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Euer
Thiemo
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History of Matra automobile - Teil 1!
Anfang 50iger Jahre:
Die Gesellschaft Matra unternimmt eine Studie zur Schaffung
eines zweimotorigen Prototyps eines Propellerflugzeuges, der für eine
Höchstgeschwindigkeit von 800 km/h vorgesehen ist. (Damals das schnellste
Propellerflugzeug der Welt)
Anfang 60iger Jahre:
Zum ersten Mal wird in Europa die "Mauer des ..." überquert.
Gebaut wurde das spezielle Gerät von Matra.
1964:
Die Raumfahrtaktivität nimmt auch in Europa vermehrt zu und
Matra wird der erste Bauhauptauftragnehmer von Satelliten.
Matra kaufte die kleine Rennsport-Firma von René Bonnet und es wurde die Autogesellschaft Matra Sport gegründet. Zu
diesem Zeitpunkt lieferte Matra bereits die Fiberglas-Karosserie, die in dem
D'Jet von Bonnet eingesetzt wurde. Bonnet war Mitte der 60iger
Jahre in Le Mans mit sehr Stromlinien orientierten und klein motorisierten Autos
erfolgreich.
Matra beteiligte sich ebenfalls im Rennsport mit großen Erfolgen
in beiden Rennkategorien: Formula One und Sportwagen
Weltmeisterschaft.
1965/66:
In der F3 meldeten sie ihre ersten internationalen Erfolge! Um
auch Erfahrung in der F2 zu sammeln, wurde ein Team mit Ken Tyrrel als Manager
des F2 Teams und Jacky Steward als Haupttreibenden an.
1967:
In diesem Jahr hatte Matra 3 Teams:
1. Team: F2 mit Servoz-Gabin Beltoise
2. Team: Internationales Fabrikteam F2 Matra von Ken Tyrrel mit
Steward Jacky und Jacky Ickx.
3. Team: Fabriksteam F3 mit Jaussaud Pescarolo.
Im F2 erhielt Jacky Ickx in seinem Matra MS7 den größten Preis
"Europa-Trofee" und in der F3 war Matra dominierend. Im April dieses Jahres
erhielt Matra 6 Millionen Franc Zuschuß für sein Projekt F1.
In diesem Jahr wurde der D'Jet durch den
Matra M530, ein mittelmäßig motorisiertes Auto,
ersetzt. Der Motor war ein kompakter Ford V4 der rechts hinter dem Fahrer
eingebaut war. Die Kompaktheit des V4 Motors erlaubte eine 2+2 Reihung. Die
Vorstellung des Matra 530 erfolgte am Genfer Autosalon. Laut Schätzung damals
dürfte sich die Produktion auf rund 10000 Exemplaren beschränken.
In Österreich dürfte ein M530(Serie 1!) stehen, der schon vor
mind. 20 Jahren mit einem 2,3L V6 ausgerüstet wurde. Leider befindet sich das
Auto in äußerst schlechtem Zustand und wird wohl auch nicht mehr mit diesem
Chassis auf der Straße jemals zu sehen sein.
Zur selben Zeit entwickelte Matra einen
eigenen 3-Liter V-12 Motor, der die Firma sehr bekannt machte. Ein par Jahre
später schaffte Matra einen Hattrick in Le Mans (1972, 1973 und 1974).
Die erfolgreichsten Autos in diesem Zeitraum war der MS630 (bei nationalen
Rennen) und der MS650, die beide durch den lauten 3 Liter V-12 Motor angetrieben
wurden. Der erfolreichste Wagen war eindeutig der MS670, der 3x
Le Mans und 2x die Marken WM gewann. Man darf aber auch den
MS 80 mit Ford Cosworth V8 nicht vergessen, mit dem Jackie Stewart
die Formel1 WM 1969 (das erste Rennen fuhr er dabei noch auf
MS10) gewann! (Danke an die ausführliche Info von Thomas Marek)
1968:
Das erste Jahr in dem ein Rennen auf dem
Kyalami-Circuit in Südafrika stattfand. In diesem Jahr konnte der Matra MS9 mit
seinem Ford Cosworth V8 erste Eindrücke sammeln und schlug sich hervorragend. Er
blieb 43 Runden in der Nähe des Führenden. Aber leider mußte er einige Runden
später mit einer gebrochenen Antriebswelle aufgeben. Der MS7 Cosworth 1600FVA
mit Beltoise belegte den sechsten Rang und schaffte somit seine ersten
Meisterschaft-Punkte.
