan 78 km 4 Std. 5 Min.:

„Aus einer 1,5 Stunden geplanten Schlafpause wurde für mich nicht ganz 1 Stunde“

Wir fuhren in die 2. Nacht hinein. Wir planten in Troyan unsere einzige Schlafpause von 1,5 Stunden einzulegen und wir gaben Ignaz den Auftrag für uns ein Zimmer zu ordern und unsere Sachen (Taschen) dort bereitzustellen. Auf der Fahrt dorthin rief mich Ignaz an und er sagte sie hätten für uns ein Zimmer reserviert. Sie dürfen die Taschen nicht auf das Zimmer stellen. Ich vereinbarte mit Ignaz die Taschen direkt am Ort wo wir den Kontrollstempel erhalten hinzustellen.

Als wir bei der Bungalowanlage Mirevska ankamen, waren die Taschen am mit Ignaz vereinbarten Orte nicht zu finden. Wir konnten uns nicht sofort duschen, da die gesamten dafür notwenigen Sachen, auch für das Umziehen, fehlten. Es gab umständliche Diskussionen mit dem Verantwortlichen dieser Kontrollstelle. Karl ass und duschte einstweilen. Er legte sich dann ohne auf die Taschen zu warten in das Bett. Irgendwann tauchte dann Irina im Nachthemd auf und erklärte mir, dass die Taschen im Auto seien. Leider hatte mich Ignaz diesbezüglich falsch informiert. Folglich konnte ich nicht mal eine Stunde schlafen, da wir uns strikt an die auferlegte Aufstehzeit hielten. Nach einem kurzen Frühstück verließen wir Troyan um 02:20 Uhr. Auch diese Kontrollstelle war sehr abgelegen und wäre ohne fixiertem Wegpunkt im GPS in der Nacht schwer zu finden.

 

05. Troyan - Ribaritsa 54 km, 3 Std. 10 Min.:

Eigentlich war es bereits unsere 2. Nachtfahrt. Glücklicherweise regnete es nicht mehr. Beide waren wir, obwohl nur kurz geschlafen, gut gelaunt und sehr optimistisch den Rest des Weges ohne Schlaf durchfahren zu können. Wir waren ja bereits 608 km unterwegs und hatten die Hälfte des Weges hinter uns gelassen und hatten trotz einiger unvorhersehbaren Pannen eine Gesamtzeit bisher von etwa 30 Stunden.

Es war uns vorerst nicht so richtig bewusst, dass wir bei diesem Streckenabschnitt einen Pass zu überqueren hatten. Doch beim Geschichtenerzählen waren wir auf einmal oben auf der Passhöhe.  

Bergab fuhren wir aus Sicherheitsgründen sehr vorsichtig und kamen ohne Zwischenfälle in Ribaritsa gut an. Dort wurde nach dem Abstempeln anständig gegessen.

Wir erfuhren auch, dass die beiden Führenden hier schliefen. 

06. Ribaritsa - Monastery 67 km, 3 Std. 14 Min.:

Nach einer 19-minütigen Pause fuhren wir um 05:49 Uhr weiter Richtung Monastery. Ich wusste noch von meiner letzten Teilnahme, dass diese Kontrollstelle sehr abgelegen auf einen Hügel liegt und damals in der Nacht von wilden Hunden begleitet wurde. Als wir zu der Abzweigung in Richtung Monastery fuhren, dürften wir aufgrund eines Treckfehlers nicht den direkten Weg dahin gelotst worden sein. Wir machten jedenfalls mehr Höhenmeter als es der richtige Weg vorsah. 

Die Kontrollstelle war ein altes Haus ohne jeglichen Komfort. Nach der Essensaufnahme, Stempel und einer "Englischklositzung" fuhren wir nach 24 Minuten Aufenthalt weiter.  

07. Monastery - Dalna Banya, 132 km, 6 Std. 14 Min.:   -  " Karl rettete mich vor dem Ertrinken "

 

Wir hatten laut Vorgabe nun einen der längsten und teilweise mit schlechten Straßen bestickten Weg vor uns. Die Vorgabe war uns eigentlich nicht mehr so richtig bewusst denn wir fuhren einfach ohne zuviel zu denken. Vorerst galt es den ............... Pass zu überqueren. Offensichtlich hatten wir hier die falsche Strasse hinauf gewählt. Wir blieben mehrmals stehen um uns des richtigen Weges zu erkunden. Irgendwie schafften wir es aber auch dann die Passhöhe zu überqueren und auf die richtige Straße in Fahrtrichtung Sofia zu kommen. Wir waren zu diesem Zeitpunkt beide gut drauf und wechselten uns bei der Führungsarbeit gut ab. Vor Sofia machten wir ein Linksschwenk in südliche Richtung nach Dolna Banya und dann Richtung Westen. Leider hatten wir dann Gegenwind und es kamen unzählige, unendlich scheinende  Bergkuppen auf uns zu. Irgendwann rief Ignaz an uns er sagte mir, sie seien schon bei der Kontrolstell in Batak. Dort gebe es alles zu essen. Ich bestellte ein Steak.

