Kurzbericht Brevet 400 km 2010

 Samstag, 29. Mai 2010


Distanz: 403 km

Höhenmeter : ca 3080 m

Wetterlage: anfänglich bewölkt, dann Sonnenschein, ab 300 - 340 km Regenschauer.

Organisator: AUDAX Randonneurs Austria

                      Ferdinand Jung 

                      30 Teilnehmer angemeldet - 27 am Start - 24 Finisher davon 2 Frauen


Endlich wurde die Hoffnung von den 27 Startern auf schöneres Brevetwetter erfüllt. Gestartet wurde pünktlich um 0700 Uhr zum vierten Mal ein 400 km Brevet in Haid/Ansfelden. Obwohl es am Start noch bewölkt war, es eher nach Regenschauern als nach Sonnenschein ausschaute, wurden diese Befürchtungen nicht wahr. Bereits am späten Vormittag ließ sich die Sonne endlich blicken und die Temperaturen zwischen 16 - 20 Grad steigerten die Motivation.    

 

 

Bilder vom Start:

 

Bereits nach 10 km wurde das Fahrerfeld durch das Wegsprinten einiger schnellere Fahrer gesprengt, indem sich mehrere weitere mitreißen ließen.

Bei einer Ampelkreuzung 2 km später wurden diese wieder eingeholt und das Spiel begann von neuem. Eine Baustelle, an der nicht alle gleich schnell vorbeikamen, trug weiter dazu bei, das folglich mehrere kleinere Gruppen  am Weg waren. Schade eigentlich, dass gerade jene, die sich in der Anschlussgruppe zu den Spitzenfahrern befinden nicht besser zusammenfinden, aufeinander warten oder gemeinsam abreden.

Ich selbst war bei den letzteren bei der Baustelle durch und wir waren folglich in einer 5er Gruppe + Liegeradler unterwegs. Doch bereits beim "Schartnerberg" nach 20 km überholten wir 3 Genossen, die gerade "Kurt" behilflich waren. Er hatte seinen ersten Platten. Später stellte sich heraus, dass auch Christian und Martin, die normalerweise unser Tempo fahren, wegen eines Platten gleich nach wenigen Kilometer,  hinter uns waren. Die beiden schlossen folglich auf die Gruppe von Kurt auf. 

 

 

Aschachtal:  - 6 Gruppen waren bei der Fotostelle ca 50km unterwegs

Durchs Aschachtal - Geheimkontrolle ???????, meinten manche!!!!!!!!!!!!!

Nein, es war keine Geheimkontrolle, sondern einfach ein Service der Organisation. Damit die Teilnehmer auch bildlich auf der Strecke verewigt sind.  Fotos auch für die Urkunden des 400 km Brevets. Danke dem Fotografen Harry Schöringhumer (selbst Randonneurteilnehmer und Amateurfahrer 2-Radchaoten Linz) .   

                                        Die Teilnehmer der Reihe nach 

 

                         Michal Krejca, Jacob Zurl, Michael Schenk               Andreas Schröder, Michael Gfrerer, Josef Zuschmann, Josef Pflügl

 

                   Gerold Lehmann, Michael Pellicci, Markus Schönhart          Ferdinand Jung, Wolfgang Zahn, Willi Birklbauer, Daniel Fassnauer

                                                                                                              Jürgen Kastner, Liegeradfahrer Helmut Mittendrein 

 

                       Johann Pilz, Christian Handler, Martin Helfert,                        Bernd/Margot Eibisberger (Tandem), Gerhard Hofer,

                   Kurt Krenhuber alias Patschnpicka, Pierre Raeven            Wolfgang Hörner, Manja/Lorenz Niemöller (die deutsche Truppe) 

 

Bei St. Willibald, ca 70 km schlossen die 5 Patschenpicka auf uns auf. Kurt musste nach einigen Km erneut anhalten und Luft einpumpen. Bei der Kontrollstelle (AVIA-Tankstelle in Taufkirchen - 80 km) waren wir in erster Linie damit beschäftigt Kurts Reifen/Schlauchproblem zu lösen. Aber da gab es nichts zu reparieren. Der Hinterreifen war mehr als mangelhaft und es musste einer neuer Reifen her. Wir vertrödelten dadurch viel Zeit. Die langsamer fahrende Gruppe um das Tandem kam kurz vor unserer Wegfahrt ebenfalls zur Kontrollstelle.      

Endlich ging es wieder weiter und in einer größer Gruppe von 11 Fahrern fuhren wir dann ohne Komplikationen den Radweg Richtung Braunau ua durch ein paar schöne Orte. Die Wassertanks bei Kontrolle 2 in Ranshofen wurden aufgefüllt, auch für einen Kaffee und Wurststangerl blieb Zeit. 

Die Fahrtrichtung änderte sich in Richtung Osten über Schwand und weitere kleinere eher unbekannte Orte wie St. Georgen am Fillmansberg, Pischlsdorf, Wagenham, Auerbach, Kirchberg, Lengau kamen wir nach Friedburg/Lengau. Dort schlug ich meiner Gruppe einen Halt entweder bei einer Tankstelle oder Konditorei vor. Zweiteres wurde beschlossen und wir kehrten ein. Nicht bei Wein und Gesang, sondern Kaffe und Torte.

Wir hatten uns das verdient, 186 km lagen hinter uns. Wolfgang Z. und Jürgen K. fuhren ohne Einkehr weiter. Nach halbstündiger Pausen fuhren wir im flotten Tempo bei leichtem Gegenwind weiter. Nur der unangenehme "Schmierer" vor Pöndorf bremste unsere gute Laune. Nach Pöndorf ging es dann leicht bergauf zur 3. Kontrollstelle in Hauslau. Es war Halbzeit 208 km. Da durfte man sich doch wohl ein Bier genehmigen und es bischen verweilen. Ist es nicht schön, endlich einmal einen Brevet gemütlicher fahren zu dürfen.    

