Universeller genetischer Code als Argument für
...?
Markus Rammerstorfer
2005, www.intelligentdesign.de.vu
Ich befasse mich hier kurz mit einem sehr populären
Argument für Evolution. „Evolution“ im vorliegenden Aufsatz bezieht sich
grundsätzlich immer auf naturalistische Ursprungskonzepte im Bereich
Bioevolution.
„Who doubts
evolution?“ ist der herausfordernde Titel eines lesenswerten Artikels von
Mark Ridley (New Scientist, 25 Juni 1981, S.830-832). Ridley versucht dort
darzustellen, dass die Evidenz für Evolution nicht wesentlich auf dem
Fossilbericht beruht, sondern auf anderen Daten und Argumenten. Der Artikel ist
primär als Herausforderung an die Haltung der Kreationisten in Bezug auf
Evolution gedacht. (Ich bin auf ihn gestoßen, als ich Zitate daraus in einem
von Kreationisten verfaßten Artikel überprüft habe.) Ridley bringt darin auch
ein wichtiges Argument, welches sich vom Prinzip her bis heute als Evidenz für
Evolution (im Sinne einer universellen gemeinsamen Abstammung) an populärer
Stelle hält: Die Einheitlichkeit des genetischen Codes. Hier das Argument im
Zusammenhang:
„The simple fact that species can be classified hierarchically into genera, families and so on, is not an argument for evolution. lt is possible to classify any set of objects into a hierarchy whether their variation is evolutionary or not. It is the kind of characters on which the biological taxonomy is based which implies that the hierarchy is the result of common ancestry rather than the clustering of independently created species. The taxonomic characters shared by species are not all shared because of common needs for survival. The point is most easily made by an example. lt is a rather exceptional one to use, but it makes the point very clearly. My example is the universality of the genetic code.
DNA carries its information in the form of a four-letter code; combinations of these letters stand for different amino acids. The genetic code is arbitrary in the same way that the English language is.
There is nothing about a lion which demands that it is called a
lion rather than any other sequence of letters. There is nothing about a
glycine molecule which causes it to be encoded by the base triplet GGC rather
than any other. However, although all humans do not share the same language,
all organisms do share the same genetic code. (The few minor differences in the
genetic code of mitochondria do not affect my argument.) If all species had
been created separately there is no reason why they should all have been
created with the same genetic code. The more likely explanation is that all
organisms derive their code by descent with modification from a common
ancestor. The example is important because it suggests that all life on Earth
had a single origin.“ (S.832)
Die Daten:
Alle (bekannten) Organismen teilen den gleichen
genetischen Code – abgesehen von einigen Ausnahmen, die nach aktuellem
Wissenstand übrigens nicht „nur“ mehr die Mitochondrien-DNA betreffen. Die
Universalität des genetischen Codes ist dadurch zwar geschwächt, aber im
Prinzip stimmt es noch (?) immer zu sagen, dass alle Organismen grundsätzlich denselben
genetischen Code teilen.
Ridleys
Interpretation:
1)
Das
Leben auf der Erde hatte einen einzigen Ursprung.
2)
Der
Code wurde durch realgenetische Abstammung weitergegeben.
3)
Wären
die Arten separat geschaffen worden, gäbe es keinen Grund für einen gemeinsamen
Code.
Ein paar
kritische Anmerkungen:
A) Ridleys Pro-Argument für die
Erklärung der Universalität des genetischen Codes durch die Abstammung aller
bekannten Organismen von einem gemeinsamen Vorfahren beruht auf Annahmen
darüber, wie ein Schöpfer in diesem Punkt hätte handeln müssen. Mutmaßungen
über die Handlungsweise eines Schöpfers dienen als Argument für die allgemein als
„Wissenschaft“ geführte Theorie der gemeinsamen Abstammung aller Organismen von
einer gemeinsamen Stammform. Klar: Schubladen wie „Wissenschaft“ und
„Nicht-Wissenschaft“ sollen die Konstruktion guter Argumente nicht behindern.
