Teil 1 - bis Obervellach (329 km)
Achtung es wird leichte Streckenänderungen im 2. und 3. Teil zur 1. Auflage 2009 geben.
Haid/Ansfelden – Attersee – Mondsee – St. Gilgen/Wolfgangsee – Stobl – Postalm –
Lammertal (Annaberg) – Bischofshofen – Bruck – Großglockner –
Heiligenblut – Winklern
– Obervellach (329 km).
Der Berg ruft!“ - na welcher wird da wohl gemeint sein.
A - Kamelberg
B - Stockingerberg
C - Petersberg
D
- ?
Um die Strapazen etwas aufzuarbeiten, wird die Einkehr beim Hotelgasthaus LUKASMAYR in Bruck empfohlen. Der Wirt, angeblich selbst ein begeisterter Radfahrer wird sicher was Gutes auf seiner Menükarten haben. Nütze den Aufenthalt für einen Kraft spendenden Kaiserschmarrn und vergiss nicht die Brevetkarte abzustempeln (3. Kontrollstelle, 231 km).
So nun beginnt es. Der Traum jedes
Radfahrers einmal im Leben den Großglockner zu bezwingen. Unzählbarer Schweiß von
Radfahrern und Läufern muss dort den Asphalt schon geschmeidig gemacht haben.
Vergiss nicht bei der Mautstelle Ferleiten auf die Uhr zu schauen und die Zeit
zum Fuscher Törl zu stoppen. Sollte herrliches schönes Wetter herrschen, genieße
die Ausfahrt und Aussicht. Sollte es regnen oder gar schneien, der Wind die
Auffahrt erschweren, frage nicht nach dem Sinn deines Unternehmens. Fahr einfach
weiter bis du oben bist. Fluche nicht, und schon gar nicht auf die
Organisatoren, denn du kommst Gott immer näher.
Beim Fuschertörl angekommen, ich weiß
der letzte Kilometer zieht sich lästig in Serpentinen dahin, gönne dir eine
Rast mit einem Gruppenfoto. Es soll ein unvergessliches Foto deines ersten oder
zweiten offiziellen „Ansfelden - Glockner –Ansfelden“ 1.000 km Brevet
dokumentieren.
Vorsicht bei der Aufnahme von
alkoholischen Getränken. Erstens war es nur eine Teiletappe (noch kein Grund
zur Feier), zweitens geht es nach ca 4 km bergauf, wieder den Glockner bergab und
drittens gilt auch für uns die StVO, wo eine bestimmte Trinkmenge, gemessen
nach Promillen, zum Verhängnis werden könnte.
Richte deinen Aufenthalt so ein, dass du
noch vor Sonnenuntergang die Abfahrt in Richtung Heiligenblut erledigen kannst.
Es ist zu dieser Jahreszeit bis 22.00 Uhr hell. Vorerst geht es noch ein paar
Kilometer bergauf zum Hochtor. Hier bietet sich wieder die Gelegenheit, die
Nahrungsaufnahme in Energie umzusetzen.
Vorbei an Heiligenblut und Winklern
links weg ins Mölltal. Schön langsam neigt sich für die meisten Teilnehmer bereits die 1. geplante Etappe zu Ende.
Den in Obervellach (333 km), 5.
Kontrollstelle besteht die Möglichkeit eine Schlafpause einzulegen. Tinnitus
geplagte oder Sonstige mit Schlafstörungen, ist es offen gehalten, die
Nacht durch zu fahren. Bitte jedenfalls auf die vorgeschriebenen Beleuchtungskörper
für vorne und hinten am Rad, aber auch am Körper (Reflektorbrustgurt,
Warnweste etc) achten.
Als Schlafstelle bietet sich der Campingplatz in Obervellach supergeeignet und zu günstigem Preisen für die Sparefrohs an. Die Unterkunft besteht aus Holzhütte mit Stockbetten. Wer bequemer haben will muss sich im Vorfeld selber was organisieren. Bitte andere, vom Teilnehmer länger geplante Schlafpausen bekannt geben.
Wünsche allen eine gute Nacht, die sich
hier etwas ausruhen und zum Hahnengekrähe morgens weiterstarten..
