DIE UNTOTEN GEHEN UM
(Arbeitstitel)
(Re-Animator © 2002)
Kapitel 1
Tasha Kinley erwachte schweißgebadet auf einer alten Matratze. Sie befand sich in einem fensterlosen Raum und die Matratze war in die hinterste Ecke des Zimmers gerückt worden um den größt möglichen Abstand zu der von innen verschlossenen Bodenluke zu erreichen.
Zuerst wusste Tascha weder wer noch wo sie war. In den Sekunden bis sich ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten wurde ihr dann schlagartig wieder alles bewusst was sie in den letzten Stunden erlebt hatte. Wenn sie nicht die Pumpgun und der Patronengurt in der Dunkelheit neben ihrem Lager liegen sehen würde, dann hätte sie geschworen, dass alles nur ein schlechter Traum gewesen war.
Vor ein Paar Tagen gab es in der Kleinstadt Haronville ein unbedeutendes Erdbeben der Stärke 3. Es gab keine größeren Schäden und auch keine Verletzten, aber auf dem südlich der Stadt gelegenen Friedhof brach die Erde an einigen Stellen auf und setzte grüne, übel riechende Dämpfe frei. Das dieser Vorfall erst Stunden später bemerkt wurde als der Friedhofswärter gefunden wurde, sollte noch gravierende Auswirkungen für die ansonsten so ruhige Kleinstadt haben.
Tasha war erst gestern aus New York zurückgekommen, wo sie einen einwöchigen Kurs in Selbstverteidigung und Waffengebrauch absolviert hatte, den sie für ihre neue Arbeit beim Wachdienst brauchte. Auf dem Weg zur Stadt kam sie am Friedhof vorbei und wollte einen Abstecher zum Grab ihrer Eltern machen. Also bog sie kurz vor der Stadt rechts ab und ging Richtung Friedhof. Das erste das ihr komisch vorkam, war das herausgerissene Friedhoftor, das auf dem Weg vor dem Friedhof lag. Sie kletterte darüber und betrat den Friedhof. Erst konnte sie gar nicht fassen was sie zu sehen bekam. Alle Gräber waren aufgebrochen und die Grabsteine umgeworfen. Merkwürdig war auch die Art wie die Gräber geöffnet waren, denn sie sahen aus wie wenn das von innen heraus geschehen war. Die Deckel der Särge waren offen und hatten Beschädigungen die eigentlich nur entstanden sein konnten, wenn man sie von Innen aufbricht. Aber das konnte nicht sein, wer sollte einen Sarg von Innen aufbrechen außer ....... NEIN, das konnte nicht sein!
Unschlüssig was sie von dem Gesehenen halten sollte macht sie sich auf den Weg zu dem alten Haus das rechts von der Friedhofmauer stand, um Jack Bogan, den Friedhofwärter aufzusuchen. Wer sonst könnte sie über die merkwürdigen Vorgänge auf seinem „Arbeitsplatz“ aufklären, außer ihm?
Als sie sein Haus erreichte bemerkte sie dass die Haustüre halb offen war und von innen kein Geräusch zu hören war. Sie näherte sich langsam der halb offenen Türe und spähte hinein. Es dauerte ein paar Sekunden bis sich ihre Augen etwas an die Dunkelheit gewöhnt hatten. Bevor sie jedoch die Türe ganz öffnete um einzutreten rief sie zweimal nach Mr. Bogan. Da niemand antwortete schritt sie durch die Tür und stand im dunklen Vorhaus. Zu beiden Seiten gab es jeweils zwei geschlossene Türen und am Ende eine Treppe die in den Keller führte. Tasha tastete neben dem Türstock nach einem Lichtschalter, fand auch einen, aber als sie ihn betätigte gab es nur ein leises Klicken aber kein Licht ging an. Anscheinend war im Haus der Strom ausgefallen. Sie ging zur ersten Türe und öffnete sie vorsichtig. Sie war anscheinend im Wohnzimmer, denn es standen ein paar bequeme Polstermöbel in der Mitte des Zimmers und ein großer Schrank an der gegenüberliegenden Wand. Da die Vorhänge zugezogen waren lag das Zimmer im Halbdunkeln. Plötzlich vernahm sie ein schlurfendes Geräusch vom hinter der Türe gelegenen Teil des Zimmers. Sie trat einen Schritt vor um einen Blick nach links hinter die Türe zu werfen. Was