 

            

Kontrolle Taufkirchen - 84 km

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Kontrolle Ranshofen - GH Wolfgruber - 135 km

Kontrolle Haslau - GH Strobl -208 km

 

Nach der gemütlichen Rast kam wieder ein schönes Teilstück über den Mondseeberg mit einem krönenden Abschluss.Es war die Aussicht hinunter auf den Mondsee und den Bergen. Die Abfahrt zum Ort Mondsee hinunter war sehr genussvoll.Unten wieder voll versammelt, fuhren wir einige Km den Mondsee entlang und bogen dann nach links Richtung Oberwang ab.

In Strass fuhren wir, wie bereits beim 200 km Brevet den Kronberg hinauf, wo uns Kurt AHRER beim Feuerwehrdepot der FW Erlat/Kronberg mit Verpflegung erwartete. Besonders die geschmackvolle warme Suppe, aber auch das O2, Johannisbeersaft und vieles mehr trugen zur Füllung der wieder leeren Speicher bei.  

Es wurde wiederum ein längerer Aufenthalt für meine Gruppe. Wolfgang Z. seilte sich voreilig von uns ab. Dies dürfte ihm auch zum Verhängnis geworden sein, da er später aufgeben musste. Er wurde von uns aber auch nicht mehr gesehen.  

Auch Helmut Mittendrein, der offensichtlich mit seinem Liegeradl zu schnell unterwegs war, gab bei der Kontrollstelle/Labestelle auf.

 

Kontroll- und Labestelle FW Erlat-Kronberg - 241 km

 

Gut dass es nach der Labe mit dem vollen Bauch vorerst rasant bergab zum Attersee ging. Den Attersee entlang Richtung Unterach und von dort zum Mondsee links weg über die Schaflinghöhe nach St. Gilgen am Wolfgangsee. In Richtung Bad Ischl konnten wir, obwohl gerade die Sonne noch schien, Regen erahnen. Einige Km vor Bad Ischl erwischte es uns voll. Einige waren unschlüssig weiterzufahren oder sich doch unterzustellen. Doch es war besser weiter zu fahren. Mit bereits nassen Klamotten, nicht wissen wie lange man auf Wetterbesserung warten musste, stehen zu bleiben, wäre auch nicht angenehm gewesen. In Ischl verloren wir Daniel F., der bei einer Tankstelle einkehrte. 

Kurz vor der Abzweigung zum Weißenbachtal hörte es auch auf zu regnen und unsere Entscheidung dürfte die richtige gewesen sein. 

Glaubt man. Mitte Weißenbachtal begann es wieder heftig zu regnen. Aber am Attersee wieder angekommen, war Schluss mit Regen. Es begann auch schon zu dämmern. Nach dem Ort Weyregg kehrten wir im Gasthaus Staudinger ein. Einige von froren. Kaffee, Tee, heiße Schokolade und eine Suppe brachten uns wieder auf Vordermann. Ich selbst hatte im Rucksack eine Garnitur trockene Kleidung und war abgesehen von den nassen Socken und Radschuhen wieder trockengelegt.

Leider war dort nach 320 km für einen von uns Schluß. Martin H. war derart kalt, dass er nicht mehr zur Weiterfahrt zu motivieren war. Seine Schwester holte ihn folglich vom Gasthaus ab.

Wir waren daher ab diesem Zeitpunkt nur mehr 7 Kämpfer, hatten aber auch nur mehr 80 km zum Ziel. Diese letzten paar Km wollten wir eiligst hinter uns bringen. Es war dann auch eine schöne nächtliche Gruppenfahrt vom Attersee heimwärts, an der letzten Kontrollstelle in Stadl Paura vorbei, nach Haid/Ansfelden. Glücklich kamen wir dort auch kurz nach Mitternacht an. Vor uns waren bereits 10 Teilnehmer im Ziel. Es war aber keiner mehr anwesend.

Jedenfalls wir waren froh hier zu sein und freuten uns über die Leistung. Edith verabreichte uns Spaghetti und als Nachspeise gute Kuchen.

Daniel F. kam 2 Stunden nach uns an. Er war die letzten 100 km alleine unterwegs.

2 1/2 Stunden nach uns kamen Bernd und Margot E., mit Gerhard H. und Wolfgang H. ins Ziel. Auch sie wurden in der Ischler Gegend vom Regen begrüsst. Dort haben sie auch das Ehepaar Niemöller verloren. Manja und Lorenz waren auch sehr glücklich als sie um 03:15 Uhr ankamen.

Um 04.30 Uhr verließen Edith und ich die Halle. Es war ein sehr langer Tag. Man sagt ja ein Tag dauert 24 Stunden. Somit wurde dieser auch ausgenützt.

Es war schön mit euch. Ihr könnt alle stolz sein, diesen 400 km Brevet (Prüfung) bestanden zu haben. Einige schneller als die anderen. Doch 24 haben es geschafft.

 

GRATULATION - GRATULATION - GRATULATION - GRATULATION - GRATULATION - GRATULATION - GRATULATION

 

                                                                                  eure Brevetveranstalter Edith und Ferdinand Jung 

      

        

 

 

Auf der Fahrt

Fotos: Harald Schöringhumer, Edith Jung, Kurt Ahrer, Gabi Mittendrein, Lorenz Niemöller


 

Fotos Picasa Webalbum

Ergebnisliste.htm

 

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