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2006
1995: DIE GAUNEREIEN DES SCAPINO von Molière
(11 Vorst./ 2700 Zuschauer)
1996: AMPHITRYON von Heinrich v. Kleist (12
V./2100 Z.)
1997: DIE GEIZHALSKOMÖDIE von Plautus
(11 V./ 2600 Z.)
1998: DIE DAME IST NICHT FÜRS FEUER
von Christopher Fry (12 V./2300 Z.)
1998: DER LÜGNER von Carlo Goldoni (R: Urs Obrecht, Tournee
in OÖ., 12 V./2600 Z.)
1999: BARBAREN, Freiluft-Wandertheater von
Andreas Jungwirth nach „Weh dem, der lügt“ von Franz Grillparzer
(8 V./1800 Z.)
1999: WAS IHR WOLLT von William Shakespeare (12 V./ 3655 Z.)
2000: DER EINGEBILDETE KRANKE von Molière,
Fassung von Andreas Jungwirth (12 V./ 3330 Z.)
2001: LYSISTRATA nach Aristophanes, Fassung
v. Andreas Jungwirth (16 V./ 4500 Z.) lesen
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2002: KRACH IN CHIOZZA von Carlo Goldoni (13
V./ 4500 Z.)
2003: PERIKLES von William Shakespeare (15 V./ 4450 Z.) lesen
Sie mehr!
2004: TISCHMANIEREN von Alan Ayckbourn (15V./ 4950 Z.) lesen
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2005: DER KAUKASISCHE KREIDEKREIS von Bertolt Brecht (15V./
5049 Z.) lesen Sie mehr!
2006: DON GIL VON DEN GRÜNEN HOSEN von
Tirso de Molina (15 ausverk. V./ 5010 Z.)
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2006 > DON GIL VON
DEN GRÜNEN HOSEN
Komödie von Tirso de Molina
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ZUR FOTOGALERIE > ZU DEN KRITIKEN
Martin will hoch hinaus:
Er hat Juana, seine Geliebte, sitzen gelassen, um die reichste Partie Madrids
zu heiraten.
Aber die verlassene Juana denkt nicht daran, auf ihn zu verzichten.
Sie verfolgt ihn und hintertreibt, als Don Gil verkleidet, alle Pläne ihres
betrügerischen Freundes, um sich zu rächen und ihn an den Rand
des Wahnsinns zu treiben...
Dabei spielt sie nicht nur den Don Gil, sie verwandelt sich auch in Elvira,
spielt sich selbst und spielt die Elvira, die Don Gil spielt, um ihr Ziel zu
erreichen.
Verwöhnte Gören, tobende Väter, größenwahnsinnige
eifersüchtige Liebhaber und abgefeimte Diener bevölkern diese Komödie
und mixen einen Cocktail aus Aberwitz und Irrsinn.
Tirso di Molina, Mönch
(1571 – 1648, „Der Mönch, der alles über Frauen wusste”)
und Schriftsteller, schrieb unter diesem Pseudonym 300 bis 400 Theaterstücke,
von denen „nur“ 85 erhalten sind. Wirtschaftlich gesichert konnte
er Komödien schreiben, die sich nicht um Konventionen kümmern mussten.
So stellt er eine Frau, einen weiblichen „Don Juan“, ins Zentrum
des Geschehens und leistet sich eine böse und abgründige Geschichte,
die vor Situationskomik und Hinterfotzigkeit nur so strotzt.
Kritik an der Überheblichkeit der Männer und ihrer endlosen Streitlust
paart sich mit herrlich komödiantischen Situationen, die viele Stückeschreiber
der folgenden Jahrhunderte zur Nachahmung inspirierten.
Bearbeitung und Regie: Joachim
Rathke
Bühne und Kostüme: Kurt Pint
Gitarre: Johannes Froschauer und Manfred Haselhofer
Es spielten: Daniela Dett, Rike Joeinig, Gunda Schanderer,
Christian Bauer, Lupo Grujcic, Mathias Lenz, Rudi Müllehner,
Thomas Pohl, Moritz Rathke, Ulrich Scherzer, Tancredi Volpert, Peter Woy
2005 > DER KAUKASISCHE KREIDEKREIS
Bertolt Brecht
Im Kaukasus herrscht Krieg.
Die Fürsten bekämpfen einander, das Volk lehnt sich auf.
Den Beginn des Stückes markiert ein Putsch, der mit dem Tod des Gouverneurs
Abaschwili endet.
Seine Frau flieht Hals über Kopf und vergisst ihr Kind.
Grusche, eine Magd im Dienst des Gouverneurs, eben erst mit dem Soldaten Simon
verlobt, weiß, dass das Kind, einmal entdeckt, dem Tod geweiht ist.
Nach langem Zögern nimmt sie es an sich und flieht über die Berge
zu ihrem Bruder. Sie kämpft sich durch, will es zuerst loswerden, entdeckt
dann ihre Liebe zu dem wehrlosen Geschöpf und nimmt es als ihr eigenes
Kind an.
Nach dem Krieg kehrt die Gouverneursfrau zurück und fordert das Kind vor
Gericht zurück.
