Brevet 300 km - 2009


Distanz: 303 km

Höhenmeter :2500 m

Wetterlage: Leicht Wolkig, leichter Westwind

Um 07.05 Uhr starteten 39 Radler, nach meiner Begrüßungsrede und den guten Verlaufswünschen durch den Sportstadtrat der Anton Brucknerstadt Ansfelden, Hans Schuller, in Richtung St. Florian, Steyr zur 1. Kontrollstelle in Maria Neustift. Mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Zielvorgaben, einige lieferten sich wieder Mal ein Ausscheidungsrennen, begaben sich die Teilnehmer, bei guten Wetterbedingungen auf die Strecke.

Bei der Auffahrt nach Maria Neustift wurden wir von der Polizei aufgelauert. Nein, wir wurden nicht gelasert, obwohl die Truppe um Thomas STINDL (alias Turbo Tom), mit High Speed durch das Ramingtal raste und sich an keine der vorgegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen hielten. Man sieht ja an den Fotos wie sie sich in rennmäßiger Manier fortbewegten und wie hart es für manche doch war, hier mitzuhalten. (Siehe auch Fotos picasa-Web, Link am Schluss).  Er kann es halt immer wieder nicht lassen, bergauf einige abzuschütteln. Manche sind dann derartig erschöpft, dass sie sich der Gefahr der Roadbookorientierungslosigkeit aussetzen. Meine Empfehlung wäre - lass ihn ziehen und warte auf die Nächsten. 

Die folgende 2. Gruppe um Christian HERMANUTZ vermittelte jenen am Straßenrand befindlichen etwaigen Zuschauern (ich habe sogar 2 Milka-Kühe gesichtet, einige Schafe, auch echte Kühe) dass sie aus gutem "Radstall" kommen. Aber auch die nächsten beiden Gruppen in der ich mich aufhielt, war das Tempo nicht von schlechten Eltern. Als Organisator sollte man sich immer im Hauptfeld aufhalten und nicht in den vordersten Gruppen. Es gab dann noch 2 Nachzügler, den Peter SPERLING und dem Österreichdeutschen Kurt SCHIGERT. Die beide wußten nicht voneinander und meinten sie seien die Letzten. Sie fuhren die ganzen 300 km alleine. Wäre besser gewesen sie hätten sich vorher abgesprochen.

 Die uns "auflauernden Polizisten" hatten natürlich nichts Böses im Sinn und folgten meiner Bitte Fotos zu machen. Danke Kollege Rudolf MEIER von der Polizeiinspektion Großraming. Wir kommen auch nächstes Jahr wieder um diese Jahreszeit. 

1. Kontrollstelle Maria Neustift bei km 62

Da der übliche Kontrollpunkt (ADEG-Markt) am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, geschlossen hatte, wurde  beim Gemeindeamt Maria Neustift eine mobile Kontrolle mit meinem orangen VW-Bus und Kontrolleur Robert JUNG organisiert. Dort gab es dann nicht nur den Kontrollstempel, sondern auch Bananen, Kuchen und Wasser gratis. Wenn wir nächstes Jahr wieder eine entsprechend hohe Teilnehmerzahl haben, werden wir wieder eine mobile Kontrolle dort einrichten.

 

Auf dem Weg zum 2. Kontrollpunkt über die B 140, dem Ennsfluß entlang ergatterten mehrere Teilnehmer Tunnel-Strafpunkte. Bei der 2. Bergwertung, Sandnerlinde, zeigte sich die Sonne und bereitete eine genussvolle Abfahrt Richtung Grünburg. Aber nur für jene, die sich die Auffahrt auch ihrem Können entsprechend eingeteilt haben.

Wer unmittelbar nach der Abfahrt dem Roadbook entsprechend bei der Steyrbrücke scharf nach links auf den Radweg abgebogen ist,  konnte auch dort einen genussvollen Weg dem Steyrfluß entlang, am Steyrdurchbruch vorbei  in Richtung Klaus, Michldorf erleben. Dieser Weg wurde durch den Halt an der 2. Kontrollstelle in Leonstein bei der OMV-Tankstelle, bei km 114  unterbrochen. Es war schon Mittag als wir dann über den Ziehberg, Scharnstein, St. Konrad, Richtung Gmunden, Altmünster fuhren. Vorbei an guten Gasthäusern, an eine Rast war allerdings nicht gedacht.  Auch blieb leider keine Zeit in Gmunden am Traunsee stehen zu bleiben  und den Ausblick zu genießen, war doch die 3. Kontrollstelle, eine AGIP Tankstelle bei Altmünster, km 167, in greifbarer Nähe.

