Brevet 300 km

Samstag, 10. Mai 2014


Distanz:300 km

Höhenmeter:: 2500

Wetterlage: anfangs bewölkt, dann sonnig 


Audax Randonneurs Austria/Autriche

Organisator: Ferdinand und Edith Jung 

 

Rekordteilnehmeranzahl beim 300 km Brevet - 76 Starter - 74 Finisher!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Schon am Freitag trafen sich einige der Teilnehmer zu einer Ausfahrt und anschließenden Spaghettiessen. Geplant war die Ausfahrt um 17:30 Uhr.  Leider regnete es, sodass nicht alle dazu bereit waren. Nachdem es dann doch zu regnen aufhörte, wagten es 8 Radler eine gemütliche Ausfahrt von über 40 km zu absolvieren. Edith servierte folglich um 19:30 Uhr Spaghetti. Es waren mehr als 15 300 km Starter in der Halle und wir konnten hier schon die Startunterlagen an den Mann bringen. Es sollte ja ein anstrengendes Wochenende für uns werden, da ja auf den 300 km Brevet dann am Sonntag der 200 km Brevet folgen sollte.

Am Samstag kurz vor 07:00 Uhr sperrten wir das Tennisbuffet auf. Die Brevetkarten, Roadbooks, Bananen und Riegeln waren für die Starter bereits vorbereitet. Danke an jene, die sich vorzeitig abgemeldet bzw angemeldet haben. Wie schon beim 200 km Eröffnungsbrevet, war der Andrang zum 300 km Brevet sehr groß.Immerhin nahmen 76 Starter das Brevet in Angriff. Die rosigen Wettervorhersagen ließen schlussendlich auch niemanden vor dieser doch nicht alltäglichen Distanz abschrecken. Obwohl es anfänglich noch bewölkt und kurz mal ein paar Tropfen Regen zu verspüren waren, entwickelte sich dieser Samstag, nicht nur wettermäßig, zu einem tollen Tag.  

 

  

Nach meinen üblichen Ausführungen am Startplatz vor dem Randonneursbanner, fuhren zuerst die als schnelleren eingestuften Teilnehmer weg. Leider blieben sie als größere Gruppe längere Zeit zusammen. Auch bei den nachfolgenden Teilnehmern blieb die Gruppe zumindest mal bis zum ersten Hügel in Ebelsberg zusammen. Hier ließ ich mal bewusst ein Loch reißen um eine zweite Gruppe aufzumachen. Um den Straßenverkehr nicht unnötig zu strapazieren und gefährliche Überholmanöver durch ungeduldige Autofahrer zu minimieren, sollten wir Großgruppen wie meistens auch bei Radmarathons, vermeiden. Deshalb werden wir im nächsten Jahr den 300er gleich mal in Ansfelden über den Kindergartenberg und anschließend durch den Florianer Wald führen, damit wir nicht zu einer zu großen Verkehrsbehinderung werden. Ein Hügel reißt eine große Gruppe auseinander und lässt kleiner Gruppen bilden. Denke ja dass auch nächstes Jahr mit einer hohen Teilnehmeranzahl zu rechnen ist. Immerhin steht ja 2015 ein Qualifikationsjahr zu Paris – Brest – Paris vor der Haustür.       

Schon jetzt beschäftigen wir uns damit wie wir verschiedentliche Entwicklungen in den Griff zu bekommen um auch für die nächsten Jahre stress- und unfallfreie Brevets anbieten können. Auch eine Teilnehmerbeschränkung (maximal 80 Starter) oder auch eine zweite Startzeiten mindestens eine halbe Stunde auseinander, Start in Kleingruppen, Einbau eines Hügels in der Anfangsphase etc.

Ja man macht sich Gedanken über eine eigentliche positive Entwicklung hinsichtlich des Teilnehmerinteresses. Je mehr Teilnehmer um so mehr ist auch die Disziplin jedes Einzelnen gefragt.      

Nun zurück zum 300er. Schaute es vorerst in Richtung Südosten blickend regnerisch aus, so waren die Befürchtungen nass zu werden umsonst. Auch die bereits angekündigte Umleitung aufgrund der gesperrten Ennskraftwerksbrücke bei Ernsthofen war unproblematisch. Sie führte uns auf einen idyllischen Radweg durch ein Augebiet. Hier durften wir sogar zweimal absteigen um die Treppen zu Fuß die Brücke zu begehen und zu verlassen. Wer in meiner Gruppe unterwegs war, hatte sogar das Privileg einen dritten Treppensteig zu Fuß zu erklimmen. Ich meinte hier eine Abkürzung zu wissen. Hätte ja gerne die 300 Meter vor uns fahrenden Teilnehmer austricksten wollen. Leider war dort auf dem Weg ein verschlossenes Tor, weshalb der Fußgängertreppenaufgang benutzt werden mußte.  

           

Danach war sowieso Warten angesagt, weil wir dachten einige Teilnehmer beim Treppensteigen verloren zu haben.

Bei der Abzweigung in das Kleinramingtal in Richtung Maria Neustift lauerten uns Kollegen vpm der Polizei Steyr mit einem Fotoapparat auf. Danke für die Bilder. Sie sind wie alle Fotos von den Brevets kostenfrei auf picasaweb zu besichtigen und auch herunterladbar.  

1.      Kontrolle in Maria Neustift  ADEG Markt km 63:

Dank an die Familie STUBACHER, die hier die Abstempelung der Brevetkarten durchführten und die Teilnehmer mit Wasser bedienten. Was Wasser wurde aus der Randonneurskasse gespendet. An dieser Stelle auch Dank an jene, die immer wieder ein paar Euro Trinkgeld in den Osterhasenkorb im Tennisbüffett werfen. Ihr wisst ja mein Porsche sollte endlich mal ausfinanziert werden.  