Aber wer wissen möchte, wie weit verbreitet es ist, gewisse Auffassungen von
Schöpfungen in ein Argument für Evolution zu verwandeln, sei auf das Buch „Darwins
Proof“ von Cornelius G. Hunter (BrazosPress, 2003) verwiesen.
Argumentationen für Evolution beziehen ihre Überzeugungskraft nicht selten aus
rethorischen Fragen wie „Welchen Grund hätte ein Schöpfer gehabt...?“ oder
spielen gar ganz unverblümt auf angenommene Eigenschaften des Schöpfers an
(„... diese grausamen Parasiten...!“).
B) Die Universalität des genetischen Codes
(g.C.) ist angeblich ein Problem für das Szenario einer separaten Erschaffung
der Arten (s.E.) – laut Ridley gäbe es in diesem Szenario keinen Grund dafür.
Logische Umkehr: Was bedeutet die Universalität des g.C. in einem evolutionären
Szenario? Die Universalität des g.C. würde in diesem Fall von Mechanismen
erzeugt, im Kontrast zum s.E.-Szenario, wo ein Schöpfer die Rolle der
Mechanismen innehat. Damit dreht sich der Spieß um – Ridley stellt in Frage, dass der Schöpfer für die
Universalität des g.C. verantwortlich ist und ich stelle hier in Frage, ob
derzeitige Vorstellungen zur Entstehung des g.C. einen universellen g.C.
erwarten lassen.
Ältere
Auffassungen zur Entstehung des genetischen Codes, wonach dieser ein
Zufallsprodukt sei (die Zuordnung der Codons zu Aminosäuren sei zufällig
geschehen und dann „eingefroren“ worden, da jede Veränderung des
Verschlüsselungssystems fatale Folgen gehabt hätte), würden Ridleys Position
unterstützen, da in diesen Fällen tatsächlich ein universeller g.C. zu erwarten
wäre. Die naturalistischen Prozesse, welche mutmaßlich zur Entstehung des g.C.
führten,
harmonisieren in diesen Fällen perfekt mit dem beobachteten Muster der
Universalität des g.C.. Die Ausnahmen vom universellen g.C. könnte man immer
noch gesondert erklären, sie wären zwar völlig unerwartet, aber nicht vernichtend für diese Konzepte. Doch so simpel
liegen die Dinge nicht, mir fallen zwei „Schönheitsfehler“ auf:
+ Es könnte sein, dass die Frage aus einer
zu eingeengten Perspektive betrachtet wird. Sollte man nicht bei Szenarien zur
Abiogenese beginnen, um die umfassendere Frage zu beantworten, ob
naturalistische Urspungskonzepte allgemein eine einmalige oder mehrfache
Entstehung des Lebens auf der Erde nahelegen? Wenn eine mehrfache unabhängige
Entstehung des Lebens auf der Erde plausibel oder zumindest möglich wäre, folgt
daraus, dass es durchaus möglich wäre, heute auf Lebensformen mit erheblich
verschiedenen genetischen Codes zu stoßen. In diesem Fall hätte das Leben auf
der Erde eben keinen gemeinsamen Ursprung. Das wäre kein Problem für
naturalistische Ursprungstheorien allgemein, lediglich in Bezug auf Szenarien
zur gemeinsamen Abstammung müsste sich einiges ändern.
+ Die Vorstellungen zur naturalistischen
Entstehung des g.C. haben sich geändert. Stephen J. Freeland und Laurence D.
Hurst haben aktuelle Auffassungen dazu in dem Artikel „Der raffinierte Code
des Lebens“ (Spektrum der Wissenschaft, Juli 2004, S.86-93)
dargestellt. Überlegungen zur Optimalität des g.C. haben zusammen mit anderen
Hinweisen (etwa den Abweichungen vom Standardcode) dazu geführt, dass der g.C.
nun selbst als Evolutionsobjekt gesehen wird. Sie schreiben z.B.:
„Eine so erstaunliche Fehlertoleranz kann kein Zufall sein, sondern
spricht klar für eine Optimierung durch evolutionäre Selektion. Möglicherweise
gab es einst viele verschiedene Codes, die unterschiedlich robust waren.