Als ich ihm sagte wo wir seien, sagte er:" Ahh da habt ihr eh nur noch einen kleinen Hügel und dann gehts nur mehr bergab!" Nach dieser Ansage kamen mindestens noch 5 solche Bergkuppen und es ging nie bergab sondern auf einer der schlechtesten Streckenabschnitte und folglich auch mit Gegenwind dahin.

Es kam sogar ein Sturm auf und es begann heftig zu regnen. Die etwa 20 km lange Straße war mit Schlaglöcher übersäht. Durch den starken Regen waren die Schlaglöcher mit Wasser gefüllt und man konnte deren Tiefe nicht immer abschätzen. Bei irgend einem solchen, mit Wasser gefüllten Schlagloch kam ich zu Sturz. WIr hatten sowieso nur eine mindere Reisegeschwindigkeit. Jedenfalls kippte ich mit dem Rad um und fiel in das Schlagloch. Karl kam sofort sorgenvoll zu mir und half mir auf. Nachher erzählten er jedem er hätte mich vor dem Ertrinken gerettet und ich musste ihm dafür auch noch die Schwimmrettungsmedaille umhängen.

Wir überlegten folglich auch auf die nebenbei durch eine Böschung getrennt, etwa 5 Meter höher liegend verlaufende Autobahn zu kommen. Leider war diese durch einen hohen Zaun nicht erreichbar und wir mussten und durchkämpfen bis wir endlich wieder auf besseren Asphalt kamen.

Dalna Banya wollte einfach nicht kommen. Die Kontrollstelle, eine schöne Pension mit Restaurant war dann wieder einige Kilometer von der Route abseits. Diese letzen Kilometer dahin waren aufgrund des starken Gegenwindes sehr beschwerlich. Karl fuhr etwas schneller und war vor mir.

Ich stempelte und ging sofort auf ein Zimmer. Dort duschte ich lange und zog frische Sachen an. Danach gönnte ich mir ein grosses Stück Steak mit Kartoffeln.

 

 

Wir wurden in dieser empfehlenswerten Pension sehr herzlich aufgenommen. Inzwischen waren Karl und ich bereits in Führung und von unseren nächsten Verfolgern war nichts zu spüren. Unser Aufenthalt dort betrug immerhin 48 Minuten.

08. Dalna Banya - Batak, 85 km, 04:06 Stunden:

Gestärkt fuhren wir um 16:55 Uhr dann wieder einige Kilometer zurück auf die Hauptstraße. Wir waren wieder flott unterwegs. Es begann heftig zu regnen. Ich war wieder mal paarfuss unterwegs und fuhr aufgrund meines Vorfussleiden, hatte wieder starke Schmerzen, ohne Radschuhe indem ich paarfuss auf den Radschuhen in die Pedale trat. Der Regen war warm weshalb es mir wurscht war. Es war nicht das erstemal in unserem Leben, dass wir im Dauerregen fuhren. Leider hatte ich plötzlich einen Platten.

Wir mussten stehenbleiben um wechselten den Schlauch. ALs wir wegfuhren machte es einen lauten Knall. Offensichtlich hatte ich den Schlauch eingezwickt. Wir wechselten erneut den Schlauch. Dieses Mal passte es.

Das Wetter wurde wieder besser und wir kamen in Richtung des ................ Passes.  Es war eine sehr schöne und lange andauernde Auffahrt bis Batak. Karl war vor mir dort. Wir hatten vereinbart, dass er ohne mich weiterzieht und dann bei der Kontrolle wartet. Es begann bereits zu dämmern als wir einige Minuten voneinander getrennt oben ankamen. Wir hielten uns 26 Minuten auf (gerechnet war Karls Ankunft).  

 

09. Batak - Kalofer, 146 km, 7 Stunden 41 Minuten:

Leider war es bereits finster. Wir wollten ja denn Pass lieber bei Tageslicht hinunterfahren. Wir wussten aber auch nicht was da auf uns zukam. Die Strasse war bergab in  einem derart desolaten Zustand, dass wir nur sehr langsam und vorsichtig bergab fahren konnten. Endlich unten angekommen hatten wir mehrere Kilometer Stöcklpflaster aber mit sehr hohe Abstufungen. Ich glaub hier ein zweites Mal geflucht zu haben. Paris - Roubaix ist sicher ein Dreck dagegen. Wir hatten jetzt bald 1000 Kilometer hinter uns und es war nach Mitternacht. So richtig ging nix weiter. Wir meinten hier auch eine Geheimkontrolle zu haben, wussten es aber nicht so richtig. Karl begann zu telefonieren. Irgendwie schaffte er es in Erfahrung zu bringen dass hier keine sei. Folglich war unser Tempo nicht dass schnellste

Ich hatte wieder mal eine ziemliche Flaute beim Fahren. Irgenwann entschlossen wir uns am Strassenrand anzuhalten. Rücken an Rücken gelehnt dösten wir ca 10 Minuten. Bis wir uns wieder aufrafften und weiterfuhren. Immer wieder wurden wir beim Durchfahren der vielen kleinen Ortschaften durch bellende Hunde erschreckt. Es war nun bereits unsere dritte Nachtfahrt. Wir waren beide müde und sehnten uns nach Schlaf. Aber wer legt sich in Führung liegend schon auf die faule Haut.