 

2.      Kontrolle A 1 – Tankstelle Leonstein km 113:

Ich denke es war eine gute Idee dort 30 Wurstsemmel vorzubestellen. Da ich ja aufgrund des vielen Wartens bei den Letzten war, habe ich mitbekommen, dass sich die telefonisch bestellte Menge genau ausging.

Stimmt, ich war eigentlich nicht bei den Letzten. Plötzlich tauchten nochmals zwei Teilnehmer auf, die sich in Maria Neustift  vertrödelten. Wäre ich von einem der beiden nicht so lautstark angesprochen worden, hätten wir es gar nicht mitbekommen, dass wir sie eigentlich vergessen hatten.

Der  danach folgende wunderschöne Radweg ließ die kurze Irritation bei der Kontrollstelle wieder vergessen. Leider hatte Uli auf der Fahrt nach Micheldorf eine Panne. Sein Simmeringer Vereinskollege Dieter und ich blieben bei ihm. Auf der Anhöhe vom Ziehberg warteten einige auf uns und wir waren wieder mehrere. Über Scharnstein, Gmunden entlang des Traunsee überholten wir sogar wieder ein paar Fahrer, die sich dann auch immer wieder anschlossen.

     

Labestelle und Kontrolle Traunkirchen km 172:   

Hier herrschte großer Andrang. Die Labestelle wurde ja erst 2 Tage vorher fixiert. Mein Schulkollege Wolfgang Müller, ein Goldschmied aus Traunkirchen und ich suchten den Bürgermeister der Gemeinde auf. Wir erreichten, dass er uns den kleinen Innenhof der Gemeinde für die Verpflegungsstelle zur Verfügung stellte. Dank auch der PI Gmunden, die uns die Biertischgarnituren zur Verfügung stellten. Die mussten ja auch her und abtransportiert werden. Leider klappte es ja nicht mit der Feuerwehr Traunkirchen. Sie hatten kein offenes Ohr für mein Anliegen, die Labestelle beim neu erbauten Feuerwehrhaus direkt neben der Bundesstraße für den Zeitraum von 3 - 4 Stunden zur Verfügung zu stellen. Trotzdem denke ich wir haben uns bei der Labestelle direkt beim Gemeindeamt wohl gefühlt.

Die Labestelle wurde von Peter Schnaitter, Kurt Ahrer und Sabine Mayrhofer betreut. Die künstlerischen Voravisos der Labe bei 1000m und 500 m, angefertigt von Wolfgang Müller, verdienen sich eine Auszeichnung.

Auch ein berühmtes Musikertrio spielte auf

              

Peter Schnaitter                                                                                                                     Sabine Mayrhofer                                                           Kurt Ahrer

        

                                                                  Link

In einer großen Gruppe von mehr als 25 Teilnehmer fuhren wir weiter und bogen in Ebensee auf die alte Durchzugsstraße nach Bad Ischl ab. Leider riss einem der bis dahin super fahrenden Mädchen die Kette und sie kam bei einem kleinem "Schupfer" bergauf zu Sturz. Sie verletzte sich dabei leicht, wollte aber unbedingt weiterfahren. Wir blieben etwa 8 Teilnehmer bei ihr, die anderen schickte ich weiter.Die beiden Ärzte, Micocki und Peter Thun, assistiert von Wagner, fädelten die Kette wieder chirurgisch ein, leider zuerst falsch. Sie musste nochmals aufgemacht und neu eingefädelt werden. Allmählich ging es dann weiter, kamen aber erst wieder auf der Fahrt durch das Weißenbachtal so richtig in Tritt. Am Attersee machten wir richtig Tempo, sodass wir die anderen in Nußdorf bei der BP Tankstelle einholten. Sie hatten die Tankstelle als vorgegebene Stempelstelle (freie Wahl) ausgesucht. Da ich ja an meine Mitfahrer die Order Einkehr beim SPAR-Markt Seewalchen ausgegeben habe, gab es für uns dort kein Stehenbleiben. Ich wusste ja dort bekommt man Leberkäsesemmerl. Nach einem längeren Aufenthalt ging die Post bei gutem Wind ab in Richtung Heimat. Bei der Kontrollstelle, Turmöltankstelle in Stadl Paura machten wir auch eine kurze Pause. Wir wählten zur Heimfahrt den Traun-Radweg und ließen den schönen Tag mit einer nicht mehr all zu schnellen Fahrt ausklingen.

Die meisten der Teilnehmer waren ja schon im Ziel. Einige davon waren bereits auf dem Heimweg. Es ist halt mal so, dass wir unterschiedliche Fahrerqualitäten haben. Es wäre ja fad, wenn alle gleich schnell unterwegs wären. Doch einzig und allein sollte für alle das Erreichen des des 300 km Zieles sein.

 

   

                                                                                                                          stellvertretend für alle Finisher die Erstankömmlinge

 

Gratulation an alle 74 Finisher. 

PS.: Bei jedem Brevet gibt es Finisherurkunden. Bitte diese nicht liegen lassen. Bei weniger Teilnehmern ist ja dass Problem der persönlichen Übergabe leichter. Die Fotos sind auf Picasaweb zu besichtigen. Danke an alle Fotografen. Danke Edith für die Verköstigung der Teilnehmer. Die Medaillen wurden auch ausgegeben. Bitte um Mitteilung, wem sie von den bisherigen Brevets noch fehlt.

 

 


Ergebnisliste.htm

Fotos Picasa Webalbum 10.5.2014


Back