Organismen mit der höchsten Fehlertoleranz hatten bessere Chancen zu überleben
und setzten sich durch. So siegte schließlich der jetzige Standardcode.“ (S.92)
Wenn man
annimmt, dass der g.C. höchstselbst Gegenstand evolutionärer Prozesse ist, kann
man natürlich trotzdem begründen, warum es heute nur einen einzigen (mit
Ausnahmen...) gibt – wie es Freeland & Hurst ja in obigem Zitat tun.
Problem: Man könnte damit auch ohne echte Schwierigkeiten für das Gegenteil
argumentieren. Man könnte argumentieren, dass es Nischen für alternative Codes
gibt. Man könnte zusätzlich grundsätzlich argumentieren, dass „Optimalität“
relativ ist und Code 1, der unter den Bedingungen A sehr gut funktioniert unter
Bedingungen B von Code 2 ausgestochen werden kann, somit also Berechtigungen
für verschiedene Codes existieren. Solche Argumente bekämen allerdings erst
Gewicht und würden auf einen hohen Level weiterentwickelt werden, wenn man
tatsächlich verschiedene g. Codes entdecken würde. Damit sind wir an dem Punkt,
wo Ridleys Argumentation (stellvertretend für viele andere die so
argumentieren) einen harten Schlag erhält:
Ridley hat
implizit argumentiert, dass das Muster (universeller g.C.) auf den Verursacher
(Schöpfer, Modus der Schöpfung à s.E.)
bezogen unerwartet ist, dass es keinen Grund für dieses Muster gäbe. Meine Gegenfrage ist, ob das Muster (universeller g.C.) zu Ridleys Verursacher
(naturalistische Entstehung des Codes) passt. Die Antwort darauf lautet im
Licht obiger Argumente: Man könnte genauso gut verschiedene genetische Codes
erwarten. Oder anders gesagt: Die naturalistischen Prozesse, die mutmaßlich zur
Entstehung des g.C. führten, harmonisieren nicht mit dem beobachteten Muster
der Universalität des g.C., in dem Sinne, als sich auch die gegenteilige
Beobachtung durch sie plausibel machen lassen würde.1
Die
Einheitlichkeit des genetischen Codes unterstützt an sich also kein
evolutionäres Szenario – wäre diese nicht gegeben, würde man ganz einfach auf
Szenarien zur mehrfachen Entstehung des Lebens auf der Erde zurückgreifen, oder
auf die heute angenommene Evolutionsfähigkeit des g.C. verweisen – der Code hätte
sich eben sekundär verändert (wie man es in kleinem Maßstab ja bereits
postulieren muss, siehe Außnahmen vom Standardcode). Ridley holt nur deswegen
ein Argument für Evolution heraus, weil er einen Kontrast zu einer bestimmten Auffassung von
Schöpfung herstellt. Und hier setzt der Kritikpunkt C) an.
C) Ridleys bestimmte Auffassung von Schöpfung sei hier
noch einmal zitiert:
„If all species had been created separately there is no reason why
they should all have been created with the same genetic code.“ (S.832)
Das ist das
wahre Herz seiner Argumentation. Und es ist einfach angreifbar: Einen oder
mehrere gute Gründe dafür finden, warum es nur einen genetischen Code gibt und
er nicht für jeden der verschiedenen Organismenbaupläne neu entworfen wurde.
