Modellbau vom Feinsten


     


Bau einer Somenzini Yak 54 Spannweite 86"   
auf dieser Seite werde ich laufend über den Baufortschritt des Modells berichten.
Einige der Bilder sind mit weiteren Animationen versehen.

Homepage: Pertlwieser Heimo

einige Blilder meiner bescheidenen Werkstatt

Homepage der Firma Somenzini

Diskussion über die Seitenruderanlenkungen

Baubeginn: 03.2007
rumpf zelle rumpf zelle
Tanks:
Als erstes wurde das Unterteile des Tanks abgeformt, diesesmal aus CFK.
Es bestet aus einer Petflaschen der Firma Vöslauer, welche extrem leicht ist und dennoch Drücke über
10 Bar standhält. Als Tankverschluss kommt das System der Firma Richter zum Einsatz, Ventile Festo.
Abformen System
Technische Daten:  
Spannweite 2180 mm
Länge (mit Spiner) 1910 mm
Gesamtgewicht des Baukastens 3,90 kg
Gesamtgewicht des Modells ca.7,8 kg
Triebwerk Desert  DA50 50 ccm
Auspuffanlage MTW
Servos 7 x Hitec
Empfangsanlage Weatronic
Stromversorgung Lipoly
Tanksystem Richter
Zündschalter Elektronisch SM-Modell
bausatz yak54
Arbeitsschritte:  Spornfahrwerk

Cowling

Motoreinbau

Querruderanlenkung

Scharniere

Höhenruder

Ruderhörner

Auspuffanlage

Gas und Choker

Tankeinbau

Verklebungen

Empfanger (Weatronic)

Hauptfahrwerk

RC - Einbau

Kabinenhaube

Flächenbefestigung

Seitenruderanlenkung

Akkus

Motordome

Finish

EWD und Motorsturz

Gesamtkosten aller Teile ca. € 2700.-

Fazit nach 250 Flügen

Wer in der Baubeschreibung Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten ;-)

viel Freude beim Bau und Flug wünscht euch Pertlwieser Heimo

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Ich freue mich immer über einen netten neuen Eintrag in meinem Gästebuch!