sie sah lies ihr sofort den Atem stocken. Langsam und mit wankenden Schritten bewegte sich ein Mensch auf sie zu. Nein, Mensch konnte man das Wesen nicht nennen, zumindest nicht MEHR. Es handelte sich eher um einen halb verwesten menschlichen Körper, der mit blasser Hautfarbe und toten Augen auf sie zuwankte. Plötzlich hörte sie auch hinter sich ein Geräusch und drehte sich ruckartig um. Gerade noch rechtzeitig konnte sie zur Seite springen um den Händen einer weiteren Gestalt auszuweichen. Zum Glück gab es eine weitere Türe die ins Nebenzimmer führte. Ohne sich noch einmal zu den wandelnden Körpern umzudrehen sprang sie über eine Couch. Als sie auf der anderen Seite in die Knie ging sah sie noch einen Körper, diesmal jedoch auf dem Boden liegend. Soviel sie in ihrer Panik an dem zerfetzten Körper und dem zertrümmerten Kopf erkennen konnte handelte es sich bei der blutverschmierten Leiche um den Jake Bogan. An der offenen Stelle in seinem Kopf wo sich eigentlich das Gehirn befinden sollte gähnte nur ein blutiges Loch. Tasha versuchte die in ihr aufsteigende Übelkeit zu unterdrücken und sprang mit zwei großen Schritten weiter Richtung Türe. Fast wäre sie in der Blutlache die sich rund um den Friedhofwärter gebildet hatte ausgerutscht, konnte sich aber im letzten Moment an der Türklinke abfangen und stellte mit Erleichterung fest, dass die Türe nicht verschlossen war. Keine Zeit um einen Blick in den nächsten Raum zu werfen hastete sie durch die Türe und schloss sie krachend hinter sich. Sie konnte ihr Glück gar nicht fassen, als sie sah, dass auf der Innenseite der Tür ein Schlüssel steckte. Schnell drehte sie ihn zweimal um, zog ich ab, steckte ihn in die Hosentasche und lehnte sich keuchend mit dem Rücken an die verschlossene Türe. Sie befand sich anscheinen in einem Arbeitszimmer, an den beiden Außenwänden war jeweils ein Fenster und das einfallende Licht erhellte den Raum, so das Tasha sofort erkennen konnte das sie sich alleine in dem Raum aufhielt. Plötzlich wurde an der Tür gerüttelt und panisch schaute sie sich um ob sie irgendetwas finden konnte um die Türe zu blockieren. Rechts von ihr stand ein Schrenk mit zwei Flügeltüren und sie hoffte dass sie es schaffen würde ihn vor die Türe zu schieben, oder ihn zumindest davor umkippen zu können. Sie drückte gegen den Wandschrank und schaffte es tatsächlich ihn umzukippen, so dass er mit lautem Knall vor der verschlossenen Türe zu liegen kam. Erst jetzt bemerkte sie dir zweite Tür die anscheinend wieder ins Vorhaus führte. Sie hastete hin und stellte zum Glück fest das sie verschlossen war. Sie hörte immer noch das klopfen an der anderen Türe und setzte sich kurz auf den Sessel beim Schreibtisch um ihre Gedanken zu ordnen. Was um alles in der Welt war hier los? Als sie wieder etwas zu Atem gekommen war fiel ihr Blick auf den umgekippten Schrank. Durch den Aufprall hatte sich die Türe geöffnet und es ragte der Lauf eines Gewehres heraus. Sie bewegte sich leise zum Schrank hin, in der Hoffnung dass die Körper im anderen Raum von ihr ablassen würden wenn sie sich ruhig verhielt. Sie bückte sich und erkannte dass es sich bei dem Gewehr um eine Pumpgun handelte und sich im Kasten auch noch eine volle Schachtel mit Patronen und ein voller Patronengurt befanden. Sie hatte nicht gedacht das sie das bei dem Kurs in New York erlernte Wissen so bald brauchen würde, aber in diesem Fall hat sie die einwöchige Ausbildung schon mal bezahlt gemacht, denn bis vor kurzem hatte sie keine Ahnung wie mit so einer Waffe umzugehen ist. In einer Ecke des Schrankes fand sie noch einen Rucksack den sie sich, gefüllt mit den Patronen, umhing. Dann lud sie das Gewehr und warf sich auch noch den Patronengurt um.
