Kurzbericht Brevet 300 Km 2007


Distanz: 303 km

Höhenmeter: 2500 m

Wetterlage: traumhaft schön

41 Teilnehmer waren beim 300 km Brevet vor der FUSSL-Tennishalle in Haid/Ansfelden am Start. Davon stellten sich 4 weibliche Randonneure der Herausforderung, die vorgegebene Strecke im Zeitlimit von unter 20 Stunden zu schaffen.

Nach der Begrüßung durch den Brevetveranstalter Ferdinand JUNG und der Startfreigabe durch den Sportstadtrat der Anton Bruckner Stadt, Hans SCHULLER, konnte der 300 km Bewerb Dank der Verkehrsregelung durch zwei charmante Polizistinnen der Polizeiinspektion Ansfelden, vom Start weg ungehindert am 21.4.2007, um 07.00 Uhr in Angriff genommen werden.

Bei traumhaften Wetterbedingungen, allerdings vorerst noch kühlen Temperaturen von 7 Grad Celsius, ging es über Linz-Ebelsberg, St. Florian, Hargelsberg, Kronstorf, Ernsthofen und Steyr in das Rammingtal, bergauf nach Maria Neustift zur ersten Kontrollstelle beim Kaufhaus RAMSKOGLER (60 km).

Nach kurzem Aufenthalt und Abstempeln der Startkarte ging es dann nach der Ortsdurchfahrt Maria Neustift wieder bergab und auf der Bundesstraße Richtung Ennstal. Einige der Teilnehmer ließen es sich nicht nehmen und genossen den der Bundesstraße gegenüber verlaufenden Radweg entlang der Enns, der allerdings etwas buckliger, aber dafür umso schöner ist.

In Ternberg gab es dann die 2. Bergwertung über die "Sandnerlinde" nach Grünburg, wo es dann den Steyrfluß entlang des Radweges bis zur 2. Kontrollstelle (OMV-Tankstelle bei 115km) ging. Weiter am Radweg bis zum Gasthaus Steinwänd und anschließend der B 139 entlang, bogen wir in Micheldorf links weg und gelangten über Steinbach am Ziehberg (3. Bergwertung), Scharnstein, St. Konrad, nach Gmunden am Traunsee in das Salzkammergut.

 

Entlang des Traunsees, mit Ausblick auf den markanten felsigen Traunstein, vorbei an der 3. Kontrollstelle in Altmünster (AGIP-Tankstelle 168 km) bogen wir 10 km nach Ebensee in das etwa 14 km lange Weißenbachtal ab und gelangten so zum Attersee.

Nach Burgau, Unterach, Parschallen, Nußdorf gelangten wir nach Attersee und in die Ortschaft Oberbach zum Hause vom Brevetteilnehmer Christian HERMANUTZ. Dort war die 4. Kontrollstelle und sogleich Labestelle vorgesehen. Die Labestelle wurde dieses mal von Gabi und Sohn Georg HERMANUTZ bestens betreut. Nach der Stärkung  (Nudelsuppe, Wurstbrote, Kuchen, Müsliriegeln, Bananen, angeblich trank sogar jemand ein Bier).

 

Dannach  fuhren die Teilnehmer weiter den Attersee entlang bis Schörfling und folglich Richtung Stadl Paura zur 5. Kontrollstelle (AGIP-Tankstelle - 263 km). Nach kurzem Aufenthalt wurden die letzten 40 km in Angriff genommen und über Steinerkirchen, Thalheim, Pucking erreichten die Teilnehmer wieder den Start/Zielort in Haid, wo die warme Dusche und das Gulasch auf die teilweise abgekämpften "Randonneure" wartete.

Der Großteil der Teilnehmer erreichte das Ziel noch vor der Dunkelheit. Die schnellsten benötigten für die 303 km und ca. 2500 Hm, 10 Stunden und 5 Minuten. Die Letzten kamen nach 18 Stunden und 25 Minuten in das Ziel.

Erfreulich ist, dass alle 41 Teilnehmer unversehrt und im Zeitlimit ankamen und alle jene die die Qualifikation für Paris-Brest-Paris anstreben auf guten Weg sind die 1.200 km in Frankreich zu meistern.

Hervorzuheben ist, dass der Ungar Tamas JARWAS zwei Tage vor dem Brevet mit dem Rad samt Gepäck u.a. auch ein Laptop von Ungarn herradelte und noch am selben Abend nach seiner Ankunft vom 300er wieder in seine Heimat radelte und somit in wenigen Tagen 1100 km zurücklegte. Er steht ja schon auf der Fahndungsliste der Wiederholungstäter, da er ja auch zum 200er und auch im Vorjahr zu den Brevets mit dem Fahrrad anreiste.

Tamas wir ziehen der Hut vor dir!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Hilfsbereitschaft: erlebte der Brevetteilnehmer Jürgen KASTNER aus Neuzeug. Ihm riss nach etwa 130km in Steinbach am Ziehberg das Schaltseil seines Rennrades und er fand sich schon damit, ab den wunderschönen Brevet aufgeben zu müssen. Ein Radsportfan, Josef WALDHÖR aus Linz, der mit seiner Gattin einen Ausflug machte und mit seinem teuren Wilier-Rennrad den Ziehberg hinauffuhr, bekam dieses Problem mit und übergab ohne lange zu überlegen sein Rad an den Brevetteilnehmer und meinte nur lapidar: "Wir sehen uns in Haid wieder!"

Anmerkung:  Brevetveranstaltungen sind keine Radrennen, wo es um Erstellung einer Rangliste und Ehrung eines Siegers geht. Hier ist jeder Sieger, der die vorgegebene Strecke im Zeitlimit schafft. Einer der Grundgedanken ist es miteinander und nicht gegeneinander zu fahren, denn dafür gibt es genügend hektische Rennen und Radmarathons.  

Ergebnisse:

Ergebnisse Brevet 300km

Berichte einzelner Brevetteilnehmer:

Bericht Achim Heinze

Bericht Thomas Stindl

Bericht Manfred Fink

       

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