N e w s t i c k e r

Änderungen auf www.intelligentdesign.de.vu, wichtige Hinweise und kurze Kommentare.

 



+22.11.2007: Neuer Beitrag

+07.10.2007: Neuer Beitrag

+28.05.2007: Neuer Aufsatz

+16.01.2007: Neuer Aufsatz. Ich bitte meine Blogging-Tätigkeit unter http://evolution-schoepfung.blogspot.com/index.html zu beachten.

+15.12.2006: Einige ID-Vertreter haben Probleme bekommen, als sie versucht haben, nachweislich falsche bzw. irreführende Ausführungen zu ID auf Wikipedia zu korrigieren. Dokumentiert hat den Fall Christoph Heilig unter http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2006/12/wikipedia-die-freie-enzyklopdie.html .

+15.11.2006: Auf Christoph Heiligs Blog ist unter http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2006/11/hintergrundinformationen.html ein Eintrag erschienen, der einige interessante Hintergründe zur derzeit im deutschen Sprachraum geführten Debatte um „Evolution/Schöpfung“ im Unterricht beleuchtet. Dieser Eintrag beinhaltet auch ein PDF, für das ich Christoph Heilig Webspace von meiner Homepage zur Verfügung stelle, bis er selber über solchen verfügt. Kurz nach dem Heilig diesen Beitrag einstellte, fühlte sich ein anonymer (jedoch vertraut wirkend wortgewaltiger) Kommentator dazu bemüßigt, mir zu unterstellen, ich würde mich für irgendwelche Pinky& der Brain-like Pläne „instrumentalisieren“ lassen, was ich trotz limitierter Zeit mit einem Kommentar gewürdigt habe.

+07.11.2006: Nein, www.intelligentdesign.de.vu ist nicht gestorben. In letzter Zeit gilt meine Aufmerksamkeit bloß etwas weniger der Ursprungsdebatte, ein Trend, der sich wahrscheinlich in Zukunft noch verstärkt. Zum Thema „Selbstorganisation“ - ein Begriff der teilweise beinahe mythischen Charakter hat und oft mit Argumentationsversuchen gegen ID einhergeht -, empfehle ich folgendes Paper:

D.L. Abel, J.T. Trevors, Self-organization vs. self-ordering events in life-origin models, Physics of Life Reviews (2006), doi:10.1016/j.plrev.2006.07.003 (in press)



+16.07.2006: Einen Besuch wert ist Christoph Heiligs Blog „Evolution vs. Schöpfung - einfach mal reinsehen, da ist für jeden was dabei.

+14.06.2006: Neuer Aufsatz online verfügbar. Inzwischen habe ich auch eine Seite für mein demnächst erhältliches Buch eingerichtet.

+07.06.2006: Wie bringt man ein Paper durch's Peer Review, welches ganz offensichtlich ID-Fragestellungen verfolgt? Sehr simpel: Einfach behaupten, es hätte nichts mit dem ID-Movement zu tun. D.h.: Wenn es so aussieht wie ID, sich so verhält wie ID und den gleichen Charakter hat – einfach behaupten, es sei kein ID. Das funktioniert anscheinend, wie man sich hier überzeugen kann. Das Paper soll in „Mod.Phys.Lett.A“ veröffentlicht werden. Interessantes Detail: Eine frühe Version des Papers hatte den Satz „Our work does not support the Intelligent Design movement in any way whatsoever...“ noch nicht im Abstract – siehe: http://xxx.lanl.gov/abs/physics/0510102v1 Vielleicht wird in Zukunft ein Paper veröffentlicht, welches mit einem ähnlichen Argumentationsschema fragt, wie man Design in der Organismenwelt erkennen könnte. Aber natürlich hätte das gar nichts mit ID (TM) zu tun...

+19.05.2006: Leserbrief online

+07.04.2006: In der Wissenschaft™ gibt es keine Debatte um ID.  ID ist Religion und Philosophie, keinesfalls aber Wissenschaft™. So das Motto vieler ID-Gegner, wobei ich einige gefunden habe, die eine komplexere und differenziertere Sicht der Dinge vertreten. Trotzdem findet sich in der aktuellen Science-Ausgabe vom 7. April (2006) eine wissenschaftliche Arbeit, welche immerhin einen wichtigen ID-Theoretischen Ansatz aufgreift und angreift... . Mit Forschungsergebnissen wohlgemerkt, Daten die der biologischen Realität entnommen sind. Hier die Pressemitteilung der Universität Oregon. Man darf freilich gespannt sein, ob auch eine wissenschaftliche Diskussion zugelassen wird, in der ID-Vertreter zu Wort kommen. Es könnte allerdings sein, dass die Zeit dazu noch nicht reif ist, es ist von den heutigen Machern von Wissenschaft™ nicht immer vorgesehen, die Gegenseite zu Wort kommen zu lassen. Für diesen (spekulativen) Fall existieren hier erste Kommentare von IDlern, besonders sei auf die Replik von Behe aufmerksam gemacht und den Kommentar von Paul Nelson.

+24.02.2006: Wieder einmal einige „News“:

1)      Neuer Aufsatz.

2)      Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn Kreationisten als Druckmittel bei fachlichen Auseinandersetzungen zwischen Evolutionsvertretern gebraucht werden. Diese Strategie hat jedenfalls Alan Feduccia in der Debatte um die Entstehung der Vögel angewandt:  "The theory that birds are the equivalent of living dinosaurs and that dinosaurs were feathered is so full of holes that the creationists have jumped all over it, using the evolutionary nonsense of 'dinosaurian science' as evidence against the theory of evolution," he said. "To paraphrase one such individual, 'This isn't science . . . This is comic relief.'" (Quelle)

3)      Georg Menting hat auf seiner Site www.kritische-naturgeschichte.de einige sehr  interessante Beiträge eingestellt. Ein Beitrag beschäftigt  sich z. B. mit der "explosiven" Artbildung bei ostafrikanischen Buntbarschen (hier). Dieser ursprünglich von der Naturwissenschaftlichen Rundschau veröffentlichte Beitrag besteht nicht nur aus einer biologischen Komponente, sondern wird durch einen erbosten Leserbrief erweitert, in dem heftig kritisiert wird, dass Menting sich erlaubt hatte, auch Autoren wie Scherer und Lönnig zu zitieren. Hier ist es möglich, ein leider nicht seltenes Verhaltensmuster des neodarwinistischen Establishments unter kontrollierten Bedingungen (d.h. mit Replik des Angegriffenen) zu studieren. Dieses Verhaltensmuster tendiert jedoch leider dazu, die eigentlichen biologischen Sachfragen in den Hintergrund zu rücken... Georg Menting vertritt keine Schöpfungslehre und ist auch kein  ID-Vertreter. Meines Wissens ist er nicht einmal Theist. Trotzdem muss er sich aufgrund seiner heftigen Opposition zum neodarwinistischen Mainstream gelegentlich den Vorwurf gefallen lassen, dass er "kreationistische Pseudowissenschaft" bewerbe oder gar ein "Kreationist" sei. Herrn Menting scheint dies nicht zu stören, weil für ihn der Begriff "Kreationismus" offenbar nicht negativ belegt ist. Zumindest hat er sich auch in späteren Arbeiten nicht davon abhalten lassen, "kreationistische Autoren" zu zitieren.

 

+20.01.2006: Einige „News“:   

1)      In ORF2 (17.01.06, „Philosophicum“, 23.05) wurde die Sendung „Schönborn, Darwin – und kein Ende: Der Streit um die Evolutionstheorie“ ausgestrahlt. Teilnehmer der Diskussionsrunde waren Kardinal Schönborn, der Biologiehistoriker Thomas Junker und die Philosophen Robert Spaemann und Josef Mitterer. Übrigens war auch Ulrich Kutschera im gedruckten Fernsehprogramm angekündigt (auch im Internet unter http://tv.orf.at/program/orf2/20060117/363258501/ , was aber einige Tage vor der Debatte geändert wurde), statt ihm scheint Thomas Junker eingesprungen zu sein. Schade, ich hätte gerne einmal den „Chef-Verteidiger“ der Evolutionsbiologie im deutschen Raum in Aktion gesehen.  Eines vorweg: Im Gegensatz zur Ankündigung des Trailers ging es dort nicht um ID; ID spielte in der Debatte eher die Rolle eines Modewortes, welches man heutzutage eben sagt, wenn die Ursprünge diskutiert werden. Vermutlich war eine Debatte um ID auch nicht im Sinn der Sendung, ansonsten hätte man sicher einen ausgewiesenen ID-Vertreter in die Runde gesetzt. Trotzdem ist die Debatte nicht uninteressant, man kann sie hier abrufen.