Die Gerichtsverhandlung leitet der „Azdak“, ein hochgekommener Schreiber,
der das Recht als „Katze im Sack“ versteht, korrupt und verkommen
zu sein scheint.
Es kommt zur Kreidekreisprobe, in der die beiden „Mütter“ das
Kind aus dem Kreis ziehen müssen.
Um ihm nicht weh zu tun, lässt Grusche aus und erhält als „rechte
Mutter“ das Kind zuerkannt.
Der kaukasische Kreidekreis zählt zu Recht zu den besten Theaterstücken
Brechts. Er schildert die brutale Realität eines Krieges, stellt ihr aber
eine soziale, von echter Zuneigung geprägte Realität gegenüber,
die ebenso wahr ist wie die erste.
Das ist das Aufregende und Aktuelle dieser Parabel: Die Sinnfälligkeit
sozialen Handelns in einer moralisch fragwürdigen Welt.
Wer glaubt, dass dieses alte chinesische Märchen, das an die biblische
Geschichte Salomons erinnert, ernst und bedrückend erzählt wird, irrt:
Brecht schildert mit Humor und großem Witz, tiefsinnig und spannend, diese
berührende Liebesgeschichte zwischen einer einfachen Magd und einem herrschaftlichen
Kind.
Regie: Joachim Rathke
Bühne und Kostüme: Kurt Pint
Musik: Paul Dessau, Katrin Weber
Es spielten: Daniela Dett, Nora Dirisamer, Bettina Reifschneider,
Gunda Schanderer, Katrin Weber, Harald Bodingbauer, Matthias Hack,
Henry Mason, Rudi Müllehner, Thomas Pohl, Tancredi Volpert, Wilfried Weilandt,
Peter Woy
Aufführungsrechte: Suhrkamp Theaterverlag, Frankfurt/Main
2004 > TISCHMANIEREN
(Table Manners)
Komödie von Alan Ayckbourn
Übersetzung von Henry Mason
Annie, ledige Tochter einer bettlägerigen Mutter, bereits selber jenseits
der Vierzig, ist frustriert und leidet unter sexuellem Notstand.
Tom, ein Tierarzt, der ihretwegen ständig auftaucht, wagt nicht, ihr seine
Liebe zu bekennen.
In ihrer Verzweiflung akzeptiert Annie das Angebot ihres triebhaften Schwagers
Norman, ein Wochenende mit ihm zu verbringen.
Der Plan fliegt auf.
Ein Familienstreit, der alles bietet, was man sich von einer Familienauseinandersetzung
erwartet, entlädt sich über dem ohnehin streitlustigen Clan...
Alan Ayckbourn beschreibt drei Paare, die in sehr unterschiedlichen Liebesrealitäten
leben:
Das perfekte Paar Sarah und Reg, allwissend und vollkommen. (Oder damit beschäftigt,
es der Umwelt vorzuspielen.)
Ruth und Norman, die sich in einer Leidenschaft kennengelernt haben, nur jetzt
erkennen, wie gegensätzlich sie sind.
Und eben Annie und Tom, die sich lieben ohne den Mut zu haben, es zu bekennen.
Zu allem Überfluss sind die Paare auch noch verwandt, ein Umstand, der
das absurde Feuerwerk familiärer Konflikte bereitwillig entzündet.
Sir Alan Ayckbourn, 1939 in London geboren, gehört zu den erfolgreichsten
und meistgespielten Dramatikern der Gegenwart.
Von seinen inzwischen über sechzig Stücken wurden fast alle in Scarborough
uraufgeführt, wo er seit 1970 künstlerischer Leiter ist.
Ayckbourns Stücke liegen in über dreißig Sprachen auf und erhielten
zahlreiche nationale und internationale Preise. 1997 wurde er geadelt.
Ayckbourn hinterfragt radikal bürgerliche Wertvorstellungen. Themen, zu
denen er immer wiederkehrt, sind die Krise der Familie, die Hohlheit sozialer
Rituale und die vergebliche Jagd nach dem Liebesglück.
Und wohl das Schönste an seinen Komödien: Er verpackt so viel Tiefsinn
in so viel Gelächter.
Regie: Joachim Rathke
Bühne und Kostüme: Kurt Pint
Musik: Katrin Weber
Es spielten: Katharina Bigus, Simone Neumayr, Gunda Schanderer,
Katrin Weber, Mattias Hack, Henry Mason,
Peter Woy, Harald Bodingbauer
Probenfotos: Copyright by Christian Herzenberger
2003
> William Shakespeare PERIKLES
in der Übersetzung und Fassung von Henry Mason
Ein altes Märchen.
Wollt ihr’s sehen
Aus grauer Asche auferstehen?
Sollen wir’s heut für euch erneuen
Und Ohr beglücken, Aug erfreuen?
Es wurd auf Festen vorgetragen,
Wie auch an Fast- und Feiertagen,
Und Frauen gabs, und Männer, die
Es lasen rein zur Therapie.
Helden ziehen durch die Welt und erobern Betten, Länder und Trophäen.