© Design & Layout: Pertlwieser Heimo 28.09.2008 

Der Bausatz läßt keine Wünsche offen. Es ist schon faszinierend was die Chinesen so alles machen.
Die Verarbeitung, erste Klasse, super leicht, keine Falten in der Folie, die Lackierung ist ebenfalls perfekt, eine ausfürliche Bauanleitung mit 54 Seiten in Englischer Sprache liegt ebenfalls dem Bausatz bei. Alles in allem sieht es mir nach einer guten Kaufentscheidung aus.
Gewichte der Teile
Gewichte der Einzelteile:
Folien:
Mit einem scharfen Stanlymesser wurden die Ausschnitte im Rumpf geöffnet, diese bestehen aus den Flügelanschlüssen, der Seilführung für das Seitenruder, der beiden Höhenruderträger, Servohebelausschnitte für Höhenruder sowie für die Querruderservos. Des weiteren wurde die Folie im Bereich des Schalldämpfers entfernt. Da es sich um eine hochwertige Folie handelt wird mit  sehr hoher Temperatur gearbeitet, für die unzugänglichen Stellen habe ich eine neue breite Lötkolbenspitze verwendet (ca. 200 Grad). Alle Teile wurden falls notwendig  nachgebügelt und die Kanten mit Cyanidkleber gegen ablösen gesichert. Als nächstes wurden alle Schlitze der Ruderscharniere welche ebenfalls ab Werk bereits geschnitten wurden von der Folie befreit ich habe beidseitig ca. 1mm Folie entfernt um die Klebeflächen zu vergrößern.
folien und weitere Bilder
Ruderanlenkungen:
Die Schlitze für die Ruderhörner sind bereits vorbereitet, die ganze Arbeit besteht lediglich darin die Folie abzulösen, die dem Bausatz beigefügten 1,5mm GFK Ruderhörnen sauber anzuschleifen mit Aceton vom Staub zu befreien und mit UHU Plus 300 endfest einzukleben.Die Doppelruderhörner habe ich mit dem Kugelkopf vor dem einkleben verschraubt.Dem Bausatz sind 0,3mm GFK Verstärkungen beigelegt worden welche zur Oberflächenvergrößerungdienen. Diese Laminatplättchen habe ich nicht eingeklebt da sie der Optik nicht gerade förderlich sind.
ruderhörner und weitere Bilder
Verklebungen:
Die Lasergeschnittenen Sperrholzteile des Rumpfs, welche bereits sauber vom Werk verklebt wurden (Weisleim) habe ich mit Epoxydharz und Baumwollflocken durch einige Kehlnähte verstärkt und gesichert. Die Fahrwerksplatte  welche aus 2mm Platinmaterial und einen 5mm Aluwinkel besteht wurde ebenfalls mit UHU Plus 300 endfest verstärkt.Die Kohlestäbe welche zur Arretierung der Höhenruder Dämpfungsflosse dienen wurden mit dünnflüssigem  Cyanidkleber geheftet. Nach dem durchtrocknen des Klebers wurden die Stifte mit einem Gemisch aus Epoxydharz und Baumwollflocken verklebt.
verklebungen und weitere Bilder
Motorträger:
Der Brandspant, aus 5mm Flugzeugsperrholz, wurde bereits mit Markierungen für den Ausschnitt des Motors versehen. Es stehen zwei Varianten zur Verfügung (DA50 und 3W50) die Löcher für die Aluminiumabstandshalter sind ebenfalls bereits angerissen. Somit braucht man sich nicht mehr um die richtige Lage des Motors zu kümmern, eine feine Sache oder?Also alles mit der kleinen Proxxon Stichsäge ausgeschnitten, mit Schleifpapier nachgearbeitet anschließend wurde der Motordom mit Epoxydharz herausgestrichen um ihn gegen Öl und BenzinRessistent  zu machen. Der Motorraum wird mit einem Transparentfolie bespannten Spannt abgeschlossen somit kann keine Verschmutzung in der Zelle auftreten.
motorträger und weitere Bilder
Flächenaufnahmen:
Die Befestigung der Fläche erfolgt mit einem CFK-Rohr welches durch den Rumpf gesteckt die Kräfte in den Holm einleitet. Um die Fläche gegen ein Verdrehen zu sichern und gleichzeitig eine Befestigung am Rumpf zu gewährleisten werden zwei 6mm Aluminiumstifte in die Wurzelrippe eingeklebt. Die Stifte haben am Ende eine Bohrung, durch diese wird ein Federsicherungsstift gesteckt. Da mir diese Art der Befestigung nicht gerade zusagt habe ich die Stifte mit einem M6 Gewinde versehen (nachträglich nicht mehr  möglich) um Notfalls eine Rändelmutter zum Festschrauben zu verwenden. Das Gewicht der Stifte wurde ebenfalls durch ausbohren erheblich gesenkt. Zum ausdistanzieren der Fläche mit dem Rumpf wird eine Beilagscheibe auf welche ein O-Ring mittels Cyanidkleber aufgebracht wird verwendet.
wingfix und weitere Bilder
Dämpfer und Krümmer:
Die Auspuffanlage kommt von der Firma MTW  (metall - Technik – Weiershäuser). Die Firma hat für die Somenzini Yak54 ein Set mit der Nummer 38 zum Preis von € 140.- im Programm, welches genau passt. Deren Schalldämpfer, werden auf höchstem Niveau der Schweißtechnik hergestellt. Diese Dämpfer sind mit einem patentierten "Innenleben" ausgestattet. Durch diesen Aufbau, ist das Innere mit dem Außenmantel fest verbunden. Sie benutzen keine eingepressten oder eingesteckten Prallwände, die nach gewisser Nutzungsdauer, Knackimpulse hervorrufen könnten. Es ist ihnen gelungen eine sehr hohe Stabilität bei einem geringen Gewicht zu realisieren.Der Dämpfer wird in die vom Werk vorgefertigte Dämpferaufnahme welche bereits mit Silikon -Elementen ausgekleidet wurde (zur Hitzereduktion und zu Absorbierung der Schwingungen) eingeschoben.Den Teflonschlauch welcher zur Verbindung von Krümmer und Dämpfer eingesetzt wird habe ich mit einem Heißluftgebläse angelassen um ihn Dicht zu bekommen. Anschließend die Federklammern in Position gebracht und fertig ist der Einbau der Abgasanlage.