2)      Mir sind die Begriffe „Theo-Biologe“ und „Theo-Philosoph“ aufgefallen, als ich in den Texten von Mitgliedern der AG-Evolutionsbiologie (www.evolutionsbiologen.de ) gelesen habe. Im Prinzip bedeutet das nur, dass die angesprochene Person Biologe/Philosoph ist und einen theistischen Hintergrund hat. Solche Begriffskreationen sind wirksame rhetorische Stilmittel, keine reinen Beschreibungen. Dies erkennt man an dem Sachverhalt, dass sie inkonsequent angewandt werden. Jedenfalls habe ich in den angesprochenen Texten eine Bezeichnung wie „Atheo-Biologe“ oder „Atheo-Philosoph“ vermisst – er würde doch lediglich Personen ansprechen, die Biologen/Philosophen sind und einen atheistischen Hintergrund haben. Aber hier zieht sich ein Bruch durch das Etikettensystem – oder hätte nicht auch ein Zoologe wie Richard Dawkins, der bekennender Atheist ist und geradeheraus einräumt, dass Darwins Evolutionstheorie auf den Atheisten intellektuell befriedigend wirkt, ein Etikett wie „Atheo-Biologe“ verdient? Nach der Logik mancher vielleicht schon, aber andere würden argumentieren, dass Dawkins (evolutions)biologische Ausführungen unabhängig von seiner Ideologie bewertet werden müssen und deshalb eine Begriffskreation wie „Atheo-Biologe“ irreführend ist. Das kann man natürlich auch in die andere Richtung argumentieren...

3)      Bob Murphy zu der Qualität typischer Einwände gegen ID:  http://www.lewrockwell.com/murphy/murphy102.html

 +21.12.05: Zur Abwechslung eine Sache, die fast so großen Seltenheitswert hat, wie Wüstenspringmäuse in der Antarktis oder nicht abgelaufene Milch in meinem Kühlschrank (*Trommelwirbel*): Ein Artikel zu ID, der von einem Journalisten verfasst wurde und nicht nach den üblichen vorgefertigten Modulen* aufgebaut ist:  http://jungle-world.com/seiten/2005/51/6852.php Der Artikel trägt unübersehbare Anzeichen dafür, dass der Autor selbst nachgeforscht und nachgedacht hat, anstatt die üblichen vorgefertigten Brocken zu ID unkritisch zu übernehmen.

* Einige Auszüge: Modul01: „ID ist eine neue Strategie von Kreationisten/Fundamentalisten, um...“ Modul06: „Führende Wissenschaftsorganisationen in den USA stufen ID als Pseudowissenschaft ein...“ Modul10: „ID ist wissenschaftlich widerlegt, die Argumente unhaltbar...“ Modul27: „ID ist nicht testbar, einen Designer kann man überall postulieren...“ Modul34: „ID-Vertreter sind meist religiös motiviert, daher ist ID Religion und nicht Wissenschaft...“ Modul36: „Mit ID käme der Supernaturalismus in die Wissenschaft...“ ...

+07.12.05: Aus gegebenen Anlaß wieder einmal die Toleranzfrage: Unlängst war ich bei einem Symposium in Salzburg, in dessen Rahmen auch Evolutionskritiker sprechen durften. Die Veranstaltung war durchaus positiv, ich konnte mit vielen Teilnehmern sprechen und habe festgestellt, dass ID zwar auf Skepsis und kritische Anfragen stößt, aber von vielen nicht kategorisch abgelehnt wird. Ich würde sagen, dass das Klima insgesamt konstruktiv und freundlich war. Neben vielen positiven Erlebnissen gab es auch einige ziemlich krasse Vorfälle. Namen und genaue Daten möchte ich hier bewußt nicht wiedergeben, meine Angaben wären aber durch Aufnahmen und/oder Augenzeugen dokumentierbar. Ein sehr bekannter deutscher Kreationist hatte dort am ersten Tag einen Vortrag gehalten, in dem er praktisch nur Evolutionskritik brachte. Zwar gab es unmittelbar nach dem Vortrag einige „stürmische“ Reaktionen, aber diese fand ich in dem Sinne in Ordnung, als sie zwar heftig waren, aber dennoch nicht intolerant. Emotionen und starke Überzeugungen sind nicht das wesentliche Problem. Am zweiten Tag des Symposiums wurde jedoch von einem Referenten ein Redeverbot für den Kreationisten gefordert, er bezeichnete es sinngemäß als Ungeheuerlichkeit, jemanden mit einer solchen Position im Rahmen des Symposiums auftreten zu lassen – man hätte ihn nicht einladen dürfen... Wie nett, ein Redeverbot! Redeverbote alleine kommen natürlich ziemlich schlecht rüber, aber „zum Glück“ hat der besagte Referent dies anschließend gerechtfertigt: Der Kreationist, bzw. seine Position, sei eine Bedrohung für die Werte der Aufklärung und für die Menschenwürde... – boah, wenn jemand so gefährlich ist, muss man ihm natürlich schon den Mund verbieten! Kurzform: Man bastle sich ein Bedrohungsszenario und fordere darauf basierend ein Redeverbot – woher kennt man diese Taktik bloß...? Eine andere Situation war auch ziemlich „einprägsam“: Ein nicht unbekannter ID-Vertreter durfte sich nach seinem Vortrag als „Lügner“ beschimpfen lassen. Er wurde sogar mit dem Gossenausdruck für eine, ähm, dorsal des Perineums gelegene Öffnung belegt. Der Kontrast ist bemerkenswert: Auf der einen Seite zahlreiche Akademiker und Wissenschaftler, die grundsätzlich mit sich reden lassen, bereit sind, vernünftig über eine Sache zu diskutieren, und auf der anderen Seite Menschen, die Vertreter heterodoxer Positionen mit Intoleranz überziehen – und dabei implizit oder explizit vorgeben, sie würden durch ihre Haltung die Wissenschaft schützen, „die Werte der Aufklärung“ wahren und der Menschenwürde einen Dienst tun. In diesem Zusammenhang zwei aktuelle Fallbeispiele:

http://www.miaminewtimes.com/Issues/2005-11-03/news/metro5.html Die Miami New Times berichtet hier über den Astronomen Guillermo Gonzalez, der Argumente für Planung im Kosmos formuliert hat und diese in einem Buch öffentlich vertritt. Dadurch ist er ziemlich unter Druck geraten, man kann nur hoffen, dass seine Karriere in der Forschung nicht zu sehr darunter leidet.

http://www.rsternberg.net/ Richard Sternberg ist ein Biologe, der den Fehler gemacht hat, ein ID-Paper in einem kleinen Biologie-Journal zu publizieren. (Sternberg ist übrigens kein ID-Vertreter, wie ich unlängst erfahren habe.) Für Sternberg hat das üble Konsequenzen, obwohl er inzwischen von vielen falschen Vorwürfen durch externe Gutachten entlastet wurde.

+21.11.05: Rezension von Isau’s Roman „Die Galerie der Lügen“.

+08.11.2005: Dieses Video ist jedes Byte der rund 7,9 Mb wert, die es groß ist: http://www.npn.jst.go.jp/index.html bzw. http://www.npn.jst.go.jp/movies/FlagellarAssembly.mpeg Auf der Website des Protonic NanoMachine Project (hier) findet sich noch mehr biologische Nanotechnologie in Aktion, aber der Zusammenbau des Motors und der Geißel in obigem Video ist für meinen Geschmack am beeindruckendsten. 

+06.11.2005: Die Los Angeles Times hat einen lesenswerten Bericht über Behe, in Zusammenhang mit seinem (offensichtlich wirkungsvollen) Auftritt im Zeugenstand (siehe Dover-Prozess/Eintrag vom 26.10.05), gebracht: hier Sie zitiert Ruse u.A. mit den Worten: "We tend to think these people favoring intelligent design are all evil people, and they're not. That's the trouble on my side. Our opponents come in different shapes and sizes, and Michael [Behe] is proof of that." Unterhaltsam ist schließlich das Ende des Berichts, wo beschrieben wird, wie Behe auf einen Urenkel Darwins trifft, der ihn laut LA-Times mit Fragen wie „Why do you demonize Darwin?“ und  „Why can't you leave Darwin alone?“ konfrontiert. 

+26.10.2005: Um es vorweg zu nehmen: Ich bin gegen ID in den Biologie-Lehrplänen. Meiner Meinung nach muss sich ID durch gute Argumente und überzeugende Forschungsarbeit durchsetzen, aber sicher nicht durch Siege vor Gericht oder politische Einflussnahme. Trotzdem hat der Dover-Prozess einige sehr interessante Beiträge zu den Sachfragen um ID generiert:  Hier findet sich die Info-Seite des Discovery-Instituts zum Prozess. Neben unzähligen verlinkten Artikeln aus der US-Presse finden sich dort verschiedene Zeugenaussagen, auch die Zeugenaussagen von Behe, die letzte Woche Aufsehen erregt haben.   