Laut Eigendefinition ist Perikles ein Held.
Er ist ewig siegreich, unverwundbar und einfach der Größte.
Aber beim ersten Problem, das sich ihm in den Weg stellt, zieht er den Kopf
ein und flieht ...
Seine Tochter Marina ist da ganz anders: Ständig in Lebensgefahr stellt
sie sich mutig den Konflikten, setzt sich selbstbewusst zur Wehr und gewinnt.
Der geniale Theatermagier William Shakespeare führt uns durch einen packenden,
mit komischen Mitteln angereicherten Krimi, der ungeniert durch Zeiten und Kulturen,
durch Genres und Epochen „zappt“:
Wir begegnen leidenschaftlich
Liebenden, gutmütigen Schiffsleuten, entschlossenen Rittern, unentschlossenen
Mördern und geldgierigen Kupplern - diese theatralische Lebens-“Odyssee“
macht uns zu Zeugen fragwürdiger Schicksalsschläge und tiefer Liebe.
Das Leben ist kein Märchen, mehr ein Meer:
Nach Sturm kommt Stille, auch wo vorher war
Nichts als Verwirrung, Wirrnis, Widerstände.
Wie Ebbe und Flut, so tanzt die Zeit,
Der Faden in dem großen Labyrinth:
Einmal wird Freude sein, wo heute war
Nichts als Verwirrung, Wirrnis, Widerstände.
Zur Bearbeitung: Henry Mason, selbst Engländer und profunder Kenner Shakespeares,
hat eine Fassung für nur 7 Schauspieler erarbeitet. Ein Chor, der die Geschichte
erzählt und selber die gestrichenen Rollen und das Umfeld der Schauplätze
schafft (Hofstaat, Matrosen, Huren, etc.), komplettiert das Ensemble.
Die letzte Produktion des theaterSPECTACEL Wilhering war im Sommer 2002 Goldonis
„Krach in Chiozza“, die mit einer Auslastung von 100% (4500 Zuschauer
in 13 Aufführungen) bilanzierte.
Regie: Joachim
Rathke
Bühne und Kostüme: Kurt Pint
Musik: Alfred Lauss
Es spielten: Katharina Bigus, Antje Schäffer - Matthias
Hack, Raimund La Leeb, Mathias Lenz, Henry Mason, Peter Woy,
Chor: Schauspielstudenten des 2. Jahrganges des Brucknerkonservatoriums
Linz
Sonja Bader, Nora Dirisamer, Monika Haslinger, Roland Krenn, Mira Miljkovic,
Marcel Mohab, Markus Nestroy, Tancredi Volpert
2001 > Aristophanes "Lysistrata"
"Ich lass' keinen Mann mehr zu mir kommen ..."
... das schwören die Frauen Athens ihrer Anführerin Lysistrata, denn
ihnen reichts: Seit Jahren herrscht Bürgerkrieg mit Sparta, und die Männer
sind mehr am Schlachtfeld als zu Hause. Die Frauen verbünden sich mit den
Frauen ihrer Feinde und zücken ihre stärkste Waffe, um den Krieg zu
beenden: Sie treten in den Liebesstreik! Lysistratas Therapie wirkt schnell:
Bald kämpfen die tapferen Helden, vom einfachsten Soldaten bis zum machtvollen
Feldherrn, mehr mit ihren Trieben als mit dem Feind .
Die wahrscheinlich frechste Komödie aller Zeiten, von Andreas Jungwirth
"in ein neues Gewand gekleidet": So ernst die Grundsituation auch
ist, so saftig, bissig und köstlich gestaltet sich die Komödie. Geschlechterkampf,
Mut zur Gegenwehr und das Ringen um den Frieden sind ihre Themen. Eine "Militärkapelle"
wird live die Handlung begleiten, eine "Akropolis" die Scheune teilen,
ein ramponiertes Kriegsheer, rebellische Frauen und verwahrloste Kinder werden
für effektvolle Massenszenen sorgen. In seiner bewährten Art wird
das "theaterSPECTACEL" die stimmungsvolle Scheune des Stiftes Wilhering
zum Schauplatz für dieses hochtheatralische Spektakel umfunktionieren.
Der Autor Andreas Jungwirth (er schrieb die Wandertheaterfarce "Barbaren"
und übersetzte die letztjährige Erfolgsproduktion "Der eingebildete
Kranke" von Molière) hat eine Fassung geschrieben, die Bezüge
zu unserer Zeit herstellt. Regie führt der Leiter des "theaterSPECTACELS"
Joachim Rathke, Preisträger des ersten Landespreises für Bühnenkunst
und Schauspieler am Landestheater Linz. Die Kompositionen realisiert der Leiter
des hochkarätigen Blechbläserensembles "Pro Brass" Alfred
Lauss.
Garant für die Erfolge des "theaterSPECTACELS" ("Der eingebildete
Kranke" hatte im Vorjahr eine Auslastung von 99% und erreichte in 12 Vorstellungen
3330 Zuschauer) ist niveauvolle Unterhaltung, die Qualität und Engagement
verbindet.