Sie musste unbedingt einen Weg finden um in die Stadt zu gelangen und dem Sheriff bescheit zu geben was sich hier abspielte.
Sie stand vor der verschlossenen Tür zum Vorhaus und überlegte wie sie das Schloss öffnen könnte ohne die Aufmerksamkeit der Kreaturen auf sie zu lenken, die immer noch an die andere Türe hämmerten. „Zumindest sind sie nicht sehr intelligent“ dachte Tasha. „Denn sonst hätten sie sicher schon versucht durch das Fenster oder die andere Türe zu gelangen“. Sie konnte zwar mit dem Gewehr das Schloss aufschießen, aber das dürfte sogleich die Aufmerksamkeit der Leichen auf sie ziehen. Und das wollte sie verhindern, solange sie immer noch mit der anderen Tür beschäftigt waren.
„Denk nach!“ ging es ihr durch den Kopf. Aber es fiel ihr schwer nach der Begegnung mit den wandelnden Toten und der Leiche von Jack Bogan einen klaren Gedanken zu fassen.
Sie atmete ein paar Mal tief durch und ihr Blick wurde durch das Hämmern wieder auf die mit dem Kasten blockierte Türe gelenkt. „Der Schlüssel!“ fuhr es ihr durch den Kopf. Der Schlüssel den sie in der Hosentasche hatte sollte eigentlich auch bei der zweiten Türe passen, das war üblich in einem Haus in dem nur eine Partei wohnte. Sie griff in die Tasche und zog den Schlüssel heraus. Mit zittriger Hand steckte sie ihn ins Schloss und begann ihn vorsichtig nach links zu drehen. Es gab fast keinen Widerstand und nach der zweiten Drehung war die Türe aufgeschlossen. Sie drückte vorsichtig die Türklinke nach unten um die Türe einen Spalt zu öffnen. Sie schaute den Gang des Vorhauses hinunter, vorbei an der immer noch offenen Wohnzimmertüre. Als ihr Blick aus der geöffneten Haustüre fiel erkannte sie mehrere schlurfende Körper die sich vor dem Haus herumbewegten. „Wo kommen die plötzlich aller her?“ fragte sie sich aufgeregt. Sie musste sich einen Platz suchen wo sie in Ruhe einen Plan ausarbeiten konnte wie sie am besten den Untoten aus dem Weg gehen konnte und unbeschadet die Stadt erreichen konnte.
Erst jetzt bemerkte sie, durch das Licht das aus dem Arbeitszimmer fiel, die Dachbodenluke an der Decke des Vorhauses. „Wenn das kein sicherer Platz ist“ dachte sie bei sich und holte leise einen Sessel aus dem Arbeitszimmer. Sie stellte ihn unter die Luke, kletterte rauf und öffnete die Dachbodenluke. Leider ging das nicht so leise vor sich wie sie gehofft hatte. Sie zog gerade die Treppe herunter als sie von hinten ein Stöhnen hörte und eine der Leichen aus dem Wohnzimmer auf sie zukam. Sie schob dem Untoten den Sessel entgegen und beeilte sich die Treppe zu erklimmen. Der Sessel konnte das den verfaulten Leichnam aber nicht lange aufhalten und er erwischte sich mit einer Hand am linken Fuß. Ohne sich umzudrehen konnte sie den Fuß wieder losreißen und versetzte dem Kopf des Toten einen Tritt der ihn kurz zurück weichen lies. Schnell zog sie sich auf den Dachboden und schloss die Klappe hinter sich.
Der Raum war fensterlos und bis auf eine alte Matratze und eines alte Taschenlampe – die neben der Luke stand – leer. Sie zerrte die Matratze ins hinterste Eck des Dachbodens und lies sich darauf nieder fallen. Es roch nach Schimmel und bei jeder Bewegung ging eine kleine Staubwolke auf, aber sie fühlte sich im Moment sicher. Sie schaute auf die Uhr, es musste inzwischen dämmern und sie konnte sowieso nicht mehr viel ausrichten. Sie beschloss hier etwas zu rasten. Sie wollte zwar nicht schlafen aber bevor sie über die letzten Worte nachdenken konnte war sie eingeschlafen: „Flüchte nie nach oben, wenn du nicht weißt wie es dort weitergeht...........“.