+
Ironischerweise sind es die Befunde, die Evolutionisten zu dem Schluss bewegen,
dass der g.C. Resultat evolutionärer Optimierung sein muss, die auch vom
Standpunkt einer separaten Schöpfung aus einen Grund für einen einheitlichen
Code liefern. Die Optimalität (im Sinne verschiedener Eigenschaften, die der
interessierte Leser in den entsprechenden Fachartikeln nachlesen kann) des g.C.
ist für Evolutionisten ein starkes Argument gegen einen „Schnellschuss“ bei der
Code-Entstehung und zugunsten dessen Evolutionsfähigkeit. Stephen J. Freeland
und Kollegen gehen in dem Beitrag „Measuring
adaptation within the genetic code“
(Trends Biochem. Sci. 25: 44-45, 2000) sogar soweit, den g.C. als möglicherweise beste Wahl unter
unzähligen denkbaren Codeformen zu bezeichnen:
„Interestingly, however,
the incorporation of biosynthetic restrictions (reducing possible codes to some
270 million), coupled to a more accurate measure of amino acid similarity (the
PAM 74–100 matrix), suggests that nature’s choice might indeed be the best
possible code.“ (S.45)
Unnötig zu sagen, dass damit auch für einen
Schöpfer ein guter Grund vorläge, genau diesen Code universell einzusetzen.
Obwohl ID
an sich keine Probleme mit der Vorstellung gemeinsamer realgenetischer
Abstammung hat, macht Mike Gene in dem Artikel
The Universal Genetic Code
Seen From An ID Perspective dasselbe Argument etwas detaillierter. Gene
argumentiert zudem, dass mit verschiedenen Codes die Möglichkeit Horizontalen
Gentransfers verhindert würde. Dieser ist ein sehr wichtiger Faktor bei der
Entstehung von Bakterienresistenzen. Ein babylonisches Sprachengewirr auf Ebene
des g.C. würde der schnellen Adaption von Bakterien in Bezug auf Umweltstress
(z.B. Antibiotika...) abträglich sein. Es wäre zudem sicher einmal eine
interessante Frage, ob das „Netz des Lebens“ nicht in irgendeiner Weise
beeinträchtigt werden könnte, wenn verschiedene g. Codes verwendet werden
würden. Insgesamt zeichnen sich also einige gute Gründe ab, warum es im Sinne
rationalen Designs ratsam ist, den tatsächlich realisierten Code universell
einzusetzen.
+ Vielleicht
liegen hier noch andere Gründe vor, wir Menschen kennen ja auch mehr als nur
die Kategorie „rationales Design“. Niemand würde behaupten, die Corvette in seiner
Garage sei nach rein rationalen Gesichtspunkten designed. Eine Corvette
spiegelt eine bestimmte Message wieder, „erzählt“ uns von einem Lebensgefühl
und –stil. Und die Tatsache, dass bei Autos einer bestimmten Marke über
Generationen hinweg ein gewisses Grundthema durchscheint, lässt sich auch nicht
vom Standpunkt reiner Nützlichkeits- und Optimalitätserwägungen erklären. Auch
hier steckt im Design eine Botschaft („Ich bin ein *Audi*“).
Analog dazu
impliziert die Universalität des g.C. eine Botschaft: „Alle Organismen haben
einen einzigen Ursprung“. Niemand kann diese Message übersehen, Mark Ridley
formuliert sie so:
„The example is important because it suggests that all life on
Earth had a single origin.“(S.832)
Ohne es zu merken könnte
Ridley hier sein eigenes Argument widerlegt haben – vielleicht ist genau das
der Grund, weshalb alle Organismen auf Basis des gleichen Codes geschaffen
worden sind! Die Erklärung der Universalität des g.C. als „Message“, die uns zu
dem Schluss auf einigen einzigen Ursprung bewegen soll, scheint auf den ersten
Blick ziemlich gewagt. Die Idee stammt aus Walter James ReMines Buch „The
Biotic Message“ (St. Paul Science, 1993) und hat den Vorteil, testbar zu
sein: Die Entdeckung eines weiteren (deutlich anders gestalteten) g.C. würde
sie widerlegen.
Die Universalität des genetischen Codes – Schlüsse
Die Universalität des genetischen Codes kann im Sinne
einer gemeinsamen Abstammung erklärt werden, muss aber nicht. Eine nicht
vorhandene Universalität ließe sich evolutionstheoretisch ebensogut erklären.
