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Hypnotherapie
Die Anwendung von Hypnose im
therapeutischen Bereich wird Hypnotherapie genannt.
Hypnose
wird definiert als ein Bewusstseinszustand, in dem die logisch-analytischen
Kräfte reduziert und die tieferen Ebenen des Unterbewusstseins aktiviert
werden, das zur Selbstheilung genutzt wird. Eine hypnotische Trance ist
ein Zustand der „fokussierten (gelenkten) Aufmerksamkeit“,
in dem Sie weder wach sind noch schlafen. Vollständig entspannte
Menschen sind offen für Suggestionen, die Ängste, Phobien, Schmerzen
u.v.m. lindern können. Es kann sein, dass sie in der Hypnose Ihre
Umwelt nicht mehr wahrnehmen, aber die Anleitungen Ihres Therapeuten und
seine Stimme nehmen Sie sehr genau wahr.
Die
verschiedenen Ebenen des Bewusstseins reichen von Stadien absoluter Wachheit
bis hin zum Schlaf. Dazwischen liegen Tagträume, leichte Trance und
tiefe Trance. Es gibt keine Grenzen zwischen diesen Ebenen und jeder Mensch
hat seine eigene Art sich zu entspannen und es kommt auf ihn an wie tief
er in Trance zu gehen bereit ist. Das kann auch von Sitzung zu Sitzung
immer wieder anders sein.
Jedem
von uns sind Trancezustände aus dem täglichen Leben bekannt:
Beim Auto fahren, beim Lesen einer interessanten Lektüre oder wenn
man in einen guten Film vertieft ist. Viele setzen hypnotische Techniken
ein ohne es zu wissen.
Was ist Hypnose und wie wirkt sie?
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Der
hypnotische Zustand ist etwas ganz Natürliches
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Normalerweise wird angenehme Entspannung empfunden, womit sich das
Gefühl der Sicherheit und auch der Kontrolle über die Situation
vergrößert.
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Man verbleibt immer im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte und
Werturteile und ist sich seiner Gefühle, Handlungen und Aussagen
bewusst.
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Hypnose unterscheidet sich vom Zustand des Schlafes, was sich neurophysiologisch
besonders in der EEG-Ableitung deutlich macht. Der Entspannungszustand
der Hypnose hat allerdings physiologische Gemeinsamkeiten mit denen
von anderen Entspannungsverfahren
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Je besser man sich etwas in der Phantasie vorstellen kann (z.B. einen
Spaziergang am Strand), umso leichter kann man sich entspannen und
auf das Thema der Therapie konzentrieren.
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Gefühle können freieren Lauf nehmen, was immer positiv gewertet
werden sollte. Anschließend werden sich Entlastung und Erleichterung
breit machen.
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Der Erfolg der Hypnose hängt sehr wohl von den Fachkenntnissen
und menschlichen Qualitäten des Therapeuten ab, aber auf keinen
Fall von Fähigkeiten magischer Art.
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Hypnose ist eine effektive Technik, sich körperlich heilend und
seelisch stärkend zu beeinflussen.
(Kaiser - Rekkas, 2005)
Wann ist Hypnotherapie hilfreich?
- bei
chronischen Schmerzen wie z.B. bei Rückenproblemen
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Migräne
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Bettnässen
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Selbstvertrauen stärken
- Ängste
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Schulverweigerung
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Geburtsbegleitung
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Trauerprozesse verarbeiten
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Erfolg- und Leistungssteigerung
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Konzentrationsstörungen
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Prüfungsangst, Lampenfieber u.v.m.
Die häufigsten Befürchtungen
von Klienten zum Thema Hypnose:
- „Stimmt
es, dass ich unter Hypnose keine Kontrolle über mich habe? Würde
ich auch ein Verbrechen begehen?“
Antwort:
Die Ergebnisse vieler Studien und Experimente ergaben,
dass es nicht möglich ist, in Hypnose etwas zu befehlen, das gegen
grundlegende innere Prinzipien des Hypnotisierten geht.
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„Gibt es Probleme mit der Reorientierung? Was ist, wenn ich nicht
mehr zurückkomme?“
Antwort:
Die Befürchtung nicht mehr aufzuwachen ist
das zweithäufigste Thema, das bei der Frage nach Befürchtungen
bezüglich Hypnose ins Spiel gebracht wird.
Milton H. Erickson, der Pionier der modernen Hypnosetherapie hat einmal
sinngemäß auf diese Frage geantwortet: „ Ich habe in
vielen Jahrzehnten Berufserfahrung nie erlebt, dass mir jemand auf den
Behandlungsstuhl gepinkelt hat.“
Also spätestens, wenn sie auf die Toilette müssen, kommen alle
Klienten wieder zurück!
Bei unsachgemäßer Nutzung von Hypnose z.B. im Rahmen von Bühnenhypnose-Shows
gibt es allerdings vereinzelt Berichte über diesbezügliche Probleme.
Das hat jedoch mit Hypnotherapie im klinisch-therapeutischen Bereich absolut
nichts zu tun.
- „Wenn
ich hypnotisiert bin, weiß ich hinterher nichts mehr.“
Antwort:
Viele Klienten gehen davon aus, dass man nach einer
echten Hypnose hinterher nichts mehr weiß, also eine vollständige
Amnesie über die Zeit der Therapiesequenz hat.
Amnesie ist nur eines der möglichen Trancephänomene, manchmal
tritt Amnesie spontan ein und es gibt auch Techniken, diese zu induzieren.
Oft kann man sich jedoch an alles was unter Hypnose gesprochen wurde erinnern.
Das ist von Klient zu Klient verschieden und macht keinen Qualitätsunterschied.
Auch wenn man sich danach an alles erinnert, wirkt die Therapie ebenso,
wie bei jemanden, der teilweise oder alles was unter Trance passiert ist,
vergessen hat.
(Trenkle
2002, Die Löwengeschichte)
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