+24.10.2005: Ich lese im Moment „The Plausibility of Life“ von Marc W. Kirschner und John C. Gerhart ((Yale University Press 2005). Man muss wirklich nicht zwischen den Zeilen lesen um zu erkennen, dass dieses Buch stark auf ID-Argumente abzielt (siehe auch hier und den Kommentar von Dembski hier ). Das hat schon was, denn man sieht, dass die von IDlern (und von vielen anderen Evolutionskritikern) aufgeworfenen Sachfragen/Einwände nicht dauerhaft von der Hand gewiesen werden können. (Für ein weiteres Beispiel siehe hier)      

+16.10.2005: Was passiert, wenn man das Flagellum einer Bakterie fixiert und der Rotationsmechanismus aktiviert wird? Auf der Website des Protonic NanoMachine Project (hier) findet man diesen Versuch und andere faszinierende Dinge. Gerne würde man die Kommentare der Herren Paley und Darwin dazu hören. Beide hatten keinen blassen Schimmer von solchen molekularen Maschinen, aber eines der von den beiden Herren vertretenen Ursprungskonzepte, sieht angesichts dieser Daten heute etwas bläßlich aus. Es ist wohl das Konzept, von dem viele sagen, es hätte den Anschein von Planung in der Organismenwelt als (durch ungelenkte Mechanismen erzeugte) Illusion entlarvt...    

+02.10.2005: In der Ursprungsdebatte existieren Begriffe, die primär Verwirrung stiften. Gerade bezogen auf teleologische Positionen (alle Positionen, bei denen Planung und somit Intelligenz Teil der Antwort auf die Ursprungsfrage ist) sind solche Begriffe eher noch mehr geworden - ein Beispiel: Intelligent Design-Kreationismus Bezeichnet das Kreationisten die ID vertreten? Eine neue Variante des Kreationismus? Clever aufgebauten, intelligent geschaffenen, Kreationismus? Eine seltsame Intelligent Design-Schöpfungslehre? Man sieht schon: Inhaltlich kann man den Ausdruck vergessen (sofern er nicht exakt definiert und differenziert eingesetzt wird), er bringt nichts. Was er jedoch trotzdem bringt, sind Assoziationen (z.B.: ID=Kreationismus=Religion) und Vorurteile (z.B.: ID=Religion im Tarnmantel), welche vorteilhaft sind, wenn es darum geht, gegen ID zu argumentieren (oder/und zu polemisieren) und beim unvorbereiteten Publikum eine bestimmte Wirkung zu erreichen. Anders gesagt: Begriffe wie Intelligent Design-Kreationismus gehören in das Sortiment der verbalen Special Effects. Doch die aufwändigsten Showeffekte können längerfristig nicht über einen dünnen Inhalt hinweg täuschen, dass funktioniert bei Filmen nicht und in Ursprungsdebatten ebenfalls nicht. In diesem Zusammenhang zwei neue Links, die mir unlängst untergekommen sind:

Ross, M 2005, " Who Believes what? Clearing up Confusion over Intelligent Design and Young-Earth Creationism " Journal of Geoscience Education 53(3):319-323

SG Wort+Wissen: Worin unterscheiden sich Kreationismus und "Intelligent Design"? Rubrik „Schöpfung: Fragen und Antworten“

+29.08.2005: Zu dem Beitrag von Steve Jones in der ZEIT (siehe Newsticker vom 12.08.2005) habe ich diesen Leserbrief an die ZEIT geschickt. Er kann, wie mir mitgeteilt wurde, aus Platzproblemen nicht abgedruckt werden.

+17.08.2005: Im Fall „Sternberg“ hat sich was getan: http://www.nationalreview.com/comment/klinghoffer200508160826.asp bzw. http://www.washtimes.com/national/20050815-115224-2914r.htm Siehe auch: http://www.opinionjournal.com/taste/?id=110006220 und http://www.rsternberg.net/ für den Zusammenhang. Der Artikel  In Defense Of Intelligent Design von Dembski ist ebenfalls lesenswert.

+12.08.2005: Unter http://www.zeit.de/2005/33/Kreationismus?page=1 befindet sich ein sehr aufgeregt wirkender Artikel von Steve Jones. In Zusammenhang mit ID und Kreationismus stellt er die Dinge sehr unfair bzw. teilweise schlicht falsch dar und auch sonst sind seine Ausführungen mehr effektvoll als gehaltvoll. Seine Argumente bezüglich des Auges etwa sind nicht mehr die aktuellsten. Man vergleiche die Beiträge unter http://www.arn.org/docs/odesign/od171/retina171.htmhttp://www.arn.org/docs/odesign/od192/invertedretina192.htm und  http://www.wort-und-wissen.de/sij/sij71/sij71-1.html. Inzwischen hat sich der Punkt, dass die inverse Retina kein „Pfusch“ ist, auch in populären Betrachtungen etablieren können, z.B.: „It may seem counterintuitive that as it gets processed by the visual system, the signal travels from the back of the eye toward the eye's interior, rather than from the inner surface of the retina and out the back of the eye. But metabolically active photoreceptors need a lot of support. They are connected to a highly pigmented layer called retinal pigment epithelium (RPE) that grows atop a highly vascularized layer of tissue (choroid) carrying a heavy flow of blood. If the blood supply and the RPE were inside the eye, they would obscure light from the photosensitive cells. Explained Palanker: "That is why it's built upside down, because those cells on top—the bipolars and ganglions—do not require as many nutrients and as much metabolic support as do photoreceptors." (siehe http://www.rxpgnews.com/research/ophthalmology/article_876.shtml) Wenn Jones also meint  „Das entspräche einer Kamera, bei der die lichtempfindliche Seite des Films auf der falschen Seite liegt. Im Geschäft wäre diese Konstruktion ein Ladenhüter.“ verschweigt er dem Leser ein paar kritische Details. Nur weil etwas „counterintuitive“ oder „merkwürdig“ erscheint, ist es noch lange kein Pfusch. Die Wahrscheinlichkeit, dass hier in Wirklichkeit eine Lücke im eigenen Wissen und Verständnis vorliegt ist gar nicht niedrig – nur darf man dazu, um Jones tendenziöse Terminologie zu benutzen, nicht „denkfaul und arrogant“ sein. Besonders wenn es um hochkomplexe und nicht vollständig oder nur teilweise erforschte Systeme geht... Ach ja: Laut Steve Jones „denkfaule und arrogante“ Menschen haben zu der Debatte um „suboptimales Design“ einen sehr guten einführenden Artikel geschrieben, siehe  http://www.genesisnet.info/artikel/artikel.php?l=1&Artikel=1641&Sprache=de

+12.08.2005: Markus McNerney von FM108 beschreibt seinen Werdegang in der Ursprungsdebatte so: „It started for me a few years ago when I started learning about the problems with Darwinism.  ID Theory just came naturally for me, after that.“ (pers. Mitteilung) Die Auseinandersetzung mit den Verteidigern der Lehrmeinung und deren Argumentationen hat ihn auf spezielle Weise motiviert:  „The dogma makes me sick and the I feel this type of orthodoxy must be challenged with fervour.“ Diese „Glut“ drückte sich in Form eines HIP HOP Songs aus: Agency war geboren. Hier der Liedtext:

What's the matter with you? What's the matter with me? What's the matter with matter? The bottom line is that you don't know sh*t. That's funny, me too, but at least I know that, which is more than you. So let's get corrective and change this defective perspective and not be so damn selective They say reality is objective, but how can this be determined by humans, when humans are naturally subjective That means to me that that everything takes place within the mind and modified by individual bias And that's why they label ID theorists creationists, pound them with rhetoric and say that it's not science In fact, they say it's not testable and that it can't be disproved Did you ever stop to think that that's perhaps because it's true? They say it's not falsifiable, when the overwhelming evidence for design is certainly undeniable Chorus let's get corrective and change this defective perspective and not be so damn selective What I mean by that is that we just select only natural causes. Natural causes. x2 As far as I'm concerned it should be self-evident that Intelligent design is the more plausible explanation Genetic mutation simply cannot result in an increase in information or make a positive body plan modification Especially in terms of creating a new species, awe hell, it certainly doesn't explain the origin of the first cell And as for the fossil record; the Cambrian Explosion is not consistent with any evolutionary notion In fact, even the most eminent palaeontologists would easily concede it resembles a creation event There has never been any transitional species that would indicate common descent Laboratory experiments and probabilistic calculations have shown conclusively that proteins can't be formed by chance Feel free to tell me your theories-just please don't insult my intelligence by telling me it's a fact! Chorus let's get corrective and change this defective perspective and not be so damn selective What I mean by that is that we just select only natural causes. Natural causes. x2

Natürlich ist dieser Song nur ein besonders cleverer Trick um ID in den Biologieunterricht zu bekommen: Denn dieser ist (abhängig von der Lehrkraft...) bestimmt nicht immer so spannend, wie er sein könnte. Tragbare MP3-Player erleben in solchen Fällen Hochkonjunktur... Während also vom Lehrerpult aus erschallt, was für Schülerohren bestimmt ist, erschallen wesentlich eindringlicher nicht für Schülerohren bestimmte Inhalte über Kopfhörer... Und diesmal geht es nicht um Gewalt & Drogen, sondern um ID & Evolutionskritik (!!) -> der Untergang des Abendlandes steht bevor, der Zusammenbruch der Biowissenschaften, des Wirtschaftsstandortes und der Vernunft an sich! (Wenn einige eifrige ID-Gegner richtig liegen...) Aber immerhin ist man in Nature (436:753) optimistisch, den Kampf gewinnen zu können: „The fight will go on — but science and reason can ultimately win.“ Fragt sich nur, was passiert, wenn Wissenschaft und Vernunft gewinnen – ob uns wohl in diesem Fall z.B. der Darwinismus erhalten bleibt? Okay, Kampfrethorik und Polemik werden’s nicht entscheiden können, aber: Der nötige „Kick“ für eine Beschäftigung mit der Thematik ergibt sich daraus eventuell schon. 

