Rückblick auf das
 9.  Braunberg  OPENair  Schnellschachturnier

am Sonntag, den 6. Juli 2014

Der Braunberg zeigt sich auch heuer wieder bei herrlichem Wetter und guter Sicht von seiner schönsten Seite - aber diesmal fanden nur 28 Schachfreunde den Weg zum Turnier – ob dies am späten Termin oder an der Fußball-WM lag kann man nicht sagen. International besetzt war das Turnier aber dennoch wieder, denn ein junger Schachspieler aus Kasachstan fand auf seiner Europareise mit seiner Familie den Weg auf den Braunberg.

Angeführt wurde die Teilnehmerliste vom Stammgast FM Heinrich Rolletschek, der auch heuer wie alle Jahre davor die 300 Höhenmeter von St. Oswald zu Fuß bewältigte. Und wie alle Jahre wieder stoppte eine frühe Niederlage – diesmal gegen den groß aufspielenden Hans Grabenweger in der zweiten Runde – den geplanten Durchmarsch zum Turniersieg. Dass es der Braunberg mit Turnierfavoriten nicht so gut meint, dürfte bereits hinlänglich bekannt sein, denn die Nummer 4 Georg Traunwieser musste schon in der ersten Runde mit den weißen Steinen trotz einem Eloplus von 500 eine Niederlage gegen Walter Schiefermüller hinnehmen.

In der 3. Runde traf es „bergplangemäß“ die Nummer 2 Peter Stadler eben falls mit den weißen Steinen gegen Emmerich Bumberger und Hans Grabenweger schlug auf Brett 2 den heuer mitspielenden Präsidenten des LV OÖ Günter Mitterhuemer sogar schnell in der Eröffnungsphase. So führten nach dieser Runde die Nummern 6, 10 und 11 das Turnier an und die Spitzenleute hatten schon mindestens einen ganzen Punkt Rückstand aufgerissen.

Da nach der 4. Runde die Mittagspause mit herrlichem Essen bei ebensolcher Aussicht am Programm stand, konnte man mit schnellen Remisen zur Pauseverlängerung rechnen. Doch diese Option wurde nur von einer Paarung tatsächlich gezogen, denn das zweite Remis der Runde wurde von Grabenweger und Edenhauser auf Brett 2 unter voller Ausnutzung der Bedenkzeit wirklich hart ausgekämpft. Auf Brett 1 siegte Hans Jürgen Koller mit den schwarzen Steinen gegen Bumberger und übernahm damit die alleinige Spitze mit einem halben Punkt Vorsprung auf Grabenweger und einem ganzen auf die Verfolgermeute.

Mit seinem Sieg in der 5. Runde gegen Grabenweger schien für Hans Jürgen Koller der Weg frei zu sein zum Turniersieg, aber in Runde 6 setzte der Setzlistenerste Heinrich Rolletschek mit den schwarzen Steinen alles auf Sieg und konnte diesen nach hartem Kampf tatsächlich einfahren und sich damit doch noch Hoffnungen auf den Turniersieg machen – allerdings musste dafür Hans Jürgen Koller in der Schlussrunde mindestens einen halben Punkt abgeben. Die Nummer 3 Roland Posch hatte wie für Favoriten am Braunberg üblich schon in Runde 2 und 3 Punkte abgegeben, sich aber in dieser Runde mit einem Sieg gegen Emmerich Bumberger wieder ins Gespräch um die Preisgeldränge gebracht.

In der Schlussrunde willigte Hans Jürgen Koller gegen Peter Stadler, der keine praktische Chance auf den Turniersieg hatte, auf ein schnelles Remis ein, welches den beiden letztendlich die Plätze 2 und 4 im Endklassement brachte und für Peter Stadler die „Lederne“ auch kein Preisgeld bedeutete. Dadurch ergab sich für Heinrich Rolletschek die Chance doch einmal das Braunberg OPENair zu gewinnen und der Routinier aus Altmünster ließ sich diesmal nicht mehr die Butter vom Brot wegnehmen, schlug Manfred Edenhauser überzeugend und darf sich damit nach vielen Anläufen BRAUNBERG OPENair SIEGER 2014 nennen! Roland Posch gewann die vierte Partie in Serie und rettete damit seinen dritten Startrang auch ins Endergebnis. Auf Brett 4 trennten sich die beiden groß aufspielenden Bumberger und Grabenweger nach hartem Kampf Remis.

HEINRICH ROLLETSCHEK - BraunbergOPENair Sieger 2014

Wieder mit von der Partie war der fast 91jährige Erwin Rauscher der drei Auftaktniederlagen gegen Spieler deren Familienname mit „G“ beginnt drei Siege folgen ließ – aber da waren keine „G‘s“ dabei – und in der Schlussrunde gegen Almer mit einem Remis noch auf 50% Punkteausbeute kam. Den Damenpreis holte sich Sabine Hofer und einen besonders harten Tag erwischte unser „Harti“, der seinem Anfangspunktestand keinen Zuwachs ermöglichen konnte.

Aber hier am Braunberg geht es doch nicht um Punkte, sondern um den herrlichen Ausblick, das gute Essen und die hervorragenden Kuchen und natürlich um die gute Unterhaltung und dem freundschaftlichen Umgang der Schachspieler in der lockeren Turnieratmosphäre in einem laufenden Hüttenbetrieb – eine gute Werbung für das Schach so nebenbei! Nach der Siegerehrung blieben noch einige Schachfreunde auf der Sonnenterrasse der Hütte und/oder nutzten die Nachmittagssonne zu kleinen Erkundungs- und Erholungstouren in die Umgebung.

Aber auch ohne Schachturnier ist die Braunberghütte immer einen Besuch wert und wenn er Zeit hat, ist der Wirt einer Schachpartie nicht abgeneigt. Wer nicht mit dem Auto bis zur Hütte fahren möchte, dem bieten sich mehrere ca. eine Stunden lange Aufstiegswege (ca. 300 Höhenmeter) an: von Lasberg aus (etwas steil, aber schön) oder zwei Varianten in St. Oswald/Freistadt (eine direkte auf dem Nordwaldkammweg oder über Maria Bründl – den Parkplatz dort kann man auch als Ausgangspunkt wählen). Man kann aber auch bis zum Parkplatz 1 in Witzelsberg hochfahren und von dort fast eben in einer Viertelstunde zur Hütte spazieren. Man erspart dem Auto die nichtasphaltierte – aber dennoch gute – Zufahrtstraße zur Hütte und man tut seinem Körper etwas Gutes!

Noch am selben Abend haben sich die Organisatoren entschlossen auch 2015 das Turnier – es steht die 10. Auflage an – wahrscheinlich wieder Mitte Juni auszurichten! Näheres im Herbst im Internet.

Ausschreibung aktuelles Braunberg OPENair

 

Endstand 2014

1. Heinrich Rolletschek
2. Hans Jürgen Koller
3. Roland Posch

Bericht 2014 (pdf)

Endstand, Startliste und Rundenergebnisse online auf

Ergebnisse auf chess-results.com

 

 
OPENair... Wetter 1A Frühstück im Grünen auf geht's 1. Runde
noch haben alle 0 Punkte der Turnierfavorit vor der Niederlage Kasachstan zu Gast
Terrasse im Kampffieber was man so alles auf Uhren ablesen kann Heinrich kämpft ...
schon vor der Runde entspannt der Präsident und seine Bezwinger Favoritenschrecke gegeneinander
Jugend am Werk auf zum Turniersieg Zettelwirtschaft
Blumen für die Dame Drittelsieger Edenhauser und Pomierny 2. Koller 1. Rolletschek 2. Posch
     
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