Informationspaket    
         
    Dieses Informationspaket ist eine erste Begegnung mit den separaten Strömungen des Paganismus.    
         
    Was ist Paganismus?
Wicca * Moderne Hexerei
Druiden
Die Nordische Traditionen
Griechisch-römische Traditionen
Indianer und Schamanen
Jahresfeste
Rituale
Einweihungen
   
         
       
         
    Was ist die Pagan Friendship Organisation?
Links
   
         
       
         
    Was Paganismus (Heidentum) ist

Paganismus ist die angestammte Ur-Religion der Menschheit. Diese uralte religiöse Einstellung ist immer noch aktiv in vielen Teilen dieser Welt, sowohl in komplexen Zivilisationen wie Japan oder Indien, als auch in weniger komplexen Stammesorganisationen weltweit. Es war die Anschauung der europäischen Religionen der klassischen Antike - Persien, Ägypten, Griechenland und Rom - sowie ihrer "barbarischen" Nachbarn an nördlichen Grenzen. Die europäische Form taucht heute wieder im Bewusstsein der modernen westlichen Welt auf, als Ausdruck wichtiger zeitgemäßer religiöser Prioritäten.
Die heidnische Anschauung kann als dreifach bezeichnet werden. Seine Anhänger verehren die Natur, erfahren das Göttliche in beiderlei Geschlechtern und unterziehen sich magischen Einweihungen. Nach allgemeiner heidnischer Überzeugung gehen alle verschiedenen Formen des Paganismus auf die ursprüngliche Religion der Großen Göttin und die darin enthaltene magische Tradition zurück. Eine allgemeine heidnische Überzeugung ist auch der Glaube an Wiedergeburt und Karma.
   
       
    Wicca * Moderne Hexerei

Wicca ist die wichtigste Traditionen innerhalb des modernen Heidentums. Auch Moderne Hexerei genannt, trat es in seiner heutigen Form um 1940 nach Außen. Es ist ein Weg der Einweihung. Eine Mysterienreligion, die den Eingeweihten zu tiefer Verschmelzung mit den Naturkräften und den Kräften in der eigenen Psyche leitet. Dies bewirkt eine spirituelle Transformation des Menschen. Frauen werden zu Priesterin, Männer zu Priestern geweiht. Wicca wird auch die “Craft of the Wise” genannt, oder kurz die “Craft”. Die vier wichtigsten Strömungen sind: Gardnerian, Alexandrian, Erbhexen und Traditionelle. Außerdem gibt es noch Hexen die alleine arbeiten, sogenannte Freifliegende. Alle Lehren, magischen Praktiken und Einweihungen, die es im Wicca gibt, gibt es auch in den anderen Formen des Paganismus.
   
       
    Druidentum

Viele heidnische Druidenorden ziehen ihre Inspiration aus der keltischen Tradition und arbeiten mit den Göttern und Göttinnen der keltisch-heidnischen Vergangenheit. Diese sind unterschiedliche Manifestationen der Göttin und des Gottes. Das Druidentum ist daher, so wie Wicca die hexische, die keltische Form der weltumspannenden Ur-Religion des Paganismus. Es lehrt die Wiedergeburt, die Verehrung der Göttin und des Gottes in den Gestalten des keltischen Pantheons und die spirituelle Beziehung zur Anderswelt. Die druidischen Rituale werden aber durch die Verwendung druidischer Pflanzen wie der Mistel und des Oghams (Baum-Alphabets) ergänzt.
   
       
    Die Nordischen Traditionen

Nordische Traditionen wie Asatru, Vanatru, Odinismus usw. verehren die Göttin und den Gott in den mytholgischen Götterfamilien der Asen und Vanen, wobei Odin, Thor, Baldur, Freyr und Loki die wichtigsten Avatare des Gottes sind und die Göttin meist als Freyja, Frigg oder Hel verehrt wird. Oft sind Göttin und Gott auch durch das Schwestergatten-Paar Freyja und Freyr verteten. Die Magie wird in der nordischen Tradition in die Magie der Göttin (Seidr) und des Gottes (Galdr) eingeteilt, die jeweils Freyja bzw. Odin zugeschrieben werden. Hinzu kommen die Runen, das magische Alphabet der Germanen aus 24 Zauberzeichen und einer leeren Rune.
   