Dämpfer und weitere Bilder
Motoreinbau:
Dem DA50 welchen ich bei der Firma Toni Clark geordert habe (wegen der 5 Jahresgarantie) liegen leider keine kurzen Motorabstandshalter bei, nur die langen. Also wurden kurze 30 mm gedreht und Eloxiert. Die Distanzen wurden am Brandspant mittels M6 Schrauben und einer Alu-Beilagscheibe wegen der Gewichtsreduktion befestigt. Der Motorzug sowie der Seitenzug sind bereits Werkseitig vorgegeben. Ich hoffe das er einigermaßen passt.
motor und weitere Bilder
Scharniere Anschlagen:
Die Schlitze für die großen Nylonscharniere sind  werkseitig bereits sauber zentriert, aber leideretwas zu  breit vorbereitet worden. Es muss lediglich die Folie ca. 1mm links und rechts des Scharnierschlitzes beseitigt werden. Im Anschluss sollte alles mit dem Folienbügeleisen und etwas Cyanidkleber befestigt werden. Die Scharniere habe ich mit dem Proxxon Winkelschleifer und einem neuartigen  Schleifvlies für Kunststoff angeschliffen, bei 22 Scharnieren eine langwierige Arbeit. Anschließend wurde alles mit Aceton von Schleifstaub und Fett befreit, um ein Festkleben des Scharniers zu vermeiden kam das QZ11 Trennmittel zum Einsatz (nur zwischen metall und Gelenk). Als alles trocken war wurden die Scharniere mit UHU Plus endfest eingeklebt. Nach dem zusammenfügen und Ausrichten der Ruder wurde mittels eines Zahnstochers noch ein Tropfen Kriechöl auf das Scharnierband gebracht um ein verkleben mit sich selbst zu verhindern.
scharniere und weitere Bilder
Kabienenhaube (Canopy):
Die Haube ist sehr leicht und wurde von der Firma bereits  mit einem Abtönspray behandelt, dies finde ich gut, da die Haube sehr groß ist und eine Glasklare Kabienenhaube der Optik nicht gerade förderlich ist. Befestigt wird diese mittels zweier Kohlestäbe, welche vorne angebracht sind, und einem CFK Stab, (dieser ist mit  Silikonschlauch ummantelt um die Vibrationen zu dämpfen), welcher im Rumpf eingesetzt wird. Zur Befestigung werden serienmäßig Einschlagmuttern verwendet. Diese Einschlag-muttern welche aus Stahl sind, habe ich durch leichte, aus Aluminium welche schnell hergedreht  sind, ersetzt. (Gewicht ist alles). Das Loch im Rumpf ist den Chinesen wohl etwas zu groß ausgefallen, also habe ich eine Abdeckung aus Alu angefertigt und diese in das überdimensionale Loch geklebt.
kabienenhaube Krill Firma
Motorhaube (Cowling):
Die Motorhaube welche bei der Yak54 wie ein Wasserkübel aussieht ist leicht zu montieren. Alle Anschraubpunkte sind mit Kabeldurchführungen versehen um die Vibrationen zu dämpfen. Serienmäßig werden Einschlagmuttern verwendet, diese habe ich wie bereits bei der Kabienenhaube durch Aluteile ersetzt. Um eine exakte Position für die Bohrungen zu finden wurde alles mit Klebestreifen versehen und ausgemessen. Den Zugang zur Vergaserverstellung habe ich ein 20mm Loch gebohrt und mit einer leichten Kabeldurchführung versehen. Die Öffnungen für die Kühlung wurden mit dem Diamantrad von Proxxon hergestellt. Als Fleißaufgabe wurden noch die Öffnungen vorne in der Cowling gefräst.
cowling und 10 weitere Bilder
Weatronic:
Der Dual Receiver vereint einen hochmodernen digitalen Diversity-Empfänger, der zwei komplette getrennte Eingangkreise und zwei Antennen besitzt, mit einer leistungsfähigen Stromversorgungselektronik für starke Servos, die sich aus zwei hochstromfähigen Stromquellen speisen. Es wurde bei seiner Entwicklung höchsten Wert auf einfache Handhabung und maximale Funktionssicherheit gelegt. Seine Unanfälligkeit gegen Störungen jeder Art, seine Trennschärfe und Großsignalfestigkeit dürften einmalig auf dem Markt für Modellelektronik sein. Zudem werden keine Wechselquarze mehr benötigt, da der Digitalempfänger die Frequenzwahl selbst vornimmt (so genannter Synthesizer).
Dual Receiver können die PCM-Sender der Marken Futaba und Graupner/JR empfangen. Die Modulationsarten von JR/Graupner, das SPCM-Verfahren oder das Futaba PCM 1024 können gewählt werden. Für Nutzer von PPM-Sendern, etwa der Marke Multiplex, arbeiten die Dual Receiver auch mit diesem Verfahren. Dual Receiver eignen sich besonders für größere und größte Acro-Propellermodelle, Scale-Modelle, Hubschrauber und besonders auch für turbinengetriebene Jets und Helikopter. Auch große und größte Segler profitieren von seinen enormen Sicherheitsreserven und umfangreichen Funktionen.Die Weatronic habe ich auf eine Elabordämpfung welche mit einem Streifen Sperrholz zu einem Sandwich verarbeitet wurde geklebt. Dadurch ist es möglich die Schwingungen die ein Einzylinder Benzinmotor verursacht besser in den Griff zu bekommen.
weatronic weatronic
Spornfahrwerk:
Der Sporn welcher ebenfalls in bester Qualität, 5mm CFK dem Baukasten beigelegt ist wird mittels zweier M3 Imbusschrauben und einer Beilagscheibe am Rumpf befestigt, (flüssige Schraubensicherung nicht vergessen). Die Anlenkung erfolgt über einen Kugelkopf welcher in das Seitenruder versenkt und eingeklebt wird und eines Stahldrahtes. Diese Art der Anlenkung gefällt mir Persönlich nicht, leider ist das Seitenruder über dem Höhenleitwerksträger angelenkt und daher ist es nicht möglich eine saubere Anlenkung mittels Federn und Stahl-Nylonseilen zu bewerkstelligen. (Großflug). Das Spornrad mit gutem Gewicht ist ebenfalls dem Baukasten beigefügt.
HLW Servoeinbau:
Die Ausschnitte für die Servohebeln wurden bereits werkseitig vorgenommen, es ist lediglich die Folie zu entfernen und nachzubügeln. Ich habe die Teile, welche nicht von der Folie überzogen sind, mit verdünntem Epoxydharz behandelt um sie gegen Benzin und ÖL zu schützen. Die Antirotierstifte welche aus CFK-Rohr sind wurden mit UHU Plus Endfest eingeklebt, die Bohrungen habe ich mit einer Rundnadelfeile genau eingepaßt da kleine Korrekturen notwendig waren. Die Bohrungen für die Servobefestigungen  wurden  ebenfalls bereits in die vorgefertigten Servobretter mit Laser eingebrannt. Also besteht die Arbeit aus der Bohrung der vier Löcher und dem einschrauben der Servos sowie der Herstellung der Ruderanlenkung (diese liegt ebenfalls in guter Qualität dem Bausatz bei).Die Originalservostecker  wurden abgeschnitten und gegen einen grünen und einen roten MPX Stecker ersetzt.
hlw und 5 weitere Bilder
Zündbox:
Die Zündbox wurde am Motordome mit einer 4mm Moosgummi-Unterlage befestigt, ebenso der Akku. Ich verwende die neuen Emcotec Zellen wegen der geringeren Selbstentladung. Die Zündung wird über einen freien Kanal und über einen Zündschalter der Firma SM Modellbau geschaltet. Der Zündschalter 3 ist zum Ein- und Ausschalten von elektronischen Zündungen bei Benzinmotoren per Fernsteuerung entwickelt worden. Neu beim Zündschalter 3 ist die Möglichkeit, ihn parallel zum Gasservo zu betreiben. Das heißt, der Zündschalter 3 wird am Gaskanal des Empfängers angeschlossen. Dadurch kann ein Empfängerausgang eingespart werden! Dazu lassen sich der Schaltpunkt und die Schaltrichtung beliebig einlernen. Damit kann man erreichen, dass die Zündung bei Leerlauf durch zurücknehmen der Gastrimmung abgeschaltet wird. Zusätzlich zu den zwei eingebauten Kontroll LEDs wird jetzt auch noch eine externe LED mitgeliefert, die an den Zündschalter 3 angeschlossen werden kann. Diese wird dann in der Rumpfwand montiert und ermöglicht eine einfache Kontrolle des Schaltzustandes. Der Zündschalter 3 ist der in allen Belangen überlegene Ersatz für den bisher verwendeten mechanischen Schalter.
zündung und 5 weitere Bilder
RC-Einbau und Anlenkungen:
Nach dem Einbau des Empfängers (Weatronic) wurde mit dem Gas und Chokerservo begonnen.beide Servos (Hitec HS85BB) kommen auf ein Sperrholzbrett welches zur Verstärkung des Motordomes benötigt wird.Die Anlenkung erfolgt mit 2 mm Stahldraht und Kugelköpfen um das Anlenkspiel möglichst gering zu halten. Der Servohebel für das Seitenruder welcher aus 3 mm CFK besteht  wurde stark überarbeitetum die Spannschlösser für einen größeren Drehwinkel einsetzen zu können. Angelenkt wurde das Seitenruder mittels eines Kugelkopfes welcher zwischen zwei GFK Ruderhörner gehalten wird, servoseitig erfolgt die Anlenkung mit einem Spannschloss. Alle Kabeln weisen einen Querschnitt von 0,5 mm² auf. Die Servostecker für den Empfänger wurden selbst gecrimpt, da ich gestückelte Kabel  nicht besonders schön und vor allem Fehler anfällig finde. DieSpannungsversorgung erfolgt über 2 Stück 3200mAh Lippoakkus der Firma Kokam. Als letztes wird noch der Ein-Aus Schalter mit den Leuchtdioden für die Akkuüberwachung eingebaut.
Gas Choke Seitenruderhebel
Tank:
Zuerst wurden die Petflaschen abgeformt, dieses mal aus CFK die Unterschale habe ich direkt auf das Holmaussenrohr  gesetzt und vorne und hinten mit einem CFK-Rohr abgestützt. Anschließend wurde alles mit R+G Harz verklebt. Der Einbau der Tankanlage stellte kein großes Problem dar. Die Schlauchverbindungen sind von der Firma Festo. Für die Betankung verwende ich ein selbstsperrendes Ventil, am Überlauf ist ein Endstopfen ebenfalls von Festo angebracht, damit beim Transport nichts auslaufen kann.
Tank Tank
Flächenbefestigung:
Die Flächenbefestigung besteht wie schon oben beschrieben aus Aluminiumstifte welche ich mit einem M6 Gewinde versehen habe. Über dieses Gewinde wird eine Unterlagsscheibe, auf welche O-Ring geklebt wurde, geschoben und mit einem Federsicherungsstift gesichert.
Wingfix Wingfix
Finish, Decals:
Schön langsam sehe ich Licht am Horizont und die Bauarbeiten gehen zu Ende. Die Abschlußarbeiten beziehen sich auf das aufkleben der Eigenwerbung ( www.pertlwieser.at ) sowie dem anbringen diverser Klebefolien.
Gas Choke Gas Choker
Querruderstecker Querruderstecker
Querruderanlenkung:
Querruder sowie Höhenruderanlenkungen erfolgen über Hitec 5955 TG Servos, 62 Gramm und werden mittels Ballinkverfahren angelenkt, eine Seite hat ein Linksgewinde, die andere ein Rechtsgewinde somit kann das Ruder ohne die Kugelköpfe öffnen zu müssen eingestellt werden.
Querruderstecker:
Die Originalstecker der Querruderservos habe ich abgetrennt und durch zweifarbige (rot, grün) MPX Hochstromsteckverbindungen ersetzt. Diese Art der Verbindung hat sich bereits bestens bei meiner Krill Katana 2,60m bewährt.
Ballink Querruderservo
Höhenruderstecker:
Die Öffnung für die Kabel zur Stromersorgung der Höhenruderservos ist eine der wenigen Sachen die ich an diesen sonst sehr gut ausgeführten ARF Modell kritisieren muß. Es ist mir ein völliges Rätsel warum die Chinesen einen derart großen Ausschnitt für die Höhenruderstecker gewählt haben. Nach einigen Überlegungen entschied ich mich das ganze Loch zu füllen und einen MPX Stecker samt dazugehörender Fassung einzubauen. Die Füllung habe ich aus einem Kohle-Balsa Sandwich erstellt und mit R+G Harz eingeklebt. Die Kabeldurchführung und deren Verlegung im Rumpf gestaltete sich als Sysifussarbeit. (da wird man erfinderisch).
HLW Stecker HLW Stecker
Akkus und Schwerpunkt:
Bevor die Akkus eingebaut werden, sollte man sich den Schwerpunkt ansehen. Da ich Kokam Akkus 2x 3200 mAh mit einem Gewicht von 360 Gramm verwende, ist es nicht unerheblich wo die Akkus sich im Rumpf befinden. Laut Baubeschreibung von Somenzini sollte der Schwerpunkt sich zwischen  180mm – 200mm von der Hinterkante des Querruders zur Nasenleiste, am Randbogen gemessen betragen. In seiner Anleitung sind einige Bilder von der Anordnung der RC Komponenten ersichtlich, bei mir kommt die Weatronic zum Einsatz, daher kann ich diese Positionierung der Teile nicht übernehmen. Das Akkupack wird vor den Tank plaziert, die Stromkabel zum Empfänger wurden um 30 cm verlängert und die beiden MPX Stecker wurden im Rumpf festgeklebt. Die meiste Arbeit bestand darin eine gute Lösung für die Befestigung der Akkus zu finden, da sie sich leicht aus dem Modell entfernen lassen sollen (Laden außerhalb des Rumpfes). Der Akkupack welcher mit Klettband versehen ist wird mit einem CFK-Rohr niedergehalten. Nach vorne kann er nicht verrutschen da er am bespannten Spant ansteht, hinten steht er am Tank an (Schaumstoff). Das CFK-Rohr wird von der Wurzelrippe aus mittels zweier M2,5 mm Schrauben gehalten (siehe Bilder). Die Feinheiten zum erlangen der richtigen Schwerpunktlage kann mit dem Emcotec Zündakku bewerkstelligt werden.
Das Antennenkabel wurde mit einem 1,8 mm Mini Bananenstecker und einem Bowdenzugrohr in der Fläche verlegt, somit ist es möglich einen 90 Gradwinkel zwischen den beiden Antennen zu erreichen.
Akkuhalterung MPX Stecker
EWD Kontrolle:
Obwohl es sich um ein ARF Modell handelt sollte man doch den Einstellwinkel überprüfen. Der Begriff Einstellwinkel wird auch für den Winkel zwischen Höhenleitwerk und Rumpflängsachse gebraucht. Der Einstellwinkel für die Tragflügel und der Einstellwinkel für das Höhenleitwerk ergeben zusammen die EWD (Einstellwinkeldifferenz).Nach dem Anlegen des Meßgerätes staunte ich nicht schlecht, war doch die EWD an den Höhenrudern um ca. 1,5° unterschiedlich. Also alles noch mal in die Waage um den Fehler zu suchen. Flächen auf 0°, Rumpfsehne auf 0°, siehe da der Antirotierstift am rechten Ruder war um einiges zu hoch. Der Fehler war schnell behoben, die Aufnahme für den Stift wurde ausgefeilt, der Stift sowie dessen Umgebung wurde mit Trennmittel bestrichen und das noch zu große Loch wurde mit Epoxydharz gefüllt. Das Ruder wurde nun neu eingerichtet und nach den Durchhärten des Klebers war eine neue Passung mit richtigem Winkel entstanden. (Vertrauen in ARF Modelle ist gut Kontrolle ist besser).
Winkel Winkel
Seitenruder Seildurchführung:
Schon wie ich bei der Firma Lindinger den Baukasten auf eventuellen Bruch und Vollständigkeit der der Teile in Augenschein genommen habe ist mir diese überdimensionale Seildurchführung für das Seitenruder extrem negativ aufgefallen. Zuerst dachte ich mir es muß wegen der großen Ruderhebel so sein, doch nach Vollendung der Bauarbeiten stellte sich heraus, daß das Ruder auch bei Vollausschlag diese große Öffnung nicht benötigt. Nach reichlicher Überlegung entschied ich mich doch etwas weisse Folie darüber zu bügeln (Folie vom Rumpf wo die Fläche eingesetzt wird). Um das Flickwerk etwas zu vertuschen habe ich noch ein Klebebild von Hitech draufgemacht.
Seildurchführung Seildurchführung
Hauptfahrwerk:
Da ich Beruflich und Familiär in den letzten Tagen sehr ausgelastet war erklärte sich mein Freund und Kunstflugkollege Walter Pirngruber bereit das Hauptfahrwerk zusammenzusetzen. Es besteht aus 5mm Glasfaser, (leider sehr weich) die Achsen sind aus 6mm (8.8  Imbusschrauben 65 mm Länge). Diese Schrauben wurden leicht überdreht um Gewicht einzusparen. Anschließend wurde ein Drehteil aus ca. 7 mm Platinenmaterial hergestellt und in die Radverkleidung, welche sehr leicht und bereits sauber vom Hersteller lackiert wurden, eingepaßt. Gesichert wurden die Radverkleidungen mit Silikon gegen verdrehen. Dadurch kann die Radverkleidung auch nicht mehr so, wie man es bei vielen anderen Modellflugzeugen zur Genüge sieht umherwackeln. Leider wurden keine Räder dem Baukasten beigelegt.
