1.000 km Brevet Haid/Ansfelden - Glockner - Haid/Ansfelden

eine etwas lustige Fahrt/Streckenbeschreibung

Teil 1 - bis Obervellach (329 km)

 

Achtung es wird leichte Streckenänderungen im 2. und 3. Teil zur 1. Auflage 2009  geben. 

 

Haid/Ansfelden – Attersee – Mondsee – St. Gilgen/Wolfgangsee – Stobl – Postalm – 

Lammertal (Annaberg) – Bischofshofen – Bruck – Großglockner – 

Heiligenblut – Winklern – Obervellach (329 km).

 

Der Berg ruft!“  - na welcher wird da wohl gemeint sein.

A - Kamelberg

B - Stockingerberg

C - Petersberg

D - ?

Es ist nicht irgend ein Berg, sondern Österreichs Berg. Der Großglockner mit der wunderschönen Großglockner Hochalpenstraße hinauf zum „Fuscher Törl“ und Hochtor.

Aber wie gelangt man von der "Anton Bruckner"-Stadt, dem Start und Zielort in Haid/ Ansfelden, dorthin? Ganz einfach. In dem man am Attersee (1. Kontrollstelle in Attersee gleich am Ortsbeginn nach der Kirche auf der rechten Seite - Bäckerei/Cafe Baier 74 km), dem Mondsee und dem Wolfgangsee vorbeifährt und einfach zum Aufwärmen bei Stobl die Postalm mit ein paar schönen Höhenmetern überquert und durch das Lammertal, mit Halt bei der BP-Tankstelle oder Bäckerei in Annaberg (2. Kontrollstelle, 160 km) über Bischhofshofen, nach Bruck an der Glocknerstraße fährt.  

Um die Strapazen etwas aufzuarbeiten, wird die Einkehr beim Hotelgasthaus LUKASMAYR in Bruck empfohlen. Der Wirt, angeblich selbst ein begeisterter Radfahrer wird sicher was Gutes auf seiner Menükarten haben. Nütze den Aufenthalt für einen Kraft spendenden Kaiserschmarrn und vergiss nicht die Brevetkarte abzustempeln (3. Kontrollstelle, 231 km).

So nun beginnt es. Der Traum jedes Radfahrers einmal im Leben den Großglockner zu bezwingen. Unzählbarer Schweiß von Radfahrern und Läufern muss dort den Asphalt schon geschmeidig gemacht haben. Vergiss nicht bei der Mautstelle Ferleiten auf die Uhr zu schauen und die Zeit zum Fuscher Törl zu stoppen. Sollte herrliches schönes Wetter herrschen, genieße die Ausfahrt und Aussicht. Sollte es regnen oder gar schneien, der Wind die Auffahrt erschweren, frage nicht nach dem Sinn deines Unternehmens. Fahr einfach weiter bis du oben bist. Fluche nicht, und schon gar nicht auf die Organisatoren, denn du kommst Gott immer näher.  

Beim Fuschertörl angekommen, ich weiß der letzte Kilometer zieht sich lästig in Serpentinen dahin, gönne dir eine Rast mit einem Gruppenfoto. Es soll ein unvergessliches Foto deines ersten oder zweiten offiziellen „Ansfelden - Glockner –Ansfelden“ 1.000 km Brevet dokumentieren.  Halte dich aber hier nicht zulange auf, du hast noch einiges vor. Außerdem wartet nach ca 2 km bergab der Einkehrschwung links beim Berggasthaus Mankeiwirt, die auch als  4. offizielle Kontrollstelle (261 km) in der Brevetkarte und Roadbook verzeichnet ist. Hier hast du die Möglichkeit Kohlenhydrate in Form von Nudelgerichten aufzunehmen. Im Bedarfsfalle wird dort auch die Möglichkeit einer kurzen Schlafpause bestehen.

Vorsicht bei der Aufnahme von alkoholischen Getränken. Erstens war es nur eine Teiletappe (noch kein Grund zur Feier), zweitens geht es nach ca 4 km bergauf, wieder den Glockner bergab und drittens gilt auch für uns die StVO, wo eine bestimmte Trinkmenge, gemessen nach Promillen, zum Verhängnis werden könnte.  

Richte deinen Aufenthalt so ein, dass du noch vor Sonnenuntergang die Abfahrt in Richtung Heiligenblut erledigen kannst. Es ist zu dieser Jahreszeit bis 22.00 Uhr hell. Vorerst geht es noch ein paar Kilometer bergauf zum Hochtor. Hier bietet sich wieder die Gelegenheit, die Nahrungsaufnahme in Energie umzusetzen.  

Vorbei an Heiligenblut und Winklern links weg ins Mölltal. Schön langsam neigt sich für die meisten Teilnehmer bereits die 1. geplante Etappe zu Ende. Den in Obervellach (333 km), 5. Kontrollstelle besteht die Möglichkeit eine Schlafpause einzulegen. Tinnitus geplagte oder Sonstige mit Schlafstörungen, ist es offen gehalten, die Nacht durch zu fahren. Bitte jedenfalls auf die vorgeschriebenen Beleuchtungskörper für vorne und hinten am Rad, aber auch am Körper (Reflektorbrustgurt, Warnweste etc) achten.