Alleine diese Motivation weiterhin in Führung zu bleiben hielt uns im Sattel und um 05.42 Uhr randonnierten wir auf die Kontrollstelle in Kalofer zu. Hier mussten wir die Kontrolleure leider aufwecken. Wir hatten Mitleid mit ihnen und zogen nach einem relativ kurzen Aufenthalt von 8 Minuten wieder weiter.

10.Kalofer - Sliven, 127 km, 4 Stunden 47 Minuten:

Es war bereits hell. Wir konnten 1.092 km adacta legen. Es waren nur mehr a bissl mehr als 100 Kilometer. Also ein Katzensprung bzw ein Zwöftel der bisherigen Distanz. Dass musste beflügeln. Die Strasse war gut asphaltiert. Ich war voll bei Kräften. Karl vorerst auch. Aber nach einigen Kilometern teilte er mir mit kurz schlafen zu müssen. Bei der nächsten Tankstelle kehrten wir ein. Wir gaben dort zu verstehen, dass Karl müde sei bzw forderte ich ihn auf sich einfach im Tankstellenbuffett auf den Boden zu legen. Der Bedienung war es vorerst nicht so recht, bzw war sie auch sehr argwöhnisch. Somit beschloss ich, mir einen Kaffee und Kuchen zu bestellen um sie bei Laune zu halten. Es wurden insgesamt 3 Kaffee bis ich Karl aufweckte und wir weiterfuhren. Wir hatten insgesamt 40 Minuten Pause gemacht. Karl war kurz etwas sauer weil er nur 20 Minuten schlafen wollte. 

Aber nur ging die Post ab. Wie bei einem Rennen das soeben gestartet wurde, fuhren wir mit etwas Rückenwind dem Ziel entgegen. Leider bogen wir einmal falsch ab und mussten nach einigen Km wieder umdrehen. Es war sehr ärgerlich für uns, hier wieder kostbare Zeit verloren zu haben. Sliven kam folglich immer näher. Doch die Stadt zog sich wie ein Strudelteig. Doch endlich war es geschafft. Wir waren im Ziel.

 

 

Chaos pur

 

 

Kontrollstelle

Ankunft

Abfahrt

Fahrtdauer

km

km

Hm

Schnitt

Gesamt

2

3

4

5

6

 

 

 

Start Sliven

 

20:00

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

01.

Nessebar

23:54

00:05

03:54

128

128

560

32,91

32,91

11

 

 

 

 

 

 

01a.

Varna/Geheimk.

04:37

04:40

04:15

93

221

1270

21,67

21,67

8

 

12

 

 

 

 

02.

Isperih

11:18

12:04

06:08

139

360

1380

22,67

25,31

46

19

11

 

 

 

 

03.

Popovo

14:58

15:23

02:54

69

429

620

23,87

24,85

25

 

 

 

 

 

 

04.

Dryanavo

20:09

20:30

04:21

101

530

1110

23,05

24,81

7

21

 

 

18

 

 

05.

Troyan

00:35

02:20

04:05

78

608

800

19,07

23,91

40

 

 

65

 

 

 

06.

Ribaritsa

05:30

05:49

03:10

54

662

880

17,03

23,21

19

 

 

 

 

 

 

07.

Monastery

09:03

09:27

03:14

67

729

680

20,74

22,71

24

 

 

 

 

 

 

08.

Dalna Banya

16:07

16:55

06:40

132

861

1510

19,81

22,38

48

 

 

 

 

 

 

09.

Batak

21:13

21:39

04:06

85

946

1190

20,73

22,24

26

12

 

 

 

 

 

10.

Kalofer

05:42

05:50

07:41

146

1092

1060

19,01

21,69

8

 

 

12

10

 

 

11.

Ziel Sliven

11:27

 

04:47

127

1217

410

26,56

22,02

 

 

 

40

10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fahrtzeit

 

 

55:15:00

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 = Pausen an Kontrollstellen - 04:36

 

 

Pausen

 

 

07:46

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3 = Pausen dazwischen              - 00:26

 

 

Gesamtzeit

 

 

63:01:00

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4 = Pannen                                      - 00:35

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5 = Schlaf                                         - 01:57

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

6 = Fehler                                        - 00:38

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesamtstillstand                         - 07:46

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

    

 

 

 

 

 

 

 

Back