Fahrwerk Fahrwerk
SD Kartenslot und Spiner:
Der Weatronic Dual Receiver ist mit einem Aufzeichnungssystem ausgestattet ist muss ein Zugang zur SD Karte gewährleistet sein. Ich kann die Speicherkarte durch den Flügelanschluss entnehmen.Eine bordeigene SD/MMC-Karte speichert den Spannungsverlauf der Akkus, den Stromverbrauch, die Feldstärken der empfangenen Funksignale, die Anzahl der gültigen und der Failsafe-Signalpakete (Frames), die verwendete Antenne, die Umschaltvorgänge zwischen den Empfangsteilen, die Positionen aller angeschlossenen Servos und die Betriebstemperatur. Das anfallende Datenvolumenbeträgt etwa 8 MB pro Stunde, d. h. eine 128-MB-Karte reicht ca. 16 Stunden, eine 512-MB-Karte gut 48 Stunden.
Der Spiner mit einem Durchmesser von 102 mm kommt von der Firma Lindinger und ist in Leichtbauweise gefertigt die Grundplatte besteht aus Aluminium welche sauber ausgebohrt ist. Der Rest besteht aus Glasfaserkunststoff und ist sauber Ausgewuchtet. Die Befestigung am Aluminiumteil erfolgt mit 6 kleinen Schrauben (so wie bei den Großen). Den Ausschnitt für den Prop fertigte ich so, wie es bei den teuren Aluminiumspiner gemacht wird.
SD Karte SD Karte
Probelauf am 10.05.2007:
Nach einer Bauzeit von 90 Stunden (Exel Tabelle sollte jeder führen, dann weiß mann, frau wo die Zeit geblieben ist) sowie einer 25-stündigen Zeit für die Erstellung der Baubeschreibung konnte ich es kaum mehr erwarten das Triebwerk Anzulassen. Also Benzin im Verhältnis von 1:32 gemischt, (ÖL Bel-Ray1) alles in den Tank und los ging`s. Genau so wie in der detailreichen Anleitung von Desert DA50 beschrieben, lies sich das Triebwerk starten (ansaugen, umdrehen, und er läuft). Ich hoffe es bleibt so.
Probelauf Probelauf
Nachbesserungen:
Durch das mehrmalige zerlegen des Modells konnte ich eine relativ schnelle Ermüdung des Balsaholzes im bereich des Holmrohres feststellen. (Außenbeplankung). Da man doch dagegenhalten muss um das CFK-Rohr einzusetzen, oder beim aufrüsten der Fläche. Abhilfe schaffte ich mit zwei kleinen CFK-Balsasandwich Plättchen welche zur Verstärkung zwischen Spannt und Außenbeplankung eingeharzt wurde. Um das Modell besser Tragen zu können ohne gleich angst haben zu müssen des es gleich hinunterfällt habe ich den hinteren Spannt durch zwei Streifen Kohlefaser von 1,5 mm verstärkt, diese Änderung wiegt kaum etwas und wirkt wie ein Griff.
CFK Spant CFK Spant
Ansichten:
Bevor es zum Erstflug geht, wird noch einmal alles durchgesehen und kontrolliert, um ja nicht eine Kleinigkeit zu übersehen. Da gab`s doch schon die Dümmsten Fehler. Am Seitenruder wurde noch der Adler vom Aeroclub angebracht.
Ansichten Ansichten
Erstflug:
Der Erstflug fand am 11.05.2007 am Modellflugplatz des MFC Linz statt.
Da der Motor schon beim Probelauf seine hervorragenden Start -und Laufeigenschaften unter Beweis gestellt hat, brauchte ich nicht lange am Vergaser zu drehen. Zuerst ein Reichweitetest man liest ja soviel über mangelnde Reichweite der Weatronic, mit eingeschobener Antenne konnte ich mich ca. 300m entfernen und der Empfänger ging immer noch (selbiges Symptom habe ich auch bei meiner Krill Katana S 2,60m). Also Gas rein und ab ging’s. Die Verstellung der Trimmung beschränkte sich auf das Seitenruder welches um 2 Zähne nach links getrimmt werden musste. Die Flugeigenschaften des Modells sind phänomenal egal ob gestoßen, gerissen, langsame oder schnelle Rollen alles geht hervorragend. Die Flachtrudler sind mit diesem Modell einfach ein Traum gleichgültig ob positiv oder negativ. Loopings ohne rauszufallen, kein Problem. Im Messerflug ist kein Mischer (Seitenruder – Höhenruder) erforderlich, Messerflug ohne Ende. Der Turn siehe da, die Yak zieht leicht nach links, dachte Ichs mir doch, am Abend wurde der Seitenzug um ca. 0,5 Grad nach rechts erhöht. Der Landeanflug sowie die Landung ein Kinderspiel. Durch die Profildicke von 65 mm kann das Modell extrem langsam geflogen werden. Es ist keine Tendenz zum Strömungsabriss ersichtlich, also werde ich den Schwerpunkt noch ein kleinwenig nach hinten verlegen (ca. 2cm an der Wurzelrippe).
Am übernächsten Tag bestätigten sich die kleinen Änderungen. Der Turn geht nun wie mit dem Lineal gezogen nach oben, genau so gerade geht’s auch wieder in die Vertikale nach unten. Der Harrier und die Powerrollen lassen sich durch die Veränderung des Schwerpunktes wesentlich leichter und stabiler fliegen. Die Ruderabstimmung für die Snaps muss ich mir erst erfliegen,  ebenso die richtigen Expoeinstellungen (diese Abstimmungen dauern immer einige Flugtage).
Spiner Spiner
erstflug erstflug
erstflug erstflug
Heute habe ich mit der Yak54 den hundertfünfzigsten (150) Flug absolviert:

Fazit und was wurde verändert:

Reparaturen und Nachbesserungen:
Der vorderste Spannt in der Kabienenhaube musste nachgeklebt werden.Die Gummitüllen (Kabeldurchführungen) für die Befestigung der Motorhaube wurden durch etwas härtere ersetzt (diese schlagen sich nicht so schnell aus). Das Spornrad wurde durch eines von der Firma KDH ersetzt, da das dem Baukasten beiliegende keine lange Lebensdauer hatte (zu weicher Moosgummi).
Das Hauptfahrwerk könnte etwas stabiler sein. Der Propeller wurde von 22x10 auf 23x8 geändert, die Firma Mejzlik wurde beibehalten.Das Flugzeug fliegt nun wesentlich langsamer, Steigflug und die Abwärtspassagen können nun annähernd mit gleicher Geschwindigkeit durchflogen werden.
Der zweite Vorteil liegt darin, dass der Geräuschpegel wesentlich gesenkt werden konnte.

Motor:
Der DA 50-R zeigt seine überragende Stärke im Anspringverhalten und einem geringen Benzinverbrauch. Die zuverlässige Desert Aircraft Batteriezündung hat selbstverständlich automatische Zündzeitpunktverstellung für hohe Leistung und ist abgeschirmt.
Für die Zündung reicht ein 1000mAh Akku für einen Flugtag vollkommen aus. Die Außergewöhnliche Laufruhe durch Computer Optimierung, welche von Desert Aircraft beschrieben wird, konnte ich aber nicht nachvollziehen (auch nicht bei anderen Modellen am Flugplatz).
Der Motor neigt zu einem etwas härteren und raueren Laufverhalten, die Leistung und das Gewicht des Triebwerks sind aber phänomenal. Nicht zuletzt durch die hochglänzende Aluminiumoberfläche sieht der DA 50-R auch noch unverschämt gut aus, fast schon zu schade um ihn unter der Motorhaube zu verstecken.