Der GP von Spanien:
Steward konnte wegen einer Verletzung nicht
starten. Es war nur Beltoise im MS10 (eine ausgebaute Version des MS9) start
berechtigt. Dieses Auto hatte 410 PS bei 9200 U/min und ein Gewicht von
sagenhaften 520 Kilogramm. Beltoise kam ins Ziel und erreichte 2
Meisterschaftspunkte! (Nebenbei erzielte er einen Rundenrekord)
Der GP von Monaco:
In Monaco wurde der Matra MS11 mit einer
Matra V12 Maschine zum ersten Mal von Beltoise gefahren. Der MS10 mit
Servoz-Gavin am Steuer (Stewart konnte noch nicht fahren) fiel bereits in der 3
Runde wegen einer gebrochenen Achse nach einem Aufprall gegen die Mauer aus. In
der Runde 93 zerbrachen alle Hoffnungen für Matra, da auch Beltoise nach einem
Aufprall ausfiel.
Der GP von Belgien:
Stewart hatte sich von seiner Verletzung erholt und konnte
wieder starten. Er belegte mit seinem MS10 den 4. Platz. Beltoise beendete das
Rennen mit dem MS11 auf dem 7. Platz.
Der GP von der Niederlande:
Der Speedway-Kurs von Zandvoort wurde der erste Sieg für Matra,
Stewart gelang mit seinem MS10 die Meisterleistung, gefolgt von Beltoise mit dem
V12 auf dem zweiten Platz. (erster Doppelsieg)
Der GP von Frankreich:
Stewart wurde beim Heimrennen von Matra 3. und Beltoise 9.
Der GP von England:
Stewart gelang der für ihn eher entäsuchende 6. Platz. Beltoise
mußte in der 12. Runde wegen Motorschaden aufgeben!
Der GP von Deutschland:
Stewart gewann zum zweiten Mal, aber Beltoises im V12 fiel
vorzeitig aus!
Der GP von Italien:
Matra startete zum ersten Mal mit 3. Autos. Das 3. Auto wurde
von Servoz-Gavin gesteuert der sein F1-Debut feierte. Stewart mußte in Runde 43
aufgeben. Beltoise wurde 5. und Servoz-Gabin 2.
Der GP von Kanada:
Hier begann Matra mit 4 Autos an den Start zu gehen. Neuling war
Pescarolo. Stewart wurde 6. Beltoise mußte in der Runde 78 wegen
Getriebeschadens aufgeben. Pescarolo fiel in Runde 6 und Servoz-Gabin in Runde
71 (beide wegen Motorschades) aus.
Der GP GEGEN:
Stewart erreichte einen weiteren Sieg für Matra. Beltoise fiel
in Runde 45 wegen Problemen mit der Hinterachse aus.
Der GP von Mexiko:
Stewart beendete das Rennen als 7. und Pescarolo schied in der
10. Runde aus nachdem er Probleme mit dem Drehmoment und der Beschleunigung
hatte. Beltoise wurde mit dem V12 9. und Servoz-Gabin fiel in der Runde 54 mit
dem V8 aus.
Dieses ergab einen 3. Platz in der Konstrukteurs-Wertung für
Matra mit dem V8. (Der V12 erreichte den 9. Platz) Jackie Stewart wurde Meister
und versprach viel für die Saison 1969.
1969:
Mit den Erfolgen 1968 entschied Matra, daß das V12-project in
der F1 blieb und die Ford-Coswothmaschine verwendet wurde! Matra ging eine
Fusion mit Ken Tyrrell-Racing ein und die Fahrer waren Beltoise und Stewart.
Matra hatte ein neu konsturiertes Chassis (MS80). Beide Fahrer hatten ein Auto
aber Stewart war die klare Nr. 1 Aber am Anfang der Saison starteten Sie noch
mit dem alten Auto aus der Saison 1968, da der MS80 noch ein paar Feinschliffe
benötigte.
Beide furhen also bei GP in Südafrika mit dem alten MS10 und
Stewart gewann das Rennen. Im zweiten GP benutzen beide das neue Auto. (habe
leider keine Ergebnisse!)
Der 5. GP (der von Frankreich) sollte zur großen Revanche für
Matra werden, da es ja im Vorjahr gerade in Frankreich nicht so toll lief. Schon
in der Freitags-Session erzielte Matra eine Trainings-Bestzeit (auch
Streckenrekord). Am Samstag blieb Steward nur knapp drüber und Jochen Rindt im
Lotus 49b und Dennis Hulme im McLaren m7a waren nur einige Zehntel Sekunden
langsamer. Am Sonntag schien schon nach kurzer Zeit Stewart uneinholbar. Dennis
Hulme hielt lange Zeit den zweiten Platz, fiel jedoch dann aus. Es kämpten nun
Jacky Ickx und Beltoise um diesen Platz und es war äußerst spannend. Die 60000
Frankreich-Fans sahen das Überholmanöver von Beltoise und auch wie Matra einen
Doppelsieg beim Heim-Grandprix feierte. Der Traum war Wirklichkeit
geworden!
Am Ende der Saison konnten 6 von 11 Rennen unter den ersten
Plätzen belegt werden und daraus resultierend wurde Steward Weltmeister in der
F1 und die Konstruktuer-Meisterschaft ging ebenfalls an Matra.
(c) by Thiemo Geisberger. E-Mail: thiemo.geisberger@liwest.at