+09.08.2005: ID ist am Cover der TIME. Und der Artikel in der Time ist – laut John West von Evolution News & Viewsnoch nicht einmal ein Verriß!  

+27.07.2005: Was haben Personen, die ihre Vorurteile und Fehlurteile bezüglich ID auffrischen wollen, mit Personen gemeinsam, die ID kennen oder vertreten und sich für die Thematik „Qualität des Wissenschaftsjournalismus bei kontroversen Themen“ interessieren? Beide Personengruppen könnten an dieser Sendung besonders interessiert sein. Ich greife mir hier einfach eine Passage heraus, die ich besonders kommentierungswürdig finde:  „O-Ton, Prof. Ulrich Kutschera, Uni Kassel: Die Uhr ist selbst das Endprodukt, das derzeitige Endprodukt eines Entwicklungsprozesses. Gehen Sie mal in ein Uhrenmuseum, da können Sie die Uhren zurückverfolgen über viele Jahrhunderte hinweg. Und der Uhrdesigner, also der Uhrmacher letztendlich, macht nichts anderes, als dass er Vorläufermodelle entsprechend abändert. Das heißt, die Uhr ist ein Beispiel für Evolution wie die Pflanze, wie das Tier.“ Das ist Kutscheras Erwiderung auf Paleys Uhrmacher-Argument. Jeder weis, dass Uhren das Produkt von Planung sind. Die Uhrenevolution beinhaltet in jeder Stufe Planung: Beim Abändern und Verbessern vorhandener Strukturen, bei der Erweiterung des Uhrsystems (etwa um eine Datumsanzeige), beim Übergang auf neue Technologien (mechanisch->digital) usw. Wenn hier zielloses Herumprobieren überhaupt eine Rolle spielte, dann nur eine sehr untergeordnete. Die Situation ist also mit dem „blinden Uhrmacher“ – dem ziellosen, ungelenkten Prozess der Evolution, welcher nur den unmittelbaren Vorteil kennt – nicht zu vergleichen. Aber dafür zeigt sich sehr schön, dass grundsätzlich auch ein Vorgang, in dem Planung und damit Intelligenzen/Designer die tragende Rolle spielten, den Eindruck einer graduellen Weiterentwicklung erwecken kann. D.H., es reicht nicht, nur aufzuzeigen, dass Dinge im Lauf der Zeit einer Entwicklung unterworfen sind*. Der Schlüssel ist es, den dazu gehörigen „Mechanismus“ aufzuzeigen. Und der ist im Fall der Uhrenevolution „Design“ und nicht „ungelenkte Evolution“. Kutscheras Trick ist ganz einfach, dass er „Design“ in „Evolution“ umbenennt. Genauer: Ein Design-Modus (=Schöpfungsmethode), nämlich die Weiterentwicklung bestehender Strukturen/Prinzipien durch Planung, wird mit dem Wort „Evolution“ benannt. Damit dürfte klar sein, dass Kutscheras Antwort das Thema verfehlt. Es könnte aber auch sein, dass ich Kutschera falsch verstehe: „Das heißt, die Uhr ist ein Beispiel für Evolution wie die Pflanze, wie das Tier.“ Wenn Tiere und Pflanzen so „evolviert“ sind, wie Uhren, freue ich mich, Herrn Kutschera in den Reihen der ID-Vertreter begrüßen zu dürfen. Um gegenüber Kutschera fair zu sein: Möglicherweise wurde im Zuge der Verarbeitung des Interviews ein wichtiger Teil seiner Antwort geschnitten, ich persönlich vermute jedoch, dass hier der Kern seiner Antwort wiedergegeben wurde. 

* Stichwort „Entwicklung“: Die Situation in der Organismenwelt ist nicht die, dass Organismen die früher kommen nachweislich „primitiver“ (im Sinne von „unausgereift“, „schlecht“, nicht im Sinne von „ursprünglich“) sind, als die Organismen, welche später kommen. Im Bereich der menschlichen Technik ist es jedoch meist so, dass frühere Ausführungen eines Grundgedankens (z.B. „Uhr“, „Betriebssystem“, „Rakete“) den späteren klar unterlegen sind. Sie haben meist mehr Fehler, die Anordnung ihre Teile ist noch nicht optimal usw. Man kann also in vielen Fällen sagen, dass das frühe Design „schlechter“ ist, als das was später folgt.  

+27.07.2005: Christian Geyer hat in seinem Artikel „Evolution und Vernunft“ (F.A.Z., 20.07.2005, Nr. 166 / S.1) geschrieben: „Und dennoch erstaunt hier die verkürzte Darstellung der Evolutionstheorie im Stil der kreationistischen "intelligent design"-Bewegung. Diese Bewegung tut so, als stehe ein Weltbildverfechter wie Dawkins für den gesamten Komplex der Evolutionstheorie. Daß in der Evolutionstheorie auch komplexere Mechanismen der Entwicklung jenseits von Selektion und Mutation ihre Darstellung finden, fällt dabei unter den Tisch. Längst hat die Evolutionstheorie zum Beispiel das Phänomen der evolutionären Konvergenz aufgenommen. Dabei geht es um die Tatsache, daß die Evolution aus sehr verschiedenen Richtungen oftmals die gleiche biologische Lösung ansteuert. Dadurch, so meint etwa der Cambridger Paläobiologe Simon Conway Morris in seiner Entgegnung auf die Kreationisten, erhalte der ganze evolutionäre Prozeß ein unerwartetes Element der Vorhersehbarkeit. Womit sich die Evolutionstheorie um so leichter der theologischen Interpretation öffne.“ Hier ein paar Kommentare: 1) ID ist keine „kreationistische Bewegung“ (hier), auch nicht was ihren Ursprung angeht (hier). 2) Dawkins und seine ultradarwinistischen Kollegen kann man unmöglich ignorieren, sie sind zu lautstark. Und Dawkins Auffassung zu für ID wichtigen Punkten (die Entstehung komplex organisierter biologischer Systeme...) ist unter Evotheoretikern eigentlich Standard. Wenn etwa Dawkins „Blinder Uhrmacher“ den Studenten im „Campbell Biologie“ (2003) mit den Worten „Ein Meister der Metapher erklärt, wie ohne Planung Komplexität entstehen kann“ (S.1547) empfohlen wird, sollte eigentlich dämmern, dass Dawkins in diesem Punkt alles andere als den „extremen Rand“ verkörpert. 3) Auch von Evotheoretikern wird Darwins Mechanismus oft genug mit „Mutation & Selektion“ beschrieben. Und dabei fällt nichts unter den Tisch, denn den Detailgrad kann man bedarfsorientiert immer noch vergrößern: Horizontaler Gentransfer, Rekombination, Transposons, Gendrift, ... – was immer faktorentechnisch im jeweiligen Fall Relevanz besitzt. Im Sinne modernerer EvoDevo-Konzepte: Heterochronie, Heterotopie, Heterometrie, Heterotypie, ... – der Liste der Subkategorien und Hinzufügungen ist kein Ende gesetzt. Im Einzelfall lässt sich immer diskutieren, ob diesem und jenem Faktor genügend Aufmerksamkeit geschenkt wurde, aber problematisch wird es, wenn Kritiker dies nutzen, um Ablenkungsmanöver zu starten. Wer etwa allgemein von Mutation & Selektion spricht, und dann vorgeworfen bekommt, er kenne sich nicht aus, denn er habe Rekombination als wichtigen Evofaktor vergessen ... – so als ob das rekombinierbare Material, evolutionär gesehen, nicht von Mutationen produziert würde. 4) Naja, „evolutionäre Konvergenz“ würde ich nicht im Zuge mit Mechanismen nennen, sondern in die Kategorie „durch Mechanismen erzeugt“ stellen – ein schlechtes Beispiel. Ich denke, für jeden, der sich mit der Ursprungsdebatte beschäftigt, ist klar ersichtlich, dass es gerade Evolutionskritiker sind, die „evolutionäre Konvergenz“ NICHT unter den Tisch befördern. Damit kann man z.B. wunderbar das evolutionäre Homologieargument herausfordern. 5) Conway Morris ist mir und vielen anderen IDlern durchaus ein Begriff, er wird sogar z.T. als ID-nahe eingestuft. Im Gegensatz zu den Darstellungen von Geyer nehmen IDler durchaus zur Kenntnis, dass das Spektrum der Evolutionsvertreter mehr als nur atheistische Ultradarwinisten kennt. Bloß, an den eigentlichen Sachargumenten ändert das wenig: Ein Theist, der darwinsche Evolution als Gottes Mittel zur Schöpfung sieht, wird genauso von evolutionskritischen Einwänden getroffen, wie ein Atheist, der durch Darwin seine intellektuelle Erfüllung erfährt (wie Dawkins es mal sinngemäß formulierte). Und wie reich das Spektrum der Evolutionstheorien ist, muss man IDlern und anderen Evolutionskritikern eher nicht erzählen. Werden diese doch auf der anderen Seite auch kritisiert, dass sie „Aussenseiterpositionen“ unter Evolutionisten nutzen, um ihrer Evolutionskritik Nachdruck zu verleihen!  