Abstimmung der Ruder:
Die Höhenruder Servohebel (Hitec lang) wurden noch um 1cm verlängert um den vom Hersteller empfohlenen 90mm Ruderausschlag zu erreichen.Diese Verlängerung finde ich nur für den Überschlag notwendig, bei allen anderen Figuren reicht ein kleinerer Ruderausschlag völlig aus.Die Differenzierung der Querruder wurde von mir mit minus 8% vorgenommen, somit rollt das Modell meiner Meinung nach am best
en, anfangs konnte ich einen minimalen seitlichen Versatz in Rollrichtung feststellen.

Querruder:
75mmAusschlag
50% Expo
Diff - 8%
Höhenruder:
90mmAusschlag
50% Expo
 
Seitenruder:
85mmAusschlag
54% Expo
 
EWD:
+ 0,5 Grad
   
Motorzug:
+ 0,5 Grad
zum Hersteller
 
Motorsturz:
- 0,5 Grad
zum Hersteller
 
Servos und Anlenkungen:
Die Hitec Servos zeigen nach 250 Flügen noch kein Getriebespiel. Die Neutralisierung um den Nullpunkt, sowie der Gesamteindruck der Rudermaschinen ist immer noch perfekt.
Die Ruderanlenkungen mit den Originalen Kugelköpfen zeigen keinerlei Abnützungserscheinungen und haben sich mittels des Ballink-Systems bestens bewährt.


Side Force Generator: (SFG, Winglets)
Den SFG habe ich einmal zu Testzwecken am Modell durch doppelseitigem Klebeband angebracht.
Nach 3 Flügen konnte ich keinen nennenswerten Unterschied feststellen, außer das die Optik des ansonst schönen Modells leidet und die Aufrüstzeit erhöht wird.
Die Gewichtserhöhung um 100 Gramm war nicht merklich spürbar. Der SFG wird nicht mehr angebracht.

Fazit nach 250 Flügen:
Alles in Allem muss ich sagen, dass ich immer noch von der Qualität der Somenzini Yak54 begeistert bin.
Ich konnte bis jetzt keine Risse, Brüche, lose Folien oder andere Verschleißstellen entdecken.
Ein super ARF Modell, in sehr guter Qualität, zu einem fairen Preis, welches sehr neutral  und einfach zu fliegen ist.

spornrad spornrad