Fahrtbeschreibung 2. Teil
Obervellach - Spital/Drau - Villach - Finkenstein - Ferlach - Lavamünd - Soboth -
Gamlitz - Halbenrain - Fehring - Bad Blumau
Kaindorf (353 km - gesamt km)
In der Früh da kraht der Hahn, wenn er kraht da buckt er schon. Ein Volkslied aus dem Liedergut des OÖ. Männergesangsvereines, das nichts anderes besagt, wie heraus aus den Federn, hinauf auf den Sattel. Dies sollte spätestens bei Sonnenaufgang geschehen, denn es steht wieder ein voller Arbeitstag mit unzählbaren Kurbelumdrehungen bevor. Denk aber nicht schon beim Aufstehen auf die liebe Soboth (nächster größerer Anstieg). Es reicht deren Besteigung erst nach 270 km zu gedenken. Außer du siehst es positiv und freust dich schon auf die wunderschönen anstrengenden 10 Bergkilometer. Aber tröste dich. Meine Erfahrung zeigte bisher, dass ich bei 600 km gar nicht mehr denke, sondern automatisch fahre, mit mir selber rede, singe oder meinen Mitfahrern auf den Nerv gehe.
Widme dich jetzt den nächsten
Kilometern, die nicht unbedingt viele Höhenmeter im Vergleich zum Vortag haben.
Von Obervellach ist es nicht weit nach
Villach. Zu dieser Jahreszeit wird man kaum dass in der Faschingszeit vielfach
gebrauchte Wort:“Lei, Lei!“, hören. Finde den richtigen Weg durch Villach,
es geht dann zum Faakersee. Einem abkühlenden Bad steht nichts entgegen. Vorbei
an der Burg Finkenstein geht’s durchs Rosental nahe der Drau, entlang
Richtung Bleiburg, Lavamünd. Hier verweilen wir an der Grenze zu Slowenien und
suchen die 7. Kontrollstelle (501 km)
auf. Es ist Halbzeit.
Wer es zwischenzeitlich vergessen hat,
der darf jetzt hurra schreien. Es geht nach der Pause die Soboth hinauf. Ich kante sie
lange nicht live. Nur vom Hörensagen bzw. Verkehrsfunk: Achtung Autofahrer,
Schneekettenpflicht auf der Soboth.
Keine Angst, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird am 21. Juli 2012 kein Schnee dort liegen. Es könnte dir maximal der Schweiß jener Fahrer, die vor dir hinauf pedalierten entgegenkommen.
Naja, was sind schon 10 km durchgehend ohne Rast bergauf? Sind wir jetzt Superrandonneure oder nicht? Wir sind ja gleich oben und dann geht’s in die Weingegend.
Vielleicht mit einem kleinen Umtrunk in
Gamlitz beim Skoff oder so. Vergiss aber nicht, wie bereits erwähnt, auch
der Radfahrer unterliegt der StVo und den entsprechenden Verkehrsbestimmung, die
auch den übermäßigen Genuss von Alkohol und dessen nachhaltige Wirkungen
beschreiben (Führerscheinentzugsverfahren, Amtsarzt etc.). Aber ein gutes „Achterl“
Wein kann nicht schaden. Die nächste Einkehr bzw Kontrollstelle ist erst wieder
bei Halbenrain Radsporthotel Schischeck 614 km).
Über die Weinberge bei Klöch, St.Anna
am Aigen fahren wir Richtung Hartberg, bevor wir zur 9. Kontrollstelle in
Kaindorf gelangen (692 km).
Dort ist die 2.Schlafstelle geplant.
Fahrtbeschreibung 3. Teil
Kaindorf - Hartberg immer B54 entlang bis Abzweigung Kirchberg am Wechsel, Reichenau a.d. Rax,
Schwarzau im Gebirge (Kontrollstelle + Rastmöglichkeit) - Kalte Kuchl - Terz - Mariazell -
Wildalpen - Abzweigung Palfau links nach Altenmarkt - Großraming - Ternberg -
Aschach ad Steyr - Sierning - Neuhofen - Nettingsdorf
Haid/Ansfelden