       
    Griechisch-römische Traditionen

Einige heidnische Gruppen orientieren sich auch an den Traditionen der antiken Griechen und Römer, die in ihrer umfrangreichen schriftlichen Mythologie zahlreiche Variationen des Mysteriums von Göttin und Gott überliefert haben. Eigene Mysterien wie z.B. in Eleusis oder die Bacchanalien zelebrieren Tod und Wiedergeburt des Gottes und bereiten auf das Karma vor. Die griechisch-römische Antike besaß außerdem eine reichhaltige magische und esoterische Tradition in Hermetik, Theurgie und Philosophie sowie den Jenseitslehren und Divinations-Praktiken der Etrusker. Sie hat auch die spirituellen Lehren der Ägypter und Babylonier aufgenommen, wodurch z.B. die Astrologie nach Europa kam.
   
       
    Indianer und Schamanen

In den indianisch und schamanisch orientierten Formen des Paganismus steht die spirituelle Beziehung zur Natur und zu den auf schamanischen Jenseitsreisen kontaktierten Geistwesen im Vordergrund. Es gibt zahlreiche "spirits" oder "kachinas" (in der indianischen Tradition), aber weniger individuell ausgeprägte Gottheiten. Allerdings kann der "Große Geist" als Vereinigung von Göttin und Gott gesehen werden, die einzeln gelegentlich als Spinnenfrau bzw. Manitu besonders hervortreten. Der Schamanismus als solcher ist keine spezielle Lehre des Paganismus, sondern eine Form der magischen Arbeit, die in die verschiedenen Formen des Paganismus integriert werden kann.
   
       
    Jahresfeste

In ihren Jahresfesten beleben Paganisten ihr tiefes Einfühlen ins menschliche Leben als Teil der Zyklen der Natur. Die erfreuen sich dieser Einsichten und versuchen immer mehr einen Teil davon zu werden.
Die Jahresfeste beschreiben den Tanz zwischen die Göttin und den Gott, wie sich das Rad des Jahres herumdreht. Geburt, Leben und Tod formen ein Muster, von dem wir alle ein Teil sind. Gleich wie große Reiche entstehen und vergehen und dem Frühling der Sommer folgt, so auch werden Menschen geboren, sterben und werden wiedergeboren. Das Rad dreht: einen Tanz von Licht und Dunkel, von Göttin und Gott, durch das ganze Jahr.
   
       
    Rituale

Rituale dienen im Paganismus vor allem dazu, magisch mit der Göttin und dem Gott zu arbeiten, sie zu evozieren bzw. zu invozieren, zu visualisieren und zu meditieren, sowie zur spirituellen Reifung und Manifestation magischer Kräfte. Paganisten sprechen nicht gern von Verehrung oder Kult wie in Religionen, in denen es um die Anbetung von Gottheiten geht, sondern bevorzugen Begriffe wie Ritual, Zeremonie oder Sabbat, um damit auszudrücken, dass es um magische un spirituelle Arbeit geht. Damit ein Ritual wirken kann, muss es von einer Person durchgeführt werden, die in die Mysterien eingeweiht ist.
   
         
    Einweihungen

Paganisten legen großen Wert darauf, dass ihre Mitglieder traditionelle Einweihungen erfahren. Nur wer traditionell in die Mysterien eingeweiht wurde, kann auch traditionell einweihen. Das heißt, nur wer die Schlüssel zu den Inhalten kennt, kann eine rituelle Handlung auch ausführen. Wenn diese "Schlüssel" fehlen, wird aus "Sein" nur noch "Schein". Das Heidentum lässt sich daher am besten als Einweihungs- oder Mysterienreligion beschreiben. Das ist z.B. wichtig für die Bewertung von Leuten wie Gerald Gardner oder Aleister Crowley. Sie haben ihre Lehren nicht erfunden, wie oft behauptet wird, sondern waren Eingeweihte der Naturreligion.