+23.07.2005: Ein neues Buch soll erscheinen, welches ein schwerwiegendes (wie oft behauptet wird: angeblich gar nicht existentes) Problem darwinistischer Ansätze lösen soll und somit ID seines Kernarguments berauben soll: http://yalepress.yale.edu/yupbooks/book.asp?isbn=0300108656 Als ID-Vertreter freue ich mich auf dieses Buch natürlich, Wasser auf die Mühlen der Kritiker der Standard-Evolutionstheorie. Ob man den ID-Ansatz dann allerdings an den Nagel hängen muss, scheint mir eher zweifelhaft. Schritt 1) – das Erkennen der Unzulänglichkeit rezenter Ansätze – haben schon viele Evolutionisten gemeistert (zumindest ist das in der Fachliteratur erkennbar, ich weiß nicht, warum es nicht in GEO et al. steht...). Nur Schritt 2) – eine wissenschaftlich befriedigende Erklärung zur Lösung dieser Unzulänglichkeiten – scheint problematisch. Kein Wunder, wo es doch letztlich darum geht,  Dinge, die offensichtlich teleologisch aufgebaut sind und auch nur teleologisch verstehbar sind – also aussehen, als wären sie geplant worden –, in ihrem Ursprung über ungelenkte Mechanismen, anstatt mit dem Wirken einer zielsetzenden Instanz, zu erklären.    

+21.07.2005: Erzähl’s mir noch mal...“ wurde erweitert (s. Nachtrag): http://members.aon.at/evolution/SchtarWahs.htm

+18.07.2005: Ich habe öfter das Vergnügen, mit evolutionskritischen Studenten zu reden. Ich betone dabei immer, dass sie vorsichtig sein sollen, wenn sie ihre Meinungen äußern. Ich erzähle ihnen dann immer von Fällen, wo ich Informationen aus erster Hand habe, wie Evolutionsvertreter Druck auf „Abweichler“ machen, ihren Einfluß nutzen um anderslautende Meinungen zu unterdrücken und in Mißkredit zu bringen. Vor einigen Jahren hatte ich dazu immer nur Fälle, die entweder Jahre zurücklagen, oder zumindest in fernen Ländern passierten. Das lässt irgendwie unberührt, es wirkt abstrakt („Naja, damals. Naja, in den USA halt mal wieder.“). Seit ich mich jedoch in der Debatte engagiere und persönlichen Kontakt mit Menschen habe, die ihre nicht eben orthodoxen Positionen in einem akademischen Umfeld vertreten, haben sich meine Ansichten gewandelt. Die Sache ist kein Spaß, kein risikofreies intellektuelles Geplänkel , sondern hier stehen Karrieren auf dem Spiel. Es gibt sicher viele Vertreter der Lehrmeinung, die niemals zu solchen Mitteln greifen würden, die also eine abweichende Position nie durch die Erzeugung von Druck bekämpfen würden, sondern nur mit aufrichtigen Argumenten und in fairen Auseinandersetzungen. Ich hatte schon öfter die Gelegenheit, mit solchen zu reden. Auch wenn die Positionen in wesentlichen Sachfragen meilenweit auseinander liegen, kann man davon nur profitieren. Aber es gibt leider auch Menschen, die mit fadenscheinigen Gründen dem ernsthaften Austausch von Argumenten ausweichen und statt dessen auf Druck setzen. Die Ironie dabei ist, dass solche Menschen eifrig sind, die Abweichler, welche sie unter Druck setzen, als Gefahr für die Wissenschaft darzustellen. In Wirklichkeit sind sie durch ihre Methoden selbst zur Bedrohung für die Wissenschaft geworden. Ein aktuelles Beispiel – ups, doch wieder aus Amerika – ist der Fall von Bryan Leonard. Seine Dissertation hat eher am Rande mit der Evolutionsdebatte zu tun. Aber die Wachhunde der Rechtgläubigkeit sind trotzdem aktiv geworden und haben eine Kampagne gegen Leonard gestartet. Leonard hat jetzt solche Probleme, dass sogar sein Dissertationskomitee sich zu einem Kommentar gezwungen sah. Die Kampagne gegen ihn geht natürlich weiter. Der wesentliche Punkt für Studenten ist dieser: „Fair-minded defenders of Darwin's theory should disown this latest crusade against academic freedom by Darwinian fundamentalists. Not content with blacklisting biology professors and science teachers, now the Darwin fundamentalists are going after students as well!“ (John West) Und wie man weis, kommen alle schlechten Dinge aus den USA auch nach Europa – früher oder später...         

+13.07.2005: Mein Kommentar zu aktuellen Entwicklungen, in Zusammenhang mit der Medienberichterstattung über ID: „Erzähl’s mir noch mal...“ -  http://members.aon.at/evolution/Aufsaetze.htm

+09.07.2005: Beim Durchstöbern meiner Bestände kam mir ein Artikel unter, in dem eine interessante Passage steht: „Mit der willkürlichen Auswahl der Erklärungsobjekte suggeriert die evolutionäre Ästhetik eine Logik, die schon auf den zweiten Blick täuscht: Traditionen wie die katholisch christliche Kirche – immerhin eine der langlebigsten Institutionen unseres Kulturkreises – stellen mit Madonnenverehrung und Zölibat eher das Gegenteil des Konzeptes einer Evolutionären Ästhetik dar. Und warum gefallen uns überhaupt (angeblich so universell) einsame, menschenleere Landschaften am besten, wo es doch stets nur darum geht, den nächstbesten Paarungspartner ausfindig zu machen? Obwohl die Vertreter der evolutionären Ästhetik mit enormer erzählerischer Gewandtheit fast allen Wahrnehmungen evolutionstheoretische Bedeutung zuschreiben, gibt es viele Phänomene, die nicht in ihre fortpflanzungsbasierte Anpassungslogik passen, wie beispielsweise Adoptionen, Verhütung oder Homosexualität. Alles, was evolutionstheoretisch erklärt werden kann, bestätigt offensichtlich ihre Theorie. Alles, was die Theorie jedoch nicht erklären kann, bedarf offenbar keiner Erklärung. Den Lücken zwischen Theorie und Empirie begegnen die beteiligten Wissenschaftler entweder mit der Forderung nach mehr „aufklärender Forschung“, oder die Untersuchungsgegenstände werden gleich in solcher Weise zurechtgestutzt, dass die Theorie unter allen Umständen zu passen scheint.“ (Linke, S. 2004: Gene für das Schöne? – Evolutionäre Ästhetik als naturalistisches Forschungsprogramm Naturwissenschaftliche Rundschau 57Jg. Heft 3, S.135-138) 

Die „Evolutionäre Ästhetik“ sieht sich selbst als „darwinistische Sonde“ in der traditionellen Ästhetik. Die Kritik von Linke an der „Evolutionären Ästhetik“ wirkt plausibel, aber man könnte sich zusätzlich fragen: Ist das Konzept der „Evolutionären Ästhetik“ an sich so verfehlt, oder verstärken sich darin nicht einfach nur Tendenzen, die grundsätzlich schon am Herkunftsort der „darwinistischen Sonde“ vorhanden sind? Oder deutlicher formuliert: Wer Dellen in seinem Backblech hat, sollte sich nicht wundern, weshalb der Kuchen ebenfalls Dellen hat. Man könnte auch sagen: Die Kritik von Linke ist zweischneidig und Stoytelling gibt’s nicht nur in der „Evolutionären Ästhetik“. Just for fun:  Da Storytelling immer unterhaltsam ist, hier ein kleiner Vorschlag. Erklären Sie evolutionär, weshalb diese Landschaft auf den Menschen ansprechend wirkt. Getreu dem Postulat der „Evolutionären Ästhetik“: „Wir empfinden einfach das als schön, was unserem Überleben und letztlich unserer Fortpflanzung dienlich ist.“ Leisten damit auch Sie ihren Beitrag zu einem aufstrebenden evolutionären Forschungsprogramm und demonstrieren sie die wissenschaftliche Fertilität des Evolutionsgedankens! Passt irgendwie auch zum Thema „Schönheit“ http://msnbc.msn.com/id/8498621/ 