  

Es ging folglich neben dem Traunsee entlang nach Ebensee. Dieses Mal war ein Durchfahren der Tunnels undenkbar. Bleibend auf dem Radweg war dieser leider auf ca 100 Meter nicht asphaltiert und sogar mit groben spitzen Steinen bestückt. Einer dieser Steine wurden leider dem "Baumi" zum Verhängnis und ihm zerriss es den Schlauch und beschädigte den Reifen. Hier muss ich die Verantwortlichen der Gemeinde Ebensee schon heftig kritisieren. Der Zustand dieses Radweges ist schon seit längerer Zeit so. Man zwingt dadurch die Rennradfahrer auf die stark befahrene Bundesstraße auszuweichen, anstatt den sicheren Radweg Richtung Bad Ischl zu folgen. Außerdem ist dieser Radweg vom Zentrum weg nicht ausreichend beschildert. Jedenfalls zieht sich diese Strecke ca 26 km Richtung Bad Ischl zu der Abzweigung in das Weißenbachtal, wo es wieder ein paar Schupfen bergauf zur Sache ging. Bei km 210 kamen wir in Unterach am Attersee an. Es ist immer wieder wunderschön dort seine Blicke nicht nur auf den Vordern oder auf den Asphalt zu heften, sondern auch nach rechts auf den Attersee zu riskieren. Nach 15 km vorwiegend dem Attersee entlang, kamen wir zur 4. Kontrollstelle in Oberbach 2, wo uns Gabi HERMANUTZ wieder mit der Verpflegung aufwartete.

Es waren nun ca 225 km als erledigt im Fahrtenbuch einzutragen. Einige genossen es länger hier zu verweilen. Andere musste die guten Nudelsuppe eiligst runterschlürfen und hatten nicht mal Zeit vom Rad zu steigen. Hier werden wir zu überlegen haben, ob wir den Rekordjägern das nächste Jahr die Verpflegung nicht zuwerfen. Oder aus der Kontrollstelle/Labestelle ein "Drive-In" machen.  Danke Gabi für die Bewirtung, keine Angst mir gelingt es immer wieder, ein paar Teilnehmer zu animieren mit mir länger sitzen zu bleiben. Diese Kontrollstelle sollte doch den Charakter eines "Sitz-In" beibehalten. Also Tom verärgere die liebe Gabi nicht und gönne dir bei den nächsten Brevets eine Pause. Egal, jeder wie er will. Ich selbst habe nichts dagegen, wünsche mir jedoch, dass sich nicht alle Teilnehmer dazu hinreißen lassen nur mehr auf die Zeit zu schauen. Jedenfalls gestärkt, Wetter weiterhin optimal, fuhren wir nach der Kontrolle dem Attersee weiter in Richtung Osten, den es galt die letzten 80 km zu absolvieren.

Mit einer Rekordzeit von 9 Stunden und 8 Minuten  kam die ersten ins Ziel. Edith war noch mitten in ihren Vorbereitungen durch die unerwartet frühe Ankunft dieser vier Teilnehmer,

Thomas STINDL, Achim HEINZE, Harald REINBACHER und Harald ZIMA. Respekt 300 km in dieser hervorragenden Zeit, waren doch auch ein paar Höhenmeter dabei.

Ob ihnen aber auch aufgrund dieses "höllischen Tempos" auch die herrliche Streckenführung und Landschaft aufgefallen ist? 

Die meisten Teilnehmer kamen ohne einen Regentropfen zu ergattern in das Ziel. Erst am frühen Abend gab es ein Gewitter.

Als letzter kam nicht wie erwartet der erfolgsverwöhnte Peter SPERLING ins Ziel. Er wurde nicht wissend vom Deutschösterreicher Kurt SCHIGERT, der nach 14 Stunden und 45 Minuten ins Ziel kam geschlagen.

 

Tolle Leistungen aller Teilnehmer ob nun 9 Stunden und 8 Minuten oder 14 Stunden und 45 Minuten. Oberste Priorität hat das erfolgreiche Absolvieren des 300 km Brevets

in 20 Stunden, kameradschaftliches Fahren mit gegenseitiger Unterstützung, sowie den obligaten gesellschaftlichen und gemütlichen Ausklang im Ziel.

 

Danke auch an Gabi (Kontrollstelle und Labe am Attersee) und Edith für die Zubereitung von kostenlosen Kaffee vor dem Start, Spagetthi und verschiedene Kuchen u.a. Banancremeschnitten und Eierlikörkuchen. 

Fazit:

Wieder ein wunderbarer 300 km Brevet.

perfekt organisiert

einige nette neue Gesichter und zukünftige Randonneure

39 Starter - 37 Finisher

3 Frauen am Start und gefinisht

Ergebnisse:

Ergebnisliste

Picasa Webalbum 

 


Kommt wieder zum 400er am 9.5.2009, aber sicher wieder zum 300er im nächsten Jahr.

                                                                                euer Brevetveranstalter Ferdinand Jung

 

          

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