PEKiP (Prager-Eltern-Kind-Programm)

Wie alles begann

Das Prager-Eltern-Kind-Programm hat, wie der Name schon sagt, seine Ursprünge in Prag. Dort entwickelte der Psychologe und Kinderarzt Dr. Jaroslav Koch in den 60er-Jahren Spiel- und Bewegungsanregungen für Babys und ihre Betreuerinnen.

Auf diese Erkenntnisse baute die deutsche Psychologin Christa Ruppelt in den 70er- Jahren in Zusammenarbeit mit Sozialarbeiterinnen und Pädagoginnen das gruppenpädagogische Konzept PEKiP auf.

Der Sozialwissenschaftler und Professor für Sozialpädagogik Hans Ruppelt verhalf mit zahlreichen Veröffentlichungen in der Fachpresse dem Prager-Eltern-Kind-Programm zur Beachtung in der pädagogischen Fachwelt.

Ende der 80er-Jahre wurde der Verein für Gruppenarbeit mit Kindern im ersten Lebensjahr in Deutschland von sieben Konzeptgründerinnen gegründet.

 

   
   

Ziele von PEKiP

Das Konzept PEKiP hat vier grundlegende Ziele:

1. Das Kind durch Bewegungs-, Sinnes- und Spielanregungen in seiner Entwicklung begleiten:

 

 

Die PEKiP-Gruppenleiterin zeigt individuell an einer Babypuppe ein Spielanregung oder eine Tragetechnik vor. Die Mutter (oder der Vater) probiert diese Anregung am eigenen Kind aus, solange beide daran Spaß haben. Die einfachen Spielanregungen sind der jeweiligen Entwicklung angepasst und haben vor allem den einen Zweck: Eltern und Kind sollen daran Freude haben.


2. Die Beziehung zwischen Kind und Eltern stärken und vertiefen:

 

 

Die PEKiP-Stunde bietet Ruhe und Zeit für Baby und Elternteil. Keine Türglocke schallt und keine Suppe droht überzugehen! In dieser intensiven Einheit haben die beiden die einmalige Gelegenheit sich noch besser kennen zu lernen. Welche Tragetechnik finde ich angenehm? Bei welchem Spiel strahlt mich mein Kind an?
Die Basis für eine gute Eltern-Kind-Beziehung wird schon in den ersten drei Jahren gelegt – und PEKiP gibt Ihnen dazu die Chance!

 


3. Den Erfahrungsaustausch und den Kontakt der Eltern untereinander fördern:

 

 



In jeder PEKiP-Einheit haben Sie Gelegenheit, mit anderen Eltern in Kontakt zu treten. Sie können untereinander Erfahrungen austauschen, voneinander lernen und wichtige Themen besprechen.

 

 


4. Kontakte der Kinder zu Gleichaltrigen und zu anderen Erwachsenen ermöglichen:

 


Die Babys können erste Sozialkontakte zu Gleichaltrige knüpfen und es ist spannend, zu beobachten, wie Kinder in diesem Alter schon voneinander fasziniert sind. Durch Lautäußerung, Beobachtung, Berührung und das gemeinsame Spielen treten die Kleinen in Kontakt zu den anderen Kindern sowie zu anderen Erwachsenen.