Kapitel 2
Nun war sie also wieder wach und nachdem sie sich etwas gefangen hatte drehte sie die Taschenlampe auf. Sie öffnete die Bodenluke einen Spalt und musste feststellen dass die Untoten noch mehr geworden waren und nun im ganzen Erdgeschoss umgingen. Es würde ihr nichts anderes übrig bleiben als von der Waffe Gebrauch zu machen um unbeschadet aus dem Haus zu gelangen. Soviel sie sehen konnte befanden sich vier Untote im Vorhaus unter ihr. An zweien hätte sie vielleicht vorbeilaufen können da sie sich relative langsam bewegten, aber vier waren eindeutig zu viele. Sie konnte es nicht riskieren von ihnen erwischt zu werden, denn sie musste unbedingt die Stadt erreichen um den Sheriff und die restliche Bevölkerung zu warnen.
Deshalb beschloss sie von hier oben die vier Leichen mit der Pumpgun zu beseitigen und sich denn aus dem Staub zu machen. Wenn sie mal im Freien war, währe es sicher leichter den Untoten auszuweichen als auf so engen Raum wir im Vorhaus. Sie legte das Gewehr an und zielte auf den nächststehenden Untoten und drückte ab. Der Rückstoss der Waffe schleuderte sie fast genau so weit zurück wie der Schuss den getroffenen Leichnam. Sie fing sich aber schnell wieder. Ebenso der Getroffene. Der Treffer hatte ihm zwar ein großes Loch in die Brust gerissen und ihn an die Wand zurückgeworfen an der ein braun-rötlicher Fleck zurückblieb. Eine Sekunde später war der Untote jedoch wieder unter der Luke und reckte seine verfaulten Arme Richtung Tasha in die Höhe. „Verdammt!“ dachte sie, „Wenn ich diese Monster nicht mal mit dieser Waffe aufhalten kann, wie soll ich hier jemals lebend rauskommen?“. So schnell gab sie sich aber nicht geschlagen. Nachdem sie die Waffe durchgeladen hatte zielte sie noch mal auf den Zombie. „Zombie!“ Das Wort ging ihr durch den Kopf. „Zombies, genau das müssen diese Monster sein!“. Sie drückte ab und da der Zombie genau unter der Luke stand war die einzige Trefferstelle für den zweiten Schuss der Kopf. Da Tasha nun auch auf den Rückstoss der Waffe vorbereitet war ging die Kugel mitten in den Kopf des Zombies. Dieser platzte durch das Eindringen des Geschosses wie eine überreife Wassermelone auseinander und verteilte sich über Boden und Wand des Vorhauses. Der Körper sank in sich zusammen und rührte sich nicht mehr. „Das ist also Ihre Schwachstelle!“ Dachte sie triumphierend und lud mit einer schnellen Bewegung die Waffe nach.
Durch die Schüsse angelockt kamen nun auch die drei anderen Gestalten zur Luke hergeschwankt und ihr Stöhnen lies Tasha einen Schauer über den Rücken laufen und ihre Nackenhaare stellten sich auf. Das sie aber nun die Schwachsteller der Zombies kannte war es von hier aus ein Leichtes die restlichen drei Angreifer zu beseitigen. Innerhalb von Sekunden lagen im Vorhaus auch die restlichen kopflosen Leichen am Boden. Tasha steckte die Taschenlampe in den Rucksack, hängte sich diesen und die Pumpgun um die Schulter und begann, sich die Luke hinunter zu lassen. Als sie langsam Richtung Haustüre schlich musste sie aufpassen, dass sie nicht auf den Resten der zerschossenen Köpfe am Boden ausrutschte.
Als sie an der Türe angekommen war und einen Blick hinaus werfen wollte hörte sie plötzlich ein Geräusch links hinter ihr. „Verdammt!“ fluchte sie innerlich. Sie hatte auf die zwei restlichen Türen vergessen die auf der rechten Seite des Vorhauses in zwei weitere Räume führten. Außerdem hatte sie die Pumpgun immer noch um die Schulter hängen anstatt sie durchgeladen im Anschlag vor sich zu halten. „Also ein Profi bist du trotz der einwöchigen Ausbildung nicht, Mädchen!“ ging es ihr durch den Kopf, während sie das Gewehr von der Schulter riss und sich umdrehte.