+29.06.2005: Nature hatte ID unlängst am Cover (hier) und dem Thema einige kürzere Beiträge gewidmet. Besonders im Editoral wurde ID dabei falsch dargestellt, aber die anderen Beiträge schienen ID nicht einmal so schlecht wegkommen zu lassen. Die Reaktionen auf diese Beiträge von Nature waren interessant. Der Leserbrief von Michael Lynch etwa: Was er in seinem Leserbrief  „Intelligent design or intellectual laziness?” so alles vorbringt, ist bemerkenswert: „However, there is a related and equally disturbing issue: the legitimization of intellectual laziness. Have a problem explaining something? Forget about it: the Designer made it that way.“ Lynch hat ja recht: Man kann wirklich immer sagen „Hmmm, ja, äh, - na, wird wohl ein Designer gewesen sein!“. Nur funktioniert ID so nicht, genau aus dem Grund damit das „Okay, wir wissen’s nicht, sagen wir halt mal es war ’n Designer“ nicht kommt, entwickelt und weiterentwickelt man die ID-Theorie. Ach ja: Wenn Sie die Zeilen, die Sie jetzt gelesen haben als „designed“ einstufen, sind Sie ein intellektueller Faulpelz. Warum suchen Sie nicht nach einer Möglichkeit, die Zeichenfolgen als durch Mechanismen entstanden zu erklären? Weil Sie a priori wissen, dass solche Folgen nur das Produkt einer Intelligenz sein können? Sehr gut, Sie kennen also gewisse Merkmale, anhand derer Sie das Wirken einer Intelligenz erkennen. Sie wissen genau, dass der verweigerte Versuch einer mechanismischen Erklärung, nichts mit intellektueller Faulheit oder Phantasiemangel zu tun hat, sondern mit der Vermeidung eines grandiosen Schildbürgerstreichs. Diese Übung war zu einfach. Nehmen wir die Zeichenfolge „233 567 132 543 833“. Steckt hier ein „System“ dahinter, gibt es Hinweise auf Planung? Oder rannte z.B. eher meine Katze über die Tastatur? Ist es ein Zeichen „intellektueller Faulheit“ das rauszufinden? ... Die ID-Theorie versucht dasselbe, allerdings in einem Bereich der komplizierter ist: Der Organismenwelt. Ungerichtete Mechanismen oder Planung? – ein Unternehmen das alles Wissen benötigt, welches wir bekommen können und bestimmt nichts für die intellektuellen Faulpelze ist. Und hier ein paar neue Produkte der „intellektuellen Faulheit“ von ID-Vertretern, betreffend Dembskis Kriterien zur ID-Erkennung:  http://www.designinference.com/documents/2005.06.Specification.pdf und  http://www.designinference.com/documents/2005.03.Searching_Large_Spaces.pdf

+28.06.2005: The Boston Globe hat einen Artikel über ID online. Er rangiert, wie viele andere Berichte über ID auch, ca. auf dem „Intelligent Design-Kreationismus gegen moderne Biologie und wahre Wissenschaft“ – Niveau. Also irgendwo dort, wo man sich bücken muss. Genug der Polemik, ich habe natürlich nur einen Vorwand gesucht, um einen wesentlich sinnvolleren Link hier rein zustellen. Der Artikel im Boston Globe behauptet ja:  „Intelligent design has an audience among Americans because many are ignorant of biology.“  So ein Glück, nicht? Eh klar: Diese Leute sind biologisch gesehen daneben, drum fallen sie auf diesen ID-Quatsch rein. Würden sie sich auskennen, wäre ID kein Thema. Dean Kenyon kann man diesen Vorwurf sicher nicht machen, siehe seine interessanten Ausführungen bezüglich des Ursprungs des Lebens unter  http://www.ucsd.tv/search-details.asp?showID=6470 Kenyon hat sein Vertrauen in die Möglichkeit einer naturalistischen Lebensentstehung verloren und auch den Darwinismus an den Nagel gehängt – zugunsten von ID. Was sagt uns das? Ganz klar: Er muss irgendeine schwache Stelle in seiner Persönlichkeitsstruktur haben, irgendein übereifriges Gott-Gen oder eine gewisse (krankhafte?) Vorliebe dafür, gegen den Strom zu schwimmen (Querulant!). So oder ähnlich scheint jedenfalls die Logik so mancher Leute zu gehen, die gegen ID mobil machen.         

+28.06.2005: Scott Minnich ist Mikrobiologe und forscht am Maskottchen des ID-Movements: Dem Bakterienrotationsmotor. Unter http://www.ucsd.tv/search-details.asp?showID=8547 findet sich ein 83 Minuten dauernder Vortrag von ihm (inkl. Zuhörerfragen). Minnich beginnt den Vortrag, in dem er etwas über Philosophie und ihre Beziehung zur Wissenschaft erzählt, was gerade in Hinblick auf die biologische Ursprungsfrage sehr passend ist. Nach diesem einführenden Part konnte ich jedoch auf Popcorn verzichten, denn dann kamen eine Menge anspruchsvoller technischer Ausführungen über den Rotationsmotor bei Yersinia und die Beziehung dieses Systems zu sogenannten Typ III –Sekretionssystemen (TTSS). Minnich erzählt hier einiges über seine Forschungsarbeit und wie diese in Beziehung zu ID steht. Die Fragen der Zuhörer am Ende gehen schließlich primär in den theologischen Bereich, bezogen auf die sehr destruktive Wirkung von TTSS, welche klassische Fragen nach der Herkunft solcher Systeme im Zusammenhang mit sehr speziellen theologischen Vorstellungen über den Designer aufwirft. Minnich macht klar, dass diese Fragen nicht ID an sich berühren.

Minnich hebt in seinem Vortrag einen Punkt besonders hervor: Gute Biologie kann man auch betreiben, ohne dabei auf das Konzept zurückzugreifen, welches der Biologie angeblich zugrunde liegt: Evolution. Im Gegensatz dazu zeigt er, wie die Denkweise eines Ingenieurs, eines Designers, hilfreich bei der Erforschung konkreter Sachverhalte ist.

+27.06.2005: James W. Valentine’s Buch „On the Origin of Phyla“ (University of Chicago Press, 2004) ist ein enormer Wälzer. Kein Wunder, im Zuge der „Kambrischen Explosion“ hat sich ja einiges getan. Da der Preis von ca. 50 Euronen auch so manche Budgetpläne explodieren lassen könnte, dürfte die kostenlose „Light“-Alternative unter  http://www.ucsd.tv/search-details.asp?showID=6440 gelegen kommen. In ca. 60 Minuten gibt Valentine Antworten auf Fragen, wie „Why can’t Darwin’s Origin of Species account for the origin of phyla?“ oder „Why can’t microevolution be extrapolated to account for major evolutionary change?“.  Also genau die richtige Sorte Fragen...;-) Ein Leser hat mich auf einen weiteren Beitrag von Del Ratzsch zu ID aufmerksam gemacht: http://www.arsdisputandi.org/publish/articles/000079/article.pdf Auch hier wird ID gegen fragwürdige Kritik verteidigt. Del Ratzsch macht darüber hinaus auch einige Anmerkungen, die man besser als angebrachte Kritik an ID werten sollte.

+26.06.2005: Neuer Aufsatz.

+19.06.2005: Del Ratzsch legt Wert auf die Feststellung, dass er ID gegenüber skeptisch ist, aber in dem Artikel  How Not to Critique Intelligent Design Theory  verteidigt er ID (im Rahmen einer Rezension eines Buches von Niall Shanks) gegenüber ungerechtfertigter oder fragwürdiger Kritik. Z.T. habe ich wirklich das Gefühl, dass kein Argument und keine Behauptung zu „billig“ ist, um nicht gegen ID vorgebracht zu werden. Das Problem dabei ist, dass von wichtigen und interessanten Punkten abgelenkt wird. 