Als Schlafstelle bietet sich der Campingplatz in Obervellach supergeeignet und zu günstigem Preisen für die Sparefrohs an. Die Unterkunft besteht aus Holzhütte mit Stockbetten. Wer bequemer haben will muss sich im Vorfeld selber was organisieren. Bitte andere,  vom Teilnehmer länger geplante Schlafpausen bekannt geben.

Wünsche allen eine gute Nacht, die sich hier etwas ausruhen und zum Hahnengekrähe morgens weiterstarten..

 

Fahrtbeschreibung   2. Teil  

 

Obervellach - Spital/Drau - Villach - Finkenstein - Ferlach - Lavamünd - Soboth -

Gamlitz - Halbenrain - Fehring - Bad Blumau

 Kaindorf (353 km  - gesamt  km)

 

In der Früh da kraht der Hahn, wenn er kraht da buckt er schon. Ein Volkslied aus dem Liedergut des OÖ. Männergesangsvereines, das nichts anderes besagt, wie heraus aus den Federn, hinauf auf den Sattel. Dies sollte spätestens bei Sonnenaufgang geschehen, denn es steht wieder ein voller Arbeitstag mit unzählbaren Kurbelumdrehungen bevor. Denk aber nicht schon beim Aufstehen auf die liebe Soboth (nächster größerer Anstieg). Es reicht deren Besteigung erst nach 270 km zu gedenken. Außer du siehst es positiv und freust dich schon auf die wunderschönen anstrengenden 10 Bergkilometer. Aber tröste dich. Meine Erfahrung zeigte bisher, dass ich bei 600 km gar nicht mehr denke, sondern automatisch fahre, mit mir selber rede, singe oder meinen Mitfahrern auf den Nerv gehe.

Widme dich jetzt den nächsten Kilometern, die nicht unbedingt viele Höhenmeter im Vergleich zum Vortag haben.

Von Obervellach ist es nicht weit nach Villach. Zu dieser Jahreszeit wird man kaum dass in der Faschingszeit vielfach gebrauchte Wort:“Lei, Lei!“, hören. Finde den richtigen Weg durch Villach, es geht dann zum Faakersee. Einem abkühlenden Bad steht nichts entgegen. Vorbei an der Burg Finkenstein geht’s durchs Rosental nahe der Drau, entlang Richtung Bleiburg, Lavamünd. Hier verweilen wir an der Grenze zu Slowenien und suchen die 7. Kontrollstelle (501 km) auf. Es ist Halbzeit. Die zwischenzeitliche Steigung dazwischen ist im Gegensatz zur Soboth nicht nennenswert.

Wer es zwischenzeitlich vergessen hat, der darf jetzt hurra schreien. Es geht nach der Pause die Soboth hinauf. Ich kante sie lange nicht live. Nur vom Hörensagen bzw. Verkehrsfunk: Achtung Autofahrer, Schneekettenpflicht auf der Soboth. (2009 erwischte uns Mitte des Berges ein heftiger Dauerregen, vorher hatte es 30 Grad C.).

Keine Angst, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird am 21. Juli 2012 kein Schnee dort liegen. Es könnte dir maximal der Schweiß jener Fahrer, die vor dir hinauf pedalierten entgegenkommen.  

  Eine Flucht vor diesem Hügel ins benachbarte Slowenien bedarf einen Reisepass und würde den Ausschluss vor einer Anerkennung der bestandenen Prüfung nach sich ziehen. Also bleibt in Österreich und widmet euch diesem genussvollem Anstieg, mit dem am höchsten Punkt sich bietender Aussicht in vielen Richtungen.  Angeblich es ist die Soboth der Nationalberg der aus der Steiermark kommenden Kollegen. 

Naja, was sind schon 10 km durchgehend ohne Rast bergauf? Sind wir jetzt Superrandonneure oder nicht? Wir sind ja gleich oben und dann geht’s in die Weingegend. 

Vielleicht mit einem kleinen Umtrunk in Gamlitz beim Skoff oder so. Vergiss aber nicht, wie bereits erwähnt,  auch der Radfahrer unterliegt der StVo und den entsprechenden Verkehrsbestimmung, die auch den übermäßigen Genuss von Alkohol und dessen nachhaltige Wirkungen beschreiben (Führerscheinentzugsverfahren, Amtsarzt etc.). Aber ein gutes „Achterl“ Wein kann nicht schaden. Die nächste Einkehr bzw Kontrollstelle ist erst wieder bei Halbenrain Radsporthotel Schischeck 614 km).  

Über die Weinberge bei Klöch, St.Anna am Aigen fahren wir Richtung Hartberg, bevor wir zur 9. Kontrollstelle in Kaindorf gelangen (692 km).     

Dort ist die 2.Schlafstelle geplant.

 

 

Fahrtbeschreibung   3. Teil  

 

Kaindorf - Hartberg immer B54 entlang bis Abzweigung Kirchberg am Wechsel, Reichenau a.d. Rax, 

Schwarzau im Gebirge (Kontrollstelle + Rastmöglichkeit) - Kalte Kuchl - Terz - Mariazell -

  Wildalpen - Abzweigung Palfau links nach Altenmarkt - Großraming - Ternberg -

Aschach ad Steyr - Sierning - Neuhofen - Nettingsdorf

 Haid/Ansfelden

 

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