Die Annahme einer umfassenden Evolution führt nicht zum zwingenden Schluss auf
einen gemeinsamen Code, dank Ansätzen wie sie von Freeland und Hurst kommen.
Und falls man den Begriff „Evolution“ auf die Abiogenese ausdehnt, galt das
auch schon vor diesen Ansätzen in Bezug auf eine evolutionäre Optimierung des
Codes –
mögliche mehrfache Entstehung des Lebens à
verschiedene Codesysteme. Die Behauptung, dass
es für einen Schöpfer keinen Grund gäbe, einen Code zu verwenden
(jedenfalls im Szenario eine getrennten Erschaffung), ist falsch. Sie ist jedoch aus evolutionstheoretischer Sicht
notwendig, um der Gemeinsamkeit des genetischen Codes als Argument für
Evolution dadurch ausreichend Gewicht zu geben, indem man die Alternative als
unglaubhaft hinstellt. Diese Argumentation wird von Evolutionstheoretikern
benötigt, gerade eben weil evolutionär das gegenteilige Szenario – deutlich
verschiedene Codes – auch gut denkbar wäre.
Rausgezoomt...
Wie Ridley oben klar gemacht hat, ist die „Universalität des genetischen Codes“ nur ein besonders bekanntes Fallbeispiel in einer ganzen Batterie ähnlicher Beispiele für gemeinsame Abstammung. Das grundlegende Muster dieser Argumente sei hier noch einmal herausgehoben:
„It is the kind of characters on which the biological taxonomy is
based which implies that the hierarchy is the result of common ancestry rather than
the clustering of independently created species. The taxonomic characters
shared by species are not all shared because of common needs for survival.“ (S.832)
Die
Problematik dieser Argumentationsweise soll mit der folgenden Fragen
verdeutlicht werden: „Wie sehen „independently
created species“ aus? à Was dürfen diese in
welcher Form gemeinsam haben, um noch als
separat erschaffen zu gelten und nicht als Resultat gemeinsamer realgenetischer
Abstammung? à Dürfen sie z.B. alle einen genetischen Code besitzen?
Ridley gibt mit dem Satz
„The taxonomic characters shared
by species are not all shared because of common needs for survival.“
die Antwort auf diese
Fragen. Das sei die Besonderheit, die das Signal für „common descent“ und gegen
eine „separate Schöpfung“ darstelle. Doch diese Antwort ist problematisch:
1)
Womit
wird begründet, dass keine „common needs
for survival“
vorliegen?
2)
Womit
wird begründet, dass „common needs for
survival“ der einzige
Grund für Ähnlichkeiten unter
Perspektive einer separaten Schöpfung sind?
Und zusätzlich kann man
noch den Fragenkomplex behandeln, wie sich Ähnlichkeiten in ein evolutionäres
Ursprungsszenario einordnen. Das führt weiter zu dem Punkt, an dem sich zeigt, dass
so manches überzeugend wirkende evolutionstheoretische Argument nur im Kontrast
zu sehr speziellen Auffassungen über Schöpfungen überzeugend wirkt, weil
Ähnlichkeiten sich nicht immer harmonisch in evolutionäre Szenarien einordnen
oder gar logisch zu erwarten wären.
1 Für Kritiker, die meinen, ich würde hier die Mechanismenfrage mit der
Theorie der gemeinsamen Abstammung durcheinander bringen: Diese Trennung ist
sinnvoll und wichtig, aber das es trotzdem Wechselwirkungen zwischen beiden Kategorien
gibt, zeigt gerade das hier diskutierte Beispiel. Ridley schreibt:
„The more likely explanation is that all
organisms derive their code by descent with modification from a common
ancestor.“ (S.832)
Wenn aber das Wörtchen „modification“ auch eine
Veränderung des g.C. beinhaltet, geht daraus eben gerade nicht hervor,
dass ein universeller g.C. zu erwarten wäre – gemeinsame Abstammung hin oder
her.