+06.06.2005: Einige Videos zur aktuellen Debatte in Bezug auf die US-Schulpolitik&Evolution, für alle die von Textwüsten genug haben und Breitbandinternet besitzen: Hier klicken In den Videos kommen zwei Dinge sehr gut raus: Die eine Seite möchte einen Unterricht, der kritische Fragen im Bereich der Ursprungsthematik aufwirft und verfolgt (also einen der über die heile Welt der Lehrbücher hinausgeht;-) und die andere Seite fürchtet, dass damit auch ID in den Unterricht kommt, ohne zuvor die „scientific community“ überzeugt zu haben, bzw. wundert sich, warum ausgerechnet evolutionären Ansätzen anscheinend eine Extraportion Skepsis im Unterricht zugedacht werden soll. Und hier noch ein Artikel der eindeutig Pro-ID konzipiert ist, aber meiner Meinung nach einen ganz ordentlichen Überblick über die ID-Debatte gibt (die Internetversion hat leider einige merkwürdige Zeichenfehler drinnen):  http://www.uncommondescent.com/index.php/archives/100   

+20.05.2005: Paley würde sich freuen: Jimin Wang 2005: Recent Cyanobacterial Kai Protein Structures Suggest a Rotary Clock Structure 13(5): 735-741 (Hier)

+20.05.2005: ID in Nature – Leserbriefe (frei zugänglich): http://www.nature.com/nature/journal/v435/n7040/index.html#Correspondence Wenig Begeisterung scheint die Berichterstattung über ID in Nature ausgelöst zu haben. Und zwar nicht primär bei IDlern, die aufgrund einiger Punkte gute Gründe dafür hätten (aber andererseits sehr gerne ID am Cover von Nature sehen...), sondern bei den Verteidigern der Lehrmeinung. Unnötig zu sagen, dass IDler nicht die Chance auf eine Erwiderung bekamen, wohl ganz einfach aufgrund banaler Platzprobleme: 7 Leserbriefe gegen ID ließen keinen Platz mehr für auch nur einen einzigen Pro-ID Leserbrief. Aber vermutlich wird das in den nächsten Ausgaben von Nature nachgeholt, wo man IDlern die Chance auf eine Replik gibt...? Wer diesbezüglich nicht auf Nature vertraut, wird sie sicher zunehmend im Internet finden, beginnend mit Jonathan Wells Not The Flat Earth Myth Again!

+20.05.2005: Neuer Aufsatz.

+10.05.2005: William A. Dembski vs. Michael Ruse: Diese Debatte ist in Mike Gene’s Blog (www.telicthoughts.com ) verfügbar, unter  http://telicthoughts.com/?p=65#comments . Die schlechte Tonqualität und die noch wesentlich schlechteren Werbeblöcke dazwischen, machen die Debatte zu einem technisch eingeschränkten Vergnügen. Und während Dembski über ID und Wissenschaft redet, erzählt uns Ruse etwas darüber, wer seiner Meinung nach hinter der planenden Instanz steht, auf die IDler schließen. In der zweiten Hälfte der Debatte geht es dann um die US-Schulpolitik in Bezug auf ID und die Befürchtung, dass ID von gewissen Kreisen instrumentalisiert werden könnte. Für meinen Geschmack macht Dembski in der Debatte klar die bessere Figur. Bei der Gelegenheit möchte ich auch gleich auf den Artikel  The scientific status of intelligent design: The methodological eqivalence of naturalistic and non-naturalistic origins theories von Stephen C. Meyer hinweisen.  

+29.04.2005: Nature hat die Artikel über ID in seiner aktuellen Ausgabe frei zugänglich ins Netz gestellt: http://www.nature.com/nature/journal/v434/n7037/index.html Das IDEA-Center hat sich unter  http://www.ideacenter.org/contentmgr/showdetails.php/id/1306 zu den Beiträgen von Nature geäußert. 

+28.04.2005: Der Artikel „Dummes Design. Kreationismus in wissenschaftlichem Gewand“ (http://www.wissenschaft-online.de/abo/ticker/778265 ), ein Ausläufer der Diskussion um ID in der aktuellen Ausgabe von Nature (28.April 2005), ist ein auffälliges Beispiel in der bereits umfangreichen und stets wachsenden Abteilung „inhaltlich und stilistisch deutlich verfehlte ID-Kritik“. Der interessierte Leser kann diese Einschätzung – zumindest was die inhaltliche Komponente angeht – etwa anhand der Ausführungen auf meiner HP (z.B. FAQ) oder einem sehr informativen Artikel von Reinhard Junker (hier) nachprüfen. Auch die FAQ und diverse Repliken des Discovery Instituts (wo viele führende ID-Vertreter organisiert sind), sowie die im Newseintrag vom 16.04.05 verlinkte Debatte enthält einige relevante Informationen, besonders in Hinblick auf das US-ID-Movement und seine Zielsetzungen. Wenn ich sagen würde, dass mich Artikel wie „Dummes Design....“ nicht kurzfristig ärgern, würde ich lügen. Aber es gibt trotzdem viele Beispiele, dass sich ID und Evolution auf angemessenem Niveau diskutieren lassen. Gerade eben z.B. hat mir ein Freund geschrieben, dass er sich mit einem sehr renommierten Biologen konstruktiv zum Thema ID austauscht – trotz stark unterschiedlicher Ansichten. Ich selbst konnte ebenfalls schon viele konstruktive und freundliche Gespräche mit gegenüber ID skeptischen Personen führen – und davon profitieren. Weiter sollte man ebenfalls nicht übersehen, dass sich auch in der populären Berichterstattung über ID immer wieder Lichtblicke auftun. Sehr erstaunt hat mich heute ein ganz ausgewogener Artikel (ok, einige Anmerkungen hätte ich schon zu machen...) in den National Geographic News – kein Ort an dem ich das im Hinblick auf diverse frühere Erfahrungen mit NG erwartet hätte. 

Ein weiterer Gedanke: Könnte es nicht sein, dass die Evolutionstheoretiker, die gegen ID und andere Minderheitenpositionen dogmatisch und mit teils unlauteren Mitteln ins Feld ziehen, selbst eine Minderheit sind? Eine sehr lautstarke Minderheit zwar, die vielleicht viele „mitreißt“ – aber immer noch eine Minderheit. Wenn dem so ist, sollte man wohl die Strategie betonen, die Mehrheit mit guten Argumenten und sachlichen Ausführungen von ID zu überzeugen. Das verspricht keine schnellen Erfolge, aber mehr Energie als unbedingt nötig in Erwiderungen an die Adresse der ersten Gruppe zu investieren, verspricht eher noch weniger Erfolge – auch wenn es emotional gesehen durchaus verlockend wäre. Eines ist sicher: Die Kontroverse um ID nimmt zu, die unfairen Berichte rund um ID werden sicher auch nicht weniger. Wieviel Zeit und Energie sollte in die Weiterentwicklung und Verbesserung des ID-Ansatzes investiert werden und wieviel Zeit und Energie in die Antworten auf Kritik mangelhafter Qualität?                 

+16.04.2005: Massimo Pigliucci vs. Jonathan Wells Diese Debatte (ca.30 min Länge) ist unter http://www.uncommonknowledge.org/900/924.html abrufbar (bei mir hat das Video nur über den RealPlayer funktioniert). Die Debatte an sich ist sehr zivilisiert abgelaufen, hatte aber das Problem, dass der Kapitelübergang immer dann erfolgte, wenn die Diskussion spannend wurde. Wobei „spannend“ relativ zu sehen ist, neue Einsichten gab’s eigentlich nicht (die Position von Wells in Bezug auf ID&Evolution in öffentlichen Schulen könnte für manche neu wirken). Pigliucci’s Behauptungen bezüglich irreduzibler Komplexität sollte man Behe’s Artikel „Irreducible Complexity. Obstacle to...“ in dem Band „Debating Design“ (Dembski&Ruse, Cambridge University Press, 2004) gegenüberstellen. Ich finde, dass sich keiner der Diskutanten grobe Schnitzer geleistet hat und beide sympathisch wirkten. Wells hätte sich eventuell etwas mehr Redezeit verschaffen sollen und mehr in die Darstellung des ID-Ansatzes investieren sollen, Pigliucci hätte in Sachen irreduzibler Komplexität auf Showeffekte verzichten dürfen. Und überhaupt: Die Debatte war um 3h zu kurz;-)

+06.04.2005: Neuer Link (http://www.idthefuture.com/)

+23.03.2005: Alister Mcgrath hat mit dem Buch „Dawkins' God Genes, Memes, and the Meaning of Life“ (Blackwell Publishing, 2004) eine interessant scheinende Kritik an Richard Dawkins Positionen erstellt. Unter http://www.blackwellpublishers.co.uk/book.asp?ref=1405125381&site=1 findet man einige Informationen dazu.

+23.03.2005: Der Counter meiner HP hat aus mir unerfindlichen Gründen wieder bei 0 begonnen, vielleicht hat er sich verzählt und möchte nun von vorne beginnen;-) Bisher hatte ich so um die 7000 Zugriffe, wenn ich mich nicht irre.

+05.02.2005: Themenorientierte Links für den März (man kann sie aber auch schon im Februar lesen;-). 

+21.01.2005: Themenorientierte Links für den Februar

+04.01.2005: Neuer Aufsatz, bzw. Kurzbeitrag

+22.12.2004: Neuer Aufsatz.

+28.11.2004: Neue themenorientierte Links für den Dezember: Diverses

+28.10.2004: 2 neue Aufsätze: „IDeen: „Playful Complexity“ und „Nervus laryngeus recurrens – suboptimal?“.

+01.10.2004: Ein erster Gastaufsatz von Klaus Wittlich.