Sie zog gerade den Abzug durch als sie sah wer das Geräusch ausgelöst hatte. Vor ihr stand ein junger Mann – ungefähr in ihrem Alter – mit einem mit zittrigen Händen hoch über seinen Kopf erhobenen Baseballschläger und schrie: „Nicht schießen, nicht schießen!“ Sie verriss die Waffe und der abgegebene Schuss zerfetzte den Türstock rechts von dem jungen Mann. Sie spürte ihr Herz bis in den Kopf hinauf pochen. „Verdammt!“ dachte sie geschockt „Ich hätte beinahe einen Unschuldigen erschossen“. Zitternd senkte sie das Gewehr. Dem jungen Mann ging es nicht anders. Er hätte sich beinahe in die Hose gemacht vor Schreck, senkte aber nun den Baseballschläger und lehnte sich ebenfalls zitternd an den zerschossenen Türstock. Als Tasha den ersten Schock überwunden hatte schob sie den Mann in das Zimmer zurück aus dem er gekommen war, folgte ihm und schloss die Türe hinter ihnen und drehte den Schlüssel zweimal um.
„Wer bist du?“ fragte Tasha den Mann und hielt dabei die Tür im Auge, immer darauf gefasst das sich jemand an der Türklinke zu schaffen machen könnte.
„Rowlings ......... Mike Rowlings.“ stotterte er. „Jack Bogan hat mich ....“ Er schluckte kurz. „ .... hatte mich vor kurzem eingestellt. Ich konnte in dieses Zimmer flüchten, als uns diese .... Dinger im Arbeitszimmer überrascht haben. Jack hat es aber erwischt.“ Tasha drehte den Kopf wieder zu ihm: „Ja, ich weiß, ich hab seine Leiche im anderen Zimmer gefunden. Er war übel zugerichtet.“
Mike stotterte weiter: „Er konnte mit seinem schlechten Bein nicht schnell genug flüchten. Ich wollte ihm helfen, aber es waren zu viele, ich konnte nichts gegen sie ausrichten.“
Tasha nickte: „Ich weiß, sie sind zwar nicht sehr schnell, aber mehr als einer sind trotzdem tödlich ohne die richtige Ausrüstung und Bewaffnung. Das Wichtigste ist jetzt, dass wir den Sheriff erreichen und ihn warnen. Gibt es hier ein Telefon im Haus?“
„Ja, im Wohnzimmer, aber das ging beim Kampf gegen die Zombies kaputt.“ Mike hatte sich wieder unter Kontrolle und umklammerte den Baseballschläger mit festem Griff. „Was nun?“ fragte er und schaute Tasha mit ernstem Blick an.
Anscheinend war soeben Tasha die Rolle des Anführers übertragen worden und sie nahm sie widerwillig an: „Ok, dann machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Wenn wir zusammenbleiben und uns nicht in einen Kampf verwickeln lassen, müssten wir es schaffen. Also los!“
Mike nickte zustimmend, sie öffneten die Türe und traten durch die Haustüre in den Vorgarten hinaus.
Kapitel 3 - Teil 1
Ungefähr zur selben Zeit bewegte sich James Wills leise durch das geheime Forschungslabor, das sich unter dem Friedhof und dem südlichen Teil von Haronville befand. Er war Gentechniker und arbeitete seit einem Jahr in dem unterirdischen Labor. Gestern hatte es eine Explosion im Haupttrakt gegeben, ausgelöst durch illegal eingedrungene Naturschützer. Bei dieser Explosion waren alle Eindringlinge und der Großteil der Wissenschaftler umgekommen. Als wäre das nicht schon Schrecklich genug gewesen, wurde durch diese Katastrophe auch noch ein im Versuchsstadium befindliches Giftgas freigesetzt. Wie sich herausstellte wurden durch die Dämpfe nicht nur Tote zum Leben erweckte, sondern auch Lebende die mit ihm in Berührung kamen wurden innerhalb von Sekunden getötet und kamen nach einigen Minuten als fleischfressende Zombies wieder ins Leben zurück. Jack blieb von der Katastrophe verschont, weil er kurz zuvor seine Schicht zu Ende war und er sich im nördlichsten Bereich der Anlage befand, in den Quartieren, nicht weit vom Hauptliftschacht entfernt. Zu seinem Glück waren die Quartiere von den Forschungslabors durch dicke Betonwände und Metalltüren getrennt. Trotzdem spürte er die ungeheure Erschütterung welche die Explosion ausgelöst hatte. Und sogar hier in den Quartieren konnte man Sprünge in der Decke und im Boden feststellen.
Fortsetzung folgt .................
Re-Animator © 2002