+26.09.2004: Themenorientierte Links für den Oktober: Molekulare Maschinen Links auf die HP’s von Stanley N. Salthe (Darwinismuskritiker) und Thomas Waschke (ID-Kritiker)

+18.09.2004: Neues HP-Layout

+16.09.2004: Das Paper Meyer, Stephen C. 2004: The origin of biological information and the higher taxonomic categories   PROCEEDINGS OF THE BIOLOGICAL SOCIETY OF WASHINGTON 117(2):213-239 wird vermutlich der „Aufreger des Jahres“, was die ID-Debatte angeht. Binnen kürzester Zeit wurden zahlreiche Gerüchte um angebliche Unregelmäßigkeit rund um die Publikation des Papers verbreitet. Der interessierte Leser findet unter  http://www.rsternberg.net/  die Repliken auf diese Gerüchte.   

+29.08.2004: Themenorientierte Links für den September 2004: „Peer-reviewed Literatur von ID-Theoretikern...“

+28.08.2004: Neuer Aufsatz: „What Nature Doesn’t“ – zwei Perspektiven 

+19.08.2004: Zwei Links: Paul Davies schlägt unter http://www.smh.com.au/articles/2004/08/09/1092022404578.html?oneclick=true vor, nach intelligentem Design in der biologischen Realität zu suchen – unter den Gesichtspunkten des SETI-Programms. Simon Conway Morris bekennt sich unter  http://www.zeit.de/2004/35/Morris-Interview zum Darwinismus. Allerdings in einer Weise, die manchen Darwinisten wenig gefallen dürfte. In einem Abwehrreflex – dessen Herkunft mehr als interessant ist – würfelt Morris leider ein paar Dinge durcheinander, die ich z.B. unter C8 (FAQ) begründet getrennt habe. 

+28.07.2004: Kleines Update für http://members.aon.at/evolution/C3C4.htm

+23.07.2004: News zur Photorespiration. Anscheinend kommt man dem Nutzen dieses Prozesses zunehmend auf die Spur: http://www.eurekalert.org/pub_releases/2004-07/uoc--prn072104.php Vergl. die Ausführungen unter  http://members.aon.at/evolution/C3C4.htm. Ein Update des Artikels wird bei Gelegenheit erfolgen.  

+08.07.2004: Ein paar neue Links.

+04.06.2004: Themenorientierte Links für den Juni: „Phylotypische Phase?"

+10.05.2004: Themenorientierte Links für den Mai: „Junk-DNA"

 

+05.05.2004: Ein paar neue Links.

 

+20.04.2004: „Evolution der Insektenflugsysteme: Von Darwin zu Design.“ – Layout überarbeitet, Schreibfehler korrigiert und das Kapitel „Die Halteren der Dipteren...“ ergänzt.  

 

+16.04.2004: FAQ online.

 

+02.04.2004: „C3/C4 Photosynthese – Ein Argument gegen intelligentes Design?“ Eine kleiner Nachtrag.

 

+30.03.2004: Homepage war kurzfristig „gestört“.

 

+17.02.2004: Sehr interessant: http://science.orf.at/science/news/104718 Daraus resultiert ein Link auf die HP von „PLOS-Biology“: http://www.plosbiology.org/plosonline/?request=index-html

 

+16.02.2004: „Evolution der Insektenflugsysteme: Von Darwin zu Design.“ – Anhang C erweitert.

 

+09.02.2004: Startseite zugunsten der Übersichtlichkeit „entrümpelt“.

 

+07.02.2004: „Evolution der Insektenflugsysteme: Von Darwin zu Design.“ – kleinere Korrekturen.

 

+04.02.2004: „Evolution der Insektenflugsysteme: Von Darwin zu Design.“ – PDF ab sofort mit „Open Office“ erstellt. Dadurch wird die Datei um 300kb kleiner!

 

+02.02.2004: „Evolution der Insektenflugsysteme: Von Darwin zu Design.“ – als PDF-Datei verfügbar.

 

+31.01.2004: „Evolution der Insektenflugsysteme: Von Darwin zu Design.“ - Ein paar Ergänzungen zum Thema „...ist I.D. testbar?“ 

 

+17.01.2004: „Evolution der Insektenflugsysteme: Von Darwin zu Design.“ Detailkorrekturen (Satzbau,...) u. ein Fazit am Schluss.

 

+10.01.2004: Neuer Aufsatz: „Evolution der Insektenflugsysteme: Von Darwin zu Design.“ Anregungen und Fehlermeldungen werden dankbar entgegengenommen.

 

+14.12.2003: Der Aufsatz „Mensch & Fisch – die Rekapitulationsthematik.“ wurde erweitert.

 

+24.11.2003: Themenorientierte Links für Dezember (mehr als genug Lesestoff für die freien Tage): „Augen: Aufbau, Funktion und Evolution.“ 

 

+28.10.2003: Themenorientierte Links für den November: „Die kambrische Explosion.“ 

 

+28.09.2003: Der Aufsatz „Mensch & Fisch – die Rekapitulationsthematik.“ wurde um eine – wie ich meine -  interessante Fußnote erweitert.  

 

+28.09.2003: Neuer Link.

 

+25.09.2003: Neuer Aufsatz: „Mensch & Fisch – die Rekapitulationsthematik.“ Erzählt von Lehrbüchern, Fischen, Menschen, evolutionären Interpretationen und Wissensfortschritten.  

 

+21.09.2003: Neuer Link auf die Page von PNAS (Proceedings of the National academy of Sciences of the United States of America). Es gibt dort eine Menge kostenlos verfügbarer Artikel, soweit ich bislang gesehen habe, sind nur die aus dem 2003er Jahrgang bislang kostenpflichtig.

 

+01.09.2003: Endlich wurde mal ein Buch der in den USA aktiven I.D.-Vertreter übersetzt, es handelt sich um das bekannte „Darwin on Trial“ von Phillip E. Johnson (1993). Sofern Sie einen guten Computermonitor haben, empfiehlt sich der Gratis-Download (!) des Buches als pdf.  

 

+01.09.2003: Der Aufsatz „Der Fall Biston betularia – Lehrbuch, Kritikpunkte, Gegenkritik.“ wurde um ein Kapitel erweitert.

 

+28.08.2003: Themenorientierte Links für den September 2003: „Homologie als Beleg für Abstammung?“

 

+09.08.2003: Neu: Ich habe eine Gratis-Suchfunktion eingebaut.

 

+31.07.2003: Neuer Link auf die Homepage vom Michael J. Behe.

 

+28.07.2003: Neu: Rubrik „Themenorientierte Links“.  Thema für den August 2003: „Wirbeltierauge & Konstruktionsfehler.“

 

+28.06.2003: Neuer Aufsatz: „Der Fall Biston betularia – Lehrbuch, Kritikpunkte, Gegenkritik.“

 

+09.06.2003: Kleinere Änderungen in „Bionik und die Ursprungsfrage.“ 

 

+01.06.2003:  „Einleitung zur Intelligent-Design-Theorie.“ wurde erweitert. 

 

+15.05.2003: Die Dokumente von Herrn Lönnig sind wieder verfügbar: http://www.weloennig.de/internetlibrary.html

 

+15.05.2003: Diverse kleinere Änderungen; „Regress-Einwand“ in den Aufsatz „Einleitung zur Intelligent-Design-Theorie“ integriert.

 

+05.05.2003: Neuer Aufsatz: „Eine Theorie zur Signalerkennung und ihre (möglichen) Folgen.“

 

+03.05.2003: Design wurde überarbeitet, ich hoffe es ist jetzt „intelligent(er)“.

 

+30.04.2003: Neuer Aufsatz: „Einleitung zur Intelligent-Design-Theorie.“

 

+30.04.2003: Die Zeit berichtet über das Schicksal von Herrn Lönnigs Internetdokumenten. Anstatt eines totalen Verbotes scheint diesen nun massive Zensur zu blühen. „Entwürfe in Gottes Namen.“ 30.April 2003/Nr. 19 

 

+23.04.2003: Die Abhandlung „C3/C4 Photosynthese – Ein Argument gegen Intelligent Design?“ wurde etwas erweitert.

 

+17.04.2003: Der Spiegel berichtet über die Sperrung von Herrn Dr. Lönnigs Internetdokumenten: Nr.16/14.4.03 S.114: „Forscherposse um die Schöpfung“

 

+11.04.2003: Nature berichtet über die Sperrung von Herrn Dr. Lönnigs Internetdokumenten: Nature 422, S.460, 2003: „Axeing of website article sparks row at Max Planck“   

 

+11.04.2003: Die Abhandlung „C3/C4 Photosynthese – Ein Argument gegen Intelligent Design?“ wurde etwas erweitert.

 

+30.03.2003: Diese Homepage ist nun unter www.intelligentdesign.de.vu zu erreichen.

 

+28.03.2003: Auf meiner Homepage existieren zahlreiche Links auf die Homepage von Herrn Dr. Wolf-Ekkehard Lönnig. Diese Links führen (vorerst?) ins Nichts, da die Homepage von Herrn Lönnig überraschend gesperrt wurde.

 

+25.03.2003: Neuer Aufsatz: „Ein Grundriss der Intelligent-Design-Theorie.“